Krabat. Das Hörspiel von Otfried Preußler

„[…] dort geschah es, dass Krabat zum ersten Mal jenen seltsamen Traum hatte.
Elf Raben saßen auf einer Stange und blickten ihn an. Er sah, dass ein Platz auf der Stange frei war, am linken Ende. Dann hörte er eine Stimme. Die Stimme klang heiser, sie schien aus den Lüften zu kommen, von fern her, und rief ihn bei seinem Namen.“
(CD 1, Track 1 der Hörbuch-Ausgabe von 2020)

Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat träumt von einer Stimme, die ihm befiehlt, nach Schwarzkollm in die Mühle zu kommen. Der Traum wiederholt sich, und nach dem dritten Mal beschließt Krabat, der Stimme zu gehorchen und sich auf den Weg zu machen.

In der Mühle beginnt er als Lehrjunge, mit ihm leben und arbeiten dort elf weitere Mühlknappen, doch der Meister lehrt sie nicht nur das Müllerhandwerk, sondern unterrichtet sie auch in der schwarzen Kunst.

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Der Geschmack von Laub und Erde von Charles Foster

„Ich kaute, schleckte, würgte, schnupperte und tapste mich der Welt des Dachses entgegen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ihr näher zu kommen, nur um dann festzustellen: Die Dünkelhaftigkeit dieses Gefühls implizierte, dass ich ihr ferner war denn je.“

Charles Foster hat versucht, wie ein Tier zu leben. Für dieses Experiment hat er sich fünf verschiedene Spezies ausgesucht, deren Verhalten, Ernährungsweise und Sinneswahrnehmung er am eigenen Leib untersuchen und erfahren möchte: Dachse in den Black Mountains von Wales, Fischotter im Exmoor, Füchse im Londoner East End, Rothirsche im Exmoor und in den schottischen Highlands sowie Mauersegler in der Luft zwischen Oxford und Zentralafrika. Der Geschmack von Laub und Erde von Charles Foster weiterlesen

Integrative Psychosenpsychotherapie. Ein emotions- und biografieorientierter Ansatz von Friederike Schmidt-Hoffmann

„Nach heutiger Auffassung zerbrechen Menschen mit Psychosen an den gleichen Schwierigkeiten, mit denen wir alle ein Leben lang zu ringen haben. Wir alle müssen unseren inneren Widersprüchlichkeiten und auch bösen Lebenserfahrungen zum Trotz der Welt einen eigenen Willen, unser eigenes Ich entgegenhalten. Uns allen fällt das nicht leicht.
Erkennen wir im psychotischen Menschen den Kampf- und Leidensgefährten, bleibt er einer von uns. Sehen wir in ihm nur ein degradiertes Hirn, unzugänglich, unmenschlich, fremd, anders, rücken wir unweigerlich von ihm ab. Wie gut ist es aber für ihn, wenn wir ihm innerlich nah bleiben.“
(Seite 21, Zitat von Manfred Bleuler)

Friederike Schmidt-Hoffmann thematisiert in ihrem Buch Durchlässigkeit und Reizüberflutung, fehlenden Emotionsausdruck und panikartiges Emotionserleben, Schematherapiekonzept und Bewältigungsmodi, Stigma und Recovery, Kontaktaufnahme und Beziehungsaufbau, Ressourcen und Coping-Strategien, Alltagstransfer und Krisenmanagement.

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Zerbrechlicher Planet. Zeichen des Klimawandels

„Klimakrise, das sind untergehende Inseln im Pazifik oder afrikanische Städte, denen das Wasser ausgeht oder Waldbrände in Brandenburg. Aber es meint eigentlich nie diese große Ungeheuerlichkeit: das Ende der Welt, wie wir sie kennen, der einzigen, in der wir zu leben gelernt haben.“ (Seite 5)

Für Zerbrechlicher Planet wurden Beispiele für Anzeichen des Klimawandels zusammengetragen. Dabei ist das Buch gegliedert in „Extreme Wetterlagen“ (z.B. tropische Wirbelstürme, Sandstürme), „Globale Erwärmung“ (z.B. schwindende Gletscher, steigende Meeresspiegel), „Wüsten und Trockenheit“ (z.B. sich ausbreitende Wüsten, Dürren), „Kraft des Wassers“ (veränderte Küstenlinien, Hochwasser) und „Verletzte Erde“ (z.B. verschmutzte Luft, abgeholzte Wälder).

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Von Füchsen und Menschen von Sophia Kimmig

„Ich trage eine Fuchsbrille. Eine Brille, die mich eine verborgene Welt sehen lässt, die ich ohne nicht bemerkt habe. Wenn ich mich durch die Stadt bewege, sehe ich sie. Überall.“ (Seite 11)

Die Biologin Sophia Kimmig ist fasziniert von Füchsen und erzählt in ihrem (wunderbaren!) Buch von Fachterminologie und Medienwirksamkeit, Verbreitung und Flexibilität von Füchsen, Paarungszeit und Monogamie, Tollwut und Jagd, siedlungsnutzenden und siedlungsabhängigen Arten, Mythen und Fabeln, Neozoen und Landflucht, Schnüren und Stadtfüchsen, Feldforschung und Fuchsfallen.

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Narzissmus. Grundlagen – Störungsbilder – Therapie von Stephan Doering, Hans-Peter Hartmann und Otto F. Kernberg

„Menschen mit narzisstischer Persönlichkeit galten lange Zeit als veränderungsresistent. Das Fehlen einer manifesten Symptomatik die Verleugnung von Problemen und Grenzen sowie ein Verhalten, das der permanenten Bestätigung des eigenen Selbst dient, lassen ihre Veränderungswünsche als gering erscheinen.“ (Seite 202)

Die Autoren thematisieren in Narzissmus. Grundlagen – Störungsbilder – Therapie die ganze Bandbreite an Themen rund um Narzissmus: Konzeptualisierung, Ätiologie und Neurobiologie, Epidemiologie, Klassifikation und Diagnostik, klinisches Bild, Beziehungsgestaltung, kulturelle Aspekte und Therapie.

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Junge mit schwarzem Hahn von Stefanie vor Schulte (Hörbuch)

„Und es ist sicher, dass er niemandem davon berichten darf, wie der Hahn zu ihm spricht. Denn alle würden meinen, mit der Stimme des Teufels, aber Martin weiß, mit dem Teufel hat der Hahn so wenig zu tun wie er selbst.“ (CD 1, Track 15)

Der 11-jährige Martin besitzt nichts außer einem Hahn, den er auf der Schulter oder unter der Kleidung trägt. Dies ist sein einziger Gefährte, seit er als Dreijähriger seine ganze Familie verloren hat, nachdem der Vater seine Geschwister und seine Mutter erschlagen hat.

Die Dorfbewohner verachten, fürchten und meiden Martin, denn der kluge und liebenswürdige Junge ist ihnen nicht ganz geheuer, und der schwarze Hahn ist für sie eindeutig der Teufel.

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Reineke Fuchs von Reinhard Michl

„sei vorsichtig und lass dich nicht von ihm reinlegen, denn Reineke ist verschlagen und trickreich“ (Seite 20)

Jedes Jahr zu Pfingsten lässt König Nobel die Tiere zum Hoftag rufen. Alle Tiere versammeln sich, nur Reineke Fuchs fehlt.

Eigentlich soll das jährliche Treffen ganz ohne Feindseligkeiten stattfinden, doch durch die Abwesenheit von Reineke Fuchs nutzen die Tiere die Gelegenheit, sich über ihn zu beklagen.

Braun, der Bär, bekommt schließlich vom König den Auftrag, Reineke Fuchs zu suchen, und so macht er sich auf den Weg nach Malepartus, wo Reineke Fuchs mit seiner Familie lebt. Zwar findet Braun den Gesuchten, doch Reineke Fuchs legt ihn – und einen weiteren Boten – herein, bis es schließlich Grimbart, dem Dachs, gelingt, Reineke Fuchs zum König zu bringen, wo ein Urteil über ihn gesprochen wird.

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Gullivers Reisen von Jonathan Swift

„Man befürchtete, ich würde mich losreißen oder meine Ernährung würde sehr kostspielig werden und eine Hungersnot zur Folge haben. Einige Male beschlossen sie, mich verhungern zu lassen oder mir wenigstens vergiftete Pfeile ins Gesicht und auf die Hände zu schießen, denn das würde mich gar bald hinüberbefördern. Andererseits aber erwogen sie, dass der Gestank eines solchen Leichnams in der Hauptstadt eine Pest hervorrufen könnte, die sich wahrscheinlich über das ganze Königreich ausbreiten würde.“ (Seite 21)

Nach einem Medizinstudium in Leiden, einer Tätigkeit als Schiffsarzt, einem Aufenthalt in London und der Heirat mit Mary Burton heuert Lemuel Gulliver auf einem Schiff an und bereist Ost- und Westindien.

Auf einer Reise in die Südsee gerät er in einen Sturm, und während der Rest der Schiffsmannschaft stirbt, schafft Gulliver es, sich an Land zu retten.

Er schläft vor Erschöpfung ein, und als er nach einem tiefen Schlaf erwacht, bemerkt er, dass er gefesselt ist und dass er in einem Land gestrandet ist, in dem die Bewohner alle winzig sind.

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Dame zu Fuchs von David Garnett

„Eine erwachsene Dame wird plötzlich in einen Fuchs verwandelt. Das lässt sich mit keinerlei Naturphilosophie erklären.“ (Seite 9)

Silvia Tebrick, geborene Fox, lebt nach ihrer Hochzeit mit Richard Tebrick im ländlichen Oxfordshire.

Die beiden führen eine sehr glückliche Ehe, doch als die Eheleute bei einem Spaziergang durch ein nahegelegenes Wäldchen in eine Jagd geraten, da verwandelt sich Mrs Tebrick plötzlich in eine Fähe, einen weiblichen Fuchs.

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