Archiv der Kategorie: DDR

Sie sprechen mit der Stasi von Andreas Ammer und FM Einheit (Hörbuch)

„Belege für die Banalität des Bösen“ (Joachim Gauck, Booklet Seite 4)

Sie sprechen mit der Stasi beinhaltet Tonbandaufnahmen des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR, die von Andreas Ammer und FM Einheit ausgewählt, geschnitten und mit Musik hinterlegt wurden. Hier erfährt man von Denunzianten und Denunzierten, lauscht Telefongesprächen und Verhören, hört weinende, verängstigte, wütende und rachsüchtige Menschen, lernt aber auch solche kennen, die Widerstand leisteten, z.B. den „Telefonterrormenschen“, der regelmäßig anrief, um die Telefonleitung der Stasi zu belegen.

„Wir hören plötzlich zu, wie die Stasi ein Verhör führte. Wir kennen die Situation gut, aus jedem Kriminalfilm, aber wir haben sie noch nie in ‚Wirklichkeit‘ gehört. […] Wir hören, wie ein Mensch zerbricht: besser, wie er gebrochen wird. Wir hören, wer schuld ist.“ (Andreas Ammer, Booklet Seite 9f) Sie sprechen mit der Stasi von Andreas Ammer und FM Einheit (Hörbuch) weiterlesen

Trabi Love von Thorsten Elbrigmann

„Die Liebe zum Trabi lebt nicht vom Vergleich. Es geht nicht um PS, um Hubraum, um all die typischen Autoquartettwerte. Da würde er gewiss in fast jeder Disziplin verlieren. Nein. Die Liebe zum Trabant ist absolut.“ (Seite 11)

Thorsten Elbrigmann stellt in Trabi Love Geschichten rund um den Trabant vor und unterstreicht diese mit großformatigen Bildern, die sowohl dokumentarisch als auch künstlerisch sind. Thematisiert werden u.a. Udo Lindenberg mit seinem goldenen Trabant, eine Trabi-Weltreise, der Bananen-Trabant-Tausch mit Ecuador sowie Trabitreffen.

„Das Buch setzt dem Trabant rund 30 Jahre nach seiner Produktionseinstellung ein liebenswertes Denkmal, lässt einige Zeitzeugen zu Wort kommen, zeigt insbesondere seine letzten Zwickauer Produktionsjahre in einigen ungewöhnlichen Bildern.“ (Seite 11)

Trabi Love von Thorsten Elbrigmann weiterlesen

Die Berliner Mauer für die Hosentasche von Bernd Ingmar Gutberlet

„Mitten durch Familien gingen Risse, wenn politische Ansichten auseinandergingen, manche Lebenswege trennten sich schon vor dem Mauerbau für lange Zeit.“ (Seite 17)

Bernd Ingmar Gutberlet befasst sich in seinem Buch mit unterschiedlichsten Facetten der Berliner Mauer: mit den historischen Hintergründen im Zweiten Weltkrieg, der Aufteilung der Stadt unter den Siegermächten und dem Kalten Krieg sowie mit der verstärkten Sicherung der innerdeutschen Grenze und der verschärften Trennung zwischen Ost- und West-Berlin, dem Mauerbau, Fluchtwegen, Fluchtarten und Fluchtopfern, dem Gewöhnungsprozess, den Besucherregeln, der Drittländerflucht, den Montagsdemonstrationen, der Friedlichen Revolution, dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs, der Wiedervereinigung und deren Folgen.

Die Berliner Mauer für die Hosentasche von Bernd Ingmar Gutberlet weiterlesen

Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961 von Jens Schöne

„In der letzten Nacht hat Ulbricht die Sowjetzone endgültig zum KZ gemacht.“

Jens Schöne beleuchtet in Ende einer Utopie die Hintergründe, die zur Errichtung der Berliner Mauer geführt haben, beschreibt das Vorgehen beim Mauerbau, setzt sich mit den Folgen auseinander und thematisiert im Epilog den Mauerfall. Die Texte werden durch zahlreiche s/w-Abbildungen veranschaulicht.

Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961 von Jens Schöne weiterlesen

Die DDR. Eine Geschichte des „Arbeiter- und Bauernstaates“ von Jens Schöne

„Die Partei wähnte sich auf einer historischen Mission, die die Menschheit in eine strahlende Zukunft führen würde.“

Jens Schöne erzählt in Die DDR von der Staatsgründung, vom Aufstand gegen die Diktatur am 17. Juni 1953, vom Mauerbau, vom Regierungswechsel Ulbricht/Honecker, von der Ausbürgerung Wolf Biermanns, vom deutsch-deutschen Gipfeltreffen im Jahre 1987, vom Fall der Mauer sowie von der deutschen Wiedervereinigung.

Die DDR. Eine Geschichte des „Arbeiter- und Bauernstaates“ von Jens Schöne weiterlesen

Straßen der DDR. Bilder einer Reise von Tangermünde nach Berlin unmittelbar nach dem Fall der Mauer von Michael Krone

„Die einzigartigen Krone-Aufnahmen in diesem Buch porträtieren nicht System und politische Verhältnisse der ehemaligen DDR, sondern dokumentieren das einfache Leben und zeigen eine Kulisse, die oft überraschend romantische Züge trägt. Reisen Sie mit uns – auf den Straßen der DDR unmittelbar nach dem Mauerfall.“ (Seite 5, Geleitwort des Herausgebers Hans-Jürgen Schneider)

Im Frühjahr 1990, also zwischen Mauerfall und Wiedervereinigung, unternimmt Michael Krone eine 4000 Kilometer lange Reise durch die untergehende DDR und schießt dabei über 1600 Fotos. Im Bildband Straßen der DDR wird eine Auswahl dieser Bilder präsentiert, die das Leben und den Alltag in der DDR zeigen.

Straßen der DDR. Bilder einer Reise von Tangermünde nach Berlin unmittelbar nach dem Fall der Mauer von Michael Krone weiterlesen

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß von Manja Präkels

„Wie Schimmelpilz in den Kellerritzen hatte sich die Wut erst im Haus, dann auf der Straße verbreitet und beherrschte schließlich die ganze Stadt.“ (Seite 57)

Mimi wächst zu DDR-Zeiten in Brandenburg auf, und als sie mit ihren Eltern von der Havelstraße in ein kleines, halb verfallenes Haus in der Nähe umzieht, verliert sie den Anschluss zu ihren alten Freunden und anderen Familienmitgliedern. Sie gehört zu keiner Gruppe, ist allein und isoliert. Da trifft sie Oliver, der ähnlich ausgegrenzt ist und der sich später „Hitler“ nennen wird, und findet in ihm einen engen Freund.

Doch die Freundschaft zwischen ihr und Oliver zerbricht, und auch das Land, in dem Mimi aufgewachsen und das ihre vertraute Heimat ist, gibt es bald nicht mehr.

Nach dem Fall der Mauer teilen immer mehr von Mimis Freunden, Bekannten und Verwandten rechtsextremes Gedankengut, ihr ehemaliger Freund Oliver steigt schnell in der Hierarchie der Rechtsextremen auf, und bald wird die brandenburgische Kleinstadt von Hass, Wut und Gewalt dominiert.

Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß von Manja Präkels weiterlesen