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Ein Jahr in der Schweiz von Caroline Rzehak

„Grüeziwohl mitenand!“

Caroline Rzehak und ihr frischgebackener Ehemann ziehen in die Schweiz, da er eine Stelle in der Nähe von Zürich bekommen hat.

In Ein Jahr in der Schweiz erzählt die Autorin von Uetliberg und Pfnüselküste, Zürisee und Limmat, Rivella und Ovomaltine, Schweizerdeutsch und Schriftdeutsch, Wohnungsmarkt und Steuern, Großmünster und ETH, Luftschutzkeller und Steckdosen, Schlittenfahrt und Fasnacht, Hochnebel und Föhn, Armee und Schusswaffen, Rheinfall und Tessin, Znüni und Zvieri, Kuhglocken und Wanderlust, Sommerbadis und Züri-Fäscht, Graubünden und Rätoromanisch, Furka-Pass und Wallis, Genf und Röstigraben, St. Gallen und Magenbrot, Ricola und Ritalin, Schwyz und Vermicelles, Dadaismus und Dürrenmatt.

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Sinnsuche und Genesung. Erfahrungen und Forschungen zum subjektiven Sinn von Psychosen von Thomas Bock, Kristin Klapheck und Friederike Ruppelt

„Viele Betroffene werden zum Experten ihrer selbst, gerade weil sie den Anspruch haben, nicht nur nach dem Warum, sondern auch nach dem Wozu zu fragen. Nicht nur: Warum bin ich so geworden? Sondern auch: Was kann ich daraus lernen?“ (Seite 9)

Sinnsuche und Genesung beinhaltet eine große Fülle an Themen wie z.B. Logotherapie (Viktor Frankl), Grundbedürfnisse (Klaus Grawe), Salutogenese (Aaron Antonovsky), transaktionales Stressmodell (Richard Lazarus), anthropologische Sicht und Recovery, SuSi-Fragebogen und Lebensqualität, Religiosität, Stimmenhören, Soteria und Affektlogik, kognitive Verhaltenstherapie und metakognitives Training, systemische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

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Nutzlos wie eine Rose. Ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der Psychiatrie von Arnhild Lauveng

„Der schwedische Psychologe Alain Topor hat intensiv darüber geforscht, wie Menschen mit einer ernsten psychischen Erkrankung wirklich geholfen werden kann, ihren Zustand zu verbessern […]. Eine der wichtigsten Antworten, die er bekam, war, dass die Befragten Ärzte oder Pflegepersonal getroffen hatten, die bereit gewesen waren, über den vorgegebenen Rahmen hinauszugehen, um ihnen das Gefühl zu geben, respektiert und verstanden zu werden.“ (Seite 27)

Arnhild Lauveng erzählt in Nutzlos wie eine Rose von Respekt und Zwangsmaßnahmen, von Patient-Therapeut-Beziehung und Machtgefälle, von Chronifizierung und Hoffnung. Vor allem aber berichtet Lauveng von ihren eigenen psychotischen Episoden und Klinikaufenthalten sowie von ihrer Tätigkeit als klinische Psychologin.

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Tiefes, dunkles Blau. Ein Zürich-Krimi von Seraina Kobler

„Der See hatte nicht die eine Farbe, er hatte viele Farben. Es gab das aufgewühlte Flaschengrün nach lang anhaltenden Sommerregenfällen. Es gab das hellschäumende Schieferblau bei Platzregen im Frühling. Und ein stumpfes Schiefergrau an Hochnebeltagen im November. Es gab das Azurblau unter einem strahlend blauen Herbsthimmel, wenn auch rundherum alle Farben satter und voller waren als sonst.“ (Track 14)

Die Polizistin Rosa Zambrano hat sich entschlossen, ihre Eizellen einfrieren zu lassen. Hierfür sucht sie eine Zürcher Kinderwunschpraxis auf und lernt Dr. Jansen kennen, dessen Leiche wenige Tage später von einem Fischer gefunden wird.

Handelt es sich um einen tragischen Unfall, denn bei der Obduktion werden beträchtliche Mengen Drogen in Jansens Körper gefunden, oder hat Jansens Arbeit im Bereich der Genforschung etwas mit seinem Tod zu tun?

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Was Sie dachten, NIEMALS über KROATIEN wissen zu wollen von Veronika Wengert

„Ein augenzwinkerndes Porträt des faszinierenden Landes an der südosteuropäischen Mittelmeerküste.“ (Klappentext)

Veronika Wengert erzählt in Was Sie dachten, NIEMALS über KROATIEN wissen zu wollen von Mercedes Benz und Jadranska magistrala, Balkan und Adria, Partytourismus und Corona-Pandemie, Bora und Jugo, Grabkerzen und Plastikmüll, Krieg und EU-Beitritt, Fluchen und Waffenbesitz, Handwerkermangel und Pflegenotstand, Sprache und Nationalstolz, FKK und Katholizismus, Kaffeesatzleserei und Aberglaube, Krawatte und Korruption, Singledasein und Homosexualität, Tito und Vielvölkerstaat, Dubrovnik und Königsmund, Fjaka und Pomalo, Alkohol und Eseldung, Landminen und Störchen.

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Der Patientensuizid. Untersuchungen, Analysen, Berichte zur Selbsttötung psychisch Kranker während der Behandlung von Asmus Finzen

„In den Gesprächen über den Patientensuizid begegne ich regelmäßig dem Argument, es gebe Kranke, denen wir diese Lösung nicht verwehren dürften. Ich halte dem ebenso regelmäßig entgegen, wer davon überzeugt sei, sei für die Behandlung von suizidgefährdeten psychisch Kranken ungeeignet.

Der Patient, der sich das Leben genommen hat, verdient unser Verständnis. Die Wendung, ‚vielleicht war es am besten so‘, die man nach dem Suizid eines Menschen gelegentlich von Angehörigen aber auch von Therapeuten zu hören bekommt, ist legitim als Ausdruck der Trauer und des Mitgefühls mit dem ausweglos Leidenden, aber nicht als Leitlinie für zukünftiges Handeln.“ (Seite 7)

Asmus Finzen thematisiert in seinem Buch die Besonderheiten des Kliniksuizids, methodische Herausforderungen bei der Untersuchung von Kliniksuiziden, welche Klinikpatienten sich suizidieren und welche nicht, eine Suizidserie in einer Klinik, in der Finzen tätig war, Werther-Effekt, Art der Unterbringung als Risikofaktor, Therapeutenverhalten/Therapeutenfehler, Psychopharmaka als Hilfe und als Risikofaktor, Hoffnungslosigkeit sowie die Abschätzung von Suizidalität.

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Gebrauchsanweisung für Zürich von Milena Moser

„Der Zürcher findet also grundsätzlich gar nichts gut.“

Milena Moser erzählt in ihrer Gebrauchsanweisung für Zürich von Spanisch-Brötli-Bahn und Bahnhofstrasse, Platzspitz und Uetliberg, Ulrich Zwingli und Grossmünster, Grieder les Boutiques und Konfiserie Sprüngli, Bankenwesen und Bankengeheimnis, Goldküste und Pfnüselküste, Volksfesten und Sechseläuten, Schweizerdeutsch und Schweizer Sturheit, Tramfahrten und Täschligate, Snobismus und Vergourmetisierung, Strassenstrich und Needle-Park, Örlikon und Schwamendingen, LSD und Burghölzli, Langstrasse und Gentrifizierung, Kriminalromanen und Genossenschaftssiedlung.

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Das Geheimnis von Zimmer 622 von Joël Dicker (Buch und Hörbuch)

„Wenn man etwas unbedingt glauben möchte, dann sieht man nur noch, was man sehen will.“ (Seite 579)

Eines Morgens findet ein Angestellter des Palace de Verbier auf dem Teppichboden der Suite 622 eine Leiche. Das Verbrechen wird nie aufgeklärt, und aus Prestigegründen ändert das Hotel die Zimmernummer in 621a.

Jahre später übernachtet der Autor Joël Dicker in dem exquisiten Hotel in den Schweizer Alpen und macht dort Bekanntschaft mit der Engländerin Scarlett Leonas, der auffällt, dass es kein Zimmer 622 gibt, und die mehr über die Hintergründe erfahren möchte.

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Der Tote aus Zimmer 12 von Anthony Horowitz

„Es gab vielleicht einen harmlosen Grund, warum sie verschwunden war, aber das war nicht wahrscheinlich. Sie wusste etwas. Sie war für irgendjemanden eine Gefahr.“ (Seite 28)

Die ehemalige Verlegerin Susan Ryeland hat gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Andreas London verlassen und auf Kreta ein Hotel eröffnet. Eines Tages sucht ein reiches Ehepaar Susan auf und bittet um Hilfe: Vor acht Jahren wurde am Hochzeitstag ihrer Tochter Cecily, die im eigenen Hotel ihre Trauung feierte, ein Hotelgast mit einem Hammer erschlagen. Als Täter wurde damals ein vorbestrafter Hotelangestellter identifiziert, der die Tat schließlich auch gestand.

Acht Jahre später liest Cecily den Kriminalroman Atticus unterwegs vom mittlerweile verstorbenen Alan Conway, der vom Mordfall inspiriert wurde, und ist sich sicher, dass der falsche Mann im Gefängnis sitzt, weiß durch die Lektüre, wer der eigentliche Täter ist.

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Gebrauchsanweisung für das Tessin von Thomas Blubacher

„Das Tessin ist ein Paradies, das funktioniert. Schweiz halt, aber mit italienischem Flair.“ (Seite 11)

Thomas Blubacher verbrachte die ersten Ferien seines Lebens im Tessin und kehrte immer wieder zurück. In seiner Gebrauchsanweisung für das Tessin erzählt er von Mittelmeerflair und Alpendörfern, Sonnenstunden und Regenmenge, ACAV und Agriturismo, Gotthard-Tunnel und Urschweizern, Rabadan und Bellinzona, Volksinitiativen und Xenophobie, Schweizerdeutsch und Hochdeutsch, Esskastanien und Familiengemeinschaft, Parteienlandschaft und Anwälten, Kirche und Nudisten, Seidenraupen und Luxusmarken, Freimaurern und Nationalsozialismus, Monte San Giorgio und Fossilien, Eidechsen und Mücken, Leni Riefenstahl und Romy Schneider.

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