Gezeitenwechsel von Sarah Moss

„Sich Dinge vorzustellen, hindert sie nicht daran einzutreten. Genauso wenig, wie sie sich nicht vorzustellen.“ (Seite 12)

Manchmal geschehen im Leben Dinge, die ganze Lebenswege verändern. Manchmal weiß man es direkt im Augenblick des Geschehens, dass nun nichts mehr so ist, wie es vorher war. Und manchmal kristallisiert sich erst mit der Zeit heraus, dass die Weichen nun anders gestellt sind, als man das ursprünglich geplant hatte.

An einem solchen Scheideweg befindet sich Adam Goldschmidt, der Vater der 15-jährigen Miriam, als er eines Tages einen Anruf der Rektorin von Miriams Schule erhält: Miriam hatte einen Atem- und Herzstillstand, wurde bewusstlos auf dem Sportplatz gefunden, reanimiert und in eine Klinik gebracht.

Miriam bleibt zur Beobachtung auf der Intensivstation, um die Ursache des Atem- und Herzstillstands festzustellen. Doch niemand weiß, warum sie aufgehört hat zu atmen und wann es wieder passieren könnte.

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Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens (Hörbuch)

Apathisch fragte sie sich, was sie getan hatte, dass alle sie verließen.“ (CD 1, Track 82)

Die sechsjährige Kya Clark lebt zusammen mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern in der Nähe der Küstenstadt Barkley Cove mitten im Marschland. In den frühen 1950er Jahren verlässt erst die Mutter die Familie, und nach und nach gehen auch Kyas Geschwister aufgrund des gewalttätigen und alkoholkranken Vaters aus dem Elternhaus fort. Nur Kya und ihr Vater bleiben zurück, doch auch er bleibt oft tagelang weg und verschwindet dann ganz, lässt das Mädchen allein mit Haushalt und Alltag.

Kya, die die Schule nur einen Tag besucht hat und aufgrund der Hänseleien der anderen Kinder nie zurückgekehrt ist, erkundet mit dem Boot ihres Vaters das Marschland, lernt von ihrem Freund Tate Lesen, Schreiben und Rechnen, eignet sich auf eigene Faust Wissen über das Marschland und die darin lebenden Tiere und Pflanzen an.

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Achterbahn der Gefühle. Mit Manie und Depression leben lernen von Thomas Bock

„Die Abwechslung von Depressionen und Manien treibt die Ambivalenz auf die Spitze, die wir alle kennen, die Balance von Nähe und Distanz, von Bindung und Autonomie, von Macht und Ohnmacht.“ (Seite 47)

Der Aufbau des Buches folgt dem zeitlichen Verlauf des Erkrankens an einer Depression bzw. einer Manie – sowohl bei den Betroffenen und den Angehörigen als auch bei den Professionellen.

Zuerst geht Thomas Bock auf das Erleben ein, d.h. auf den Beginn der Depression oder Manie, die Umschlagpunkte zwischen den beiden Extremen, die Sicht der Betroffenen, ihrer Partner, ihrer Kinder, ihrer Eltern sowie ihren Behandlern. Im folgenden Kapitel („Übersicht gewinnen“) beschreibt Bock die Symptome von Depression und Manie, die alte und die neue Klassifikation, die Häufigkeit und den Verlauf. „Verstehen“ beschäftigt sich mit verschiedenen Erklärungsmodellen, z.B. genetische Aspekte, Modelle aus Psychoanalyse und Verhaltenstherapie, „Handeln“ befasst sich mit Frühwarnzeichen, Prävention und Behandlung. Im letzten Abschnitt („Umgang mit Krisen“) geht Bock näher auf Themen wie Suizidalität und rechtliche Aspekte (z.B. Unterbringung und Betreuung) ein.

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König der Hobos von Fredy Gareis

„Das ist das letzte waschechte amerikanische Abenteuer.“ (Seite 12)

Fredy Gareis wollte ein Amerika erkunden, von dem Herman Melville, Mark Twain und Jack London erzählten, ein Land der Freiheit, anders als das Land, von dem wir derzeit in den Nachrichten hören und lesen.

Aus diesem Grunde reiste er nach Britt, Iowa, wo sich seit 116 Jahren einmal im Jahr die Außenseiter der amerikanischen Gesellschaft treffen, um den König und die Königin der Hobos zu krönen.

Gareis schloss sich schließlich den Hobos an und erzählt in seinem Buch von „einer Schattenwelt der Obdachlosen, die auf den Gleisen unterwegs sind und auf den amerikanischen Traum pfeifen“ (Seite 14). König der Hobos von Fredy Gareis weiterlesen

Die Entflohene von Violaine Huisman

„Die Kehrseite ihrer Tobsuchtsanfälle war nicht Zurückhaltung, sondern Verehrung. Wir liebten sie über alles […].“ (Seite 14)

Wutanfälle und Beschimpfungen. Vernachlässigung und Gewalt. Alkoholmissbrauch und Medikamentencocktails. Zerbrechen von Beziehungen zum Vater und anderen Bezugspersonen. Emotionale Distanzierung und große Verzweiflung. Zwangseinweisung und Risikoverhalten.

Das ist die tägliche Lebens- und Erlebenswelt der Ich-Erzählerin in Violaine Huismans Roman Die Entflohene, in dem die Autorin von ihrer eigenen Kindheit mit ihrer Mutter mit bipolarer Störung erzählt.

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Mut zur Psychotherapie! von Ulrich Trebbin

„Therapie ist also Arbeit und kein Spaziergang.“ (Seite 31)

Ulrich Trebbin richtet sich in Mut zur Psychotherapie! an Laien in Sachen Psychotherapie und erzählt, was vor, während und nach einer Psychotherapie wichtig ist, beantwortet Fragen und bietet Hinweise über den Ablauf und die Inhalte einer Psychotherapie.

So berichtet er z.B. über verschiedene Therapieformen, wie man den passenden Therapeuten für sich findet, wie die Beziehung zum Therapeuten aussehen sollte und wie nicht, was man mit Psychotherapie erreichen kann, was Supervision bedeutet und warum sie wichtig ist, wie mit Suizidalität umgegangen werden sollte und wie lange eine Psychotherapie dauert.

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Mut für zwei. Mit der Transsibirischen Eisenbahn in unsere neue Welt von Julia Malchow

„Im Zweifel für die größere Veränderung.“

Julia Malchow geht zusammen mit ihrem 10 Monate alten Sohn Levi auf eine große Reise: von St. Petersburg mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Irkutsk, nach einem Aufenthalt am Baikalsee nach Ulan Bator und gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Markus durch die Mongolei bis nach Peking.

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Stephen Hawking. Little People, Big Dreams von Isabel Sánchez Vegara

„Aber sein Kopf war nicht gelähmt, das merkte er schnell. Und so starrte er nicht mehr auf seine Füße, sah wieder hoch zu den Sternen.“

Stephen Hawking steht für mich für jemanden, der nicht nur ein extrem kluger Kopf war, sondern der sich auch nicht durch extreme Widrigkeiten desillusionieren ließ, der sein Leben und seine Träume nicht aufgab und der das Beste aus seinem Leben gemacht hat.

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Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag von Michaela Kirst und Axel Schmidt (Dokumentar- und Informationsfilm der Stiftung Deutsche Depressionshilfe)

„There is a crack in everything
That’s how the light gets in“

(„Anthem“ von Leonard Cohen)

Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag beinhaltet einen Dokumentar- und einen Informationsfilm, in denen Betroffene mit Depression, ihre Angehörigen sowie Professionelle von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen in Zusammenhang mit depressiven Störungen erzählen. Dabei werden Symptome beschrieben, die Probleme in der Bewältigung des Alltags angesprochen und die Behandlungsmöglichkeiten erwähnt. Auch Themen wie Suizidalität und die Bedeutung von sozialer Unterstützung werden behandelt.

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Mord im Orientexpress von Agatha Christie (Hörbuch)

„Der Orient-Express hatte seine dreitägige Reise quer durch Europa begonnen.“ (CD 1, Track 7)

Der belgische Detektiv Hercule Poirot reist im vollbesetzten Orient-Express von Istanbul Richtung Calais. In Jugoslawien muss der Zug aufgrund einer Schneeverwehung anhalten, und bei diesem Halt wird einer der Reisenden, der Amerikaner Samuel Edward Ratchett, durch zwölf Messerstiche getötet.

Der ebenfalls mitreisende Direktor der Eisenbahngesellschaft, Monsieur Bouc, bittet Poirot, den Fall aufzuklären, der sich sogleich an die Arbeit macht. Eines steht schnell fest: Der Mörder muss sich immer noch im Orient-Express befinden, denn im Schnee vor dem Zug sind keine Spuren zu sehen. Poirot untersucht das Abteil des Toten und befragt alle Passagiere im betreffenden Schlafwagen, aber nichts scheint zusammenzupassen.

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