Schlagwortarchiv: Schweiz

Frankenstein. Ein Comic von Nick Pierce und Mary Shelley

„Ich war gutmütig und freundlich. Erst deine Ablehnung hat mich zu einem Monster gemacht. Hättest du mir Liebe und Zuneigung gegeben, hätte ich es auch gekonnt.“ (Seite 29)

Juli 1799: Kapitän Walton befindet sich nahe des Nordpols und entdeckt dort eine riesenhafte Gestalt mit einem Hundeschlitten. Kurz darauf finden er und seine Crew einen schlotternden Mann, der kein Wort herausbringt. Sie nehmen ihn mit aufs Schiff, wo er schließlich in Tränen ausbricht und seine Geschichte erzählt.

Er berichtet davon, wie er aus Leichenteilen ein Wesen erschaffen und diesem Leben eingehaucht hat, wie das Wesen ihn abgestoßen hat und er es verstoßen hat. Und dass das Wesen ihn nun verfolgt.

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Charly Broms Dilemma von Lukas Linder

„Verdrängen ist eine wunderbare Sache. Ich tue es schon mein Leben lang. Und nicht nur ich. Alle Menschen. Es ist die humanste Form, am Leben zu bleiben.“

Charly Brom erhält einen Anruf von Daniel Hefti, einem Musiklehrer aus Neubad, dem Dorf Charlys Kindheit und Jugend.

Hefti sagt, er wisse, was damals mit Walter Bruckner passiert sei, warum dieser gestorben sei und dass er wisse, dass Charly das auch weiß. Charly legt kurzerhand auf – er hatte sich 20 Jahre lang vor diesem Anruf gefürchtet:

„Er hatte so lange auf sich warten lassen, dass die Furcht unterdessen surreal geworden war. Wie ein Albtraum, der immer näher kommt. Und jetzt war er da. Jetzt hat er angefangen.“

Nun beginnt Charly, im Garten ein Loch zu graben, um Heftis Stimme darin zu vergraben. Er schaufelt Tag für Tag und nimmt immer weniger am Alltag und am Familienleben teil, die Beziehung zu seiner Frau und seinem fünfjährigen Sohn verändert sich, und schließlich entscheidet sich Charly, für eine Weile an den Ort seiner Kindheit und Jugend zurückzukehren, wo seine Mutter zusammen mit seiner Großmutter lebt.

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Freunde von früher von Micha Lewinsky

„Jede Katastrophe beginnt mit einer schönen Idee.“ (Seite 143)

Während seiner Studentenzeit wohnte Béla mit Serdar, Simone und Kim in einer WG bester Lage: in der Zederstraße, in unmittelbarer Nähe zur Zürcher Uni.

Diese aufregende und besondere Zeit, die geprägt ist von Freiheit und tiefen Freundschaften, ist fast 30 Jahre her. Nun lädt Serdar, der immer noch im Haus in der Zederstraße lebt, seine alten Freunde zu sich ein und erzählt, dass ihnen die Wohnung gekündigt wurde. Serdar schlägt vor, das Haus gemeinsam zu kaufen, um so alte Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Doch passt das Ganze überhaupt zu den Menschen, wie sie einmal waren, und zu den Werten, für die sie einstanden?

„Weil wir die werden, vor denen wir uns immer gefürchtet haben.“ (Seite 27)

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Der Zauberberg, die ganze Geschichte von Norman Ohler

„Ja, ich würde die ganze Geschichte erzählen, auf der auch der Zauberberg-Roman basiert, der ja selbst nur ein holografischer Splitter ist, trotz seines beeindruckenden Umfangs und künstlerischen Anspruchs.“ (Seite 24)

Norman Ohler reist mit seiner Tochter zum Skifahren nach Davos, dorthin, wo Thomas Mann seinen Zauberberg angesiedelt hat.

Ohler befasst sich mit verschiedenen Facetten von Davos, zum Beispiel Kindersklavenmarkt, Tuberkulose, Thomas Mann und natürlich mit seinem Roman Der Zauberberg, mit Klabund, Erstem Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Martin Heidegger, Nationalsozialismus und Penicillin.

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Die Familie sehen und sterben. Mörderisches Lugano, Band 1 von Toni Rivera (Hörbuch)

„Viele wollen ihre Familie schützen. Doch nur wenige vor sich selbst.“ (Track 1)

Capitano Enzo Rossi erhält eine SMS von seiner Assistentin Ispettrice Gemma Crivelli, die den Polizeicode für „Mord“ enthält. Enzo glaubt an ein Versehen, doch anscheinend soll es sogar zwei Morde an einem Tag gegeben haben, was unmöglich zu sein scheint im Tessiner Süden.

Doch dann beginnt Enzo zu ermitteln, und bald gibt es eine erste Spur, und die führt direkt zu seiner eigenen Familie.

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Noch fünf Tage von Helena Falke

„Ich bin Beifang, ein Meerestier, das nicht gefangen werden sollte und trotzdem ins Netz ging. In der Fischerei wird Beifang als Abfall angesehen und größtenteils über Bord geworfen. Viele Tiere überleben das nicht, so wie ich es auch nicht überleben werde.“ (Seite 12)

Silvester im Schweizerischen Davos: Die Milliardärsfamilie Harman wird bei einem Giftanschlag getötet – die Eltern und zwei Kinder sterben im eigenen Haus.

Im von Lis Castrop, der Souschefin im Hause der Harmans, zubereiteten Essen wurde Polonium‑210 gefunden. Nun liegt auch Lis im Sterben, hat nur noch fünf Tage zu leben und will die Zeit nutzen, um den Mord an der Familie aufzuklären und dadurch auch ihre Tochter schützen:

„Ich muss meinen eigenen Mord aufklären.“ (Seite 75)

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Bummelzug nach Istanbul. Ein Bahnabenteuer auf den Spuren des Orient-Express von Tom Chesshyre

„Du weißt, was Interrail ist? […] Die Pässe kosten gerade nur die Hälfte.“ (Seite 8)

Zum 50-jährigen Jubiläum von Interrail sind die Pässe deutlich günstiger, und der Autor und sein Freund Danny beschließen, die berühmte Orient-Express-Strecke auf langsame und günstige Weise zurückzulegen.

Sie reisen gemeinsam von London über Paris, Straßburg, Nürnberg, Passau, Bratislava, Budapest, Bukarest, Sofia bis nach Istanbul.

Der Autor Tom Chesshyre fährt dann allein zurück und kommt mit dem Zug durch Thessaloniki, Athen, Bari, Napoli, Milano, Zermatt, Luxemburg, Waterloo, Gent, Rotterdam, bis er wieder in London eintrifft.

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Der stärkste Stoff. Psychedelische Drogen – Waffe, Rauschmittel, Medikament von Norman Ohler (Hörbuch)

„Vergangenen Freitag, den 16. April, musste ich mitten im Nachmittag meine Arbeit im Laboratorium unterbrechen und mich nach Hause in Pflege begeben, da ich von einer merkwürdigen Unruhe, verbunden mit einem leichten Schwindelgefühl, befallen wurde. Zu Hause legte ich mich nieder und versank in einen nicht unangenehmen rauschartigen Zustand, der sich durch eine äußerst angeregte Fantasie kennzeichnete. Bei geschlossenen Augen (das Tageslicht empfand ich als unangenehm grell) drangen ohne Unterbruch fantastische Bilder von außerordentlicher Plastizität und mit intensivem, kaleidoskopartigem Farbenspiel auf mich ein.“ (Track 17, aus den Aufzeichnungen von Albert Hofmann)

Norman Ohler widmet sich in seinem Sachbuch dem Halluzinogen Lysergsäurediethylamid (LSD) und stellt seine Bedeutung als Medikament, als Waffe und als Rauschmittel vor.

Ohler berichtet u.a. von Mutterkornvergiftungen und Ergotamin, vom Schweizer Unternehmen Sandoz und von Albert Hofmann, von Aldous Huxley und Timothy Leary, Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg, geheimen Experimenten an psychiatrischen Patienten und Militärforschung, Chlorpromazin und Modellpsychose, Hirnkriegsführung und Geheimdienst, Psilocybin und Heilkunst, J.F. Kennedy und The Beatles, Microdosing und therapeutischem Einsatz von LSD.

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Nachtschein. Ein Zürich-Krimi von Seraina Kobler

„Sie dachte an die beiden Frauen vom See, von denen die eine den Tod im Wasser gesucht hatte und die andere ein paar Wochen später im Flammenmeer umgekommen war.“ (Seite 47)

Kalte Jahreszeit in Zürich: Im Hafen Enge brennt die Yacht Amethyst, wo sich Ruben, der Sohn des Besitzers Manfred Engler, heimlich mit der Architektentochter Iva Schwarz getroffen hat.

Bei den Löscharbeiten wird die Leiche Ivas gefunden, und Rosa Zambrano recherchiert in dem mysteriösen Fall.

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Charlie Chaplin. Die Comic-Biografie von Laurent Seksik und David François

„Hallo Amerika! Da bin ich, und ich werde dich erobern! Alle werden meinen Namen kennen, jeder Mann, jede Frau, jedes Kind!“ (Seite 23)

In der Comic-Biografie wird initial von Charlie Chaplins neuem Leben in den USA erzählt, nachdem er London verlassen hat. Im Anschluss wird über seine Familie, über seine Ehen, über Erfolge und Misserfolge, über den Beginn seiner Filmkarriere und seine Filme berichtet. Auch politische Anschauungen und historische Begebenheiten wie Weltwirtschaftskrise, Zweiter Weltkrieg und Kalter Krieg werden thematisiert. Zudem werden Personen vorgestellt, mit denen Chaplin enger in Kontakt war, z.B. Albert Einstein, Winston Churchill und Gandhi.

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