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Wir sind das Klima! von Jonathan Safran Foer (Hörbuch)

„Allem Wissen über menschengemachten Klimawandel zum Trotz haben wir 2018 mehr Treibhausgase produziert als je zuvor – der Anstieg liegt dreimal höher als das Wachstum der Weltbevölkerung. Gute Ausreden gibt es zuhauf: der größere Kohleverbrauch in China und Indien, die starke Weltwirtschaft, ungewöhnlich heiße Sommer und kalte Winter, die mehr Heizung und Kühlung erforderten. Aber die Wahrheit ist so roh wie offensichtlich: Es ist uns egal.“ (CD 1 , Track 16)

Jonathan Safran Foer erzählt in Wir sind das Klima! von Psychologie, Shoa, Rassismus, Thanksgiving, hysterischer Kraft, Heimspielen, Nikotin, Treibhausgasen, Massentierhaltung, der Belagerung von Masada und Svalbard Global Seed Vault.

Er berichtet von persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen, bettet diese in Forschungsergebnisse ein, zieht so Parallelen zwischen unterschiedlichen Themen und Ereignissen. Dieser Mix aus harten Fakten und Anekdoten hat mir ausgesprochen gut gefallen und sorgt dafür, dass das Geschriebene greifbarer und persönlich relevanter wird, sowie dafür, dass man sich Inhalte besser merken kann.

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Belletristik und Reiseberichte aus und über Mexiko

In diesem Post liste ich Belletristik und Reiseberichte aus und über Mexiko auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Der Junge von Nadia Bozak

„Sie hat vergessen, weswegen sie hierhergekommen ist, so grenzenlos ist die Demütigung, die Kontrolle über ihr Leben – über alles – verloren zu haben.“ (Seite 132)

Honey hat ihre Mutter Marianne seit mehr als zwei Jahren nicht mehr gesehen, und als sie sie auch telefonisch nicht mehr erreicht, macht sie sich auf den Weg in die Grenzregion, in der Marianne zusammen mit ihrem Hund Baez lebt.

Als Honeys Auto eine Panne hat, nimmt sie den Greyhound, wagt sich allein in die extrem abgelegene Gegend.

Auf dem Grundstück der Mutter gibt es keine Spur von ihr und ihrem Hund. Und schließlich wird Honey überfallen und schleppt sich schwer verletzt durch die fiktive Oro-Wüste, begleitet von Chávez, einem Jungen, der selbst auf der Flucht ist und behauptet, er wisse, wo Marianne und Baez sind. Für 5000 Euro ist Chávez bereit, Honey zu ihrer Mutter zu führen.

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438 Tage. Überlebenskampf auf dem Pazifik von Jonathan Franklin

„Und das war sein letzter Kontakt mit der Küste.“

José Salvador Alvarenga flieht aus seiner Heimat El Salvador und lässt sich nach einem langen und beschwerlichen Fußmarsch im mexikanischen Dorf Costa Azul nieder. Hier arbeitet er als Fischer und erlangt in den nächsten Jahren viel Wissen über das Meer und seine Bewohner.

Eines Tages fährt Alvarenga mit dem jungen und unerfahrenen Ezequiel Córdoba ins offene Meer, um dort zu fischen, und wird von einem gewaltigen Sturm überrascht. Das Fischerboot und die beiden Männer werden immer weiter ins Meer getrieben, doch den beiden gelingt es, wieder näher an die Küste zu gelangen. Dort versagt der Bootsmotor, und Alvarenga ruft über sein Funkgerät um Hilfe. Doch da sein GPS-Gerät kaputt ist und er seine Position nicht angeben kann, kommt die erhoffte Hilfe nicht. Stattdessen werden die beiden Männer weiter und weiter von der Küste getrieben und müssen sich schließlich von rohen Schildkröten, Fischen und Vögeln ernähren, ihren Urin trinken und darauf hoffen, irgendwann von vorbeiziehenden Schiffen entdeckt oder an einer Küste angespült zu werden. 438 Tage. Überlebenskampf auf dem Pazifik von Jonathan Franklin weiterlesen

9/11. Ein Tag, der die Welt veränderte von Baptiste Bouthier und Héloïse Chochois

„Eines dieser Ereignisse, bei dem jeder genau weiß, wo er gewesen ist, als er davon erfahren hat.“ (Seite 5)

Im Jahre 2001 ist die Heldin der Graphic Novel 14 Jahre alt. Zwanzig Jahre später sitzt sie in einem Flugzeug nach New York und erzählt im Rückblick von den Ereignissen des 11. September 2001. Sie berichtet davon, wie sie als Jugendliche von den Anschlägen erfahren hat, was genau am 11. September 2001 passiert ist, wie sich die Welt nach dem Anschlag verändert hat.

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Das Dschungelbuch von Rudyard Kipling (Hörbuch)

„Natürlich behalte ich es. Bleib ruhig liegen, kleiner Frosch, Mogli. Denn ich werde dich Mogli, Frosch, nennen. Die Zeit wird kommen, wenn du Shir Khan jagen wirst, wie er dich gejagt hat.“ (Track 3)

Rudyard Kipling erzählt in Das Dschungelbuch vom Menschenjungen Mogli, der von Wölfen aufgezogen wurde, von seinen tierischen Freunden – dem Panther Baghira, dem Bären Balu und der Pythonschlange Kaa – sowie von seinem größten Feind, dem Tiger Shir Khan.

Ich kann es fast selbst nicht glauben, aber ich habe bis dato Das Dschungelbuch weder gelesen noch den Disney-Film angeschaut! Und nun habe ich zumindest das Hörbuch gehört, so dass ich die Geschichte nicht nur vom Hörensagen kenne, sondern ihr selbst gelauscht habe.

Das Hörbuch ist ganz wundervoll! Meiner Meinung nach hat Christian Brückner eine der angenehmsten Stimmen überhaupt, und auch hier finde ich, dass er eine meisterhafte Besetzung ist, perfekt passt und die Geschichte wunderbar liest.

Obwohl ich kein ausgemachter Jazz-Fan bin, ist auch das Jazz-Orchester eine gelungene Wahl und funktioniert meiner Meinung nach sehr gut in Kombination mit der Geschichte und Brückners Lesung.

Durch die Musik kommt viel Spannung auf, und bisweilen habe ich mich tatsächlich wie im Dschungel gefühlt und wurde ganz eingenommen von Stimme, Musik und Plot.

Rudyard Kipling: Das Dschungelbuch. Aus dem Englischen von Peter Torberg. Gelesen von Christian Brückner. Argon Verlag, 2021; 19,95 Euro.

Kognitive Verhaltenstherapie bei Depressionen von Martin Hautzinger

„Damit erfahren die Patienten, dass sie in der Lage sind, einen zuvor als unausweichlich betrachteten ‚Teufelskreis‘ zu unterbrechen, nicht immer tiefer die Depressionsspirale hinunter zu rutschen, sondern das eigene Verhalten kontrollieren und verändern zu können.“ (Seite 104)

Martin Hautzinger fasst in seinem Buch die wichtigsten Informationen zu Depression im Allgemeinen (Erscheinungsbild, Epidemiologie und Komorbidität, Klassifikation und Diagnostik, Erklärungsansätze, Therapieforschung und Indikation für kognitive Verhaltenstherapie) sowie zur psychotherapeutischen Behandlung der Depression zusammen.

Bezüglich der Psychotherapie geht Hautzinger näher auf die Struktur der Behandlung und die Grundelemente erfolgreicher Psychotherapie ein, bevor er Verhaltensaktivierung, Veränderung der Kognitionen sowie Erwerb von (sozialen) Fertigkeiten und Kompetenzen thematisiert.

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Elefanten. Das Leben der Riesen zwischen Geburt, Familie und Tod von Hannah Mumby

„Abgesehen von ihrer grauen Haut, ihrer Körpermasse, ihrer Erhabenheit und der Angst, die sie auslösen, sind Elefanten manchmal und in gewisser Weise genau wie wir.“ (Seite 14)

Hannah Mumby erzählt in ihrem Buch von ihren Erlebnissen in Kenia, Südafrika, Myanmar, Thailand und Nepal, berichtet von verschiedenen Elefanten, von Familie und Zusammenleben, Wilderern und Oozies, Gewicht und Größe, Sexualität und Aufzucht der Jungen, Parasitenbefall und Krankheiten, Spielen und Kämpfen, Theory of Mind und Kooperation, Knurren und Infraschall, Alter und fehlender Menopause sowie Elfenbein und Tod.

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Das Leben ist ein Fest. Ein Frida-Kahlo-Roman von Claire Berest (Buch und hörbuch)

„Man kann nie vorher wissen, wer einem die Hand reicht, wenn alles einstürzt.“ (Seite 37)

Claire Berest erzählt in ihrem Frida-Kahlo-Roman vom Leben und vom Leiden der mexikanischen Künstlerin: von Diego Rivera und Sexualität, Polio und Unfall, Schmerz und Lebensfreude, Schwangerschaften und Affären, Reisen und Heimat, Leo Trotzki und Kommunismus, Kunst und Ausstellungen, Scheidung und erneuter Heirat, Amputation und Tod.

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