Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung von Michael Krämer und Katrin Grümer

„Das vorliegende Buch soll Betroffene und Fachkräfte dabei unterstützen, Pornografiekonsum differenziert zu betrachten und in einen reflektierten Dialog einzutreten. Es ist ein Angebot, hinter das konsumierte Material zu blicken, Scham abzubauen und gesunde Wege zu finden, mit der eigenen Sexualität umzugehen. Es ist kein moralischer oder strafender Zeigefinger und verurteilt nicht die Betrachtung von Pornografie.“ (Seite 22)

Die Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung fokussieren initial auf Anamnese und Exploration, gehen dann auf Motivation, Ziele und Rückfallprophylaxe ein. Im Anschluss bieten Michael Krämer und Katrin Grümer Informationen zu Verhaltensänderungen und zu Paar- und Angehörigenarbeit sowie ermöglichen am Ende eine Selbstreflexion.

Ich habe dieses Buch gekauft, weil ich erstens großer Fan der Therapie-Tools bin und das Thema Pornografienutzungsstörung zweitens in meiner psychotherapeutischen Arbeit immer mal wieder auftaucht, in meiner Verhaltenstherapieausbildung aber keinerlei Wissen darüber vermittelt wurde.

Das sympathische Vorwort macht sehr neugierig auf das Buch, und auch im weiteren Verlauf ist Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung sehr respektvoll geschrieben, nicht wertend und sehr lehrreich.

Hier finden sich unzählige gelungene Info- und Arbeitsblätter, die sich direkt einsetzen lassen, dadurch sehr praxisnah und effizient sind.

Ich empfand das Buch als richtig hilfreich, habe mir extrem viele Info- und Arbeitsblätter markiert und freue mich sehr auf den Einsatz, obwohl ich mich aufgrund der Fülle an gelungenen Info- und Arbeitsblättern kaum entscheiden kann, mit was ich tatsächlich beginnen soll.

Michael Krämer und Katrin Grümer: Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung. Beltz, 2025, 279 Seiten; 46 Euro.

Dazu hab ich auch was zu sagen!