Schlagwort-Archive: Psychotherapie

Das Depressionsbuch. Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte von Tobias Teismann und Sven Hanning

„Auch wenn sehr viele Menschen von Depressionen betroffen sind, ist das Wissen um depressive Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung vielfach rückständig: In einer aktuellen deutschen Bevölkerungsstudie, dem Deutschland-Barometer Depression, gaben beispielsweise 30 Prozent der Befragten an, dass eine Depression ein Zeichen von Charakterschwäche sei, und mehr als 50 Prozent begriffen die Depression als Folge falscher Lebensführung […]. Entsprechende Vorstellungen verweisen darauf, wie schwer es ist, das Wesen der Depression zu verstehen.“ (Seite 6)

Tobias Teismann und Sven Hanning fassen in ihrem Buch die wichtigsten Information über depressive Störungen zusammen. Sie setzen sich initial mit dem Erscheinungsbild, den Formen, der Diagnose, dem Verlauf und der Häufigkeit von Depressionen auseinander, befassen sich im Anschluss mit auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren wie Stress, bestimmten Denkmustern, Beziehungen und Beziehungsgestaltung sowie Neurobiologie und Genetik, gehen im dritten Kapitel auf die Behandlung von Depressionen ein, wobei der Fokus auf psychotherapeutischen Ansätzen liegt, aber auch die medikamentöse Behandlung und andere somatische Therapien angesprochen werden.

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Hochfunktionaler Autismus bei Erwachsenen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual von Isabel Dziobek und Sandra Stoll

„Viele der in diesem Manual beschriebenen Interventionen basieren auf etablierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Techniken […] inklusive der Techniken der sogenannten dritten Welle der Verhaltenstherapie […].
Allerdings ist es bei der therapeutischen Arbeit mit ASS-Patient*innen wichtig, die Besonderheiten, die eine ASS-Diagnose mit sich bringt, ausreichend zu berücksichtigen. Auffälligkeiten in den drei Domänen soziale Interaktion, Kommunikation und restriktives, repetitives Verhalten können das therapeutische Arbeiten vielfältig beeinflussen.“
(Seite 53)

Isabel Dziobek und Sandra Stoll setzen sich in ihrem Buch initial mit den Grundlagen zu Autismus-Spektrum-Störungen (ASS, z.B. Diagnosekriterien, Störungsmodell, Komorbidität, Differenzialdiagnose, Prävalenz, Ätiologie, Behandlungsoptionen) auseinander, bevor sie näher auf den therapeutischen Leitfaden (z.B. Besonderheiten in der Arbeit mit Betroffenen) eingehen und sich schließlich mit Psychoedukation, Selbstwert, Stressmanagement, sozio-emotionalen Kompetenzen, Partnerschaft und Sexualität sowie beruflicher Orientierung und Integration befassen.

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Therapie-Tools Selbstmitgefühl von Margarete Malzer-Gertz, Cornelia Gloger, Claritta Martin und Helga Luger-Schreiner

„Zu guter Letzt ist ein herausragendes Merkmal dieses Buches, dass es auf Mitgefühl in der Person des Therapeuten oder der Therapeutin und in der therapeutischen Beziehung abzielt und dies als notwendige Grundlage für therapeutische Interventionen und Veränderungen im klinischen Prozess betrachtet.“ (Seite 9)

Nach einer Einführung zu Wirkfaktoren von Psychotherapie und den drei emotionalen Regulationssystemen bieten die Autoren der Therapie-Tools Selbstmitgefühl einführende Texte, Informations- und Arbeitsblätter zu Selbstreflexion des Therapeuten, Einstiegsfragen an Patienten, verschiedene Modelle, zahlreiche Meditationsübungen, Integration von Selbstmitgefühl in den Alltag, Achtsamkeit, Mitgefühl und Selbstmitgefühl, Metta, Umgang mit herausfordernden Gefühlen sowie Vergeben.

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Selbstverletzendes Verhalten. Wie Sie Jugendliche unterstützen können von Pamela Wersin und Susanne Schoppmann

„Ist ein junger Mensch, der sich selbst verletzt, krank? Oder ist er gesund, weil er eine Möglichkeit gefunden hat, sein inneres Problem zu bewältigen, indem er es im ‚Außen‘ abreagiert? Oder ist er krank, während er das Selbstverletzende Verhalten zeigt, und gesund, wenn er es schafft, seine innere Anspannung ohne Selbstverletzungen zu bewältigen?“ (Seite 51)

Pamela Wersin und Susanne Schoppmann berichten in ihrem Buch von den Auswirkungen von selbstverletzendem Verhalten auf das Umfeld, vom Umgang mit Menschen, die sich selbst verletzen, von Erklärungsansätzen, Stigmatisierung, Selbststigmatisierung, Suizidalität, Häufigkeit von Selbstverletzung, Umgang mit Emotionen, kulturellen Aspekten, Nachahmungseffekten, Psychotherapie, Selbsthilfevereinen, Beratungsstellen und Notfalltelefon.

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Therapie-Tools Gruppentherapie 1 von Johannes Lindenmeyer

„Für eine Vielzahl von Störungsbereichen liegen heute evidenzbasierte Gruppentherapiemanuale vor. In der Praxis ist es aber ein gewaltiger Schritt, die dort vorgesehenen Inhalte im Therapiealltag auch tatsächlich mit Patientengruppen umzusetzen. Hierbei kann der Einsatz von Therapiematerialien als Strukturierung und Stütze hilfreich sein.“ (Seite 13)

Das Buch beschreibt Gruppensettings für 13 verschiedene Störungs- und Problembereiche und bietet hierfür themenspezifische Teilnehmermaterialien.

Thematisiert werden z.B. Alkoholmissbrauch, Depression, Essstörungen und Medikamentenabhängigkeit, aber auch Ärger und Aggression, Bewerbungstraining, Ernährung und Gesundheit, Schmerzbewältigung, Selbstsicherheit und Trauerbewältigung.

Zu jedem einzelnen Bereich bieten die Autoren Informationen zu Hintergrund, Indikation und Schwerpunkten der Gruppensitzungen, therapeutische Tipps und eine Vielzahl an Arbeitsmaterialien.

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Irre Verständlich. Methodenschätze. Wirksame Ansätze für die Arbeit mit psychisch erkrankten Menschen von Matthias Hammer und Irmgard Plößl

„[…] wir haben uns viele Fragen gestellt: Kann man denn normal reden mit Menschen, die Stimmen hören? Darf ich wahnhafte Klienten kritisieren? Wenn ich Gefühle anspreche, eskaliert dann alles sofort?“ (Seite 6)

Matthias Hammer und Irmgard Plößl befassen sich in ihrem Buch Irre verständlich: Methodenschätze unter anderem mit den drei Regulationssystemen des Menschen (Alarmsystem, Antriebssystem, Bindungssystem), mit Kommunikation, lösungsorientierter Gesprächsführung, Emotionen, Emotionsregulation, automatischen Gedanken, Metakognitionen, Grübeln, Sorgen, Zwangsgedanken, intrinsischer und extrinsischer Motivation, Phasen der Veränderungsmotivation, motivierender Gesprächsführung, Umgang mit Ambivalenz und Widerstand.

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Therapie-Tools Schlafstörungen von Ralf Binder, Florian Schöller und Hans-Günter Weeß

„Dabei kann der Leidensdruck der Patienten erheblich sein. Insomnien begünstigen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, erhöhen das Risiko für psychische Störungen, Unfälle am Arbeitsplatz oder im Straßenverkehr und können die Lebenserwartung reduzieren.“ (Seite 11)

Nach einer Einführung zu Mythologie, Geschichte und Schlafforschung setzen sich die Autoren des Buches mit einzelnen Störungsbildern und Diagnostik, mit Psychoedukation zu gesundem Schlaf und Insomnien sowie mit der Behandlung von Schlafstörungen auseinander.

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Kognitive Verhaltenstherapie der Schizophrenie. Ein individuenzentrierter Ansatz von Tania Lincoln

„Angesichts der negativen Begriffsverwendung und der Vorurteile und Ablehnung gegenüber Personen mit Schizophrenie überrascht es nicht, dass die Konfrontation mit der Diagnose der Schizophrenie bei Betroffenen zumeist tiefe Beunruhigung, Angst und Pessimismus auslöst.“ (Seite 20)

Nach einer Beschreibung von Symptomatik, Verlauf, Prognose, Epidemiologie und Prävalenz sowie der Ätiologie der Schizophrenie beschreibt Tania Lincoln diagnostische Verfahren, bevor sie sich detailliert mit der psychotherapeutischen Behandlung der Schizophrenie auseinandersetzt. Schwerpunkte werden hier auf die Arbeit mit Halluzinationen bzw. mit Wahn sowie auf Interventionen für Negativsymptome gelegt. Weitere Kapitel befassen sich mit belastenden Symptomen wie Suizidalität, Angst und kognitive Defizite sowie mit Umstrukturierung dysfunktionaler Grundannahmen und Rückfallprävention.

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Die langen Schatten der Sucht. Behandlung komplexer Traumafolgen bei erwachsenen Kindern aus Suchtfamilien von Jens Flassbeck

„Sucht ist ein Sog, der alle mit sich in den Abgrund reißt, die ihm zu nahe kommen: die Suchtkranken selbst, aber auch die Partner, Eltern, Geschwister, Arbeitskollegen oder Freunde können in Mitleidenschaft gezogen werden. Am meisten leiden Kinder unter den zerstörerischen Auswirkungen von elterlicher Sucht.“ (Seite 9)

Jens Flassbeck und Judith Barth setzen sich in ihrem Buch Die langen Schatten der Sucht sehr ausführlich und praxisorientiert mit der Behandlung komplexer Traumafolgen bei erwachsenen Kindern aus Suchtfamilien auseinander, schreiben z.B. über stille Kinder, Helferkinder und vergessene Kinder, Belastungen und Traumata wie emotionale Vernachlässigung, Isolation und Abwertung sowie Grundbedürfnisse, Schemata, komplexe PTBS, therapeutische Beziehungsgestaltung, Depressions- und Angstbewältigung, Rückfallprophylaxe.

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Diagnosenübergreifende Psychoedukation. Ein Manual für Patienten- und Angehörigengruppen von Maren Jensen, Grit Hoffmann, Julia Spreitz und Michael Sadre-Chirazi-Stark

„Denn nur wer versteht, kann auch mitreden und mitentscheiden.“ (Seite 31)

Nach einer Einleitung, in der von Zielen, Besonderheiten, dem wissenschaftlichen Hintergrund, der Entstehung des Manuals, der Zielgruppe und dem Setting berichtet wird, stellen die Autoren ihr Manual zur diagnosenübergreifenden Psychoedukation detailliert vor.

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