Archiv der Kategorie: Frankreich

Bretonische Idylle. Kommissar Dupins zehnter Fall von Jean-Luc Bannalec (Buch und Hörbuch)

„Wer Böses tun will, findet immer eine Ausrede.“ (Bretonisches Sprichwort)

George Dupin ist eben noch ganz entspannt mit einer Robbe im Meer geschwommen, da erwartet ihn sein Kollege Riwal an der Uferpromenade und erzählt ihm, dass im Hafen von Doëlan eine Männerleiche gefunden wurde.

Der Tote zeigt Zeichen einer Strangulation, ist also kein Opfer eines tragischen Unfalls, sondern wurde ermordet.

Bald ist die Identität des Toten geklärt, es handelt sich um Patric Provost, einen Bellilois, der zu den alteingesessenen Familien auf der Insel Belle-Île gehörte und eigentlich bei jedem verhasst war.

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Provenzalischer Sturm. Ein Fall für Pierre Durand, Band 8 von Sophie Bonnet

„Von hier aus konnte man das gesamte Tal überblicken. Die Rhône-Ebene auf der einen Seite und auf der anderen sanft geschwungene Hügel, die von einzelnen Häusern überzogen waren, mit typischen rostroten Dächern.“ (Seite 292)

Im fiktiven Sainte-Valérie feiert Pierre seinen 45. Geburtstag und plant, Charlotte am Wochenende darauf einen Heiratsantrag zu machen. Hierfür hat er nicht nur einen Ring besorgt, sondern auch ein Zimmer im Château des Vignes in der Nähe von Châteauneuf-du-Pape gebucht.

Im Château laufen gerade die Dreharbeiten für eine Kochshow, so dass das Wochenende weniger geruhsam als gedacht zu werden scheint. Zudem erfährt Pierre, dass ein lokaler Winzer kürzlich bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist.

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Ich rede von der Cholera. Ein Bericht aus Paris von 1832 von Heinrich Heine

„Eine Totenstille herrscht in ganz Paris. Ein steinerner Ernst liegt auf allen Gesichtern.“

Im Mai 1831 machte sich Heinrich Heine auf den Weg nach Paris, und im Dezember des gleichen Jahres war Heine Korrespondent der bedeutendsten deutschsprachigen Tageszeitung der damaligen Zeit.

Im Frühjahr 1832 wurde Paris von der Cholera heimgesucht, und Heine beschließt, die Stadt nicht fluchtartig zu verlassen, sondern über die Auswirkungen der Cholera auf das Leben in Paris zu berichten.

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Schmetterling und Taucherglocke von Jean-Dominique Bauby

„Nichts fehlte, außer mir. Ich war anderswo.“

Im Alter von 43 Jahren erlitt Jean-Dominique Bauby, Chefredakteur der Elle, einen Hirnstamm-Infarkt, woraufhin er vollständig gelähmt war, nicht sprechen und nur durch Blinzeln mit seiner Umwelt interagieren konnte.

Schmetterling und Taucherglocke wurde von Bauby mit seinem linken Augenlid diktiert. Bauby starb nur wenige Tage nach der Erstveröffentlichung in Frankreich an Herzversagen.

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Ich hatte vergessen, dass ich verwundbar bin von Delphine de Vigan

„[…] an jenem Tag habe sie sich so verhalten, wie es sonst niemand aus dem Team gewagt hätte, und das sei gut so.“ (Seite 26)

Mathilde lebt als alleinerziehende Mutter mit ihren drei Söhnen in Paris und arbeitet seit mehreren Jahren in einer Firma, in der sie Karriere gemacht hat und in der sie sehr geschätzt wird.

Mathildes Leben kippt jedoch von dem Moment an, als sie gegenüber ihrem Vorgesetzten Jacques auf ihrer Einschätzung beharrt – ein Verhalten, das man von ihr nicht kennt und das auch keiner ihrer Kollegen zeigt.

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Baskische Tragödie. Luc Verlains vierter Fall von Alexander Oetker (Hörbuch)

„Drogenfund an den Stränden der Aquitaine“ (Klappentext)

Ein fünfjähriger Junge verbringt mit seiner Mutter Zeit am Strand und findet in einem von der Mutter unbemerkten Augenblick ein in schwarze Folie eingepacktes Paket, aus dem etwas Zuckerähnliches rieselt. Kurzerhand probierte er davon, und sofort beginnt sein Herz zu rasen, sein Körper gehorcht ihm nicht mehr, und kurz darauf fällt er ins Koma.

Commissaire Luc Verlain ermittelt in dem Fall und will unbedingt herausfinden, wer für die Angelegenheit verantwortlich ist. Doch dann wird er selbst in eine sonderbare Sache verwickelt: Nachdem Luc eine mysteriöse Nachricht erhalten hat, macht er sich auf den Weg ins Baskenland, wird unterwegs von der Polizei angehalten, wegen Drogenschmuggels und unter Mordverdacht verhaftet. Später gelingt ihm die Flucht, und er taucht im Baskenland unter.

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Dann schlaf auch du von Leïla Slimani

„Sie hat die stille Wohnung ganz in ihrer Gewalt, wie einen Feind, der um Gnade bittet.“ (Seite 32)

Paul und Myriam leben mit ihrer Tochter Mila und ihrem Sohn Adam im 10. Arrondissement in Paris und stellen eines Tages die Nanny Louise ein. Sie können ihr Glück kaum fassen, denn Louise kümmert sich rührend um die beiden Kinder, räumt die Wohnung auf, näht Knöpfe an, bringt Ordnung in ihr Leben und scheint sich bedingungslos auf die Arbeit bei der Familie einzulassen.

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Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von Alex Lépic

„Weiße Weihnachten in Paris.“ (Klappentext)

Commissaire Lacroix langweilt sich: Im Kommissariat ist nichts los, das spannendste Thema in der Stadt scheint der bevorstehende Schneefall zu sein.

Da liest Lacroix im ‚Parisien‘, dass auf der Place du Tertre in Montmartre die komplette Weihnachtsbeleuchtung gestohlen wurde. Daraufhin macht er sich auf den Weg ins Künstlerviertel, weil er das Gefühl hat, dass es hier um mehr als nur Weihnachtsbeleuchtung gehen könnte.

Und tatsächlich wird kurz darauf der Weihnachtsbaum auf der Place Saint-Pierre gefällt. Was geht hier vor sich?

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All das zu verlieren von Leïla Slimani (Hörbuch)

„Sie ist euphorisch, wie Betrüger es sind, die man noch nicht entlarvt hat. Voller Dankbarkeit, geliebt zu werden, und starr vor Angst bei der Vorstellung, all das zu verlieren.“ (Track 22)

Adèle lebt mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn im 18. Arrondissement in Paris, arbeitet in einer Redaktion, hat anscheinend alles, was man sich wünschen kann.

Doch Adèle fühlt nichts als Leere, und sie versucht, diese Leere durch wahllosen Sex mit unzähligen Männern zu füllen. Sie führt ein Doppelleben zwischen ihrem gesellschaftlich akzeptiertem Leben als Ehefrau, Mutter und Journalistin und dem Leben, in dem sie immer wieder (sexuelle) Grenzen überschreiten muss. Sie ist getrieben, die Suche nach etwas, das die Leere füllt, hat Suchtcharakter und bringt sie dazu, alles zu riskieren und alles in Frage zu stellen.

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Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis

„[…] ich rede mir ein, ein kleines Detail, ein winziges, unbedeutendes Detail wie ein Glas mehr oder weniger, oder auch eine kleine Pause, um mir ein paar Dutzend Meter vor der Place de la République die Schnürsenkel zu binden, oder ein kleiner Umweg durch eine Straße, die ich mag, die ich angenehmer, schöner, besonderer finde, ich frage mich, ob etwas derart Banales mir erlaubt hätte, Reda nicht zu begegnen, ob eine so lächerliche andere Entscheidung den Verlauf der Nacht und der folgenden Monate geändert hätte.“

Édouard hat den Heiligabend mit seinen besten Freunden Didier und Geoffroy verbracht und macht sich schließlich mit seinen Buchgeschenken auf den Heimweg. Da trifft er auf einen gutaussehenden, sympathischen, lächelnden Fremden, der darauf insistiert, dass Édouard mit ihm spricht und noch ein wenig Zeit mit ihm verbringt. Und nach einigem Zögern entschließt sich Édouard, den Fremden – Reda – mit zu sich zu nehmen. Sie verbringen die Nacht miteinander, reden, lachen, doch gegen Morgen kippt die Stimmung, und Reda zieht plötzlich eine Waffe. Im Herzen der Gewalt von Édouard Louis weiterlesen