Schlagwort-Archive: Verhaltenstherapie

Im Gefühlsdschungel. Emotionale Krisen verstehen und bewältigen von Harlich H. Stavemann

„In wenigen Worten: Sie erfahren hier, wie man sich mit krank machenden Denkweisen und damit einhergehenden belastenden Gefühlen den gesamten Alltag versaut… und wie man es bleiben lässt.“ (Seite 11)

Harlich H. Stavemann erklärt in seinem Buch, was man über Gefühle wissen sollte, wie wichtig Bewertungsprozesse sind, wie Denkmuster entstehen und wie man sie aufspürt, welche Denkfallen es gibt, wie man diese verändern kann.

Im Gefühlsdschungel. Emotionale Krisen verstehen und bewältigen von Harlich H. Stavemann weiterlesen

Einsamkeit von Tobias Krieger und Noëmi Seewer

„Einsamkeit ist also bis zu einem gewissen Grad normal und das Ziel des Buches ist es nicht, Einsamkeit zu pathologisieren. Momente der Einsamkeit gehören zum Menschsein dazu und das Gefühl kann uns hilfreiche Informationen über den Grad unserer aktuellen sozialen Verbundenheit liefern. Nichtsdestotrotz gibt es auch Formen der Einsamkeit, die mit einem hohen Leidensdruck und negativen Konsequenzen einhergehen.“ (Seite 1)

Tobias Krieger und Noëmi Seewer erklären in ihrem Fortschritte der Psychotherapie-Band initial, was man unter den verschiedenen Begriffen rund um das Thema Einsamkeit versteht, wie verbreitet Einsamkeit ist, welche Risikofaktoren und subjektive Ursachen es gibt.

Danach gehen sie auf den Zusammenhang zwischen Einsamkeit und Gesundheit ein, stellen relevante Modelle und Theorien vor, bieten Einblicke in die Diagnostik.

Im Anschluss thematisieren Krieger und Seewer Behandlungsmethoden und therapeutische Interventionen, stellen Kontextfaktoren vor, geben Einblicke in empirische Evidenz und präsentieren drei etwas ausführlichere Fallbeispiele.

Einsamkeit von Tobias Krieger und Noëmi Seewer weiterlesen

Motivationale Methoden. Techniken der Verhaltenstherapie von Rene Noack und Peter Beiling

„Veränderungsmotivation darf keine Voraussetzung für eine Psychotherapie sein.“ (Seite 9)

René Noack und Peter Beiling setzen sich im Grundlagen-Kapitel mit Motivationspsychologie und mit den Kernelementen der motivierenden Beziehungsgestaltung auseinander, bevor sie praktische Therapietechniken vorstellen: Motivationsanalyse, grundlegende Gesprächsführungsstrategien und -techniken (z.B. offene Fragen, reflektierendes Zuhören, Zusammenfassen), Bewusstmachen eigener Werte und Motive, Ambivalenzbearbeitung, Finden und Formulieren von Therapiezielen sowie laufende Motivierung und Motivationsprüfung.

Motivationale Methoden. Techniken der Verhaltenstherapie von Rene Noack und Peter Beiling weiterlesen

DBT-Strategiekarten. 64 Karten für die therapeutische Praxis von Elke Max und Eva-Maria Kerp

„Je größer die Not, desto unübersichtlicher wird die Menge an nötigen hilfreichen Schritten, aber auch die Sehnsucht nach einfachen Lösungen. Weder das Leben noch Psychotherapie sind jedoch ein einfaches Unterfangen, DBT schon mal gar nicht.“ (Seite 2)

Das Kartenset enthält 64 Karten, die in sechs farblich kodierte Themenbereiche unterteilt sind: Achtsamkeit (purple), Umgang mit Gefühlen (rot), zwischenmenschliche Fertigkeiten (grün), Selbstfürsorge und Selbstwertstärkung (blau), Stresstoleranz/Hochstress-Skills (curry) sowie Therapie- und Lebensinstrumente (gelb).

DBT-Strategiekarten. 64 Karten für die therapeutische Praxis von Elke Max und Eva-Maria Kerp weiterlesen

Compassion Focused Therapy in der Praxis von Christian Stierle

„Die Compassion Focused Therapy ist eine stark handlungsorientierte Therapierichtung, die einen ihrer Schwerpunkte auf die konkrete Veränderung von emotionalen, kognitiven und behavioralen Prozessen richtet.“ (Seite 13)

Christian Stierle erklärt initial, was die Ursprünge und was die Grundlagen der Compassion Focused Therapy (CFT) sind, beschreibt die therapeutische Beziehung und die Rollen in der CFT.

Danach geht Stierle genauer auf die Psychoedukation und die Fallkonzeption ein, stellt das Compassionate Mind Training (u.a. Achtsamkeit, Imagination) und die gezielte Arbeit an Selbstkritik vor.

Im letzten Kapitel widmet sich Stierle der CFT in der Gruppe sowie dem Einsatz bei verschiedenen psychischen Störungen wie Persönlichkeitsstörungen, Trauma, Psychosen und Essstörungen. Er bietet zudem Informationen zu Evidenzbasierung und Wirksamkeit.

Ich habe mich bislang noch nicht konkret mit der CFT beschäftigt, aber in den letzten Monaten einiges zum Thema Selbstfürsorge und Selbstmitgefühl gelesen. Diese Themen habe ich lange Zeit schnell in die Esoterikecke geschoben, aber mittlerweile meine Meinung hierzu sehr geändert.

Auch Stierle zeigt, dass man sich dem Thema (Selbst-) Mitgefühl auch ohne Esoterik nähern kann, und macht zudem deutlich, wie wichtig die Auseinandersetzung mit der Thematik ist. Sein Buch hat mir aufgrund der guten und verständlichen Zusammenfassungen der Inhalte, der klaren Gliederung und Übersichtlichkeit sehr gut gefallen.

Besonders gelungen fand ich die vielen Arbeitsmaterialien, die Übungen, die persönlichen Beispiele und Fallberichte. Dies alles hilft sehr dabei, die Inhalte besser nachvollziehen, Interventionen theoretisch gut einbetten und das Gelesen direkt anwenden und einsetzen zu können.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Auflistung der gängigen Vorurteile gegenüber Mitgefühlsarbeit, die Erwähnung der Anwendung bei Psychosen und die Selbstreflexionen, denn das Thema ist natürlich nicht nur für Patienten, sondern auch für Behandler extrem wichtig.

Christian Stierle: Compassion Focused Therapy in der Praxis. Beltz, 2022, 157 Seiten; 39,95 Euro.

Rezidivprophylaxe bei schizophrenen Störungen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual von Stefan Klingberg, Annette Schaub und Birgit Conradt

„Trotz der Schwere der Erkrankung ist ein genereller therapeutischer Pessimismus nicht gerechtfertigt.“ (Seite X)

Die Autoren des Behandlungsmanuals bieten initial Informationen zu Erscheinungsbild schizophrener Störungen in Akutphase, Stabilisierungsphase und stabiler Phase, Wissenswertes zu Diagnostik und Klassifikation, Epidemiologie und Verlauf sowie zur Ätiologie. Danach gehen sie näher auf Interventionen (Familieninterventionen, Psychoedukation, kognitive Verhaltenstherapie, kognitive Remediation) und deren Wirksamkeit ein, bevor sie sich dem eigentlichen Therapiemanual widmen.

Im Therapiemanual-Teil thematisieren sie die Bearbeitung des Krankheits- und Behandlungskonzepts, Frühsymptomerkennung und Krisenmanagement, Belastungsbewältigung und Ressourcenförderung, symptomorientierte Behandlungsstrategien (bei Antriebsstörungen, Affektverflachung, Konzentrationsstörungen, Depressivität, Halluzinationen, paranoidem Misstrauen, Fremdbeeinflussungserleben sowie Erregung/Antriebssteigerung) sowie die Zusammenarbeit mit Angehörigen.

Rezidivprophylaxe bei schizophrenen Störungen. Ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Behandlungsmanual von Stefan Klingberg, Annette Schaub und Birgit Conradt weiterlesen

Chronisches Stimmenhören und persistierender Wahn von Roland Vauth und Rolf-Dieter Stieglitz

„Psychotische Erfahrungen wurden lange Zeit als qualitativ unterschiedlich von den Gesetzmäßigkeiten der Alltagserfahrung gesehen, so dass ein erfahrungsorientierter Ansatz […] unsinnig erschien.“ (Seite 1f)

Roland Vauth und Rolf-Dieter Stieglitz befassen sich mit ihrem bereits 2007 erschienenen Titel aus der Reihe Fortschritte der Psychotherapie initial mit der Geschichte des Psychosebegriffs, der Symptomatik, der Epidemiologie, den Differenzialdiagnosen sowie dem Verlauf und der Prognose, bevor sie näher auf Störungstheorien und Störungsmodelle eingehen.

Im Anschluss bieten sie einen Einblick in die Diagnostik und schließlich in Behandlungsstrategien, z.B. bei Stimmenhören und bei (chronischem) Wahn. Am Ende ihrer Ausführungen stellen die Autoren empirische Belege für die Wirksamkeit kognitiv-verhaltenstherapeutischer sowie pharmakologischer Ansätze vor.

Chronisches Stimmenhören und persistierender Wahn von Roland Vauth und Rolf-Dieter Stieglitz weiterlesen

Kognitiv-behaviorale Therapie bei Wahn und Halluzinationen. Ein Therapieleitfaden von Hazel E. Nelson

„Therapeuten, die mit der kognitiven Therapie vertraut sind, werden es relativ einfach finden, die kognitiven Methoden für Menschen mit nicht-psychotischen Störungen auf die Behandlung von Menschen mit schizophrenen oder schizoaffektiven Störungen zu übertragen.“ (Seite X)

Hazel E. Nelson beschreibt in ihrem Buch sehr detailliert und sehr verständlich, was bei der verhaltenstherapeutischen Arbeit mit Menschen mit Wahn und Halluzinationen wichtig ist.

Sie erklärt initial den Zusammenhang zwischen Gedanken, Gefühlen und Überzeugungen sowie das allgemeine kognitive Modell und das ABC-Modell, geht anschließend näher auf die Anwendung des kognitiv-behavioralen Modells auf Wahn und Halluzinationen ein, bietet Informationen, wie man über Wahn und Halluzinationen sprechen sollte, stellt Aspekte der Exploration, Fallkonzeption und Festlegung der Therapieziele für die Modifikation des Wahns und akustischer Halluzinationen sowie die Modifikation selbst vor. Am Ende des Buches thematisiert Nelson die Aufrechterhaltung der therapeutischen Fortschritte.

Kognitiv-behaviorale Therapie bei Wahn und Halluzinationen. Ein Therapieleitfaden von Hazel E. Nelson weiterlesen

Angststörungen. 75 Therapiekarten von Christine Zens und Gitta Jacob

„eine Fülle an Übungen, Grafiken, Fotos, Texten und Impulsen für die psychotherapeutische Arbeit“ (Seite 5)

Die Therapiekarten sind sieben Modulen zugeordnet:
Modul 1: Die Angst kennenlernen – Psychoedukation
Modul 2: Die Angst einordnen – Diagnostik
Modul 3: Die Angst verstehen – Motivation, Ziele, Funktionalität
Modul 4: Sich der Angst stellen – Exposition und Konfrontation
Modul 5: Die Angst bewältigen – Achtsamkeit und Stabilisierung
Modul 6: Sicherer werden – Selbstwertstärkung und Ressourcenaufbau
Modul 7: Sich vor zukünftiger Angst schützen – Rückfallprophylaxe

Schwerpunkt bei der Behandlung sind hier Expositionsverfahren, es gibt aber auch eine Auswahl an Techniken aus den Bereichen Angstbewältigung oder Distanzierung von der Angst sowie Techniken, die beim Aufbau eines mutigeren und selbstsichereren Selbst helfen sollen.

Angststörungen. 75 Therapiekarten von Christine Zens und Gitta Jacob weiterlesen

Therapie-Tools Zwangsstörungen von Susanne Fricke

„Etwa 1,6 Millionen Menschen in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens unter einer Zwangsstörung. […]
Die Behandlung der Zwangserkrankung hat in den letzten 40 Jahren große Fortschritte gemacht. Galt sie früher als kaum behandelbar, so stehen inzwischen mit der Kognitiven Verhaltenstherapie und den Serotonin-Wiederaufnahmehemmern erfolgversprechende psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.“
(Seite 10)

Susanne Fricke stellt in ihren Therapie-Tools die wichtigsten Informationen zum Thema Zwangsstörungen vor: Fragebogendiagnostik, Komorbiditäten, Differenzialdiagnosen, Psychoedukation, Beziehungsgestaltung, Medikamente, Mikro- und Makroanalyse, Therapieziele, die eigentliche Behandlung (Umgang mit Fehlbewertungen, Exposition und Reaktionsmanagement, Schematherapie) sowie Wichtiges zum Ende der Behandlung.

Therapie-Tools Zwangsstörungen von Susanne Fricke weiterlesen