Schlagwortarchiv: Wien

Isidor. Ein jüdisches Leben von Shelly Kupferberg

„Ich beginne, diese Briefe zu lesen, versuche zu rekonstruieren, was für ein Leben meine Vorfahren gelebt haben, was für rasante persönliche und gesellschaftliche Entwicklungen sie durchgemacht haben – und wie schmerzlich alles, was sie sich mühselig und kühn erarbeitet hatten, von einer Sekunde auf die andere zunichtegemacht wurde. Bevor dann sie zunichtegemacht werden sollten.“ (Seite 9)

Isidor – oder Innozenz oder Ignaz oder Israel – ist der Wiener Urgroßonkel von Shelly Kupferberg. Einst war Isidor ein herrischer Mann, doch nach einer Verhaftung durch die Nazis am Tag des Anschlusses Österreichs ans Deutsche Reich im Jahre 1938 hatte Isidor Angst und war nur noch ein Schatten seiner selbst.

Bis dahin war Isidor ein sogenannter gemachter Mann, wurde von vielen (aber nicht von allen) „bewundert für das, was er geschafft hatte“ (Seite 13)

Aufgewachsen ist Isidor mit vier Geschwistern im Schtetl im ostgalizischen Tłumacz, später hat er in Lemberg und Wien studiert und ist zu großem Reichtum gekommen – und hat diesen durch die Nazis wieder verloren.

„Die Nazis hatten ihn binnen kürzester Zeit zu dem gemacht, was sie in ihm sehen wollten: eine Elendsfigur.“ (Seite 209)

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Baedeker SMART Wien von Walter M. Weiss

„Berühmt gemacht haben den Wiener vor allem drei Eigenschaften. Zum Ersten ist es das Raunzen: Einem Wiener kann man nur in den seltensten Fällen etwas recht machen, er findet in jeder Suppe ein Haar. Zum Zweiten ist es das ‚Goldene Herz‘, das vor allem für Tiere schlägt. Zum Dritten schließlich ist es der ‚Wiener Schmäh‘.“ (Seite 15)

Walter M. Weiss stellt in seinem Buch zunächst die Top-Ziele der Stadt Wien vor und hilft im Anschluss dabei, ein Gefühl für Wien zu bekommen. Er geht in „Das Magazin“ näher auf das „Goldene Wienerherz“, die Geschichte Wiens, die Donau, den Tod, den Wiener Jugendstil, Musik und Kulinarik ein.

In den darauffolgenden fünf Kapiteln widmet er sich ausgewählten Regionen beziehungsweise Themenbereichen und stellt hierfür geeignete Spaziergänge vor. Weiss geht dabei näher auf die einzelnen Sehenswürdigkeiten ein und gibt Tipps für Essen und Trinken, Einkaufen und Ausgehen.

Am Ende des Buches stellt er nochmals zwei Spaziergänge vor und bietet praktische Informationen zur Stadt. Teil des Buches ist zudem ein Cityplan zum Aufklappen sowie eine Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

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MARCO POLO Wien von Benjamin Breitegger und Walter M. Weiss

„Wien ist die Stadt mit den meisten Klischees pro Quadratzentimeter.“ (Seite 14)

Der Marco Polo Reiseführer Wien bietet eine Bucketlist, die Top 10 Highlights, Ideen für Low-Budget-Reisen oder Reisen mit Kindern, stellt Wien kurz vor, geht näher auf Sightseeing ein, gibt Tipps für Essen und Trinken, Shoppen und Stöbern, Ausgehen und Feiern, aktiv und entspannt sein.

Im Buch finden sich zudem vier Erlebnistouren, mit denen man Wien und die Umgebung zu Fuß entdecken kann. Durch eine Stadt zu schlendern ist meiner Meinung nach die schönste Art, eine Stadt zu erkunden, und damit sind die Touren definitiv etwas, was ich in Wien ausprobieren werde.

Hilfreich fand ich zudem die Basics für eine Wien‑Reise, zum Beispiel zum Thema Ankommen und eine Wettertabelle, die Buch‑, Film‑ und Musik‑Empfehlungen für Wien sowie die Fettnäpfchen und Reinfälle.

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Die weiße Stunde von Alex Beer (Hörbuch)

„die politischen Lager haben sich radikalisiert, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch“ (Klappentext)

Wien im Jahre 1923: Die stadtbekannte Gesellschaftsdame Marita Hochmeister wird in ihrem eigenen Schlafzimmer brutal erschlagen. Zehn Jahre zuvor wurden drei Frauen auf ähnliche Weise getötet, die Morde wurden nie aufgeklärt, der Täter scheint der gleiche wie bei Hochmeister zu sein, denn die Morde weisen Parallelen auf, die nie in der Presse erwähnt wurden.

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Die allerletzte Kaiserin von Irene Diwiak

„‚[…] jetzt passen Sie gut auf. Denn so eine Geschichte haben Sie noch nie gehört.‘

Und was soll ich sagen? So eine Geschichte hatte ich tatsächlich noch nie gehört.“ (Seite 23)

Claudia Hendl arbeitet in der Gastwirtschaft ihrer Eltern, ist nicht wirklich glücklich mit diesem Leben, in dem nichts Überraschendes passiert. Doch eines Tages kommt eine wunderliche alte Dame in die Gastwirtschaft – und sie kommt immer wieder.

Eines Tages vertraut sich die alte Dame – Johanna Fialla – Claudia an, erzählt ihr die Geschichte ihres Lebens, berichtet davon, dass sie die Urenkelin des Kaisers Franz Joseph sei.

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Gebrauchsanweisung für Wien von Monika Czernin

„Der Wiener ist ein mit sich sehr unglücklicher Mensch, der den Wiener hasst, aber ohne den Wiener nicht leben kann, der sich verachtet, aber über sich selbst gerührt ist, der fortwährend schimpft, aber will, dass man ihn fortwährend lobt, der sich elend, aber eben darin wohlfühlt, der immer klagt, immer droht, aber sich alles gefallen lässt, außer dass man ihm hilft – dann wehrt er sich.“ (Seite 149)

Monika Czernin erzählt in ihrer Gebrauchsanweisung für Wien von Walzerklängen und Gründerzeit, Hotel Sacher und Sachertorte, Stephansdom und Katakomben, Wolfgang Amadeus Mozart und Gustav Mahler, Hofburg und Schloss Schönbrunn, Kaffeehaus und Melange, Semmel und Kipferl, Sigmund Freud und Alfred Adler, backenden Omas und Gifting Forward, Straßenbahnfahrten und Spaziergängen, Judentum und Antisemitismus, Hoflieferanten und Greißler, Prater und Wienerwald, Klimawandel und Nachhaltigkeit, Viktor Frankl und Theodor Herzl, Adolf Hitler und Nationalsozialismus, Theater und Kunstschätzen, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsruck, Wiener Schmäh und Titel-Sucht, Sprachen und k.u.k.-Doppelmonarchie, Geheimdiensten und Kaltem Krieg, urbaner Tierwelt und Grünflächen, Wiener Zentralfriedhof und Kapuzinergruft.

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Falco. Leben und Sterben des Hans Hölzel von Arnulf Rödler

„So fliegt der Falke schon seit zwanzig Jahren!“ (Seite 23)

Arnulf Rödler befasst sich in seinem Buch mit den Erfolgen und Misserfolgen Falcos, mit seiner Musik und seiner Kreativität, mit seiner Persönlichkeit und seinem Image, mit Drogen und Alkohol, mit der Person Hans Hölzel und der Kunstfigur Falco.

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Der letzte Tod von Alex Beer (Hörbuch)

„Man kann jemanden auch durch Wegsehen töten.“ (CD 4, Track 11)

Wien im September 1922: Das Leben in Wien wird immer teurer, die Inflation sorgt für unerschwingliche Preise, die Unzufriedenheit und die Zukunftsängste nehmen immer weiter zu.

Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter haben es in diesen beschwerlichen Zeiten mit einem besonders unheimlichen und mysteriösen Fall zu tun: Zwei Männer haben im Wiener Hafen einen Tresor mit einer mumifizierten Männerleiche gefunden.

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Das schwarze Band von Alex Beer (Hörbuch)

„Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.“ (CD 1, Track 21)

Juli 1021: Wien erlebt eine extreme Hitzewelle, und Kriminalinspektor August Emmerich kommt nicht nur deshalb ins Schwitzen. Da er sich zum wiederholten Male danebenbenommen hat, wird er von einem aktuellen Fall – dem Mord an zwei Frauen im Rotlichtmilieu – abgezogen und zu einem Kurs zur Erlangung besserer Umgangsformen geschickt.

Emmerichs Assistenz Ferdinand Winter ermittelt allein weiter und erhält Einblicke in eine Welt, die ihm vollkommen fremd ist und in der er Emmerichs Hilfe dringend zu benötigen scheint.

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Der dunkle Bote. Ein Fall für August Emmerich (Die Kriminalinspektor-Emmerich-Reihe, Band 3) von Alex Beer

„Irgendetwas braut sich zusammen […]. Irgendetwas tut sich in der Stadt, und es ist nichts Gutes.“ (CD 1, Track 16)

Wien im Jahre 1920: Zwei Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs herrschen in der Stadt Hunger, Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Vor diesem Hintergrund werden Kriminalinspektor August Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter zu einem besonders grausamen Mordfall gerufen: Ein Mann wurde brutal getötet und ist mit einer Eisschicht bedeckt.

Emmerich und Winter beginnen mit ihren Ermittlungen, und bald gibt es weitere Morde, die regelrecht inszeniert wurden und die den Ermittlern viele Rätsel aufgeben.

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