Schlagwortarchiv: Sterben

Kurt von Sarah Kuttner

„Ich kann meinen Kurt nicht ohne seinen Kurt haben, er gehört dazu. Schon immer. Ich glaube, ich will meinen auch nicht ohne seinen, aber richtig aussuchen konnte ich es mir nicht.“ (Seite 51)

Lena befindet sich in einer Beziehung mit Kurt – dem großen Kurt, denn dieser hat einen 6-jährigen Sohn, der auch Kurt heißt, also ‚der kleine Kurt‘.

Lena fühlt sich bisweilen etwas fremd in dieser Familie, zu der sie eigentlich nicht so richtig gehört, doch sie ist glücklich mit dem großen Kurt und hat eine gute Beziehung zum kleinen Kurt.

Der große Kurt und Lena haben zusammen ein Haus in Brandenburg gekauft, das sie nun renovieren und nach ihren Wünschen ausbauen.

Dann stirbt der kleine Kurt plötzlich, und nichts ist mehr so wie vorher.

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Sommer 24 von Navid Kermani (Hörbuch)

„Wie soll man sich orientieren in einem Leben, dessen Koordinaten nicht mehr zu stimmen scheinen?“ (Klappentext)

Navid Kermani erzählt in Sommer 24 unter anderem die Geschichte von seinem Freund Rudolf, einem Juden, dessen Eltern die Shoah überlebt haben und der schließlich mit der AfD sympathisiert, rechte Parolen vertritt und durch assistierten Suizid stirbt.

Kermani berichtet auch von einer Frau, die er vor langer Zeit in einer Kneipe getroffen hat, die ihm von ihrer Vergewaltigung erzählt hat, über die er schließlich ohne ihr Einverständnis schreibt, was sie als zweite Vergewaltigung empfindet.

Kermani thematisiert zudem den Ukraine-Krieg, Antisemitismus und Gaza-Krieg und erzählt von anderen Konflikten auf der Welt.

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Mirabellentage von Martina Bogdahn (Hörbuch)

„Und ich frage mich mit einem Mal, warum man jemanden erst vermissen kann, wenn er nicht mehr da ist. Unbeirrt lebt man sein Leben weiter. Es kommt Neues hinzu. Und immer seltener erinnert man sich an den Verlust, auch wenn der einst mit solcher Wucht kam, dass man dachte, er bleibe für immer.“ (Track 104)

Blumfeld, ein fiktives Dorf in Franken: Die Ich-Erzählerin Anna stammt von hier und hat drei Jahrzehnte lang für den Dorfpfarrer Josef als Haushälterin gearbeitet.

Anna und Josef kannten sich schon aus Kindheitstagen, und nun ist sie Anfang 50, Josef ist überraschend gestorben, und Anna steht vor einem großen Wendepunkt in ihrem Leben, ihre Zukunft ist vollkommen ungewiss.

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Mein Bruder Wolf von Lara Taveirne

„Du kamst jeden Tag aufs Neue nicht zurück. Niemand von uns kann sich daran erinnern, wie wir es durch diese Zeit geschafft haben.“ (Seite 9)

Der 18-jährige Wolf verschwindet, und Monate später wird sein Körper in einem Nadelwald im Norden Schwedens gefunden.

Dort findet sich auch ein schwarzes Moleskine, sein Tagebuch, in dem Wolf die letzten Tage seines Lebens niedergeschrieben hatte.

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Der natürliche Sterbeverlauf. Die letzten vier Phasen am Lebensende von Michael Hatzenbühler

„Ja, wir Ärztinnen und Ärzte verfügen über Wissen über Physiologie, Pharmakologie und Anatomie, wir besitzen ein recht umfassendes theoretisches und wissenschaftlich fundiertes Wissen über den Menschen und seine Erkrankungen. Das darf uns jedoch nicht dazu verleiten, paternalistisch, bevormundend oder gar rechthaberisch zu agieren.“ (Seite 12f)

Der Palliativmediziner Michael Hatzenbühler, der etwa 5000 Sterbende begleitet hat, erzählt in seinem Buch initial, was natürliches Sterben überhaupt ist, geht näher auf unbegründete Ängste ein, spricht von natürlichen Veränderungen in den Sterbephasen, thematisiert Akzeptanz des Sterbens, bietet Empfehlungen und Anregung für Sterbende und für Angehörige, beschreibt, was die Hospizbewegung und die SAPV, die spezialisierte ambulante Palliativversorgung, sind. Am Ende erklärt er was kurative und was palliative Behandlung bedeutet.

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Trauerrituale – in neuer Form verbunden von Joanna Lisiak

„Die Trauer bringt alles durcheinander. Alles ist anders. Nichts kann je wieder so sein, wie es war. Vieles ist infrage gestellt. Die Strukturen zerfallen. Die Zukunft sieht ohne den geliebten Menschen unwirklich und düster aus. Das Lebensgefühl ist das eines verlorenen Kampfes, einer persönlichen Niederlage. Man fühlt sich so allein wie der letzte Mensch auf Erden. Ein Mensch, der untröstlich bleibt und dem nichts und niemand helfen kann. Außer, wenn die Umkehrung des Unumkehrbaren sich vollzöge.“ (Seite 11)

Joanna Lisiak setzt sich in ihrem Buch mit verschiedenen Trauerritualen auseinander. Dazu gehören „Rituale in der Natur“, zum Beispiel mit Blättern und Bäumen, „Rituale im Kleinformat“, zum Beispiel mit einem Handschmeichler, einer Feder oder einem bestimmten Ort, den man mit dem Verstorbenen assoziiert.

Es gibt zudem „Rituale, die nach innen gehen“, zum Beispiel bestimmte Farben oder Tees, „Rituale, die in die Tiefe gehen“, zum Beispiel um Vergebung zu bitten oder Bedauern auszusprechen, „Rituale zur Stärkung der Erinnerung und des Nicht-Vergessens“, zum Beispiel im Namen des Verstorbenen etwas spenden, „Rituale, die einfach umzusetzen sind“, zum Beispiel mit Blumen, sowie „Rituale, die über das rein Physische hinausgehen“, zum Beispiel mittels Dankbarkeit.

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Haus zur Sonne von Thomas Melle (Hörbuch)

„Anhedonie: die Unfähigkeit, irgendetwas zu genießen, irgendeine Freude zu empfinden bei jeglicher Tätigkeit. Es gab nichts mehr, was Spaß machte, und sei es nur für einen Augenblick. Alles war grau in grau, die Berührungen, die Filme, die Mahlzeiten, die Bücher, wenn sie alle eine Farbe gehabt hätten, es wäre immer nur grau gewesen. Ich selbst wäre grau gewesen. Ich schmeckte grau und sah grau und dachte grau.“ (Track 18)

Der Protagonist in Haus zur Sonne ist am Boden: Nach mehreren Krankheitsphasen im Rahmen seiner bipolaren Störung ist seine Wohnung heruntergewirtschaftet, die Wände sind vom Rauchen vergilbt, überall stehen unausgepackte Kartons, er ist verschuldet, nach der letzten Manie hat sich fast jeder von ihm abgewendet. Er hat sich aufgegeben:

„Denn die Katastrophe war wieder passiert, und zwar intensiver und länger denn je. Ich hatte nicht für möglich gehalten, dass das geschehen könnte, und dann auch noch schlimmer, noch zerstörerischer als die Male davor. Jede Manie nimmt einem etwas, nimmt einem sogar sehr viel, aber diese, die letzte Manie, sie hat mir wirklich alles genommen.“ (Track 2)

Da erhält er einen Brief vom sogenannten „Haus zur Sonne“ – eine staatliche Einrichtung, in der einem alle erdenklichen Träume erfüllt werden, mit der Bedingung, dass man nach deren Erfüllung aus dem Leben scheiden muss.

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Haus zur Sonne von Thomas Melle

„Und mein Leben war vorbei.“ (Seite 7)

Der Protagonist in Haus zur Sonne ist am Boden: Nach mehreren Krankheitsphasen im Rahmen seiner bipolaren Störung ist seine Wohnung heruntergewirtschaftet, die Wände sind vom Rauchen vergilbt, überall stehen unausgepackte Kartons, er ist verschuldet, nach der letzten Manie hat sich fast jeder von ihm abgewendet. Er hat sich aufgegeben:

„Denn die Katastrophe war wieder passiert, und zwar intensiver und länger denn je. Ich hatte nicht für möglich gehalten, dass das geschehen könnte, und dann auch noch schlimmer, noch zerstörerischer als die Male davor. Jede Manie nimmt einem etwas, nimmt einem sogar sehr viel, aber diese, die letzte Manie, sie hat mir wirklich alles genommen.“ (Seite 9)

Da erhält er einen Brief vom sogenannten „Haus zur Sonne“ – eine staatliche Einrichtung, in der einem alle erdenklichen Träume erfüllt werden, mit der Bedingung, dass man nach deren Erfüllung aus dem Leben scheiden muss.

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Die Sonne und die Mond von Chris Kraus

„Ihr größter Gegner, das war der Tod. Sie fand ihn grauenhaft, obwohl er gut zu ihr war.“ (Seite 13)

Der Tod ist schon früh Teil von Sonja Melings Leben: Ihr Vater suizidierte sich, als sie 17 Jahre alt war. Als Erwachsene betreibt Sonja, genannt Sonne, ein Beerdigungsinstitut im Prenzlauer Berg, den „Sommernachtstraum“.

Eines Tages kommt eine frühere Freundin zu Sonne: Jana von Mond, die mittlerweile ein Comedy-Star ist. Deren Ehemann Said ist gemeinsam mit seiner Affäre – gleichzeitig die Psychologin von Jana – bei einem Autounfall gestorben, und Jana möchte, dass Sonne sich um die Beerdigung kümmert.

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Von hier aus weiter von Susann Pásztor (Hörbuch)

„Der Moment, in dem Marlene begriff, dass sie die Toilettenkabine nicht auf dem üblichen Weg verlassen konnte, war der erste seit Wochen, in dem Rolfs Tod keine Rolle spielte.“ (Track 1)

Marlenes Ehemann Rolf hat sich suizidiert, und Marlene hält die Tage nur noch mit Alkohol und Benzodiazepinen durch. Nach 30 Jahren Ehe ist Marlene einsam, rat- und perspektivlos, und sie plant ihren eigenen Tod.

Marlenes Umfeld sorgt sich und bietet ihr immer wieder Hilfe an. Doch keiner scheint zu Marlene durchzudringen.

Eines Tages kommt ein Handwerker zu Marlene – es handelt sich um ihren ehemaligen Schüler Jack. Er bleibt über Nacht im Gästezimmer, weil er gerade wohnungslos ist. Und von da an verbringen er und Marlene öfter Zeit miteinander.

Schließlich zieht Jack bei ihr ein, päppelt sie auf und gibt ihr eine gewisse Lebensfreude zurück.

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