Schlagwort-Archive: Musik

David Bowie. Little People, Big Dreams von María Isabel Sánchez Vegara

„Vierzig Jahre lang begeisterte er seine Fans und ermunterte sie zu Millionen, etwas zu wagen und nicht wie alle anderen zu sein.“

David Bowie steht für mich für jemanden, der sich immer wieder neu erfunden und neu inszeniert hat und der sich in dieser Eigenschaft stets (und bis zum Tod) treu blieb.

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Belletristik, Sachbücher, Biografien und Bildbände von Musikern und über Musik(er)

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher, Biografien und Bildbände von Musikern und über Musik(er) auf.

Meine Liste ist sehr limitiert und subjektiv. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Nick Cave von Tino Hanekamp (Hörbuch)

„Die meisten von uns wollen sich nicht verändern. Warum auch? Letztlich modifizieren wir nur das ursprüngliche Modell. Wir bleiben, wer wir sind, und werden dabei lediglich und hoffentlich bessere Versionen unserer selbst. Aber was, wenn ein Ereignis eintritt, das so katastrophal ist, dass du einfach ein anderer wirst?“ (CD 2, Track 7)

Ich mag viele Lieder von Nick Cave, war aber nie ein riesiger Fan. Ich empfand ihn auch nie als sonderlichen Sympathieträger, und auch über weite Strecken des Hörbuchs hinweg bin ich mit ihm als Person nicht wärmer geworden. Gegen Ende des Hörbuchs hat sich dies allerdings tatsächlich und unerwartet verändert, aber auch ohne diese Wendung würde ich das (Hör-) Buch voll und ganz empfehlen, weil es einfach spannend und unterhaltsam ist und gut erzählt wird.

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Leonard Cohen von Klaus Modick (Hörbuch)

„Vielleicht war hoffnungslose Liebe die einzig wahre Liebe? Ja, vielleicht.“ (CD 1, Track 19)

Lukas und sein Freund Harry machen Musik, reisen durch die Provinz, covern z.B. Lieder von den Beatles. Dann hört Lukas „Suzanne“ von Leonard Cohen, kann sich danach zwar weder an den Titel des Liedes noch an den Interpreten erinnern, doch er ist fasziniert von dem Stück.

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Nach Mattias von Peter Zantingh

„Hätte ich es ahnen müssen? […]
Sie denkt an jenen Tag zurück. Ja, im Nachhinein vielleicht. […]
Man kann das nicht wissen, […]. Man kann das nicht kommen sehen. […]
Man kann sich nicht die Schuld geben. Das hält man einfach nicht aus.“
(Seite 162)

Mattias ist tot. Vollkommen unerwartet und ohne Vorwarnung. Zurück bleiben die Menschen, die ihn kannten, die ihn liebten, die er bewegt hat.

Ihr Leben geht weiter. Ohne ihn, aber mit den Erinnerungen an ihn, die sie nicht loswerden und auch gar nicht loswerden möchten, die im unpassendsten Moment auftauchen, sie lähmen, sie traurig machen, ihr Leben auf neue Bahnen bringen.

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Der Cellist von Sarajevo von Steven Galloway

„Man kann nicht mehr sagen, welche Version der Lüge die Wahrheit ist. Ist das wahre Sarajevo die Stadt, in der Menschen glücklich waren, einander gut behandelt, ohne Hass miteinander gelebt haben? Oder ist das wahre Sarajevo die Stadt, wie er sie heute sieht, in der die Menschen einander töten, wo Kugeln und Granaten von den Bergen herabfliegen und die Häuser einstürzen?“ (Seite 227)

Ein Cellist beobachtet eines Nachmittags aus dem Fenster eine Menschenschlange, die nach Brot ansteht. Sekunden später sind 22 dieser Menschen in Folge eines Mörsergranateneinschlags tot: Freunde, Nachbarn, Fremde.

Vierundzwanzig Stunden nach dem Anschlag setzt sich der Cellist, der in Friedenszeiten der erste Cellist des Philharmonischen Orchesters von Sarajevo war, in den Krater der Granate und spielt Albinonis Adagio – 22 Tage lang, täglich um 16 Uhr, um der Toten zu gedenken. Der Cellist von Sarajevo von Steven Galloway weiterlesen

Richard Wagner. Sein Leben, sein Werk, sein Jahrhundert von Martin Gregor-Dellin (Hörbuch)

„Was für ein Leben! Prall, grotesk, absurd zuweilen, turbulent, nie langweilig, oft auf der Kippe, ein fast ununterbrochener Tanz auf dem Vulkan und mehr als nur einmal dem Sturz in den Abgrund nahe. Spannend auch für den, der mit der Musik Wagners nichts anfangen kann oder seine Werke noch nie gehört hat. Was für eine Zeit, deren einzigartiger Zeuge Richard Wagner ist.“ (Zitat aus dem Booklet)

Martin Gregor-Dellin erzählt in seiner Biografie fast romanhaft vom Leben und Schaffen Richard Wagners. Er berichtet von seiner Kindheit, die von Kriegswirren und dem frühen Verlust des Vaters geprägt wurde, von Jugend und Erwachsenenalter, von frühen Kontakten zur Kunst, von den Einflüssen auf sein Werk, von Rivalitäten und Schicksalsschlägen, vom Wirken in verschiedenen Städten, von der Entstehung seiner Werke, der Unterstützung durch König Ludwig II. von Bayern, vom Kontakt mit Friedrich Nietzsche und Franz Liszt, von Frauen, Schulden, Krankheit, Erfolgen, vom Bau des Bayreuther Festspielhauses und von Wagners Tod.

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Letzte Lieder. Sterbende erzählen von der Musik ihres Lebens von Stefan Weiller

„Mein Liederwunsch ist ganz schlicht und zum Sterben schön. Es sagt nur eins: Wir müssen es nehmen, wie es kommt.“

Stefan Weiller hat Sterbende in Hospizen besucht und sie gebeten, „aus ihrem Leben zu erzählen und eine Musik zu nennen, die für ihr Leben von besonderer Bedeutung ist“. Diese Interviews hat er in ganz Deutschland geführt, dabei Menschen von Anfang 20 bis Mitte 90 kennengelernt und ihre persönliche Geschichte angehört.

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Uhrwerk Orange von Anthony Burgess (Hörbuch)

„Wenn ein Mensch nicht mehr entscheiden kann, hört er auf, ein Mensch zu sein.“ (Track 3)

Alex hat Spaß an Ausschweifungen und Gewalt. Mit seinen drei Droogs konsumiert er Alkohol und Drogen, schlägt wehrlose Menschen brutal zusammen, raubt sie aus, vergewaltigt Frauen.

Als Alex‘ Freunde mit seiner Führungsrolle in der Gruppe mehr und mehr unzufrieden sind, lassen sie ihn an einem Tatort im Stich, so dass Alex von der Polizei festgenommen wird. Da das Opfer des Raubzugs an den Misshandlungen stirbt, wird Alex wegen Mordes angeklagt und zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt.

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Shotgun Lovesongs von Nickolas Butler

„Wie hatten sich unsere Wege getrennt und warum gab es zwischen ihnen überhaupt noch eine Verbindung?“

Little Wing, Wisconsin: Die fünf Freunde Leland, Kip, Ronny, Henry und Beth kennen sich schon eine Ewigkeit und teilen viele gemeinsame Erinnerungen, doch als Erwachsene gehen sie völlig unterschiedliche Wege. Leland wird ein erfolgreicher Musiker und reist um die Welt, Kip verbringt einige Jahre in Chicago und macht dort Karriere als Rohstoffmakler, Ronny war lange Jahre Alkoholiker und ein berühmter Rodeoreiter, doch ist nach einer Hirnblutung kognitiv leicht beeinträchtigt, Henry und Beth waren schon in der Schule ein Paar, sind nun verheiratet, haben zwei Kinder und kämpfen um ihre Farm. Shotgun Lovesongs von Nickolas Butler weiterlesen