Schlagwort-Archive: Sachbuch

Belletristik und Sachbücher zum Thema True Crime

In diesem Post liste ich Belletristik und Sachbücher zum Thema True Crime auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Wütendes Wetter. Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme von Friederike Otto (Hörbuch)

„Es liegt in unserer Hand, für das Wetter zu sorgen, das wir in Zukunft haben wollen, aber vor allem, das wir denjenigen in unserer globalen Welt zumuten wollen, die sich nicht ausreichend vor wütendem Wetter schützen können. Mit jedem CO2-Molekül, das aus den Schloten der Kohlekraftwerke aufsteigt, aus den Auspuffrohren der Autos oder den Schornsteinen der Containerschiffe, verändern wir Dürren, Überschwemmungen und Hurrikans. Und bei jedem Gang zur Wahlurne, jeder Entscheidung über Stromanbieter, Fortbewegungsmittel oder das Menü für die nächste Familienfeier entscheiden wir, wie wütend es wird.“ (Track 27)

Die Physikerin, Klimatologin und promovierte Philosophin Friederike Otto erzählt in Wütendes Wetter von ihrer Arbeit im Bereich der Attributionsforschung: Otto gehört zu den wenigen Wissenschaftlern weltweit, die in Echtzeit berechnen können, wie hoch der Anteil des Klimawandels am aktuellen Wettergeschehen ist.

Otto berichtet u.a. von Klima und Wetter, Ursachen für den Klimawandel, James Watt und Treibhausgasen, Dürren und Fluten, Klimawandelleugnern, Wetteraufzeichnung und Satelliten, Hitzewellen und Ausbleiben von Kältewellen, Protestbewegung und Aktivismus.

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Nürnberger Tagebuch von Gustave M. Gilbert

„Als Psychologe interessierte es mich natürlich, herauszufinden, was Menschen dazu gebracht hat, sich der Nazi-Bewegung anzuschließen und all das zu tun, was sie getan hatten.

Meine Befragung von Kriegsgefangenen und deutschen Zivilisten hatte sich als erfolglos erwiesen. Die kleinen Leute beteuerten, daß sie keinerlei Mitverantwortlichkeit trügen und nur ihren Führern gehorcht hätten, die sie verraten hatten. Diese Führer befanden sich nun im Nürnberger Gefängnis, und das war auch der Ort, an den es mich zog. Glücklicherweise konnte ich für den Übersetzer des Gefängniskommandanten einspringen und wurde daraufhin auch zum Gerichtspsychologen für die Dauer des Prozesses ernannt.“ (Seite 9)

Gustave Mark Gilbert pflegte täglich engen Kontakt mit den Angeklagten des Nürnberger Hauptkriegsverbrecher-Prozesses, d.h. mit Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop, Rudolf Heß, Ernst Kaltenbrunner, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm Frick, Fritz Sauckel, Albert Speer, Hjalmar Schacht, Walter Funk, Franz von Papen, Konstantin von Neurath, Baldur von Schirach, Arthur Seyß-Inquart, Julius Streicher, Wilhelm Keitel, Alfred Jodl, Karl Dönitz, Erich Raeder und Hans Fritzsche.

Nürnberger Prozess, Verhandlungssaal. 1. Reihe v.l. Göring, Heß, v. Ribbentrop, Keitel, Kaltenbrunner, Rosenberg, Frank, Frick, Streicher, Funk, Schacht. 2. Reihe: Raeder, v. Schirach, Sauckel, Jodl, v. Papen, Seyß-Inquart, Speer, v. Neurath, Fritsche. Quelle: Wikipedia.
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Herausforderungen der Psychotherapie. 23 Therapeutinnen und Therapeuten im Interview von Uwe Britten

„Psychotherapie ist ein komplexes Geschehen. Deshalb erfordert die psychotherapeutische Tätigkeit sowohl eine gründliche, breite und engagierte fachliche Ausbildung als auch die Notwendigkeit, dass sich Therapeutinnen und Therapeuten in einem professionellen Verständnis mit ihrer ganzen Person und Persönlichkeit ins Geschehen einbringen. Wie in kaum einem anderen Beruf bedeutet das, nicht nur immer wieder ‚als Person‘ dazuzulernen, sondern sich selbst stetig reflektieren zu müssen.“ (Seite 9)

Die für Herausforderungen der Psychotherapie Interviewten gehören verschiedenen Therapieschulen an und vermitteln anhand breit gefächerter Themen, wo es in der Psychotherapie heikle Themen gibt und was wirkliche Herausforderungen sind.

Das Buch befasst sich dabei mit Themen wie Neurobiologie, Beziehungsgestaltung, Persönlichkeitsstörungen, Einbezug von Angehörigen, Triangulierung, Missbrauch in der Therapie, Sexualität, Paartherapie, Scham, Alkoholabhängigkeit, Cannabiskonsum, Hypochondrie, Trauer, Psychosen und Suizidalität.

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Böse. Die Psychologie unserer Abgründe von Julia Shaw (Hörbuch)

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, daß er nicht dabei zum Ungeheuer wird.“ (Friedrich Nietzsche)

Die Kriminalpsychologin Julia Shaw setzt sich in ihrem (Hör-) Buch damit auseinander, ob der Mensch böse ist, was überhaupt böse ist und wie man böses Verhalten erklären kann. Sie erzählt dabei von Persönlichkeitsstörungen, Cute Aggression, Dunkler Tetrade, Mordfantasien, Testosteron, Moral, Serienmördern, Vertrauen, Schizophrenie, sexueller Devianz, Pornografie, Massentierhaltung, Terrorismus, künstlicher Intelligenz, Sicherheit, Sklaverei, kognitiver Dissonanz, Frauenfeindlichkeit sowie von bekannten psychologischen Studien wie dem Stanford-Prison-Experiment und dem Milgram-Experiment. Böse. Die Psychologie unserer Abgründe von Julia Shaw (Hörbuch) weiterlesen

Der Mensch ist böse. Wahre Kriminalgeschichten – wahre Abgründe von Julian Hannes

„die Schuld liegt bei den Tätern – und nur bei ihnen.“

Aufgrund des reißerischen Titels und des Covers hätte ich das Buch normalerweise definitiv NICHT gelesen, wenn ich nicht zufällig eine positive Besprechung gelesen hätte. Ich finde es jedes Mal ein Trauerspiel, dass es von Verlagsseite anscheinend solche Verkaufsstrategien braucht, um ein Buch verkauft zu bekommen, denn auf mich persönlich wirken solche Bücher eher wie etwas, um das ich lieber einen großen Bogen machen sollte. Das ist wirklich schade, denn Der Mensch ist böse ist, wenn man dem Buch dann doch eine Chance gibt, überhaupt nicht reißerisch, sondern wunderbar sachlich und dazu unterhaltsam und lehrreich.

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Psychopathinnen von Lydia Benecke

„Bald ist alles vorbei, und ein neues Leben fängt an.“

Lydia Benecke ist eine deutsche Kriminalpsychologin und Psychotherapeutin, die mit schweren Straftätern arbeitet und über ihre Erfahrungen und Erlebnisse bereits in mehreren populärwissenschaftlichen Büchern berichtet hat. Psychopathinnen war meine erste Begegnung mit ihr, und obwohl ich wegen des reißerisch klingenden Titels erst unschlüssig war, ob ich das Buch überhaupt lesen soll, war die Neugier stärker, denn auch ich habe mich im Rahmen meines Psychologie-Studiums und meiner wissenschaftlichen und klinischen Arbeit schon etwas intensiver mit Themen wie Persönlichkeitsstörungen, Gewalt und Kriminologie beschäftigt.

Psychopathinnen hält nicht, was der reißerische Titel verspricht, sondern ist erfreulich sachlich und informativ. Benecke erzählt detailreich von verschiedenen Frauen, die Cluster B-Persönlichkeitsstörungen haben und straffällig wurden. Dabei beschreibt Benecke auch die Taten selbst, so dass es bisweilen brutal und unappetitlich wird, aber auch in diesen Passagen driftet die Autorin nicht in blutrünstige und sensationsheischende Schilderungen ab, sondern zeigt auf, was die Folgen von traumatischen Kindheitserlebnissen sind, wie die Betroffenen denken und fühlen bzw. was sie nicht fühlen und aus welchen Beweggründen die Frauen straffällig werden. Psychopathinnen von Lydia Benecke weiterlesen

Belletristik, Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte über die DDR

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte über die DDR auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Mut zum Protest. Erfahrungen von DDR-Zeitzeugen von Aleksandra Majzlic

„Die Schicksale meiner Interviewpartner machen die Dimension der SED-Diktatur begreifbar. In den geheimsten Ecken der Gesellschaft nisteten sich die Schergen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ein.“ (Seite 20)

Aleksandra Majzlic hat Zeitzeugen interviewt, die sich bereits vor dem Mauerfall gegen die Politik der DDR und die Machenschaften der ostdeutschen Regierung gestellt haben. In Mut zum Protest porträtiert sie 14 Personen, die auf unterschiedliche Weise rebelliert und sich zur Wehr gesetzt haben.

Majzlic erzählt z.B. von Katrin Behr, die selbst in der DDR zwangsadoptiert wurde und heute Menschen mit ähnlichen Erfahrungen hilft, von Gilbert Furian, der in der DDR inhaftiert war und nach dem Fall der Mauer seinen Vernehmer von einst wiedergetroffen hat, von Corinna Thalheim, die als 17-Jährige in einer Jugenderziehungseinrichtung sexuell missbraucht wurde und heute über sexuelle Gewalt aufklärt, und Günter Wetzel, der mit einem Heißluftballon aus der DDR geflohen ist.

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Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961 von Jens Schöne

„In der letzten Nacht hat Ulbricht die Sowjetzone endgültig zum KZ gemacht.“

Jens Schöne beleuchtet in Ende einer Utopie die Hintergründe, die zur Errichtung der Berliner Mauer geführt haben, beschreibt das Vorgehen beim Mauerbau, setzt sich mit den Folgen auseinander und thematisiert im Epilog den Mauerfall. Die Texte werden durch zahlreiche s/w-Abbildungen veranschaulicht.

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