Archiv der Kategorie: Tiere

Und sie fliegt doch. Eine kurze Geschichte der Hummel von Dave Goulson

„Insekten sind für zahlreiche ‚Ökosystemdienstleistungen‘ zuständig, etwa Bestäubung und Zersetzung, und es kann kein Zweifel bestehen, dass die meisten Lebewesen auf der Erde (wir eingeschlossen) nicht ohne sie überleben könnten.“ (Seite 79)

Seit seinem 7. Lebensjahr interessiert sich Dave Goulson für Hummeln und andere Insekten. Im Prolog erzählt er auf ebenso amüsante wie erschreckende Weise von seinen frühen Versuchen der Tierzucht und Tierpflege, bevor er in den nachfolgenden Kapiteln allerhand Wissen über Hummeln vermittelt.

Goulson erzählt u.a. von Dunkler Erdhummel, Gartenhummel, Feldhummel, Erdbauhummel, von Überwinterung, Nisten, Metamorphose, Tierpräparation, Anatomie, Physiologie, Evolution, Anthropozän, Navigationsfähigkeit, Hummel-Fußabdrücken, Geselligkeit, Verwandtschaftsverhältnissen, Kuckuckshummeln, Krankheiten und Feinden.

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Das große Insektensterben von Andreas H. Segerer und Eva Rosenkranz

„Jede Art erfüllt im Ökosystem ihren jeweiligen „Zweck“, und es liegt nicht an uns, darüber zu befinden, welche Art wir als „überflüssig“ erachten und welche nicht.“ (Seite 27)

Der promovierte Biologe Andreas H. Segerer und die Literaturwissenschaftlerin und Autorin Eva Rosenkranz erzählen in Das große Insektensterben von Artenreichtum und der Bedeutung von Insekten, Fortpflanzung und Metamorphose, Aufgaben der Insekten und „Nutzen“ für den Menschen, Krefeld-Studie zum Artensterben und Anthropozän, Bio- und konventioneller Landwirtschaft, Betonwüsten und Lichtverschmutzung, Klimawandel und Zukunftsaussichten. Das große Insektensterben von Andreas H. Segerer und Eva Rosenkranz weiterlesen

Planet der Insekten. Zu Besuch bei den wahren Herrschern der Erde von David MacNeal

„Wenn wir also schon in einer Welt leben, die von Insekten beherrscht wird, sollten wir dann nicht auch wissen, welchen Einfluss sie haben und warum er so groß ist?“

David MacNeal erzählt in Planet der Insekten von Anatomie, Präparation, Geschichte der Entomologie, Ameisen, Fortpflanzung, Radioaktivität, Klimawandel, Gelbfieber, Malaria, Typhus, Beulenpest, Bettwanzen, Insektenvernichtungsmitteln, Body-Farm, Heilkunst, Entomophagie und Insektensterben.

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Das große Fressen. Lauern, stöbern, jagen, räubern von Hubert Handmann

„Es ist unglaublich spannend, in den vielfältigen Mikrokosmos der Insekten einzutauchen und ihr besonderes räuberisches Leben sehen zu können.“ (Seite 8)

Hubert Handmann erzählt in Das große Fressen von Jagdstrategien von verschiedenen Insekten und wie wir mit Hilfe dieser Tierchen nachhaltiger mit der Natur umgehen können, indem wir sie in unsere moderne Landwirtschaft integrieren.

Das Buch ist gegliedert in „lauernde Räuber“ (z.B. Sandlaufkäfer, Ameisenlöwe), „Flugjäger“ (z.B. Libelle, Hornisse), „Gleitjäger“ (z.B. Wasserläufer, Langbeinfliege), „Schwimmjäger“ (z.B. Gelbrandkäfer, Schwimmwanze) und „Stöber- und Pirschjäger“ (z.B. Marienkäfer, Gallmücke). Das große Fressen. Lauern, stöbern, jagen, räubern von Hubert Handmann weiterlesen

Insekten überlebensgroß von Matthias Helb

„Insekten sind mit über 1 Million bekannter Arten die häufigste Tiergruppe auf der Erde. Da viele Lebensräume jedoch noch nicht umfassend erforscht worden sind und ständig neue Arten entdeckt werden, gehen Schätzungen von einer tatsächlichen Zahl zwischen 2 und 20 Millionen verschiedener Arten aus.“ (Seite 6)

Der Naturführer enthält zahlreiche Tierporträts, die in „Wanderer in Raum und Zeit“ (z.B. Großer Leuchtkäfer, Kleines Glühwürmchen, Wasserläufer, Kanadische Kiefernwanze), „Nützlinge“ (z.B. Gemeiner Mistkäfer, Gemeiner Ohrwurm, Rote Waldameise), „Insekten, die saugen, beißen oder stechen“ (z.B. Dörrobstmotte, Buchsbaumzünsler, Kiefernspinner, Feuerwanze, Fruchtfliege), „Verwechslungsgefahr“ (z.B. Gemeine Wespe, Deutsche Wespe, Honigbiene, Mistbiene, Taubenschwänzchen) und „Schönheiten“ (z.B. Großer Pestwurzrüssler, Gemeiner Rosenkäfer, Blutzikade, Gemeine Eichenschrecke, Aurorafalter) gegliedert sind.

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Wenn Insekten über Leichen gehen. Als Entomologe auf der Spur des Verbrechens von Marcus Schwarz

„Irgendwann kommt er immer, der Tod. Er gehört ganz einfach dazu. Ohne Tod kein Leben und ohne Leben kein Tod.“

Marcus Schwarz studierte Forstwirtschaft an der TU Dresden, belegte im Masterstudium das Vertiefungsprofil „Biodiversität und Organismen“ und arbeitet nun als forensischer Entomologe in der Leipziger Rechtsmedizin. Mit seinem Wissen über Insekten und über Forensik hilft er deutschlandweit bei der Aufklärung spektakulärer Fälle und gilt hierzulande als einer der wenigen Experten in den Bereichen Entomologie und Forensik.

In Wenn Insekten über Leichen gehen erzählt Schwarz von seinem eigenen Werdegang, von Todeszeichen und Veränderungen über die Zeit, vom Prozess des Zerfalls und was dabei genau passiert, davon, wie Insekten helfen, die Todesursachen und Todesumstände aufzuklären.

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Verfressen, sauschnell, unkaputtbar. Das phantastische Leben der Kakerlaken von Hannes Sprado

„Kakerlaken sind dumm am Morgen und Genies am Abend.“

Das Interesse des Autors an Schaben beginnt in einem New Yorker Hotelzimmer und dem Besuch der Schabe Paula. Nach mehreren Tötungsversuchen gibt der Autor auf und gelangt zu der „Überzeugung, dass Paula es verdiente, mit dem Leben davonzukommen“. Verfressen, sauschnell, unkaputtbar. Das phantastische Leben der Kakerlaken von Hannes Sprado weiterlesen

Die seltensten Bienen der Welt. Ein Reisebericht von Dave Goulson

„Es ist ein unglückliches und wirklich taktloses Merkmal der Hummeln, dass seltene Arten meistens einer der verbreiteten Arten sehr ähneln, fast wie in diesen Finde-den-Fehler-Spielen.“ (Seite 48)

Im Juni 2009 geht Dave Goulson mit der Schulklasse seines ältesten Sohnes Finn auf Insektenjagd, und in diesem Zusammenhang führt Goulson in sein Buch ein, erzählt von seiner eigenen Kindheit und dem schon immer starken Interesse an Biologie, Chemie und Physik.

In Die seltensten Bienen der Welt macht er sich auf die Suche nach verschiedenen Hummeln und durchstreift hierfür Großbritannien, Polen, Patagonien, die USA und Ecuador. Er „wollte herausfinden, warum einige unserer Hummelarten heute so selten, andere dagegen immer noch weit verbreitet sind“ (Seite 50).

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Auf der Suche nach Moby Dick. Graphic Novel nach Herman Melville von Isaac Wens und Sylvain Venayre

„Es gibt zwei Arten, etwas über eine Orange zu erfahren. Man kann ihre Oberfläche untersuchen, minutiös, Millimeter für Millimeter. Danach weiß man etwas über die Orange. Man kann aber auch ein Loch in die Schale bohren und bis ins Innere der Frucht vordringen. Auch so lernt man etwas über die Orange.“ (Seite 23f)

Moby Dick erschien erstmals 1851 in London und New York, und ich kenne den Roman als Hörbuch, das ich vor ein paar Jahren gehört habe. Richtige Freunde sind Herman Melville und ich nicht geworden, ich glaube, ich fand den Roman damals einfach zu weitschweifig, obgleich er auch sehr spannende Passagen hat.

Nun habe ich die Graphic Novel gelesen, und entgegen meiner Erwartung entspricht das Buch nicht ganz der bekannten Geschichte, sondern geht darüber hinaus: In Paris trifft ein junger Journalist einen Experten für Melvilles Werk, und gemeinsam erkunden sie nicht nur die bekannte Geschichte um Kapitän Ahab und seine Jagd auf den Wal, sondern sie lassen den Leser auch an weiterführenden Informationen teilhaben, z.B. an den Hintergründen der Veröffentlichung und an kulturgeschichtlichen Besonderheiten zur Entstehungszeit des Romans.

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Portraits. Die Schönheit der Insekten von Levon Biss

„Diese Fotosammlung feiert die Natur und die Fotokunst, sie zeigt aber außerdem, wie Wissenschaft und Kunst effektiv eine neuartige und spannende Verbindung eingehen können.“ (Vorwort von Dr. James Hogan, Kurator der Abteilung Entomologie des Naturkundemuseums der Universität Oxford)

Ich liebe Makroaufnahmen, weil sie eine Welt zeigen, die einem normalerweise verschlossen bleibt, und in Levon Biss‘ Buch Portraits findet man besonders schöne Makrofotos, die Insekten auf eine Weise zeigen, die man nie zuvor gesehen hat.

Die im Buch abgebildeten Insekten stammen aus der Sammlung des Naturkundemuseums der Universität Oxford, die mehr als fünf Millionen Exemplare umfasst, von denen einige von Charles Darwin persönlich während seiner Reise auf der HMS Beagle gesammelt wurden. Portraits. Die Schönheit der Insekten von Levon Biss weiterlesen