Schlagwort-Archive: Sklaverei

Heimkehren von Yaa Gyasi

„Alle haben mitgemacht. Wir waren alle verantwortlich … sind es noch.“

In Heimkehren erzählt die ghanaisch-US-amerikanische Autorin Yaa Gyasi die Geschichte von zwei Halbschwestern, die Mitte des 18. Jahrhunderts in Ghana aufwachsen, und von ihren nachfolgenden Generationen, deren Wege bis ins Ghana und die USA der Gegenwart führen. Heimkehren von Yaa Gyasi weiterlesen

Die Erfindung der Flügel von Sue Monk Kidd (Buch und Hörbuch)

„Im Herzen aller unsäglichen Dinge haust ein abscheuliches Schweigen.“

Sarah Grimké wächst zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Tochter eines Richters und Plantagenbesitzers in Charleston auf. Zu ihrem elften Geburtstag schenken ihr ihre Eltern die zehnjährige Sklavin Hetty, die ihr Dienstmädchen sein soll.

Sarah, Gegnerin der Sklaverei, versucht, das Geschenk abzulehnen, kann sich aber nicht gegen ihre Mutter durchsetzen. So versucht sie, das Beste aus der Situation zu machen und Hetty Lesen und Schreiben beizubringen, um sie für ihre Zukunft besser zu wappnen, obwohl dies streng verboten ist.

Die beiden ungleichen Mädchen freunden sich an und kämpfen beide auf ihre Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten für mehr Gerechtigkeit und für ihre Freiheit – Sarah für ihre geistige Freiheit, die Freiheit zu denken und zu glauben, was sie möchte, und sich als Frau nicht unterordnen zu müssen, Hetty für die körperliche Freiheit und den Wunsch, ihr Sklavendasein eines Tages hinter sich lassen zu können. Die Erfindung der Flügel von Sue Monk Kidd (Buch und Hörbuch) weiterlesen

Underground Railroad von Colson Whitehead (Buch und Hörbuch)

„Wenn man ein Ding war – ein Karren, ein Pferd oder ein Sklave -, bestimmte der Wert, den man besaß, die Möglichkeiten, die man hatte.“

Ajarry wird von Ouidah im heutigen Benin aus in die Neue Welt verschifft, unterwegs von ihrer Familie getrennt, mehrfach als Sklavin verkauft und weiterverkauft, vergewaltigt und misshandelt. Schließlich landet sie in Georgia, wo sie auf der Randall-Plantage schuftet und fünf Kinder zur Welt bringt, von denen nur eines überlebt: Mabel.

Mabel flüchtet viele Jahre später von der Plantage und lässt ihre einzige Tochter – Cora, die Hauptprotagonistin von Colson Whiteheads Roman – allein zurück.

So ist Cora im Alter von 10 oder 11 Jahren auf sich gestellt, muss auf der Baumwollplantage hart arbeiten, Vergewaltigungen, Auspeitschungen, Prügel, Benachteiligung und Isolation ohne jede Unterstützung ertragen.

Eines Tages tritt Caesar, ein anderer Sklave auf der Randall-Plantage, an Cora heran und fragt sie, ob sie mit ihm fliehen möchte. Sie lehnt ab, hat zu viel Angst vor den Konsequenzen eines gescheiterten Fluchtversuchs, aber schließlich stimmt sie doch zu, und so machen sich die beiden auf den Weg in den Norden. Underground Railroad von Colson Whitehead (Buch und Hörbuch) weiterlesen