Schlagwort-Archiv: Lieblingsbücher 2026

Unter Wasser von Tara Menon

„Anurak hat mir beigebracht, in der Natur nach Anzeichen für Regen Ausschau zu halten: Die Sonne brenne zu heiß, erklärte er, ein scharfer, süßer Geruch hänge in der Luft, die Brise verebbe, dann komme ein starker Wind auf.“ (Seite 22)

Marissa ist Redaktionsassistentin, schreibt anonyme Begleittexte für die Fotografien der Top-Five-Reihe des Reisemagazins Cortés. Wiederholt erwacht Marissa aus Albträumen, erinnert sich auch tagsüber immer wieder an ihre Freundin Arielle.

Arielle und Marissa haben sich in Thailand in Marissas erster Schulwoche in Phuket im Alter von sieben Jahren kennengelernt. Marissas Vater hatte nach dem Tod seiner Ehefrau das Land verlassen und in Thailand nach Ablenkung und Abstand gesucht.

„Ich kann es nicht leiden, wenn die Leute sagen, wir beide wären wie Schwestern gewesen. Sie war nicht meine Schwester. Eine Schwester kann man sich nicht aussuchen. Wir haben uns gegenseitig ausgesucht.“ (Seite 33)

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Stunden wie Tage von Shelly Kupferberg (Buch und Hörbuch)

„Jeder Mensch ist anders komisch.“ (Seite 16)

Martha E. ist eine alte Dame, die schäbig gekleidet ist und einen verwirrten Eindruck macht, anscheinend aber gar nicht so arm ist, wie sie mit ihrer Erscheinung wirkt.

Im Berliner Viertel, in dem sie lebt, wird gemunkelt, sie sei gar eine Millionärin, besitze ein ganzes Wohnhaus, das ihr von ihrer Affäre, einem Nazi, geschenkt worden sei, damit sie Stillschweigen über ihre Liebelei bewahre.

Shelly Kupferberg erzählt die Geschichte von Martha, die sich 1925 nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Konturistin auf eine Stelle als Hausbesorgerin in einem Schöneberger Mietshaus bewirbt. Es handelt sich um das Haus der Brüder Henry und Ber Berkowitz, die eine zuverlässige Person suchen, die sich um Mieteinnahmen und Ordnung im Haus kümmert.

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Der Buchhändler von Gaza von Rachid Benzine

„Dieser Roman bezieht sich auf Realitäten, wie sie in Gaza-Stadt vor dem 7. Oktober 2023 vorherrschten. Zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung ist Gaza-Stadt größtenteils zerstört, die Bevölkerung traumatisiert, vertrieben oder tot.“ (Seite 5)

Gaza-Stadt im Jahre 2014: Der Fotojournalist Julien Desmanges durchstreift die Gassen der Stadt und trifft auf den Buchhändler Nabil Al Jaber. Julien möchte den Mann fotografieren, doch dieser willigt nur unter der Bedingung ein, dass er dem Fotojournalisten die Geschichte seines Lebens und seiner Heimat erzählt.

Nabil berichtet von der Nakba, vom Aufwachsen im Lager Aqabat Jaber, vom Leben im Lager von Dschabaliya, vom Sechstagekrieg, vom Studium in Kairo, vom Leben in Gaza-Stadt, von Heirat und Kindern, von der ersten und zweiten Intifada, von Gefängnis und Freilassung. Er berichtet auch von der Macht und von der Schönheit von Literatur sowie von der Palästinensischen Autonomiebehörde und dem Einfluss der Hamas.

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Heureka! Von Atom bis Zufall – die unglaubliche Geschichte der Naturwissenschaften von Didier Convard, Pierre Boisserie, Philippe Bercovici und Cédric Villani

„Theologie und Wissenschaft gingen nicht immer Hand in Hand. Ich kann mir vorstellen, dass dies auch für die Mathematik galt.“ – „Ja, Marie… Was sich beweisen lässt, kann nicht auf Wunder zurückgeführt werden!“ (Seite 35)

Cédric Villani und Marie Curie treffen sich regelmäßig im Pariser Café des Sciences und gehen gemeinsam der Frage nach, wozu die Wissenschaft überhaupt dient.

Um dies zu klären, widmen sie sich zuerst der Mathematik, besuchen den Pyramidenbau im alten Ägypten, treffen sich mit Thales, Pythagoras, Isaac Newton, Jakob und Johann Bernoulli.

Danach betreten sie die Welt der Physik, setzen sich mit Archimedes, Galileo Galilei, Anders Celsius, James Watt, Otto von Guericke, Wilhelm Röntgen, Marie und Pierre Curie, Nils Bohr, Albert Einstein und Werner Heisenberg auseinander.

Im dritten Kapitel befassen sie sich mit Chemie, treffen Platon, Paracelsus, Avicenna und Dmitri Mendelejew.

Im vierten und letzten Kapitel gehen sie näher auf Astronomie ein, besuchen die Höhle von Lascaux und Stonehenge, treffen Claudius Ptolemäus, Nikolaus Kopernikus und Johannes Kepler.

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Tee, Tod und die versiegelte Tür (Ein Fall für Stockingham und Pike 1) von Ross Montgomery

„Abergläubische Menschen verbringen den Tag in Kirchen und bereiten sich auf das bevorstehende Chaos vor. Laut Aussage von Wissenschaftlern besteht nicht die geringste Gefahr. Die Erde taucht heute Abend um 23:30 Uhr Eastern Time in den Schweif des Kometen ein.“ (Seite 13)

18.05.1910: Der Halleysche Komet ist nur noch zwölf Stunden von der Erde entfernt – die Menschen erwarten ihr Ende oder dass der Komet an der Erde vorbeizieht, so wie er das immer schon getan hatte.

Stephen Pike tritt den zehn Meilen langen Weg nach World’s End, der größten Gezeiteninsel des Vereinigten Königreiches, an, kommt schließlich mit nassen Füßen, zu spät und mit zitternden Händen in Tithe Hall an.

Stephen stellt sich bei Mr. Stokes vor, ist wegen einer Anstellung als zweiter Hausdiener aus London angereist. Doch Stokes gibt an, das Haus sei geschlossen, ein Diener werde nicht gebraucht. Stephen kann jedoch einen Brief von Lettice Welt, einer Verwandten des Viscounts, des Herren vom Tithe Hall, vorzeigen, in dem Lettice Welt um die Anstellung von Stephen bittet. Und letztendlich bekommt Stephen die Stelle im Haus.

Der Viscount ist fest davon überzeugt, dass mit dem Halleyschen Kometen das Ende der Welt kommt. Er sorgt vor, möchte das ganze Haus gegen giftige Dämpfe abdichten, ordnet an, dass sich alle in ihren jeweiligen Räumen einsperren.

Am nächsten Morgen wird der Viscount tot in seinem Arbeitszimmer gefunden – mit einem Armbrustbolzen im Auge, seine Arbeitszimmertür noch von innen versiegelt.

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Frankie – Unter Menschen. Die Frankie-Reihe, Band 2 von Jochen Gutsch (Hörbuch)

„Vielleicht habt ihr mal diesen Satz gehört: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Aber wer immer sich das ausgedacht hat, weise war er sicher nicht. Denn Reden ist logisch Gold und Schweigen für Tote. Wenn ich niemanden mehr zum Reden hätte, würde ich lieber mit mir selbst reden, oder mit einem alten Stock, als schweigend durch die Welt zu latschen und zu glauben, dass Schweigen Gold ist. Wer das glaubt, war nie einsam gewesen.“ (Track 17)

Frankie ist – eigentlich – ein glücklicher Kater. Er lebt in einem großen Haus, hat Freunde und viel Futter. Doch er vermisst sein Herrchen – Gold -, der wegen Depressionen in der Psychiatrie ist.

Eines Tages gerät Frankie in die Biomülltonne und wird mit all den Essensresten in ein Auto der Müllabfuhr geleert. Zwar wird er später entdeckt und befreit, doch er befindet sich an einem unbekannten Ort, hat keine Ahnung, wie er nach Hause kommen soll und fühlt sich einsam.

Da trifft er auf ein 14-jähriges Mädchen, und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Gold und nach Frankies Zuhause.

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PARIS. Eine Reise in das Herz der schönsten Stadt der Welt von Marin Montagut

„Dies hier ist nun eine Retrospektive: Alle genannten Adressen sind mehr als dreißig Jahre alt, einige sogar Jahrhunderte.“ (Seite 5)

Marin Montagut stellt in seinem Buch ganz besondere Orte in Paris vor. Dabei geht er nach den einzelnen Arrondissements vor und bietet Tipps für Kunst und Kultur, Aktivitäten im Freien, kleine Läden, Lebensmittelgeschäfte und Märkte, Restaurants, Cafés und Bars, Ambiente und Unterhaltung.

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Ich verteidigte Anders Breivik. Warum? Meine schwierigste Strafverteidigung von Geir Lippestad

„Ich hoffe, dass dieses Buch dazu beiträgt, dass wir uns mehr Gedanken über die Werte machen, die uns unabhängig von Glaube, Hautfarbe, Nationalität und anderen Eigenschaften vereinen. Anstatt über kulturelle Unterschiede zu diskutieren, die uns scheinbar in Kategorien einteilen, und die Breivik und seine Gesinnungsgenossen ausnutzen, sollten wir lieber dasselbe tun wie die vielen Jugendlichen, die ich während der Verhandlung kennenlernen durfte: Wir müssen den Wert jedes einzelnen Menschen und die Bedeutung unserer gesellschaftlichen Grundwerte erkennen und schätzen – Demokratie, Meinungsfreiheit, Gleichstellung, Menschenrechte. Wie unterschiedlich wir auch sind, wir dürfen nie zulassen, dass diese Werte untergraben werden. Wir dürfen keine Intoleranz tolerieren, auch wenn dies paradox klingt.“ (Seite 8)

Geir Lippestad erzählt in seinem Buch von seinem eigenen Leben, von seiner Kindheit und Jugend, seinem Studium und seiner Anwaltstätigkeit, von seiner Ehefrau und seinen Kindern, von seinen Prägungen und seiner Sicht auf die Welt, von Werten und seinem Blick auf das Recht, von seinem Menschenbild.

Er berichtet (natürlich) auch von den Attentaten von Anders Behring Breivik und vom Strafprozess, den er als Breiviks Verteidiger begleitete, zeichnet dabei ein sehr lebendiges Bild von Breivik.

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Therapie-Tools Narzissmus von Claas-Hinrich Lammers und Gunnar Eismann

„Narzissmus ist zwar ein sehr prominentes Thema, sowohl in der Öffentlichkeit als auch im klinisch‑therapeutischen Alltag, doch findet sich in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen oftmals eine einseitig negative Darstellung sogenannter ‚Narzissen‘. Auch gibt es viele Therapeut:innen, die Vorbehalte gegenüber narzisstischen Patient:innen hegen, die therapeutische Arbeit mit diesen als belastend empfinden oder sie sich schlichtweg nicht zutrauen. So sind es nur wenige Therapeut:innen, die gerne mit narzisstischen Menschen arbeiten und diese mit offenen Armen empfangen.“ (Seite 9)

Claas-Hinrich Lammers und Gunnar Eismann setzen sich in ihren Therapie-Tools Narzissmus initial mit einer Einführung zum Thema auseinander, wo man zum Beispiel häufige Fehler in der Therapie narzisstischer Patient:innen findet, wo Basisstrategien zur Krisenintervention geboten und ein Notfallplan für narzisstische Krisen vorgestellt werden sowie der vulnerable Narzissmus näher erläutert wird.

Im zweiten Kapitel gehen Lammers und Eismann näher auf die therapeutische Beziehungsgestaltung ein, danach unterstützen sie bei der Erarbeitung eines Störungsmodells und schließlich beleuchten sie die Arbeit am grandiosen Selbst und am vulnerablen Selbst. Das letzte Kapitel setzt sich mit der Verbesserung sozialer Interaktion auseinander.

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Die Chronistin der Meere. Über die Tiefe und die Neugier von Patrik Svensson

„Es ist das tiefblaue Meer, das der Erde ihre Farbe gibt, das ihr Eigenheit und Schönheit schenkt. Es ist das Meer, das überhaupt erst die Voraussetzung für die Entwicklung des Lebens schafft, von den ersten Einzellern bis in den Weltraum hinaus. Es ist das Meer, das unseren blauen Planeten zu dem gemacht hat, was er ist, und im Meer erkennen wir eine Verletzlichkeit, die auch unsere eigene Verletzlichkeit ist. Der Himmelskörper, den wir den unseren nennen, ist gleichzeitig ein Planet des Meers.“ (Seite 11)

Patrik Svensson erzählt in seinem Buch Die Chronistin der Meere von Musik und Rhythmus von Tag und Nacht, von der Weltkarte von Fra Mauro und räumlicher Orientierung, von Ferdinand Magellan und Seefahrt, Walfang und Pottwal, Klimawandel und Überfischung, Kompass und geografischer Breite, Sextant und geografischer Länge, Senkblei und Wassertiefe, Mythologie und Tiefsee, Neugier und Wissenschaft.

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