Archiv der Kategorie: Vögel

Belletristik und Sachbücher über Vögel

In diesem Post liste ich Belletristik und Sachbücher über Vögel auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

Übrigens: Wer sich speziell für Rabenvögel interessiert, sollte mal in mein Rabenvogel-Monatsthema schauen. Da es hierzu ein eigenes Monatsthema gab, habe ich diese Arten hier weggelassen.

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H wie Habicht von Helen Macdonald (Hörbuch)

„Nichts war mehr Balsam für mein trauerndes Herz als der Habicht, der zu mir zurückkehrte. Doch fiel es mit allmählich immer schwerer, zwischen meinem Herzen und dem Habicht zu unterscheiden.“ (CD 3, Track 15)

Schon als Kind hatte Helen Macdonald eine Obsession für Greifvögel, wollte Falknerin werden, was von ihrem Vater stets unterstützt wurde.

Im Jahre 2007 stirbt ihr Vater plötzlich an einem Herzinfarkt. Um die Trauer zu bewältigen, erwirbt sie ein junges Habichtweibchen, das sie Mabel nennt und das sie eigens abrichten möchte.

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Naturzeit Vögel. Zwischen Himmel und Erde von Ulrich Schmid

„Vögel faszinieren. Sie sprechen Herz und Hirn an, beflügeln Kunst und Wissenschaft gleichermaßen. Vögel sind überall, wo auch wir sind. Wir begegnen ihnen im Großstadtdschungel ebenso wie im Urwald, im heimischen Garten ebenso wie im Urlaub am Meer. Und wenn wir sie nicht sehen, dann hören wir sie.“ (Seite 11)

Ulrich Schmid porträtiert in seinem Naturzeit-Band 32 Vogelarten – „häufige und seltene, auffällige und heimliche, wertgeschätzte und solche, denen das Etikett ‚Problemvögel‘ anhaftet, Alteingesessene und Neubürger“ (Seite 14).

Mit dabei sind z.B. die Amsel, die Elster, der Eisvogel, der Grünspecht, der Kiebitz, der Kormoran, der Kranich, der Kuckuck, die Nachtigall, die Nilgans, die Rabenkrähe, der Urvogel, der Wanderfalke und der Weißstorch.

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Die Chroniken des Aufziehvogels von Haruki Murakami (Hörbuch)

„In einem benachbarten Hain mit Bäumen kreischte regelmäßig ein Vogel, den wir den ‚Aufziehvogel‘ nannten, weil er klang, als würde man eine Feder aufziehen. Den Namen hatte Kumiko ihm gegeben. Wie er wirklich hieß, wussten wir nicht. Auch nicht, wie er aussah. Dessen ungeachtet kam der Aufziehvogel jeden Tag in den Hain und zog die stille Welt auf, deren Teil wir waren.“ (CD 1, Track 4)

Toru Okada hat vor zwei Monaten seine Stelle in einer Anwaltskanzlei gekündigt und kümmert sich seitdem um den Haushalt, während seine Frau Kumiko arbeiten geht und das Geld nach Hause bringt.

Als der Kater des Paares verschwindet, macht sich Toru Okada auf die Suche und geht zu einem verlassenen Haus am Ende der Gasse, wo er die 16-jährige May Kasahara kennenlernt, mit der er sich in der Folge mehrfach trifft.

Immer mehr sonderbare Dinge geschehen in Toru Okadas Leben: Er erhält mysteriöse Anrufe, lernt zwei Schwestern kennen, die sich Malta und Kreta Kano nennen, bekommt erotische Anrufe und träumt von sexuellen Abenteuern – bis er schließlich in den Brunnen im Garten des verlassenen Hauses steigt.

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Die Harpyie von Megan Hunter

„Als ich ein Kind war, gab es ein Buch […] über ein Einhorn, das ins Meer ging und zum Narwal wurde. Das Buch hatte wunderschöne Abbildungen, dunkelblaue Meere, pfirsichblasse Abendhimmel. Aber das Bild, an das ich mich am besten erinnerte, zeigte die Harpyien: dunkle Schatten, Vögel mit Frauengesichtern, die heranstießen, um das Einhorn zu quälen, es leiden zu lassen.

Ich fragte meine Mutter, was eine Harpyie sei; sie sagte, dass sie Männer für das strafen, was sie tun.“ (Seite 37)

Lucy und Jake leben gemeinsam mit ihren beiden Söhnen in einer englischen Kleinstadt. Als Lucy von einer Affäre zwischen Jake und einer Kollegin erfährt, beschließt das Paar, sich nicht zu trennen. Stattdessen bietet Jake an, dass Lucy ihn drei Mal verletzen darf, um seinen Verrat wiedergutzumachen.

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Vogelreich von Joel Sartore

„Und dabei lässt uns das Buch erst erahnen, welch erstaunliche Vogelvielfalt es auf Erden gibt.
Ob es diese Arten in die Zukunft schaffen, hängt von jedem Einzelnen von uns ab […].“
(Seite 10f)

Ich kenne die früheren Bücher von Joel Sartore (Artenreich, Einzigartig, Arche der Tiere), und Vogelreich ist genauso wunderbar wie die anderen drei Bildbände.

Das Konzept von Vogelreich ist das gleiche wie bei seinen vorherigen Veröffentlichungen: Er fotografiert Tiere vor schwarzem oder weißem Hintergrund und ohne ablenkende Elemente, so dass der Fokus einzig und allein auf den Tieren liegt.

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Tauben. Ein Portrait (Naturkunden) von Karin Schneider

„Mir waren Tauben nie unsympathisch, und irgendwann wollte ich mehr über diese Vögel wissen und herausfinden, warum sie eine so leidenschaftliche Abwehr hervorrufen. Immerhin war die Taube einst Botin der Liebe und des Friedens und Überbringerin wichtiger Nachrichten gewesen.“ (Seite 7)

Karin Schneider erzählt in ihrem Portrait von Taubenzug in Nordamerika („Es konnte vorkommen, dass drei Milliarden Wandertauben in einem Schwarm von 500 Kilometern Länge und 1600 Metern Breite vierzehn Stunden lang über einen Ort hinwegflogen.“, Seite 15) und Wandertauben-Gemetzel, Stadttauben und Singvögeln, Fruchttauben und Dodo, Kropfmilch und Bebrütung, Turteltauben und Jagd, Taubentürmen und Taubendung, Brieftauben und Tierquälerei, Friedenstaube und Kriegstaube, Noah und Ischtar, Aschenputtel und Aberglaube, Broken-Windows-Theorie und Taubenfüttern, Kryptokokkose und Trichomoniasis.

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Zugvögel von Charlotte McConaghy (Hörbuch)

„Von allen Tieren legt die Küstenseeschwalbe die weitesten Wege zurück. Sie fliegt innerhalb eines Jahres von der Arktis bis in die Antarktis und wieder zurück.“ (Seite 42)

Franny ist auf der Suche nach einem Schiff, das sie mit in die Antarktis nimmt. Sie hat auf Grönland drei Küstenseeschwalben mit Peilsendern versehen, um ihrem Weg von der Arktis in die Antarktis zu folgen, und nun fragt sie Ennis Malone, einen der Letzten, die offiziell berechtigt sind, Atlantische Heringe zu fischen, ob sie ihn und seine Mannschaft auf der Saghani Richtung Süden begleiten darf.

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Unsere einzigartige Vogelwelt von Peter Berthold und Konrad Wothe

„Es ist schon erschütternd, wie in unserer einst mit Pioniergeist auf Naturschutz ausgerichteten Kulturnation inzwischen die ehemals herrlichen Vogelbestände regelrecht hinweggewirtschaftet werden.“ (Seite 59)

Von den weltweit etwa 10.000 Vogelarten brüten circa 250 in Deutschland, doch ins Sachen Vielfalt sieht es in Deutschland (und der Welt) wenig rosig aus: Von den etwa 300 Millionen Vogelbrutpaaren, die noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland gelebt haben, sind mittlerweile nur noch circa 60 Millionen übrig. Tendenz weiter fallend.

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Eulen. Ein Portrait von Desmond Morris

„In freier Wildbahn trifft man Eulen ausgesprochen selten; sie sind scheue nächtliche Jäger, ihr Flug ist lautlos. Wer es nicht darauf anlegt und mit Spezialausrüstung des Nachts auf Streifzug geht, wird kaum einmal eine erspähen.“ (Seite 7)

Desmond Morris erzählt in seinem Portrait von Chavet-Höhle und Mythologie, Münzen und Trinkschalen, Tod und Unheil, Heilkunst und Weisheit, Christentum und Antisemitismus, Fabeln des Aesop und Florence Nightingales Steinkauz, Hieronymus Bosch und Albrecht Dürer, Pablo Picasso und René Magritte, Augen und Halswirbeln, Ohren und Federkleid, Jagd und Gewölle, Balz und Brut.

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