Schlagwort-Archiv: Fachbuch

IRRT-Emotionsregulation. Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy bei Verhaltensrückfällen von Martin Fleckenstein, Rolf Köster und Susanne Leiberg

„Die Fähigkeit, Emotionen zu erkennen, auszuhalten und zu regulieren, ist zentral für die psychische Gesundheit – und zugleich eine der größten Herausforderungen in der Psychotherapie.“ (Seite 9)

Martin Fleckenstein, Rolf Köster und Susanne Leiberg erzählen in ihrem Buch initial von Emotionen und Emotionsregulation bei psychischen Erkrankungen, gehen dann näher auf Modelle der Emotionsregulation und IRRT-ER ein.

Sie bieten im Anschluss eine Zusammenfassung der Geschichte von IRRT und den bisherigen Therapieansätzen, berichten über den konkreten Ablauf einer IRRT-ER-Sitzung und stellen am Ende ihres Buches neun Fallbeispiele vor, bei denen IRRT-ER angewendet wurde.

Im Anhang finden sich sowohl IRRT-ER-Merkkarten als auch Möglichkeiten der Weiterbildung.

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Therapie-Tools Narzissmus von Claas-Hinrich Lammers und Gunnar Eismann

„Narzissmus ist zwar ein sehr prominentes Thema, sowohl in der Öffentlichkeit als auch im klinisch‑therapeutischen Alltag, doch findet sich in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen oftmals eine einseitig negative Darstellung sogenannter ‚Narzissen‘. Auch gibt es viele Therapeut:innen, die Vorbehalte gegenüber narzisstischen Patient:innen hegen, die therapeutische Arbeit mit diesen als belastend empfinden oder sie sich schlichtweg nicht zutrauen. So sind es nur wenige Therapeut:innen, die gerne mit narzisstischen Menschen arbeiten und diese mit offenen Armen empfangen.“ (Seite 9)

Claas-Hinrich Lammers und Gunnar Eismann setzen sich in ihren Therapie-Tools Narzissmus initial mit einer Einführung zum Thema auseinander, wo man zum Beispiel häufige Fehler in der Therapie narzisstischer Patient:innen findet, wo Basisstrategien zur Krisenintervention geboten und ein Notfallplan für narzisstische Krisen vorgestellt werden sowie der vulnerable Narzissmus näher erläutert wird.

Im zweiten Kapitel gehen Lammers und Eismann näher auf die therapeutische Beziehungsgestaltung ein, danach unterstützen sie bei der Erarbeitung eines Störungsmodells und schließlich beleuchten sie die Arbeit am grandiosen Selbst und am vulnerablen Selbst. Das letzte Kapitel setzt sich mit der Verbesserung sozialer Interaktion auseinander.

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Bipolare Störungen (Fortschritte der Psychotherapie) von Martin Hautzinger und Thomas D. Meyer

„Affektive Störungen lassen sich in uni- bzw. monopolar verlaufende Depressionen und bipolare Störungen unterteilen, wobei letztere früher unter dem Begriff ‚manisch‑depressiv‘ bekannt waren. Der Hauptunterschied zwischen unipolaren und bipolaren Störungen ist die Abwesenheit bzw. das Vorliegen von Phasen maniformer Symptomatik, also von Manien oder Hypomanien (leichter ausgeprägten Manien). Obwohl manche Patienten mit bipolaren Störungen ausschließlich Manien erleben, dominieren depressive Episoden im Verlauf bipolarer Störungen.“ (Seite 1)

Martin Hautzinger und Thomas D. Meyer setzen sich in ihrem Buch aus der Reihe Fortschritte der Psychotherapie knapp, dennoch fundiert und lehrreich mit der Beschreibung bipolarer Störungen auseinander, berichten zu Störungswissen und Störungsmodellen, thematisieren Diagnostik mit Selbst- und Fremdbeurteilungsinstrumenten, erklären, was bei der Behandlung und der Rückfallprophylaxe wichtig ist, und beschreiben am Ende ihrer Ausführungen die Effektivität und die empirische Evidenz von Therapiemethoden.

Im Anhang findet sich die Young Mania Rating Scale, ein Stimmungstagebuch, ein Arbeitsblatt zum Vergleich von gesunden versus depressiven und (hypo-) manischen Phasen, ein Wochenplan zur Alltagsgestaltung und zum Aufbau angenehmer Tätigkeiten sowie ein Arbeitsblatt zur besseren Planung.

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Therapie-Tools Grübeln von Nicole Kindermann

„Wie unser Denken zu einem erfüllten und sinnstiftenden Leben beiträgt oder aber genau das Gegenteil bewirkt und Menschen ins Unglück stürzt, ist eine nicht nur spannende, sondern wesentliche Frage unserer menschlichen Existenz.“ (Seite 10)

Nicole Kindermann befasst sich in ihren Therapie-Tools zum Thema Grübeln zum einen mit der Psychoedukation von repetitivem negativem Denken, zum anderen mit Funktionsanalysen und Ursachen von Rumination und schließlich mit verschiedenen Techniken zum Umgang mit repetitivem negativem Denken.

Sie setzt hierbei einen Fokus auf aufmerksamkeitsfokussierte Techniken, achtsamkeitsfokussierte Techniken, defusionsfokussierte Techniken, inhaltsfokussierte Techniken, emotionsfokussierte Techniken, verhaltensfokussierte Techniken und Techniken für Metakognitionen. Am Ende bietet sie zudem Hinweise zur Rezidivprophylaxe.

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Suizid in der Psychotherapie. Informationen und Unterstützung für Behandelnde von Tobias Teismann, Birgit Wagner und Laura Hofmann

„Zusammenfassend bedeutet dies, dass das Vorliegen einer psychischen Störung einen echten Risikofaktor für suizidales Erleben und Verhalten darstellt – und gleichzeitig, dass die allerwenigsten Menschen, die an einer psychischen Störung leiden, durch einen Suizid sterben werden.“ (Seite 9)

Tobias Teismann, Birgit Wagner und Laura Hofmann setzen sich in ihrem Buch zum einen mit Grundlagen und verschiedenen Erfahrungen mit Suiziden auseinander. Sie besprechen in diesem Abschnitt zum Beispiel den Hindsight‑Bias, blicken auf die Empirie der Patientensuizide und lassen Betroffene von Patientensuizid ihre Geschichte erzählen, zum Beispiel von Suizid in der Ausbildung, im stationären oder ambulanten Setting.

Im nächsten Abschnitt gehen die Autor:innen auf emotionale Anforderungen ein, etwa Schuld- und Schamgefühle, Trauer und Selbstwirksamkeit. Sie berichten zudem von äußeren Anforderungen, zum Beispiel Angehörige oder Mitpatient:innen nach einem Suizid in der Klinik, und beschreiben schließlich die organisatorischen Anforderungen, etwa die Rolle der Institution oder Einrichtung, Postvention, Supervision und Intervision sowie Peer-Support.

Im Abschnitt 3 erfährt der Leser mehr zu rechtlichen Rahmenbedingungen, zum Beispiel Rechtslage und Dokumentation.

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Persönlichkeitsstörungen therapieren. Theorie und Praxis von Rainer Sachse

„Eine Psychotherapie mit Klient*innen durchzuführen, die eine sogenannte Persönlichkeitsstörung aufweisen, kann therapeutisch sehr herausfordernd sein: Die Klienten benötigen eine besondere Art von therapeutischer Beziehungsgestaltung sowie spezielle therapeutische Strategien, und nicht selten bringen sie den behandelnden Therapeuten in ‚schwierige Interaktionssituationen‘.“ (Seite 9)

Rainer Sachse, von dem ich schon einige Bücher über Persönlichkeitsstörungen gelesen habe und dessen Modell der doppelten Handlungsregulation ich regelmäßig für die Diagnoserückmeldung einer Persönlichkeitsstörung verwende, erzählt in seinem Buch Persönlichkeitsstörungen therapieren im ersten Teil von der Definition und Abgrenzung von Persönlichkeitsstörungen und geht näher auf Beziehungsmotive, Schemata, Manipulationen und Tests ein.

Im zweiten Teil beschäftigt er sich mit der Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen, fokussiert dabei auf die therapeutische Beziehungsgestaltung, den Umgang mit Manipulationen und Tests sowie den Aufbau von Änderungsmotivationen.

Im dritten Teil setzt sich Sachse mit der Praxis der Therapie von Persönlichkeitsstörungen auseinander, erklärt hier zum Beispiel weiche und harte Konfrontationen sowie die Kosten von Konfrontationen.

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Albträume und Trauma. Wechselwirkungen zwischen Traum und Traumata von Reinhard Pietrowsky

„Selbstverständlich besteht ein Zusammenhang zwischen Traum und Trauma, dieser Zusammenhang ist jedoch nicht so eng, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. So gibt es natürlich Albträume infolge erlebter Traumata, aber es gibt auch traumabezogene Träume, die keine Albträume sind. Und längst nicht alle Albträume sind auf Traumatisierungen zurückzuführen und viele erlebte Traumatisierungen führen auch nicht zu Albträumen oder einer Traumafolgestörung.“ (Seite 7)

Reinhard Pietrowsky fasst in seinem Buch die wichtigsten Inhalte zum Thema Träume und Albträume sowie Albträume im Rahmen von Traumafolgestörungen zusammen. Er geht im Folgenden auf die Funktionalität von Albträumen für die Traumafolgen ein, setzt sich mit Sonderformen posttraumatischer Albträume auseinander (Oneiroid, luzide Albträume, hypnagoge und hypnopompe Zustände, Schlafparalyse und REM‑Schlaf-Verhaltensstörung).

Im ausführlichsten Teil seines Buches geht er auf die Behandlung von posttraumatischen Albträumen ein.

Am Ende bietet der Autor einen kurzen Abriss der Effektivität der Albtraumbehandlung.

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Alpträume. Ein Therapiemanual von Johanna Thünker und Reinhard Pietrowsky

„Alpträume sind vermutlich den meisten Menschen aus eigenen Erfahrungen bekannt. Jedoch sind vereinzelt auftretende Alpträume keine klinische Störung, so wie auch das Erleben von Angst oder Trauer per se keine klinische Störung ist. Erst das gehäufte Auftreten einzelner Symptome, vor allem aber das damit verbundene Leiden (beim Betroffenen selbst oder seiner Umwelt) und die Unausweichlichkeit der Symptome machen diese zu einer klinisch relevanten Störung.“ (Seite 11)

Johanna Thünker und Reinhard Pietrowsky stellen in ihrem Buch initial den theoretischen Hintergrund von Alpträumen dar, beschreiben dabei die Störung und bieten Störungstheorien sowie Ätiologiemodelle, Informationen zu Diagnostik und Indikationen. Danach gehen sie näher auf den Stand der Therapieforschung ein.

Im Abschnitt Therapie finden sich allgemeine Informationen zum therapeutischen Vorgehen, eine Einführung in die Alptraumtherapie, Entspannungsverfahren, Imagination und die eigentliche Alptraum-Modifikation, basierend auf der Imagery Rehearsal Therapy (IRT).

Schließlich gehen die beiden Autor:innen auf Besonderheiten bei der Behandlung traumatisierter Patient:innen und auf Alptraumtherapie bei Kindern und Jugendlichen ein.

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Drogenentzug und Pharmakotherapie. Fallbesprechungen für den klinischen Alltag von Brigitte Bohnsack

„Begegnung auf Augenhöhe, d.h. weder paternalistisch von oben herab, häufig verbunden mit moralisierend-abwertender Haltung, noch idealisierend oder fürsorglich entmündigend.“ (Seite 6)

Brigitte Bohnsack stellt in ihrem Buch verschiedene Fälle vor, die sich um den Entzug von Drogen und Alkohol drehen, z.B. Alkoholentzugsbehandlung, Entzug von Pregabalin und Diazepam mit Opioid-Agonisten-Therapie, Delir bei schwerer Alkoholintoxikation, Benzodiazepin-Entzugsbehandlung, Notaufnahme mit Heroin-Entzugssyndrom und Abbruch einer Entzugsbehandlung.

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