Schlagwort-Archive: Borderline-Persönlichkeitsstörung

Borderline. Das Selbsthilfebuch von Andreas Knuf und Christiane Tilly

„Selbsthilfe ist kein Therapieersatz und soll auch keine Fremdhilfe ersetzen. Beides sind verschiedene, wenn auch sich ergänzende Hilfen bei psychischen Problemen. […] Selbsthilfe ist […] eine sehr wichtige Ergänzung, die noch viel zu wenig gewürdigt wird. Das eigene Selbsthilfepotenzial zu entdecken und zu nutzen bedeutet unabhängiger von der Hilfe anderer zu werden und auch ohne therapeutische Unterstützung besser zurechtzukommen.“ (Seite 9)

Andreas Knuf und Christiane Tilly berichten in ihrem Selbsthilfebuch von diagnostischen Kriterien und Problembereichen der emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung, von Umgang mit und Funktion von Symptomen, vom Umgang mit (als unangenehm empfundenen) Emotionen, von Notfallkoffer, Absprachen mit sich und anderen, Zurechtkommen mit den Folgen der Erkrankung wie Narben und Lücken im Lebenslauf, von Selbsthilfegruppen und Trialog, Psychotherapie und Psychopharmaka, Traumatisierung und Erinnerung.

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Borderline-Störung von Martin Bohus

„DBT may be the best therapy currently available for borderline patients but it is far from being good.“ (Seite 101, Zitat von Marsha Linehan)

Martin Bohus hat in seinem Fortschritte der Psychotherapie-Band in komprimierter Weise das Wichtigste zum Thema Borderline-Persönlichkeitsstörung zusammengetragen.

Er beschreibt initial die Störung, erwähnt dabei diagnostische Kriterien nach DSM-5 und ICD-11, die klinische Symptomatik, die Epidemiologie, den Verlauf und die Prognose sowie Differentialdiagnosen und Komorbiditäten, bevor er im weiteren Verlauf auf das Störungsmodell, die Diagnostik und die Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung mit der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) eingeht. Am Ende des Buches geht Bohus zudem auf alternative und andere evidenzbasierte Behandlungen sowie auf Pharmakotherapie ein.

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Borderline begegnen. Miteinander umgehen lernen von Susanne Schoppmann, Matthias Herrmann und Christiane Tilly

„Es macht einen Unterschied, ob sie als ‚Teamspalter, Energievampire und menschliche Superkleber‘ angesehen werden oder als Menschen, die es geschafft haben, trotz aller Widrigkeiten zu überleben, und nun Unterstützung bei der Suche nach ihrem individuellen Weg benötigen und dabei im zwischenmenschlichen Bereich bisweilen unabsichtlich Verwirrung stiften.“ (Seite 39)

Mit einem trialogischen Ansatz, also aus Sicht von Betroffenen, von Angehörigen und von Professionellen, erzählen Susanne Schoppmann, Matthias Herrmann und Christiane Tilly von den wichtigsten Aspekten der Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Sie bieten initial basale Informationen zum Begriff, zu Diagnosestellung, Symptomatik, therapeutischen Ansätzen und Eisbergmodell, gehen im Verlauf näher auf Stigmatisierung sowie bestimmte Erlebens- und Verhaltensweisen wie selbstverletzendes Verhalten, Probleme mit Nähe und Distanz sowie Suizidalität ein. Auch Übungen zur Selbstfürsorge für Helfende werden aufgeführt, und am Ende findet sich eine Liste mit Buch-, Film- und Linktipps.

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Grenzenlos emotional. Von impulsiv bis Borderline von Martine Hoffmann und Gilles Michaux

„Alle Menschen sind zugleich einzig-artig und eigen-artig. Jeder und jede hat seine ganz eigene individuelle Art und Weise, sich mit sich selbst und seiner Umwelt auseinanderzusetzen.“ (Seite 14)

Martine Hoffmann und Gilles Michaux fassen in ihrem Ratgeber Grenzenlos emotional zusammen, was man über emotionale Instabilität bzw. Borderline-Persönlichkeitsstörung wissen sollte.

Hoffmann und Michaux erzählen z.B. von der historischen Entwicklung des Begriffs „Borderline“, erwähnen Symptome, führen die einzelnen diagnostischen Kriterien näher aus, erklären endokrinologische, hirnanatomische und physiologische Zusammenhänge, berichten von speziellen Lernerfahrungen, von Empathiefähigkeit, von Beziehungsmustern und – natürlich – von Emotionsregulation.

Außerdem erfährt man im Buch mehr über EMDR und dialektisch-behaviorale Therapie, Kommunikation, Entspannungstechniken, Selbstverletzung, Suizidalität und Skills.

Am Ende des Buches finden sich zudem ein „Schnellkurs für Angehörige, Partnerinnen und Partner“ sowie eine Auflistung und Beschreibung von Mythen und Fakten zur Borderline-Persönlichkeitsstörung.

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Irre Verständlich. Menschen mit psychischer Erkrankung wirksam unterstützen von Matthias Hammer und Irmgard Plößl

„Die Autoren vermitteln Hintergrundwissen, das uns die Logik psychischer Krankheiten verstehen lässt.“ (Klappentext)

Matthias Hammer und Irmgard Plößl beschreiben in ihrem Buch initial, wie psychische Erkrankungen entstehen, und gehen im zweiten Teil ihres Buches auf einzelne Störungen im Detail ein. Sie stellen hierbei Psychosen, depressive und bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen sowie Angst- und Zwangsstörungen vor und widmen Traumasensibilität und suizidalen Krisen separate Kapitel.

Bei den einzelnen Störungen bieten sie Einblicke ins Erleben von Betroffenen, zeigen Parallelen zu Alltagserlebnissen und -erfahrungen, teilen Informationen zu Frühwarnzeichen, Symptomen, Diagnostik, Häufigkeit, Erklärungsansätzen, Therapiemöglichkeiten, Hilfsangeboten und Selbsthilfe.

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Menschen mit Borderline begleiten von Ewald Rahn

„Lange Zeit galt der Umgang mit Borderlinekranken als besonders schwierig. Die Betroffenen galten als unberechenbar und manipulativ. Ihnen ging der Ruf voraus, Grenzen zu überschreiten und Helfer zu ‚verschleißen‘. Gerade Berufsanfänger werden zur Vorsicht gemahnt, unterlegt mit mehr oder weniger dramatischen Geschichten über Selbstverletzungen und Suizidversuchen. Aber gerade wir psychiatrisch Helfende müssen zurückhaltend mit unseren Vorurteilen umgehen.“ (Seite 8)

Ewald Rahn fasst in Menschen mit Borderline begleiten die wichtigsten Punkte zur Borderline-Persönlichkeitsstörung und zum Umgang mit Betroffenen zusammen, und das gelingt ihm trotz der Kürze der Ausführungen ausgesprochen gut.

Er schreibt u.a. von den Spannungsfeldern in der Beziehungsgestaltung, der Rolle der Emotionen, den Auswirkungen auf das Selbstbild, von Schemata, Diagnosestellung, Symptomen, problematischen Verhaltensmustern, hilfreichen therapeutischen Strategien und vom Umgang mit Partnern und der Familie der Betroffenen.

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Warum normal sein gar nicht so normal ist… und warum reden hilft von Dominique de Marné

„Was hätte der 17-, 21-, 27-jährigen Version von mir geholfen, sich früher Hilfe zu suchen?

[…] inzwischen kenne ich die Antwort: Mir hätte es geholfen, wenn ich früher gewusst hätte, dass ich krank bin.“

Zehn Jahre lang hat Dominique de Marné nicht gewusst, was mit ihr los ist, dass sie mit ihren Beschwerden und Problemen nicht allein ist, dass es Hilfe gibt. In Warum normal sein gar nicht so normal ist erzählt sie von ihrer Depression, ihrer Borderline-Persönlichkeitsstörung und ihrer Alkoholabhängigkeit und erhofft sich durch ihre Offenheit, dass es andere Menschen in ähnlichen Situationen in Zukunft einfacher haben:

„Zu verändern, wie wir über psychische Gesundheit reden, und zu bewirken, dass wir überhaupt darüber sprechen, ist mittlerweile so etwas wie meine Mission geworden.“

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