Schlagwort-Archive: Slowakei

Belletristik, Sachbücher und Reiseberichte aus und über Tschechien und die Slowakei

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher und Reiseberichte aus und über Tschechien und die Slowakei auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Spätes Tagebuch. Theresienstadt – Auschwitz – Warschau – Dachau von Max Mannheimer

„Ohne Heim. Ohne Hilfe. Ohne Hoffnung“

Max Mannheimer, Überlebender der Shoa und 2016 im Alter von 96 Jahren verstorben, berichtet von seiner Kindheit in Neutitschein/Tschechoslowakei, vom zunehmenden Antisemitismus in den 1930er Jahren, vom Einmarsch der Deutschen, von der Reichskristallnacht, von der Flucht nach Ungarisch-Brod und schließlich von der Deportation nach Theresienstadt und Auschwitz, wo fast seine ganze Familie umgebracht wurde. Spätes Tagebuch. Theresienstadt – Auschwitz – Warschau – Dachau von Max Mannheimer weiterlesen

Durch die Nacht von Stig Sæterbakken

„Trauer tritt in so vielen Formen auf. Sie ist wie ein Licht, das ein- und ausgeschaltet wird. Sie ist da, sie ist nicht auszuhalten, dann verschwindet sie, weil sie unerträglich ist, weil man sie nicht permanent ertragen kann. […] Tausend Mal am Tag vergaß ich, dass Ole-Jakob tot war. Tausend Mal am Tag fiel es mir plötzlich ein. Beides war unerträglich. Ihn zu vergessen war das Schlimmste, was ich tun konnte. An ihn zu denken war das Schlimmste, was ich tun konnte. Kälte kam und ging. Wärme kam nie. Es gab nur Kälte und die Abwesenheit von Kälte.“ (Seite 9)

Schuld ist oft das vorherrschende Gefühle nach dem Suizid eines Nahestehenden, selbst wenn es keinen offensichtlichen Grund für Schuldgefühle gibt. Schuld, von der man meint, sie auf sich geladen zu haben, weil man etwas gesagt oder nicht gesagt hat, weil man etwas getan oder nicht getan hat, weil man irgendwann den vermeintlich falschen Weg eingeschlagen hat, irgendwo abgebogen ist, wo man (wie man Jahre später meint) nicht hätte abbiegen sollen.

Jeder, der einen Nahestehenden durch Suizid verloren hat, kennt diese Gefühle von Schuld und weiß, wie dominant und belastend diese sind, dass nach einem Suizid das eigene Leben in ein Vorher und ein Nachher geteilt ist, dass sich dadurch alles wandeln kann, dass sich Lebenswege ändern können.

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Die Hundeesser von Svinia von Karl-Markus Gauß

„Du siehst aus der Weite einen Menschen näherkommen […] und wenn er da ist, siehst du, es ist doch nur ein Zigeuner.“

Karl-Markus Gauß hat eine Reportage über slowakische Slums geschrieben, allen voran die Vorhölle Svinia, wo 700 Roma leben, die sogar von anderen Roma ausgegrenzt und verachtet werden, da sie als Hundeesser gelten. Die Hundeesser von Svinia von Karl-Markus Gauß weiterlesen

Monatsthema „Tschechien und Slowakei“ im Juli 2019

Karlův most, Praha (Quelle: Wikipedia, Urheber: Chosovi)

Tschechien war das diesjährige Gastland der Leipziger Buchmesse, und als ich durch die Hallen der Messe gelaufen bin, habe ich darüber nachgedacht, dass ich kaum etwas über Tschechien weiß und kaum etwas über das Land und von tschechischen Autoren gelesen habe, obwohl ich grenznah aufgewachsen bin. Monatsthema „Tschechien und Slowakei“ im Juli 2019 weiterlesen