Wie Krankheiten Geschichte machen. Von der Antike bis heute von Ronald D. Gerste

„Der 8. Mai 1980 kann durchaus als eine Sternstunde der Menschheit bezeichnet werden. An diesem Tag erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO in Genf die Pocken offiziell für ausgerottet. Zum ersten Mal überhaupt war eine epidemische Krankheit eliminiert worden.“ (Seite 135)

Ronald D. Gerste erzählt in Wie Krankheiten Geschichte machen nicht nur von Krankheiten wie Pest, Syphilis, Pocken, Gicht, Cholera, (Spanischer) Grippe, Tuberkulose und AIDS, sondern auch von verschiedenen historischen Personen, deren Krankheiten den Lauf der Geschichte (möglicherweise) beeinflussten und veränderten.

Erwähnt werden dabei z.B. Mary Tudor, Alexander der Große, Caligula, Stauferkönig Friedrich II, Johann Sebastian Bach, George Washington, Wladimir Iljitsch Lenin, Adolf Hitler, Franklin D. Roosevelt, Josef Stalin, Richard Nixon und John F. Kennedy.

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Die erstaunliche Familie Appenzell von Sébastien Perez und Benjamin Lacombe

„Die wahren Monster sind die, denen man das nicht ansieht.“ (Klappentext)

Sébastien Perez und Benjamin Lacombe erzählen in ihrem Buch von der Bankiersfamilie Appenzell, wobei sie bis ins 19. Jahrhundert zurückgehen, als die Familie noch wohlhabend war und in einer Villa in der Gemeinde Ballovre lebte.

Über die Jahre und Generationen hinweg kommt es zum finanziellen Abstieg, denn der Urgroßvater Charles hatte nichts vom Geschäftssinn seines Vaters geerbt und anscheinend die falsche Frau geheiratet.

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Sonntag von Mario Vargas Llosa

„Er schloss die Augen und sprang.“ (Seite 42)

Miguel gesteht Flora seine Liebe, aber sie bittet um Bedenkzeit. Miguel hat Sorge, dass ihm sein Konkurrent Rubén in der Zwischenzeit das Mädchen ausspannen könnte, und als Rubén Miguel eine gefährliche Wette um Flora vorschlägt, sagt Miguel zu.

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Schmetterling und Taucherglocke von Jean-Dominique Bauby

„Nichts fehlte, außer mir. Ich war anderswo.“

Im Alter von 43 Jahren erlitt Jean-Dominique Bauby, Chefredakteur der Elle, einen Hirnstamm-Infarkt, woraufhin er vollständig gelähmt war, nicht sprechen und nur durch Blinzeln mit seiner Umwelt interagieren konnte.

Schmetterling und Taucherglocke wurde von Bauby mit seinem linken Augenlid diktiert. Bauby starb nur wenige Tage nach der Erstveröffentlichung in Frankreich an Herzversagen.

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Monatsthema „Körperliche Krankheit“ im April 2021

Vor mehr als zwei Jahren habe ich ein Monatsthema zu psychischen Störungen gemacht, das mir nach wie vor sehr am Herzen liegt. Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie habe ich aber überlegt, dass es nun auch Zeit für ein Monatsthema zu körperlichen Erkrankungen ist, und genau das mache ich im April 2021.

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Belletristik und Sachbücher über Sucht

In diesem Post liste ich Belletristik, Erfahrungsberichte und Sachbücher über Sucht auf. Dabei fasse ich den Begriff etwas weiter und verstehe darunter sowohl stoffgebundene als auch nicht-stoffgebundene Süchte, Missbrauch und Abhängigkeit.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

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Der Spieler von Fjodor Michailowitsch Dostojewski (Hörbuch)

„Morgen, morgen wird alles ein Ende haben.“

Der Ich-Erzähler Alexéi Iwánowitsch arbeitet als Hauslehrer für den finanziell ruinierten General und seine Familie. Er ist verliebt in die Stieftochter des Generals – Polína Alexándrowna – und kann ihr keinen Wunsch abschlagen. Da Polína Geld braucht, spielt er ihr zuliebe Roulette und versucht, zu Geld zu kommen. Doch wie so viele andere kann er sich gegen die Versuchungen des Casinos nicht wehren und verliert schließlich jeden Bezug zur Realität. Der Spieler von Fjodor Michailowitsch Dostojewski (Hörbuch) weiterlesen

Muttermale und Vaters Spuren. Ein Reiseführer für mutige Selbstentdecker von Maren Lammers

„Der Schwerpunkt des Buches ist die Auseinandersetzung mit den verinnerlichten Strukturen, den mächtigen Grundannahmen über sich, das Leben und andere Menschen.“ (Seite 11)

Maren Lammers erzählt in Muttermale und Vaters Spuren von Kontrolle und Kontrollverlust, Grundannahmen und Veränderung, Kindheit und Erziehungsstil der Eltern, Lebensgeschichte der Eltern und Einfluss durch Geschwister, Nähe und Distanz, Konflikten und Streitkulturen, Rollenverteilung und Parentifizierung, Auswirkungen von Kindheitsprägungen sowie von eigenen Stärken und Schwächen.

Zudem bietet Lammers Übungen und Strategien, die helfen können, eigene (Zwischen-) Ziele auf dem Weg des Verstehens und der Veränderungen zu erreichen.

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Cannabiskonsum und psychische Störungen von Michael Büge

„Wie in der Gesamtbevölkerung, so gibt es auch bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung viele, die Cannabis nur gelegentlich und damit gesundheitlich eher unproblematisch konsumieren. Ein vermehrter Konsum von Cannabis kann allerdings bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung besondere und auch schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.“ (Seite 7)

Michael Büge fasst in seinem Basiswissen-Buch die wichtigsten Punkte zum Thema Cannabiskonsum zusammen. So bietet er initial basale Informationen zu Begriffen und zur Wirkweise, beantwortet Fragen aus dem Arbeitsalltag mit cannabiskonsumierenden Klienten und erklärt, wie Sucht entsteht, bevor er auf Wechselwirkungen mit psychischen Erkrankungen bzw. Medikamenten eingeht, die Rolle der Helfer beschreibt und Vorschläge zum Umgang mit cannabiskonsumierenden Klienten macht.

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Killing Pablo. Die Jagd auf Pablo Escobar, Kolumbiens Drogenbaron von Mark Bowden

„Er stand für etwas.“

1993 wurde Pablo Escobar in seiner Heimatstadt Medellín erschossen. Mark Bowden erzählt in Killing Pablo von der Kindheit und Jugend Escobars, von Delinquenz und Skrupellosigkeit, vom Beginn seiner Drogenhändler-Karriere und von seinem Aufstieg an die Spitze des Medellín-Kartells.

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