Archiv der Kategorie: Frauen

Eine Frau verschwindet von Cécile Tlili

„Zwei Fahrten über das Mittelmeer, um zu begreifen, dass ich meinen Kummer nicht hinter mir lassen kann.“

Sonntag, 3:14 am Morgen: Alice wird wach. Wie häufiger in letzter Zeit findet sie keinen Schlaf mehr. Tagsüber versucht sie, dem Schmerz durch ihre Arbeit aus dem Weg zu gehen, ist gar nach Korsika geflohen, um ihrem Schmerz und ihren Erinnerungen zu entkommen. Doch der Schmerz kehrt jede Nacht zurück.

Alice’ Ehemann Damien hat sie verlassen. Und so entschließt sich Alice, ihren Ehemann und ihre Tochter zurückzulassen, zieht nach der von Damien ausgesprochenen Trennung ohne jede Information aus, sucht sich eine Wohnung in sicherer Entfernung.

In ihrer neuen Bleibe trifft sie auf die Nachbarin Siham. Hilft ihr beim Einkaufen und geht mit ihr zu ihrer Tante. Übernachtet mehrmals bei Siham und entschließt sich schließlich, die junge Frau vor dem zu retten, was diese belastet.

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Das Dream Hotel von Laila Lalami

„Stell dir die Frauen vor. Die Kinder. Was, wenn du sie vor solchen Monstern retten könntest? Du musst dafür nicht einmal etwas tun. Du hast längst die allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert.“ (Seite 7)

Sara T. Hussein kommt von einer Konferenz aus London zurück, und bei der Passkontrolle am Flughafen in Los Angeles wird festgestellt, dass ihr Risikowert zu hoch ist. Hier greift das sogenannte Pre-Crime-Gesetz, in ihren Träumen hatten sich Auffälligkeiten gezeigt.

Nun sitzt sie im Madison ein, in einem Einbehaltungszentrum. Sie hat – genau wie die anderen sogenannten Programmteilnehmerinnen, Einbehaltenen, Registrierten oder Bewohnerinnen – nichts getan, doch ihr wird eine zukünftige Tat zur Last gelegt, weshalb sie unter forensischer Beobachtung steht.

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Mit anderen Augen von Jane Tara

„Kein sterblicher Mensch hat die Dinge jemals so gesehen, wie sie sind, obwohl uns diese Formulierung geläufig ist wie jedes andere Alltagswort und alle sie ständig im Munde führen.

Wir können die Dinge nicht sehen, wie sie sind, denn unsere Natur zwingt uns dazu, sie nur so zu sehen, wie wir sind. Uns selbst werden wir niemals los.“ (Seite 7)

Die 52-jährige Tilda Finch bemerkt, dass ihr rechter kleiner Finger verschwunden ist. Was zuerst unglaublich und unmöglich scheint – vielleicht eine Folge von unbewusstem Drogenkonsum? – ist bald bittere Realität und erst der Anfang.

Der Finger ist nicht weg, sondern unsichtbar, und Tilda sucht nach einer Erklärung. Und schon ist auch ihr rechtes Ohr verschwunden.

Tilda geht zu ihrer vertrauten Ärztin Dr. Majumdar, die sie untersucht und ihr rückmeldet, dass sie an der Unsichtbarkeitserkrankung – Morbus Invisibilis – leidet, einer Krankheit, die vorwiegend bei Frauen ab dem 50. Lebensjahr auftritt.

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Mathilde und Marie von Torsten Woywod (Hörbuch)

„Bücher verändern uns. Bücher retten uns. Ich weiß das, weil ich es selbst erlebt habe.“ (Zitat von Elif Shafak, Track 5)

Die 26-jährige Studentin Marie Ledoux muss raus aus Paris, will räumlich und gedanklich Abstand schaffen zu bestimmten Geschehnissen. Sie fährt kurzerhand mit dem TGV nach Brüssel und dann in die belgische Provinz.

Im Zug trifft sie auf die Isländerin Jónína, eine 77‑jährige Buchhändlerin, die in Redu lebt und Marie spontan mit in ihr Dorf nimmt.

Redu ist ein kleiner Ort in den belgischen Ardennen, hat 390 Einwohner, 13 Buchhandlungen, einen Fernseher, einen Internetanschluss und ringsherum wunderschöne Natur. Und dort trifft Marie auch auf die mürrische Mathilde.

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Die Riesinnen von Hannah Häffner (Hörbuch)

„Die Menschen beklagen die Toten, die Lücken, die sie lassen, und ziehen nicht in Betracht, dass vielleicht gerade diese eine Lücke so gedacht und gewollt war, dass die Welt erst mit dieser Lücke wieder ganz ist.“ (Track 25)

Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald. Hier leben drei große, dünne Frauen, die nicht recht in die Dorfgemeinschaft passen.

Da ist zum einen Liese, die nach dem Tod ihres Mannes die Metzgerei im Ort führt. Da ist zum anderen Lieses Tochter Cora, die von der Mutter geliebt und vom Vater geschlagen wird, früh selbst ein Kind bekommt. Und da ist Eva, Coras Tochter, die den Wald liebt.

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Adikou von Raphaëlle Red (Hörbuch)

„Denk daran, dass dieses Bewusstsein sich am Ende niemals auf bloße Herkunft reduzieren lässt.“ (Track 36)

Adikou lebt in Paris, wo sie auch aufgewachsen ist, und möchte das Geburtsland ihres Vaters, den sie kaum kennt, bereisen und kennenlernen. Sie macht sich deshalb auf den Weg nach Lomé in Togo.

Adikou fühlt sich nirgends richtig zugehörig, sucht sich selbst, will verstehen, wer sie ist und wo sie herkommt.

Die Suche nach sich selbst und ihrer Identität führt sie nicht nur nach Togo, sondern über die afrikanische Westküste bis nach New Orleans.

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fundamentalös von Nussaibah Younis

„Ich hatte Streumunition erwartet, keine Konfettibomben.“ (Seite 12)

Frühjahr 2019: Dr. Nadia Amin, Dozentin für Kriminologie an der UCL, macht ein Sabbatical in Bagdad. Hier möchte sie ein Deradikalisierungsprogramm für IS‑Frauen leiten.

Sie trifft in Bagdad auf verschiedene Leute, mit denen sie zusammenarbeitet und die teilweise recht unnahbar oder suspekt auf sie wirken. Und auch das Programm findet keine rechte Unterstützung.

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Reichskanzlerplatz von Nora Bossong

„Sie saß so allein, als habe sich die ganze Welt von ihr abgewandt, und ich hätte mich gern zu ihr gesetzt, meine Hand auf ihren Arm gelegt, aber sie war sie sieben Jahre älter als ich, und auch wenn sie in diesem Moment verletzlich wirkte, sie hätte meine große Schwester sein können, und sie war bereits verheiratet.“ (Seite 31)

Der Reichskanzlerplatz in Berlin wurde 1904 angelegt und wurde 1933 in Adolf‑Hitler‑Platz umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wählte man vorerst den alten Namen Reichskanzlerplatz, doch 1963 wurde der Ort nach dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland benannt: Theodor‑Heuss‑Platz. Seitdem trägt er diesen Namen.

Der fast 13-jährige Ich‑Erzähler Hans Kesselbach, ein fiktionaler Charakter, lernt in der Schule Hellmut Quant kennen, spürt eine besondere Anziehung und Faszination für dessen Stiefmutter Magda Quandt, die nur wenige Jahre älter als Hans und Hellmut ist. Später werden Magda und Hans ein Liebespaar, bevor Magda die Beziehung beendet und schließlich Joseph Goebbels heiratet.

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Mama & Sam von Sarah Kuttner (Hörbuch)

„Aber um das Ausmaß der Sache zu verstehen, muss ich lesen, und zwar der Reihe nach. Also höre ich dieses Mal nicht auf, sondern will zumindest den ersten offiziellen Tag in diesem elendigen Chat zu Ende lesen.“ (Track 35)

Die Mutter der Ich-Erzählerin ist tot. Sie lag allein in ihrer Wohnung, bis Nachbarn sich über das durchgehend angeschaltete Licht und den zunehmenden Geruch wunderten.

Die Ich-Erzählerin hatte den Kontakt abgebrochen, nachdem ihre Mutter in Kontakt mit einem Love‑Scammer getreten war und vollkommen beratungsresistent weiter Kontakt hielt und dem Mann immer wieder Geld zukommen ließ.

Nach ihrem Tod zeigt sich, dass die Mutter Unsummen in diesen Mann investiert hat.

Die Ich-Erzählerin, die das Erbe ausschlägt, liest sich durch den Chatverlauf ihrer Mutter mit dem Mann, in den ihre Mutter sich verliebt hat und der letztendlich ihr Leben zerstörte.

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Rebellische Frauen – Women in Battle von Marta Breen und Jenny Jordahl

„Die drei wichtigsten Anliegen der Frauenbewegung waren: das Recht auf Bildung, Arbeit und ein eigenes Einkommen, das Recht, an politischen Wahlen teilzunehmen, das Recht, über den eigenen Körper zu verfügen.“ (Seite 23)

Rebellische Frauen erzählt von Sklaverei und Sklavenbefreiung, Sojourner Truth und Frauenrechten, Jean-Jacques Rousseau und der Französischen Revolution, Frauenwahlrecht und Suffragetten, Sozialismus und Clara Zetkin, Abtreibung und Verhütung, Regierungschefinnen und Präsidentinnen, Homosexualität und Pride‑Bewegung, Malala und Friedensnobelpreis.

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