Schlagwort-Archive: Sachbuch

Der Mensch ist böse. Wahre Kriminalgeschichten – wahre Abgründe von Julian Hannes

„die Schuld liegt bei den Tätern – und nur bei ihnen.“

Aufgrund des reißerischen Titels und des Covers hätte ich das Buch normalerweise definitiv NICHT gelesen, wenn ich nicht zufällig eine positive Besprechung gelesen hätte. Ich finde es jedes Mal ein Trauerspiel, dass es von Verlagsseite anscheinend solche Verkaufsstrategien braucht, um ein Buch verkauft zu bekommen, denn auf mich persönlich wirken solche Bücher eher wie etwas, um das ich lieber einen großen Bogen machen sollte. Das ist wirklich schade, denn Der Mensch ist böse ist, wenn man dem Buch dann doch eine Chance gibt, überhaupt nicht reißerisch, sondern wunderbar sachlich und dazu unterhaltsam und lehrreich.

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Psychopathinnen von Lydia Benecke

„Bald ist alles vorbei, und ein neues Leben fängt an.“

Lydia Benecke ist eine deutsche Kriminalpsychologin und Psychotherapeutin, die mit schweren Straftätern arbeitet und über ihre Erfahrungen und Erlebnisse bereits in mehreren populärwissenschaftlichen Büchern berichtet hat. Psychopathinnen war meine erste Begegnung mit ihr, und obwohl ich wegen des reißerisch klingenden Titels erst unschlüssig war, ob ich das Buch überhaupt lesen soll, war die Neugier stärker, denn auch ich habe mich im Rahmen meines Psychologie-Studiums und meiner wissenschaftlichen und klinischen Arbeit schon etwas intensiver mit Themen wie Persönlichkeitsstörungen, Gewalt und Kriminologie beschäftigt.

Psychopathinnen hält nicht, was der reißerische Titel verspricht, sondern ist erfreulich sachlich und informativ. Benecke erzählt detailreich von verschiedenen Frauen, die Cluster B-Persönlichkeitsstörungen haben und straffällig wurden. Dabei beschreibt Benecke auch die Taten selbst, so dass es bisweilen brutal und unappetitlich wird, aber auch in diesen Passagen driftet die Autorin nicht in blutrünstige und sensationsheischende Schilderungen ab, sondern zeigt auf, was die Folgen von traumatischen Kindheitserlebnissen sind, wie die Betroffenen denken und fühlen bzw. was sie nicht fühlen und aus welchen Beweggründen die Frauen straffällig werden. Psychopathinnen von Lydia Benecke weiterlesen

Belletristik, Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte über die DDR

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte über die DDR auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Mut zum Protest. Erfahrungen von DDR-Zeitzeugen von Aleksandra Majzlic

„Die Schicksale meiner Interviewpartner machen die Dimension der SED-Diktatur begreifbar. In den geheimsten Ecken der Gesellschaft nisteten sich die Schergen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) ein.“ (Seite 20)

Aleksandra Majzlic hat Zeitzeugen interviewt, die sich bereits vor dem Mauerfall gegen die Politik der DDR und die Machenschaften der ostdeutschen Regierung gestellt haben. In Mut zum Protest porträtiert sie 14 Personen, die auf unterschiedliche Weise rebelliert und sich zur Wehr gesetzt haben.

Majzlic erzählt z.B. von Katrin Behr, die selbst in der DDR zwangsadoptiert wurde und heute Menschen mit ähnlichen Erfahrungen hilft, von Gilbert Furian, der in der DDR inhaftiert war und nach dem Fall der Mauer seinen Vernehmer von einst wiedergetroffen hat, von Corinna Thalheim, die als 17-Jährige in einer Jugenderziehungseinrichtung sexuell missbraucht wurde und heute über sexuelle Gewalt aufklärt, und Günter Wetzel, der mit einem Heißluftballon aus der DDR geflohen ist.

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Ende einer Utopie. Der Mauerbau in Berlin 1961 von Jens Schöne

„In der letzten Nacht hat Ulbricht die Sowjetzone endgültig zum KZ gemacht.“

Jens Schöne beleuchtet in Ende einer Utopie die Hintergründe, die zur Errichtung der Berliner Mauer geführt haben, beschreibt das Vorgehen beim Mauerbau, setzt sich mit den Folgen auseinander und thematisiert im Epilog den Mauerfall. Die Texte werden durch zahlreiche s/w-Abbildungen veranschaulicht.

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Die DDR. Eine Geschichte des „Arbeiter- und Bauernstaates“ von Jens Schöne

„Die Partei wähnte sich auf einer historischen Mission, die die Menschheit in eine strahlende Zukunft führen würde.“

Jens Schöne erzählt in Die DDR von der Staatsgründung, vom Aufstand gegen die Diktatur am 17. Juni 1953, vom Mauerbau, vom Regierungswechsel Ulbricht/Honecker, von der Ausbürgerung Wolf Biermanns, vom deutsch-deutschen Gipfeltreffen im Jahre 1987, vom Fall der Mauer sowie von der deutschen Wiedervereinigung.

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Belletristik, Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte über Zugfahrt

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher, Bildbände und Reiseberichte über Zugfahrt auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

BELLETRISTIK
Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer von Alex Capus
Mord im Orientexpress von Agatha Christie
Die Reise nach Petuschki von Wenedikt Wassiljewitsch Jerofejew
(Nachtzug nach Lissabon von Pascal Mercier)
Was dir bleibt von Jocelyne Saucier
Die Kreutzersonate von Lew Nikolajewitsch Tolstoi

SACHBÜCHER, REISEBERICHTE UND BILDBÄNDE
500 Zugreisen. Legendäre Eisenbahnfahrten weltweit von Sarah Baxter
(»Sorry, wir haben uns verfahren«. Kurioses aus der Bahn von Antje Blinda und Stephan Orth)
*Der Orient-Express. König der Züge von Benjamin Chelly, Guillaume Picon
Wodka. Weite. Abenteuer von Holger Fritzsche
(König der Hobos von Fredy Gareis)
Mut für zwei. Mit der Transsibirischen Eisenbahn in unsere neue Welt von Julia Malchow
Gebrauchsanweisung fürs Zugreisen von Jaroslav Rudiš
*Gebrauchsanweisung für die Deutsche Bahn von Mark Spörrle
Urlaub mit dem Zug – Italien
Urlaub mit dem Zug – Nördliches Europa
Supertramp von Tamina-Florentine Zuch

Dieser Post ist Teil des Zugfahrt-Monatsthemas im Oktober 2019.

Mut zur Psychotherapie! von Ulrich Trebbin

„Therapie ist also Arbeit und kein Spaziergang.“ (Seite 31)

Ulrich Trebbin richtet sich in Mut zur Psychotherapie! an Laien in Sachen Psychotherapie und erzählt, was vor, während und nach einer Psychotherapie wichtig ist, beantwortet Fragen und bietet Hinweise über den Ablauf und die Inhalte einer Psychotherapie.

So berichtet er z.B. über verschiedene Therapieformen, wie man den passenden Therapeuten für sich findet, wie die Beziehung zum Therapeuten aussehen sollte und wie nicht, was man mit Psychotherapie erreichen kann, was Supervision bedeutet und warum sie wichtig ist, wie mit Suizidalität umgegangen werden sollte und wie lange eine Psychotherapie dauert.

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Unsere unbekannten Nachbarn. Das wundersame Leben der Tiere in der Stadt von Christian Koch und Axel Krohn

„In unseren Städten ist tierisch was los – wobei wir Menschen oftmals nicht die leiseste Ahnung haben, welche Tiere sich in unserer unmittelbaren Umgebung tummeln.“ (Seite 9)

Christian Koch und Axel Krohn erzählen in Unsere unbekannten Nachbarn von den Tieren, die sich in urbanen Lebensräumen angesiedelt haben. Vertreten sind Säugetiere (z.B. Steinmarder, Dachs, Maulwurf, Igel, Biber, Waschbär, Fuchs, Wildschwein, Feldhamster), Vögel (z.B. Buntspecht, Wanderfalke, Graureiher, Elster, Star), Reptilien (Ringelnatter), Amphibien (Erdkröte) und Fische (Wels) sowie Insekten (z.B. Wespe, Gottesanbeterin, Blattlaus) und Weichtiere (Spanische Wegschnecke).

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Das geheime Band von Peter Wohlleben (Hörbuch)

„Die Natur ist dem modernen Mensch nur scheinbar fremd geworden“

In Das geheime Band erzählt Peter Wohlleben von Farbwahrnehmung und Hörsinn, Riechen und Schmecken, Tastsinn und Wetterfühligkeit, Unterbewusstsein und Wildtieren, Waldspaziergang und Waldbaden, Küstentanne und Klimawandel, Papier und Plastik, Wisenten und Białowieża, Feuer und elektrischen Feldern, Anpassungen und Veränderungen, Kommunikation und Sprache, Ozon und Eskapismus, Land und Stadt, Nadel- und Laubbäumen, Hambacher Forst und Urwäldern.

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