Schlagwort-Archive: Westafrika

Das geträumte Land von Imbolo Mbue

 „Warum sind Sie nach Amerika gekommen, wenn Ihre Stadt so schön ist?“

[…]

„Jeder will nach Amerika, Sir. Jeder. In diesem Land sein, Sir. In diesem Land leben. Ah. Das ist das Größte überhaupt, Mr Edwards.“

„Jetzt weiß ich aber immer noch nicht, warum Sie hier sind.“

[…]

„Weil mein Land nicht gut ist, Sir. […] Es ist überhaupt nicht wie Amerika. Wäre ich in meinem Land, wäre nie etwas aus mir geworden. Dann wäre ich ein Niemand. Dann wächst mein Sohn auf und ist arm wie ich. So wie ich arm war wie mein Vater. Aber in Amerika, Sir, da kann was aus mir werden.“ Das geträumte Land von Imbolo Mbue weiterlesen

Gott und die Krokodile. Eine Reise durch den Kongo von Andrea Böhm

„Im ewigen Herz der Finsternis“

Die Journalistin Andrea Böhm unternimmt eine abenteuerliche Reise in die Demokratische Republik Kongo und erkundet „das Herz der Finsternis“ von Westen nach Osten. Gott und die Krokodile. Eine Reise durch den Kongo von Andrea Böhm weiterlesen

Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas von Michael Obert

„[…] und bald merkte ich, dass Afrika immer voller Überraschungen war. Hier konnte jeden Moment alles passieren.“

Michael Obert macht sich auf den Weg durch Westafrika, folgt dem Lauf des drittgrößten Flusses Afrikas von der Quelle in Guinea bis zur Mündung im Golf von Benin. Seine Reise führt ihn durch die Berge Guineas, durch Mali und den Süden des Staates Niger bis nach Nigeria. Regenzauber. Auf dem Niger ins Innere Afrikas von Michael Obert weiterlesen

Auf der Fährte des Teufels. Zu Fuß durch Sierra Leone und Liberia von Tim Butcher

„da war don don“

Tim Butcher war bereits als Kriegsberichterstatter in Westafrika unterwegs und ist nun zurückgekehrt, um sich in ein gefährliches Abenteuer zu stürzen: Er möchte einen Fußmarsch durch Sierra Leone und Liberia unternehmen und orientiert sich dabei an einer Reise, die vor über 70 Jahren von Graham und Barbara Greene unternommen wurde.

In Auf der Fährte des Teufels erzählt er von Bürgerkrieg und Kindersoldaten, von (Blut-) Diamanten und Rebellen, von der Kolonialzeit und der Unabhängigkeit, von Forschungsreisen und Reportagen, von Teufelsbünden und Aberglaube. Auf der Fährte des Teufels. Zu Fuß durch Sierra Leone und Liberia von Tim Butcher weiterlesen

Heimkehren von Yaa Gyasi

„Alle haben mitgemacht. Wir waren alle verantwortlich … sind es noch.“

In Heimkehren erzählt die ghanaisch-US-amerikanische Autorin Yaa Gyasi die Geschichte von zwei Halbschwestern, die Mitte des 18. Jahrhunderts in Ghana aufwachsen, und von ihren nachfolgenden Generationen, deren Wege bis ins Ghana und die USA der Gegenwart führen. Heimkehren von Yaa Gyasi weiterlesen

Bleib bei mir von Ayọ̀bámi Adébáyọ̀

„Wenn die Last zu groß ist, zu groß über eine zu lange Zeit, knickt selbst die Liebe ein, bekommt Risse, droht zu zerbrechen und zerbricht manchmal. Aber auch wenn sie in tausend Scherben verstreut um unsere Füße liegt, ist es noch immer Liebe.“ (Seite 28)

Yejide und Akin haben aus Liebe geheiratet und sich – ganz entgegen der nigerianischen Tradition – gegen die Polygamie entschieden. Doch dass Yejide nicht schwanger wird, belastet nicht nur das Paar, sondern wird zunehmend von Akins Familie thematisiert. Jeden Monat schickt Akins Mutter eine potenzielle Heiratskandidatin in Akins Büro, doch er lehnt stets ab. Bis er Funmi vorgestellt wird, die er schließlich heiratet, weil sie ihm der beste Kompromiss zu sein scheint, denn Funmi erklärt sich bereit, nicht im gleichen Haus wie Yejide und Akin zu leben.

Die Beziehung zwischen Akin und Yejide bekommt Brüche, und Yejide weiß, dass sie schwanger werden muss, um Akin zu halten. Und sie ist bereit, dafür jeden Preis zu zahlen. Bleib bei mir von Ayọ̀bámi Adébáyọ̀ weiterlesen

Geschenkideen für den besten Freund, den es an die aufregendsten Orte zieht

Geschenkideen für den besten Freund, den es an die aufregendsten Orte zieht weiterlesen

Underground Railroad von Colson Whitehead (Buch und Hörbuch)

„Wenn man ein Ding war – ein Karren, ein Pferd oder ein Sklave -, bestimmte der Wert, den man besaß, die Möglichkeiten, die man hatte.“

Ajarry wird von Ouidah im heutigen Benin aus in die Neue Welt verschifft, unterwegs von ihrer Familie getrennt, mehrfach als Sklavin verkauft und weiterverkauft, vergewaltigt und misshandelt. Schließlich landet sie in Georgia, wo sie auf der Randall-Plantage schuftet und fünf Kinder zur Welt bringt, von denen nur eines überlebt: Mabel.

Mabel flüchtet viele Jahre später von der Plantage und lässt ihre einzige Tochter – Cora, die Hauptprotagonistin von Colson Whiteheads Roman – allein zurück.

So ist Cora im Alter von 10 oder 11 Jahren auf sich gestellt, muss auf der Baumwollplantage hart arbeiten, Vergewaltigungen, Auspeitschungen, Prügel, Benachteiligung und Isolation ohne jede Unterstützung ertragen.

Eines Tages tritt Caesar, ein anderer Sklave auf der Randall-Plantage, an Cora heran und fragt sie, ob sie mit ihm fliehen möchte. Sie lehnt ab, hat zu viel Angst vor den Konsequenzen eines gescheiterten Fluchtversuchs, aber schließlich stimmt sie doch zu, und so machen sich die beiden auf den Weg in den Norden. Underground Railroad von Colson Whitehead (Buch und Hörbuch) weiterlesen