Schlagwort-Archive: Erinnerungen

Belletristik und Sachbücher über das Judentum

In diesem Post liste ich Belletristik, Erinnerungen und Sachbücher über das Judentum auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe. Belletristik und Sachbücher über das Judentum weiterlesen

Mut zur Vergebung von Ndaba Mandela

„Mein Großvater war der Ansicht, ein Mann habe dann Macht, wenn er seine eigene Geschichte verändern kann und dadurch die Welt.“ (Seite 15)

Ndaba Mandela ist der Enkel von Nelson Mandela. Sein Vater Makgatho Lewanika Mandela, der 2005 an den Folgen einer HIV-Infektion starb, war der Sohn Nelson Mandelas aus seiner ersten Ehe mit Evelyn Ntoko Mase.

Ndaba Mandela wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und verbrachte seine Kindheit bei verschiedenen Familienangehörigen, wurde aufgrund des Alkoholismus seiner Eltern von einem zum nächsten Familienmitglied weitergeschickt. Im Alter von sieben Jahren besuchte Ndaba Mandela seinen berühmten Großvater im Victor-Verster-Gefängnis bei Kapstadt, kurz bevor dieser nach 27 Jahren aus der Haft entlassen und wieder zu einem freien Mann wurde.

Nach dieser ersten Begegnung zwischen Großvater und Enkel dauerte es vier Jahre, bis sich die beiden wiedertrafen und Ndaba Mandela schließlich bei Nelson Mandela lebte und aufwuchs. Mut zur Vergebung von Ndaba Mandela weiterlesen

Frauen dürfen hier nicht träumen von Rana Ahmad

„Wie kann es sein, dass es für sie so selbstverständlich ist, frei zu sein, während es mir erscheint, als sei es das Größte und Ungeheuerlichste, das man sich vorstellen kann?“ (Seite 217)

Ich muss zugeben, dass ich eher vorsichtig bei Tatsachenberichten über Frauen aus islamischen Ländern bin, denn allzu schnell fühle ich mich an Negativbeispiele wie Nicht ohne meine Tochter erinnert, die allerlei Schubladen bedienen, Vorurteile eher verstärken als Aufklärung zu bieten, Ablehnung und Unwissen erhöhen statt Verständnis und Wissen zu vermitteln und Halbwissen zu eliminieren.

Frauen dürfen hier nicht träumen hätte ich aufgrund des Titels wohl eher nicht in die Hand genommen. Ich habe es einzig und allein deshalb getan, weil Richard Dawkins, den ich sehr schätze, auf dem Einband zitiert wird. Und ich dachte: „Was Dawkins lesenswert findet, muss inhaltlich gut und wichtig sein.“. Mit dieser Einschätzung lag ich goldrichtig, denn Frauen dürfen hier nicht träumen ist ein komplexes, ein ausgezeichnet geschriebenes und ein sehr bewegendes Buch, das ich jedem empfehle, der Einblicke in das Leben einer Frau in Saudi-Arabien erhalten möchte, und jedem ans Herz lege, der der Meinung ist, aus so einem Land müsse man nicht fliehen. Frauen dürfen hier nicht träumen von Rana Ahmad weiterlesen

Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Issajewitsch Solschenizyn

„Im Ganzen aber gehört ‚Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch‘ zu jenen literarischen Werken, denen wir nach der Lektüre von ganzem Herzen wünschen, dass unser Gefühl der Anerkennung auch von anderen Lesern geteilt wird.“
(Alexander Trifonowitsch Twardowski, Chefredakteur der Moskauer Literaturzeitschrift Nowy Mir)

Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch ist das Debüt des Literaturnobelpreisträgers Alexander Issajewitsch Solschenizyn und erschien erstmals 1962 in der Zeitschrift Nowy Mir.

Der Roman erzählt von einem Tag in einem sowjetischen Gulag und beruht auf Solschenizyns eigenen Erfahrungen als Häftling. Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch von Alexander Issajewitsch Solschenizyn weiterlesen

Zwischen ihnen von Richard Ford

„Glücklicher konnte das Leben für mich nicht sein.“

In Zwischen ihnen erzählt Richard Ford von seinen Eltern Parker Ford und Edna Akin, die sich Ende der 1920er Jahre kennenlernten und bis zur Geburt ihres einzigen Kindes Richard ein Nomadenleben führten und quer durch die Südstaaten der USA zogen.

Die Geburt Richards führt zum Sesshaftwerden der Familie in Jackson, Mississippi, wobei Parker unter der Woche nach wie vor als Handlungsreisender unterwegs war und nur das Wochenende mit seiner Familie verbrachte.

Mit seinem schmalen Büchlein Zwischen ihnen, das in klarer, schnörkelloser, anspruchsvoller Sprache geschrieben ist, hat Ford seinen Eltern ein Denkmal gesetzt, und obwohl es ein sehr persönliches Buch ist, ist es meiner Meinung nach ebenso universell und allgemeingültig. Zwischen ihnen von Richard Ford weiterlesen