
„Auch wenn man als Frau anscheinend immer damit rechnen muss und es das Schlimmste zu sein scheint, was passieren kann, ist es doch nichts, was wirklich geschieht. […] Vergewaltigung passiert anderen Leuten.“ (Seite 60)
Sommer in Leipzig: Anna ist gerade mit ihrem Studium fertig geworden und jobbt in einer Kneipe. Sie trinkt viel, sie macht die Nächte durch, und sie lernt über ihren besten Freund Hannes Jonas kennen.
Anna und Jonas treffen sich – nachdem sie eine Weile zuvor Sex miteinander hatten, sich dann aber wieder voneinander entfernt haben – auf einer Party wieder, auf der beide sehr betrunken sind. Was in dieser Nacht zwischen Anna und Jonas passiert, ist für ihn einvernehmlicher Sex, für sie eine Vergewaltigung, die sie zwei Monate später zur Anzeige bringt. nichts, was uns passiert von Bettina Wilpert weiterlesen

„Die Feinde sind da. Mitten in Sandheim.“

„[…] ich rede mir ein, ein kleines Detail, ein winziges, unbedeutendes Detail wie ein Glas mehr oder weniger, oder auch eine kleine Pause, um mir ein paar Dutzend Meter vor der Place de la République die Schnürsenkel zu binden, oder ein kleiner Umweg durch eine Straße, die ich mag, die ich angenehmer, schöner, besonderer finde, ich frage mich, ob etwas derart Banales mir erlaubt hätte, Reda nicht zu begegnen, ob eine so lächerliche andere Entscheidung den Verlauf der Nacht und der folgenden Monate geändert hätte.“


