Schlagwort-Archive: 19. Jahrhundert

Der Fall des verschwundenen Lords von Nancy Springer

„Auch mir hatte London in den vergangenen zwei Tagen weit mehr gezeigt, als ich zuvor gekannt hatte.

Und nun, da ich es kannte, kam mir mein eigenes Pech recht unbedeutend vor.“ (Seite 169)

England im Jahre 1888: Die 14-jährige Enola Holmes lebt mit ihrer Mutter und wenigen Bediensteten auf dem Landsitz Ferndell Hall. Ausgerechnet an Enolas 14. Geburtstag verschwindet die Mutter spurlos, und nachdem Enola das Haus und das Anwesen durchsucht und im Ort herumgefragt hat, benachrichtigt sie ihre Brüder: den berühmten Detektiv Sherlock Holmes und den ältesten Bruder Mycroft Holmes. Der Fall des verschwundenen Lords von Nancy Springer weiterlesen

Die Farbe von Milch von Nell Leyshon

„Ich erzähle dir das alles nicht gern.“

Im Jahre 1831 schreibt die 15-jährige Mary ihre Geschichte nieder. Sie erzählt vom Leben auf dem Hof ihrer Eltern, das von harter Arbeit und vielen Entbehrungen geprägt ist, berichtet von der Liebe zu ihrem Großvater und von der emotionalen Kälte ihrer Eltern und ihrer drei Schwestern.

Im Sommer 1830 wird Mary in ein benachbartes Pfarrhaus geschickt, um dort Mr Graham und seiner kranken Frau im Haushalt, bei Alltagsverrichtungen und bei der Pflege von Mrs Graham zu helfen. Dort erfährt sie zum ersten Mal Zuneigung und emotionale Wärme, doch nach dem Tod der Frau bleibt Mary allein mit Mr Graham im Pfarrhaus zurück und ihr Leben verändert sich nachhaltig. Die Farbe von Milch von Nell Leyshon weiterlesen

Die Erfindung der Flügel von Sue Monk Kidd (Buch und Hörbuch)

„Im Herzen aller unsäglichen Dinge haust ein abscheuliches Schweigen.“

Sarah Grimké wächst zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Tochter eines Richters und Plantagenbesitzers in Charleston auf. Zu ihrem elften Geburtstag schenken ihr ihre Eltern die zehnjährige Sklavin Hetty, die ihr Dienstmädchen sein soll.

Sarah, Gegnerin der Sklaverei, versucht, das Geschenk abzulehnen, kann sich aber nicht gegen ihre Mutter durchsetzen. So versucht sie, das Beste aus der Situation zu machen und Hetty Lesen und Schreiben beizubringen, um sie für ihre Zukunft besser zu wappnen, obwohl dies streng verboten ist.

Die beiden ungleichen Mädchen freunden sich an und kämpfen beide auf ihre Weise und im Rahmen ihrer Möglichkeiten für mehr Gerechtigkeit und für ihre Freiheit – Sarah für ihre geistige Freiheit, die Freiheit zu denken und zu glauben, was sie möchte, und sich als Frau nicht unterordnen zu müssen, Hetty für die körperliche Freiheit und den Wunsch, ihr Sklavendasein eines Tages hinter sich lassen zu können. Die Erfindung der Flügel von Sue Monk Kidd (Buch und Hörbuch) weiterlesen

Seht, was ich getan habe von Sarah Schmidt (Hörbuch und Buch)

„Es gibt eine Liebe, die sich erst in der Trauer zeigt.“

Vierter August 1892 in Fall River, Massachusetts: Die 32-jährige Lizzie Borden, die unverheiratet ist und mit ihrem Vater, ihrer Stiefmutter und dem Dienstmädchen Bridget zusammenlebt, findet im Erdgeschoss ihres Elternhauses die blutüberströmte Leiche ihres Vaters. Kurz darauf wird zudem der Leichnam von Lizzies Stiefmutter entdeckt. Beide wurden anscheinend mit einem axtähnlichen Gegenstand ermordet.

Lizzie Borden, 1889 (Urheber: anonym, Quelle: Wikipedia)

Bis heute sind die Morde an Andrew und Abby Borden nicht vollständig geklärt, und aufgrund ihrer Faszination für den mysteriösen Kriminalfall machte sich die Autorin Sarah Schmidt auf die Suche nach den Hintergründen der Morde und schrieb schließlich ihren Debütroman Seht, was ich getan habe über die Bordens und den geheimnisvollen 4. August 1892. Seht, was ich getan habe von Sarah Schmidt (Hörbuch und Buch) weiterlesen