Archiv der Kategorie: Indien

Götter, Gurus und Gewürze. Zwei Jahre per Anhalter durch Indien von Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma

„Faszinierend und abschreckend, magisch und angsteinflößend, herzerwärmend und entsetzlich […]. Indien lässt keine lauwarmen Emotionen zu. Entweder man verliebt sich in das Land, oder man nimmt Reißaus – oder entwickelt eine Hassliebe, die ruhelos im Herzen köchelt, in alle Richtungen ausschlägt und in jeder Faser des Körpers brennt. So wird es uns ergehen.“ (Seite 8)

Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma sind fast 2 Jahre lang durch Indien getrampt, mit 269 Mitfahrgelegenheiten haben sie 21206 Kilometer zurückgelegt, und in ihrem mittlerweile dritten Buch berichten sie von dieser abenteuerlichen Reise. Sie beschreiben ihre Reiseroute und die einzelnen Stationen, nehmen den Leser mit ins Land, erzählen von ihren Erlebnissen in Amritsar, Agra, Varanasi, Delhi, Rajasthan, Pushkar, Mumbai, Hampi, Kerala, Tamil Nadu, Kolkata, Thembang etc.

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Was Sie dachten, NIEMALS über INDIEN wissen zu wollen. 55 verblüffende Einblicke in ein wunderliches Land von Andrea Glaubacker

„Kaum glaubt man, Indien verstanden zu haben, zeigt sich an der nächsten Ecke bereits ein Widerspruch.“ (Klappentext)

Andrea Glaubacker erzählt in Was Sie dachten, NIEMALS über INDIEN wissen zu wollen von Glaube und Aberglaube, Bollywood und alternativen Filmen, Slums und Unterwelt, Bildung und Nationalismus, Ratten von Deshnok und Haaropfern, Varanasi und Reinkarnation, Dabbawallahs und Diabetes, Königstigern und Kühen, Palmblattbibliotheken und Kastenwesen, Gewalt gegen und Benachteiligung von Frauen, Drogen und Alkohol, Korruption und Kinderarbeit, Yoga und Gurus, Agrarwirtschaft und Suizid, Bettlern und Mafia, Hygiene und Krankheiten, Devadasi und Hausmädchen, Geiern und Diclofenac.

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Agfa Leverkusen von Boris Hillen

„Keine einzige Frage nach der Aufnahmetechnik, kein Staunen über die Authentizität! Farbe, Farbe, Farbe, das ist alles, was sie interessiert.“

Kishone Kumar lebt in Rajasthan und ist Fotograf. Er hält seine s/w-Fotografien für perfekt, und sein Geschäft boomt. Doch dann wünschen sich immer mehr Kunden Farbfotos, und Kishone beschließt, sich mit dem Motorrad auf den Weg nach Leverkusen zu machen, um bei Agfa zu lernen, was man bei der Farbfotografie beachten muss, wie man Farbfilme entwickelt und reproduziert. Zusammen mit seinem Freund Amitabh begibt sich Kishone auf eine abenteuerliche Reise durch Indien, Afghanistan, den Iran und die Türkei.

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Die Detektive vom Bhoot-Basar von Deepa Anappara (Hörbuch)

„Eines Tages verlieren wir alle jemanden, der uns nahe stand und den wir liebten.“ Track 162)

Der neunjährige Jai lebt mit seinen Eltern und seiner Schwester in einem indischen Basti, einer Armensiedlung am Rande einer Großstadt.

Er schaut gerne Polizeidokus, und als ein Junge aus seiner Klasse verschwindet, wittert Jai seine große Chance, das durch die TV-Serien erlangte Wissen anzuwenden, um den Jungen zu finden. Bei seiner Detektivtätigkeit helfen ihm sein Freund Faiz, der ein viel besserer Anführer als Jai ist, und seine Freundin Pari, die in der Schule bessere Noten als Jai bekommt und viel klüger als er ist.

Gemeinsam mit Faiz und Pari wagt sich Jai in den geheimnisvollen Bhoot-Basar mit seinen verwinkelten Gässchen und in verbotene Viertel der Stadt. Doch dann verschwinden weitere Kinder, und im Basti geht nicht nur die Angst um, dass es das eigene Kind treffen könnte, sondern auch die Sorge, dass die Polizei mit Bulldozern anrückt und die illegale Siedlung niederwalzt.

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Indien 151. Porträt des faszinierenden Subkontinents in 151 Momentaufnahmen von Andrea Glaubacker

„Jeder Europäer, der nach Indien kommt, lernt Geduld, wenn er keine hat, und er verliert sie, wenn er sie hat.“ (Seite 98)

Andrea Glaubacker stellt Indien in Form von 151 Stichworten von A bis Z vor, erzählt u.a. von Aberglaube und Religion, Adivasi und Kasten, Affen und Schlangen, Alter und Armut, Barbieren und Haaropfern, Bettlern und Slums, Chai und Chili, Dabbawallahs und Dhobis, Diwali und Holi, Familie und Heirat, Ganges und Varanasi, Gerüchen und Geräuschen, Hijras und Frauenrechten, Himalaya und Goa, Zugfahren und Rikschas, Kinderarbeit und Korruption, Kühen und Elefanten, Sadhus und Schlangenbeschwörern.

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Per Anhalter nach Indien von Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma

„Auf dem Weg nach Indien durchqueren wir den Nahen Osten, lassen Syrien im Süden liegen, wo gerade der Kampf um die kurdische Stadt Kobanê tobt, reisen durch den Iran, von dem wir außer Mythen kaum etwas wissen, und betreten Pakistan, obwohl uns Freunde und Familie flehentlich baten, darauf zu verzichten.“ (Seite 9)

Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma reisen per Anhalter durch acht Länder und erreichen nach 234 Tagen, 19207 Kilometern und 185 Mitfahrgelegenheiten die Grenze zu Indien.

In Per Anhalter nach Indien erzählen sie von ihren Erlebnissen in der Türkei, im Iran und in Pakistan, berichten von Geschichte und Politik, Religion und Kultur, Terrorismus und Krieg, Architektur und Landschaften, Städten und Dörfern, Traditionen und Gastfreundschaft, Speisen und Getränken, Militär und Korruption, Minderheiten und Staatsmännern. Per Anhalter nach Indien von Morten Hübbe und Rochssare Neromand-Soma weiterlesen

Fettnäpfchenführer Indien. Be happy oder das No-problem-Problem von Karin Kaiser

„Indien überfällt uns, verunsichert uns, macht uns oft hilflos und manchmal auch wütend.“ (Seite 13)

Am Beispiel der fiktiven Berlinerin Alma erzählt Karin Kaiser von den Fallstricken und Fettnäpfchen Indiens, z.B. von Anreise und Rupien, Taxi und Rikscha, Schlitzohrigkeit und Armut, Polizei und Korruption, Toiletten und Slums, Stromausfall und Wasserstopp, Nashta und Trinkgeld, Prostitution und Frauenmangel, Heilige Kuh und Sadhu, Bettlern und Kastenwesen, Bahn und Auto, Paan und Cannabis, Respekt und Kolonialzeit, Hepatitis A und Wurminfektion, Aschram und Mantra, Kobra und Skorpion, Varanasi und Ghats, Sari und Bindi, Mumbai und Bollywood, Ayurveda und Holi, Pakistan und Kricket, Tollwut und Pariahunden, Mitgift und arrangierten Ehen.

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Der Zopf von Laetitia Colombani (Buch und Hörbuch)

„Manchmal, sagt sie sich, rückt das Leben die finstersten und die lichtesten Momente nah zusammen. Es nimmt und gibt gleichzeitig.“ (Seite 129f)

Badlapur, Uttar Pradesh, Indien:
Smita ist eine Dalit. Sie sammelt – wie ihre Mutter vor ihr – die Exkremente anderer Menschen ein und steht in der indischen Gesellschaft an unterster Stelle: „Sie ist nicht nur unberührbar, sie soll unsichtbar sein.“ (Seite 17). Für ihre sechsjährige Tochter Lalita wünscht sich Smita ein besseres Leben und ist bereit, mit all ihrer Kraft dafür zu kämpfen, dass ihre Tochter nicht in ihre Fußstapfen tritt. Der Zopf von Laetitia Colombani (Buch und Hörbuch) weiterlesen

Das Ministerium des äußersten Glücks von Arundhati Roy (Buch und Hörbuch)

„Weißt du, warum Gott Hijras erschaffen hat? […]“

„Nein, warum?“

„Es war ein Experiment. Er beschloss, etwas zu erschaffen, ein Lebewesen, das erwiesenermaßen unfähig ist, glücklich zu sein. Also erschuf er uns.“

„[…] Wie kannst du so etwas sagen? Ihr seid doch alle glücklich hier! Das ist die Khwabgah! […]“

„Wer ist hier glücklich? Alles nur geheuchelt und vorgetäuscht. […] Hier ist niemand glücklich. Es ist unmöglich.“

Anjum lebt auf dem Friedhof hinter dem staatlichen Krankenhaus: Jede Nacht rollt sie ihren fadenscheinigen Perserteppich zwischen den Gräbern aus, jeden Morgen schließt sie ihn ein und verbringt den Tag mit Besuchern wie dem blinden Imam.

Sie ist das vierte von fünf Kindern, und nach den drei Töchtern hat sich ihre Mutter sehnsüchtig einen Jungen gewünscht. In der Nacht der Geburt ist die Mutter überglücklich, denn ihr Wunsch scheint in Erfüllung gegangen zu sein: Die Hebamme erkennt im Dämmerlicht männliche Genitale, und die Familie freut sich über den erstgeborenen Sohn. Doch bald weicht die Freude tiefer Verstörung, denn Aftab, wie das Kind genannt wird, ist ein Hermaphrodit, wird von seiner Mutter jedoch jahrelang als Junge aufgezogen. Das Ministerium des äußersten Glücks von Arundhati Roy (Buch und Hörbuch) weiterlesen

Karma Highway von Michael Obert

„Sitaram bremst nicht gern. Bremsbelege sind teuer. Er bevorzugt Hupe und Gaspedal.“

Michael Obert ist in Indien unterwegs und weiß: „Wer das Wesen einer Nation ergründen wolle, […] brauche sich nur anzusehen, wie sich die Leute im Straßenverkehr verhielten“.

Und so macht er sich auf die Suche nach einem LKW-Fahrer, der ihn mit auf die Reise vom Osten in den Westen des Subkontinents nimmt. Er findet diesen in Sitaram Roy, mit dem er die 2000 Kilometer zwischen Kalkutta und Mumbai in einem Lastwagen und bei durchschnittlich 10 km/h bezwingt. Karma Highway von Michael Obert weiterlesen