Archiv der Kategorie: Psychische Störungen

Recovery. Das Ende der Unheilbarkeit von Michaela Amering und Margit Schmolke

„Ist die Hoffnung, die für Recovery Voraussetzung ist, gerechtfertigt? Wir denken, dass Sie nach der Lektüre dieses Buches mit uns die Frage mit >Ja< beantworten werden. Alle wissenschaftlichen Daten zu Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten von schweren psychiatrischen Erkrankungen weisen darauf hin, dass es keinen Sinn macht, sich von einer Diagnose zu einer ungünstigen Prognose verleiten zu lassen. Die Tatsache, dass psychiatrische Erkrankungen sehr unterschiedlich verlaufen können, darf uns nicht dazu verführen, das Schlimmste anzunehmen.“ (Seite 18)

Recovery. Das Ende der Unheilbarkeit bietet initial Grundlagen und Konzepte im Zusammenhang mit Recovery. Danach finden sich persönliche Erfahrungen, die als Evidenz und Basis der Modellentwicklung fungieren, und es werden Herausforderungen und Hindernisse aufgeführt.

Im Anschluss wird die Bedeutung von Recovery für die wissenschaftliche sowie für die klinische Verantwortung herausgearbeitet.

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Kognitive Verhaltenstherapie bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko. Ein Behandlungsmanual von Andreas Bechdolf, Verena Pützfeld, Jörn Güttgemanns und Sonja Gross

„Bei den meisten Menschen, die eine psychotische Störung (wie z.B. eine Schizophrenie) entwickeln, entwickelt sich die Störung über einen längeren Zeitraum hinweg und umfasst anfangs noch recht subtile Veränderungen auf den Ebenen der Wahrnehmung, der Kognition, der Gefühle und des Verhaltens. Nichtsdestotrotz stellen schon diese subtilen Veränderungen für die Betroffenen in der Regel eine Belastung dar, beeinträchtigen ihre zwischenmenschlichen Beziehungen und stören sie in der Erfüllung ihrer Alltagspflichten.“ (Seite 10, Geleitwort von Patrick McGorry)

Das Buch bietet initial Einblicke in die gesundheitspolitische und gesellschaftliche Bedeutung der Prävention psychischer Störungen, führt danach in die aktuelle Schizophreniekonzeption ein, behandelt methodische Überlegungen zur Prävention schizophrener Störungen und fokussiert auf den aktuellen Kenntnisstand zur indizierten Prävention schizophrener Psychosen.

Im Verlauf werden die therapeutische Grundhaltung und die Beziehungsgestaltung thematisiert, Symptommanagement vorgestellt sowie die Bearbeitung dysfunktionaler Kognitionen dargelegt. Das letzte Kapitel befasst sich mit Krisenmanagement und Frühwarnzeichen.

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Bipolare Störungen. Das Praxishandbuch von Hans-Jörg Assion, Peter Brieger, Martin Hautzinger und Michael Bauer (Herausgeber)

„Fundierte Kenntnisse über den Krankheitsverlauf und einen wirksamen Umgang mit ihren Besonderheiten machen zusammen mit evidenzbasierten Behandlungsmöglichkeiten die bipolaren Störungen beherrschbar.“ (Klappentext)

Das Buch fasst die wichtigsten Aspekte von bipolaren Störungen zusammen: historischer Überblick, Grundlagen (z.B. Neurobiologie, Genetik, psychologische Faktoren, Epidemiologie, Früherkennung und Komorbidität), Diagnostik, Therapie (z.B. Pharmakotherapie, Psychoedukation, kognitive Verhaltenstherapie, Remediation, Hirnstimulation), Verlauf und Prognose (z.B. Suizidalität, zirkadiane Rhythmik, bipolare Störungen bei Kindern, Jugendlichen, Frauen und im höheren Lebensalter) sowie Selbsthilfe und Trialog.

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Praxishandbuch Akutpsychiatrie von Lieselotte Mahler, Ina Jarchov-Jádi und Matthias Jäger

„Vor allem aber müssen sich Professionelle daran gewöhnen, viel häufiger Fragen zu stellen, statt, wie gewohnt, Antworten zu geben.“ (Seite 15)

Das Praxishandbuch Akutpsychiatrie thematisiert u.a. Unterstützung und Druck, therapeutische Haltung, anthropologisches versus biologisches Krankheitsmodell, Recovery und Empowerment, Zwangsmaßnahmen und Selbstbestimmung, ambulante und stationsäquivalente Behandlung, Früherkennung, Sicherheit und Kommunikation, Genesungsbegleitung und Peersupport, Offenen Dialog und Nachbesprechung von Zwangsmaßnahmen.

Die Herausgeber des Buches führen in die jeweiligen Kapitel (Die Perspektive der Psychiatrieerfahrenen, Die therapeutische Haltung, Die Versorgungsorganisation, Die Stationsstrukturen, Die Behandlungsangebote, Neue Konzepte) ein und ziehen am Ende ein Fazit. Dazwischen kommen Autoren und Autorinnen zu Wort, die Akutpsychiatrie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten, z.B. als Experten aus Erfahrung sowie aus ärztlicher, psychologischer, sozialarbeiterischer, ergotherapeutischer Sicht.

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Noch mehr Blitzlichter. Stimmungen, Gedanken und Eindrücke einfangen von Eva Wunderer

„Das Blitzlicht ist eine Übung, die Gefühle und Stimmungen, Gedanken, Ideen und Eindrücke in diesem Moment erfasst.“ (Seite 2)

Das Kartenset Noch mehr Blitzlichter beinhaltet Karten zu den Themen Selbstdarstellung, Selbstakzeptanz, Selbstentwicklung, Selbstbehauptung, Selbstbegrenzung sowie Stimmungen, Gefühle, Werte. Im Booklet finden sich viele Ideen, wie die Karten in der Gruppe oder im Einzelsetting eingesetzt werden können.

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Resilienz. Ressourcen stärken, psychisches Wohlbefinden steigern von Undine Lang

„Es ist also bedeutsam, dass der Fokus nicht nur darauf liegt, was durch Krisen verloren wird, sondern auch darauf, was Krisen bewirken können, welche Chancen sie beinhalten. Viele Betroffene möchten weg von dem Defizitblick, der analysiert, was ihnen fehlt und was ihnen passieren könnte. Stattdessen wollen sie die Aufmerksamkeit lieber darauf richten, was sie erreichen können, was sie schaffen werden und was gesund an ihnen ist.“ (Seite 9)

Undine Lang fasst im ersten Teil ihres Buches zusammen, wie sich Faktoren wie Umgebung, Verdienst, Paarbeziehungen, Kinder, Arbeitsplatz, Stigmatisierung und körperliche Gesundheit auf die psychische Gesundheit auswirken.

Im zweiten Teil setzt sie sich näher mit den Auswirkungen des Verhaltens auf die psychische Gesundheit auseinander. Dabei widmet sie sich Themen wie Sport, Spiritualität, Ernährung, Vertrauen in die Therapie, Freundschaften, Schlaf und Licht.

Im dritten und letzten Teil des Buches erläutert Lang die Auswirkungen der inneren Haltung auf die psychische Gesundheit, was z.B. die Akzeptanz von Gefühlen, Optimismus, Neugier, Dankbarkeit, Humor und Selbstbewusstsein beinhaltet.

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Stationäre evidenzbasierte Psychotherapie bei Psychosen. Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Praxismanual von Stefan Klingberg und Klaus Hesse

„Menschen mit Psychosen sind einer in jeder Hinsicht schädlichen Stigmatisierung ausgesetzt. Oft haben wir uns gefragt, ob diese Stigmatisierung nicht auch durch die professionell in der Psychiatrie Tätigen erfolgt. Wie sonst kann man erklären, dass insgesamt so wenig Zeit und Mühe in die psychotherapeutische Behandlung dieser Patientengruppe investiert wird, wo auf der anderen Seite die Evidenz für die Wirksamkeit vergleichsweise gut belegt ist und alle hochwertigen Behandlungsleitlinien die Psychotherapie für die Routinebehandlung empfehlen.“ (Seite 13)

Stefan Klingberg und Klaus Hesse beschreiben initial die Erfolge in der Psychosenpsychotherapie, erwähnen im Anschluss ungünstige Ausgangsbedingungen, präsentieren Themen und Strategien für Einzelgespräche.

Im folgenden Abschnitt stellen sie eine Orientierungsgruppe vor, die auf Lebensziele, Situationseinschätzung, Unterstützungsmöglichkeiten und Entscheidungshilfe für die Behandlung fokussiert.

Danach präsentieren die beiden Autoren eine Psychoedukationsgruppe (Verlauf und Symptomatik, Ursachen der Erkrankung, Behandlung, Erkennen von Frühsymptomen) und schließlich eine Angehörigengruppe.

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ÜberLeben. Menschen mit Gewalterfahrung erzählen ihre Recoverygeschichte von Bettina Jahnke (Herausgeber)

„Mein Wunsch ist, dass unbedarfte Außenstehende lernen, sich auf Lebensgeschichten einzulassen, deren stimmungsgebende Farbgestaltung derart düstere Facetten enthält, dass man sich im ersten Impuls gar abwenden möchte. Gerade vor diesem Hintergrund strahlen die Lichter am Ende des Horizonts umso heller.“ (Seite 9)

Im Buch werden Geschichten von sexuellem, körperlichem, emotionalem und rituellem Missbrauch erzählt, die somit eine ganze Bandbreite an Gewalterfahrungen abdecken, wobei stets ein starker Fokus auf Ressourcenaktivierung, Recovery und Empowerment gelegt wird.

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Tyrannen in meinem Kopf. Zwangsgedanken überwinden – ein Selbsthilfeprogramm von Sally M. Winston und Martin N. Seif

„Verwechseln Sie Gedanken nicht mit Tatsachen!“ (Seite 57)

Sally M. Winston und Martin N. Seif erzählen in ihrem Ratgeber von normalen inneren Stimmen und sich festbohrenden Gedanken, von aufdringlichen Gedanken und Impulsen, von den verschiedenen Arten aufdringlicher Gedanken, von Fakten und Fiktion bezüglich der Bedeutung unserer Gedanken, wie das Gehirn unerwünschte Gedanken kreiert, was ineffektive Strategien sind und warum manche Dinge nicht funktionieren, was man tatsächlich tun kann, um weniger unter bestimmten Gedanken zu leiden etc.

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Verbitterung und Posttraumatische Verbitterungsstörung von Michael Linden

„Verbitterung ist eine allgemein bekannte menschliche Emotion. Alle Menschen können sich spontan etwas unter einer ‚verbitterten Person‘ vorstellen und/oder waren selbst schon verbittert. […] Und ebenso wie Angst kann auch Verbitterung – je nach Intensität, Dauer und Folgen – pathologisch werden und sich zu einer psychischen Störung entwickeln.“ (Seite 1)

Michael Linden stellt in seinem Band aus der Reihe Fortschritte der Psychotherapie initial das Störungsbild der Posttraumatischen Verbitterungsstörung (PTED) vor, bietet dann Störungstheorien und -modelle, erwähnt Resilienz und Schutzfaktoren bei Kränkung, gibt basale Informationen zur Diagnostik der Verbitterungsstörung.

Den größten Teil des Buches nimmt die Behandlung der PTED ein (u.a. Weisheitstherapie und Exposition).

Am Ende fasst Linden die empirische Evidenz und Wirksamkeit zusammen, benennt sozialmedizinische und juristische Aspekte.

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