Schlagwort-Archive: Hörbuch

Krabat von Otfried Preußler (Hörbuch)

„[…] dort geschah es, dass Krabat zum ersten Mal jenen seltsamen Traum hatte.
Elf Raben saßen auf einer Stange und blickten ihn an. Er sah, dass ein Platz auf der Stange frei war, am linken Ende. Dann hörte er eine Stimme. Die Stimme klang heiser, sie schien aus den Lüften zu kommen, von fern her, und rief ihn bei seinem Namen.“
(CD 1, Track 1)

Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat träumt von einer Stimme, die ihm befiehlt, nach Schwarzkollm in die Mühle zu kommen. Der Traum wiederholt sich, und nach dem dritten Mal beschließt Krabat, der Stimme zu gehorchen und sich auf den Weg zu machen.

In der Mühle beginnt er als Lehrjunge, mit ihm leben und arbeiten dort elf weitere Mühlknappen, doch der Meister lehrt sie nicht nur das Müllerhandwerk, sondern unterrichtet sie auch in der schwarzen Kunst.

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Handbuch für Zeitreisende. Von den Dinosauriern bis zum Fall der Mauer von Kathrin Passig und Aleks Scholz (Hörbuch)

„Wir erleben den Übergang von der Pauschalreise zum Individualurlaub. Zeitreisende genießen ein ungeahntes Maß an Freiheit bei der Gestaltung ihres Urlaubs in der Vergangenheit. Mehr Freiheit bedeutet aber auch mehr Verantwortung, mehr Vorbereitung und mehr Wissen. Mit anderen Worten: Sie benötigen dringend einen neuen Reiseführer.“ (CD 1 , Track 2)

Kathrin Passig und Aleks Scholz haben einen Reiseführer für Zeitreisen geschrieben, in dem sie anfangs von Quantenmechanik berichten und im weiteren Verlauf mögliche Destinationen einer Zeitreise vorstellen.

Sie nehmen den Hörer z.B. mit auf die Weltausstellungen in New York und Paris, in die DDR, ins maurische Spanien, ins Pleistozän, zu wichtigen Schlachten der Geschichte.

Zudem geben sie Informationen zu Zahlungsmitteln, Fortbewegungsmöglichkeiten und anderen Besonderheiten bestimmter Epochen.

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Der zweite Reiter. Ein Fall für August Emmerich von Alex Beer (Hörbuch)

„An die Toten musst du dich gewöhnen!“, sagte Emmerich. „Die gehören zur Arbeit. Und zum Leben.“

Wien im Jahre 1919: Der Erste Weltkrieg ist verloren, die k.u.k. Monarchie ist zerbrochen, Wien hat viel von seinem Glanz eingebüßt, in der Stadt herrschen Hunger und Armut.

Der 36-jährige August Emmerich, Rayonsinspektor der Stadt Wien, findet gemeinsam mit seinem neuen Assistenten Ferdinand Winter die Leiche eines ehemaligen Soldaten.

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Fräulein Gold. Schatten und Licht von Anne Stern (Hörbuch)

„Alles würde nun anders werden, dachte Hulda, und doch nicht. Denn am Winterfeldtplatz in Schöneberg blieb alles gleich, auch wenn die Welt rundherum in Scherben zerfiel.“ (Track 141)

Berlin, 1922: Hulda Gold ist Mitte 20 und arbeitet als Hebamme. Sie kümmert sich hochengagiert um schwangere Frauen und Neugeborene, und vor allem in den Elendsvierteln der Stadt, z.B. am Bülowbogen, ist ihr der enge Kontakt zu den Frauen wichtig.

Die junge Lilo, die gerade ihr erstes Kind mit Huldas Hilfe zur Welt gebracht hat, erzählt Hulda voller Entsetzen davon, dass ihre Nachbarin tot im Landwehrkanal gefunden wurde. Lilo glaubt nicht an Suizid, sondern eher an einen tragischen Unfall oder sogar Mord.

Hulda beginnt, im Umfeld der Toten zu recherchieren, und trifft so auf den anscheinend immerzu schlecht gelaunten Polizeikommissar Karl North.

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50 von Hideo Yokoyama (Hörbuch)

„Manchmal gibt es auch zwei Wahrheiten.“ (CD 1, Track 23)

Soichiro Kaji ist Polizist und gilt bei seinen Kollegen der Präfektur W in der japanischen Provinz als vorbildlich. Doch eines Tages zeigt sich der 49-Jährige selbst an: Er hat seine an Alzheimer-Demenz erkrankte Ehefrau auf deren Wunsch getötet.

Der Fall scheint klar, aber Kajis Geständnis ist lückenhaft. Warum hat er sich erst zwei Tage nach dem Delikt gestellt? Was hat er in der Zwischenzeit getan?

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Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede von Haruki Murakami (Hörbuch)

„Das meiste über das Schreiben habe ich durch tägliches Lauftraining gelernt.“ (Track 42)

Haruki Murakami gehört zu meinen Lieblingsautoren, und Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede stand einige Zeit ungelesen in meinem Regal, doch nun habe ich endlich das wunderbar eingelesene Hörbuch gehört.

Murakami, der die Öffentlichkeit eher scheut, erzählt hier von sich als Person, von sich als Läufer und von sich als Schriftsteller, so dass man mit Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede mehr über seine Persönlichkeit und sein Leben erfahren kann.

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Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész (Buch und Hörbuch)

„[…] es gibt keine Absurdität, die man nicht ganz natürlich leben würde, und auf meinem Weg, das weiß ich schon jetzt, lauert wie eine unvermeidliche Falle das Glück auf mich. Denn sogar dort, bei den Schornsteinen, gab es in der Pause zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war. Alle fragen mich immer nur nach Übeln, den ‚Greueln‘: obgleich für mich vielleicht gerade diese Erfahrung die denkwürdigste ist. Ja, davon, vom Glück der Konzentrationslager, müßte ich ihnen erzählen, das nächste Mal, wenn sie mich fragen.

Wenn sie überhaupt fragen. Und wenn ich es nicht selbst vergesse.“ (Seite 287)

Ich weiß noch genau, unter welchen Umständen ich Roman eines Schicksallosen gekauft habe: Es war 1998 am Frankfurter Flughafen, kurz vor einem Flug nach Rom. Ich kannte den Autor Imre Kertész noch nicht, und er wurde in Deutschland auch erst vier Jahre später etwas berühmter, nachdem ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde. Ich habe das Buch einzig und allein wegen des Covers gekauft – der knappe Klappentext hatte kaum etwas vom Inhalt des Romans verraten, aber der auf einem Ei liegende Vogel hat mich sofort neugierig gemacht.

Schon nach der ersten Lektüre war ich restlos begeistert von Kertész und seinem Roman, und auch 22 Jahre später ist Roman eines Schicksallosen eines meiner Lieblingsbücher und meiner Meinung nach der beste Roman, der je über die Konzentrationslager geschrieben wurde.

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Hiroshima. Atompilz über Japan. Eine Hördokumentation von David Bernet (Hörbuch)

„Es ist eine essentielle und notwendige Wahrheit, dass die großen Dinge in der Wissenschaft nicht erfunden wurden, weil sie nützlich sind. Sie wurden erfunden, weil es möglich war.“ (Robert Oppenheimer)

Manchmal bringt mich ein Hörbuch so durcheinander, trifft mich mit solcher Wucht, dass ich es gleich zwei Mal in Folge höre, und so war das auch bei Hiroshima. Atompilz über Japan, was durch die Kürze des Hörbuchs zudem vollkommen problemlos möglich ist.

Atompilz von „Little Boy“ über Hiroshima (6. August 1945), Quelle: Wikipedia.

Die Hördokumentation erzählt nicht nur vom 6. August 1945, als „Little Boy“ über der japanischen Stadt Hiroshima abgeworfen wurde, sondern auch vom Manhattan-Projekt und vom Pazifikkrieg sowie von der Kapitulation Japans, von direkten Folgen, verzögert auftretenden und Langzeit-Schäden des Abwurfs der Atombombe.

Die Enola Gay, Quelle: Wikipedia.
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Die große Bill-Bryson-Box. Eine kurze Geschichte von fast allem / Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge von Bill Bryson (Hörbuch)

„Möglicherweise sind wir die höchste Leistung im Universum des Lebendigen und gleichzeitig sein größter Albtraum.“ (aus: Eine kurze Geschichte von fast allem)

Die beiden Bücher von Bill Bryson habe ich bereits vor ein paar Jahren gelesen. Sie haben mir aber so gut gefallen und stecken voller Infos, dass ich nun noch die zugehörigen Lesungen angehört habe.

Unterm Strich hat mir Eine kurze Geschichte von fast allem ein wenig besser gefallen als Eine kurze Geschichte der alltäglichen Dinge. Empfehlen kann ich jedoch beide Bücher und auch die beiden zugehörigen Hörbücher, die von Oliver Rohrbeck und Rufus Beck hervorragend gelesen werden, so dass man stundenlang lauschen und lernen kann, ohne dass es langatmig wird oder man sich aufgrund der vielen Fakten überfordert fühlt.

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Take That von Anja Rützel (Hörbuch)

„Es klingt kindisch, albern und oberflächlich, dass ich meine Sympathie und mein Fansein auf solchen plapperigen Schnurzigkeiten begründe, weil es natürlich wirklich kindisch, albern und oberflächlich ist. Genau das macht meine Liebe zu Take That, verglichen mit meinem restlichen Kunstverehrungssortiment, für mich anders und einzig.“ (CD 1, Track 15)

Take That? Hier? Von mir? Was ist da los?

Schon in meiner Jugend war ich so ziemlich das Gegenteil eines Take That-Fans, und das hat sich nie geändert.

Warum also dieses Hörbuch? – Weil es verdammt witzig ist!

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