Schlagwortarchiv: Psychotherapie

Borderline-Störung von Martin Bohus

„DBT may be the best therapy currently available for borderline patients but it is far from being good.“ (Seite 101, Zitat von Marsha Linehan)

Martin Bohus hat in seinem Fortschritte der Psychotherapie-Band in komprimierter Weise das Wichtigste zum Thema Borderline-Persönlichkeitsstörung zusammengetragen.

Er beschreibt initial die Störung, erwähnt dabei diagnostische Kriterien nach DSM-5 und ICD-11, die klinische Symptomatik, die Epidemiologie, den Verlauf und die Prognose sowie Differentialdiagnosen und Komorbiditäten, bevor er im weiteren Verlauf auf das Störungsmodell, die Diagnostik und die Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung mit der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT) eingeht. Am Ende des Buches geht Bohus zudem auf alternative und andere evidenzbasierte Behandlungen sowie auf Pharmakotherapie ein.

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Nächster Halt: Klinik. Ein Wegweiser für die Psychotherapieausbildung von Sarah von Brachel

„Das Ziel ist es, sich einzufühlen und sich gleichzeitig professionell distanzieren zu können – das müssen Sie immer wieder neu lernen.“ (Seite 131)

Sarah von Brachel hat in ihrem Buch Nächster Halt: Klinik wichtige Informationen rund um die praktische Tätigkeit (PT) im Rahmen einer Psychotherapieausbildung zusammengefasst.

Sie erzählt u.a. von Aufgabenverteilung in Kliniken, dem Klinikalltag einer Psychotherapeutin, therapeutischer Haltung und Beziehungsgestaltung, Einzelgesprächen und Gruppentherapie, Arbeit mit Angehörigen, Suizidalität, kultursensiblem Arbeiten, Ethik und Recht, besonderen Vorkommnissen wie Aggression sowie von Selbstfürsorge.

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Forensische Psychiatrie interdisziplinär von Manuela Dudeck

„Während bei der Einführung der Maßregeln 1933 noch der Sicherungsgedanke im Vordergrund stand, geht es seit langem zuerst um die Besserung der zur Einweisung führenden Diagnose des psychisch kranken Straftäters. Deshalb sind Maßregeln nicht allein von der Schuld des psychisch kranken Straftäters abhängig und stellen keine Strafe dar, denn sie sollen in erster Linie der Behandlung des Patienten und erst dann der Sicherung der Allgemeinbevölkerung dienen.“ (Seite 95)

Manuela Dudeck befasst sich in dem schmalen Band, der zur Reihe „Horizonte der Psychiatrie und Psychotherapie – Karl Jaspers-Bibiothek“ gehört, mit philosophischen Themen wie Menschenbild und Moral, mit Determinismus und Willensfreiheit sowie mit Straftheorien, Schuldfähigkeit, psychischen Erkrankungen im Zusammenhang mit §63 und §64 StGB, historischer Entwicklung des Maßregelvollzugs, Reasoning and Rehabilitation Programm und Good Lives Model, Sexualität im Maßregelvollzug und sexuellem Missbrauch.

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Beziehungsgestaltung mit narzisstischen Menschen von Claas-Hinrich Lammers

„Das vulnerable Selbst spielt eine entscheidende Rolle sowohl in der therapeutischen Arbeit als auch in unserer Beziehungsgestaltung mit narzisstischen Patienten. Wir helfen ihnen weniger dadurch, dass wir sie mit ihrem grandiosen Selbst konfrontieren, sondern vielmehr dadurch, dass wir ihnen einfühlsam die Auseinandersetzung mit ihrem vulnerablen Selbst ermöglichen.“ (Seite 25)

Claas-Hinrich Lammers berichtet in seinem Buch von der positiven Seite des Narzissmus, aber auch von problematischem Verhalten. Er beschreibt sehr genau, wie der Umgang mit narzisstischen Menschen im klinischen Kontext gelingen kann, was man bei bestimmten Konflikten/Problemen tun kann und erwähnt Techniken der Beziehungsgestaltung in der Psychotherapie.

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Posttraumatische Belastungsstörungen von Mareike Augsburger und Andreas Maercker

„Experten und Expertinnen im Bereich Traumafolgestörungen sind sich einig, dass die Therapie der (klassischen) PTBS bisher eine Erfolgsgeschichte war.“ (Seite 10)

Mareike Augsburger und Andreas Maercker haben auf etwa 100 Seiten die wichtigsten Informationen zur (komplexen) Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS bzw. KPTBS) zusammengetragen.

Diese Informationen sind selbstverständlich stark komprimiert, doch kann man in Posttraumatische Belastungsstörungen mehr über das klinische Bild und die diagnostischen Kriterien der PTBS und der KPTBS, Häufigkeit von PTBS und KPTBS, Komorbidität und Begleitemotionen, Entstehungsmodelle, Diagnostik, Differenzialdiagnose, Behandlung der PTBS durch evidenzbasierte Verfahren wie Prolongierte Expositionstherapie, Narrative Expositionstherapie, Kognitive Verarbeitungstherapie sowie EMDR, Therapie der KPTBS und mögliche Schwierigkeiten bei der Therapie lesen.

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Suizid. Therapeutische Interventionen bei Selbsttötungsabsichten von Wolfram Dorrmann

„Wer Therapie mit Suizidalen machen muß oder will, sollte meiner Meinung nach sicher sein, daß es für ihn keinen Grund gibt, sich umzubringen. Kann er dies aus einer gereiften Überzeugung heraus für sich behaupten, wird das, wenn die Beziehung gut ist, den Patienten in seiner Entscheidung für eine Selbsttötung zumindest verunsichern.“ (Seite 16)

Wolfram Dorrmann setzt sich in seinem Buch mit unterschiedlichen Aspekten von Suizidalität auseinander: Voraussetzungen beim Therapeuten für die Arbeit mit suizidalen Menschen, Diagnostik von Suizidalität, Strategien und Techniken im Umgang mit Suizidalität, übliche Fehler und riskante Interventionen sowie Umgang mit einem vollendeten Suizid.

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Ganz viel Wert. Selbstwert aktiv aufbauen und festigen von Sven Hanning und Fabian Chmielewski

„Wer nicht die Erfahrung machen kann, dass er etwas schaffen kann, wird sich auch nichts zutrauen. Überforderung und ein Mangel an Anerkennung, aber auch Überbehütung und ein Verwöhnen im Sinne von „mir wird alles abgenommen, ich muss nie mit anpacken“ verhindern solche Kompetenzerfahrungen.“ (Seite 34)

Sven Hanning und Fabian Chmielewski thematisieren in ihrem Buch Selbstwert und psychische Gesundheit bzw. Krankheit, die Bedeutung eines Selbstbewertungssystems, wovon der Selbstwert geprägt wird, Bin-Ich, Soll-Ich und Wunsch-Ich, Selbstwertbiografie, Selbstwertkrisen, dysfunktionale Strategien, konkrete Selbstwertsteigerung mit Übungen zum Soll-Ich, Bin-Ich und Wunsch-Ich sowie den Umgang mit Bedürfnissen.

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Achtsamkeit bei psychotischen Störungen. Gruppentherapiemanual für die stationäre und ambulante Behandlung SENSE von Kerem Böge und Eric Hahn

„Wesentliche Befunde zeigen eine Verbesserung hinsichtlich der Positivsymptomatik […], der Negativsymptomatik […] und depressiver Symptome. Weitere Studien konnten nachweisen, dass achtsamkeitsbasierte Interventionen das allgemeine Stressniveau von Menschen mit psychotischen Störungen wirkungsvoll mindern […] sowie das soziale Funktionsniveau […], die Lebensqualität und die Selbstwirksamkeit von Betroffenen verbessern können […].“ (Seite 27)

Kerem Böge und Eric Hahn stellen in ihrem Buch ein Gruppentherapiemanual für Menschen mit Psychose vor, das auf unterschiedlichen Ansätzen und Techniken der Achtsamkeit beruht.

Die Autoren schreiben initial von Grundlagen und Behandlung von Psychosen, von Achtsamkeit bei Psychosen sowie von der Entstehung, dem Aufbau und dem Inhalt ihres Manuals.

Im Anschluss folgt eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Module, z.B. mit theoretischem Hintergrund, praktischer Umsetzung, typischen Herausforderungen und dem Ablauf der einzelnen Sitzungen innerhalb eines Moduls mit verschiedenen Übungen. Dabei lassen sich die Inhalte direkt in die Praxis umsetzen, denn zum einen gibt es Arbeitsblätter zum Ausdrucken und zum anderen beschreiben die Autoren die Abläufe so genau, dass man mit Hilfe des Manuals wirklich sofort einsteigen kann.

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Medizin für Psychologen und Psychotherapeuten von Thomas Köhler

„vermittelt kompakt die medizinischen und pharmakologischen Grundlagen, die zum Bestehen der Psychotherapeutenprüfung notwendig sind“ (Klappentext)

Thomas Köhler stellt in seinem Buch die wichtigsten medizinischen Informationen für (angehende) Psychotherapeuten vor: Aufbau des Nervensystems, Sinnessysteme und Schmerz, Erregungsbildung und -übertragung, biologische Grundlagen und biologische Behandlung psychischer Störungen, vegetatives Nervensystem und Endokrinologie, Herz-Kreislauf-System, Ausscheidung, Atmung, Verdauung, Blut und Immunsystem, Sexualität und Fortpflanzung, psychotrope Substanzen, Genetik, Autismus und ADHS sowie bildgebende Verfahren und EEG.

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Die Verhaltensanalyse. Schritt für Schritt zum individuellen Störungsmodell von Esther Bockwyt

„Die Verhaltens- bzw. Problemanalyse ist seit eh und je ein zentrales, wichtiges Element der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie bildet das individuelle Störungsmodell ab und dient dazu, die Symptomatik des Patienten zu erklären und eine passende Therapieplanung abzuleiten.“ (Seite V)

Esther Bockwyt berichtet in ihrem Buch von horizontaler und vertikaler Analyse, von Makro- und Mikroanalyse, bevor sie eine ausführliche ätiopathogenetische Tabelle vorstellt, in der sie verschiedene Themenbereiche mit Eigenschaften und Verhalten der Bezugspersonen, den möglichen inneren Niederschlag, den möglichen kindlichen Umgang, die typische Persönlichkeit und Kompensation, typische Auslösesituationen und Aktualgenese sowie psychodynamische und schematherapeutische Konzepte abbildet.

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