Schlagwort-Archive: Suizidalität

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein von Benjamin Maack

„[…] Depressionen sind geschickt. Ist man gesund, kann man sich nicht mehr daran erinnern, wie es war, krank zu sein. Und ist man krank, kann man sich nicht vorstellen, je wieder gesund zu werden.“ (Seite 29)

Schlafstörungen, ausgeprägte Ängste, ein Gefühl der Gefühllosigkeit, dysfunktionale Gedanken, immer wieder aufkommende Suizidgedanken: Benjamin Maack befindet sich mitten in einer depressiven Episode.

Es ist nicht das erste Mal, dass er sich so fühlt, und auch beim letzten Mal hat er sich professionelle Hilfe in einer psychiatrischen Klinik gesucht.

Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein von Benjamin Maack weiterlesen

Suizidalität und Suizidprävention bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von Johanna Gerngroß

„Laut WHO (2000) sind nach einem Suizid durchschnittlich mindestens sechs Personen direkt betroffen. Hauptsächlich belastet sind dabei natürlich in erster Linie Familienangehörige und Freunde. […] Nicht zu vergessen sind die Augenzeugen des Suizids, die beispielsweise den Sprung aus großer Höhe beobachtet haben.“ (Seite 251)

Suizidalität und Suizidprävention bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen deckt eine ungeheure Bandbreite an Themen ab, die mit Suizid und Suizidalität in Verbindung stehen: z.B. bestimmte Aspekte der Suizidprävention, Prävalenz, Suizidmethoden, Begrifflichkeiten, protektive und Risikofaktoren, Warnsignale, Werther-Effekt, rechtliche Informationen, Hilfe bei akuter Suizidalität, Ursachen und Behandlung von Suizidalität, Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen sowie im höheren Lebensalter, Suizid am Arbeitsplatz, chronische Suizidalität sowie Postvention (z.B. Belastungs- und Trauerreaktionen, Scham und Schuldgefühle, Begleitung von Hinterbliebenen).

Suizidalität und Suizidprävention bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von Johanna Gerngroß weiterlesen

Suizidalität von Tobias Teismann und Wolfram Dorrmann

„Um der Ohnmachts- und der Allmachtsfalle zu entkommen bzw. Ängste und Hemmungen im Umgang mit suizidalen Personen abzubauen, ist es notwendig, die eigene Haltung suizidalem Verhalten gegenüber zu klären und sich mit diagnostischen und therapeutischen Methoden im Umgang mit Selbsttötungsabsichten vertraut zu machen.“ (Seite 2)

Tobias Teismann und Wolfram Dorrmann fassen in ihrem „Fortschritte der Psychotherapie“-Titel das Wichtigste zum Thema Suizidalität zusammen. Dabei gehen sie auf Ohnmachtsfalle und Allmachtsfalle, Intentionalität, unterbrochenen versus abgebrochenen Suizidversuch, Suizidraten, Geschlechterverhältnis, Suizidmethoden, Risikofaktoren und Schutzfaktoren, Stadien der präsuizidalen Entwicklung, Suizidalität bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen, diagnostische Verfahren und Exploration, Störungstheorien und Störungsmodelle, Bestimmen des Suizidrisikos, Behandlung und Rückfallprophylaxe ein.

Suizidalität von Tobias Teismann und Wolfram Dorrmann weiterlesen

Suizidgefahr? von Tobias Teismann und Wolfram Dorrmann

„Für jemanden, dessen Finger von einer zuschlagenden Tür getroffen ist, gibt es nichts in der Welt außer Finger und Schmerz. Ebenso für den Suizidanten: Der Schmerz macht die ganze Welt aus.“ (Seite 10, Zitat von Haim Omer & Avshalom C. Elitzur, 2003)

In ihrem Ratgeber Suizidgefahr? gehen Tobias Teismann und Wolfram Dorrmann auf verschiedene Aspekte von Suizidalität ein: Phasen suizidaler Krisen, Mythen im Zusammenhang mit Suizidalität, Epidemiologie, Ursachen und Risikofaktoren, Entwicklung von suizidalen Krisen, Folgen von vollendeten Suiziden für Hinterbliebene, Werther-Effekt, Strategien zur Bewältigung von Suizidgedanken, Umgang mit belastenden Gedanken und Überzeugungen, konkrete Strategien zur Ablenkung und Erhöhen der eigenen Sicherheit, Erstellen eines Notfallplans, Behandlung von Suizidalität, Tipps für Angehörige (z.B. wann und wie man nach Suizidgedanken fragt sowie was man bei akuter Suizidalität eines Angehörigen tut).

Suizidgefahr? von Tobias Teismann und Wolfram Dorrmann weiterlesen

Je tiefer das Wasser von Katya Apekina

„Bei einer Mutter wie unserer entwickelt man einen Instinkt für bestimmte Situationen. Wenn man sie zu sehr behelligt, geht sie weg.“ (Seite 67)

Vor 12 Jahren hat der erfolgreiche Schriftsteller Dennis Lomack seine deutlich jüngere Frau und Muse Marianne verlassen und seither den Kontakt zu seinen beiden Töchtern verloren. Nach einem Suizidversuch Mariannes holt er die mittlerweile 16-jährige Edie und die zwei Jahre jüngere Mae zu sich nach New York, während die Mutter in eine psychiatrische Klinik in Louisiana eingewiesen wird.

Je tiefer das Wasser von Katya Apekina weiterlesen

Die Entflohene von Violaine Huisman

„Die Kehrseite ihrer Tobsuchtsanfälle war nicht Zurückhaltung, sondern Verehrung. Wir liebten sie über alles […].“ (Seite 14)

Wutanfälle und Beschimpfungen. Vernachlässigung und Gewalt. Alkoholmissbrauch und Medikamentencocktails. Zerbrechen von Beziehungen zum Vater und anderen Bezugspersonen. Emotionale Distanzierung und große Verzweiflung. Zwangseinweisung und Risikoverhalten.

Das ist die tägliche Lebens- und Erlebenswelt der Ich-Erzählerin in Violaine Huismans Roman Die Entflohene, in dem die Autorin von ihrer eigenen Kindheit mit ihrer Mutter mit bipolarer Störung erzählt.

Die Entflohene von Violaine Huisman weiterlesen

Psychiatrische Krisenintervention von Manuel Rupp

„Krisen sind Lebensmomente, in denen Gewohntes in Bewegung gerät. Diese Destabilisierung ist einesteils mit Gefahren, anderenteils mit Chancen verbunden.“ (Seite 31)

Manuel Rupp erklärt in seinem Buch, was eine Krise von einem Notfall unterscheidet, was bei einer überfordernden Belastung geschieht, wer bei welchem Notfall kontaktiert werden und wie man bei akuter Aggression und Gewalt sowie bei wahnhaftem Verhalten und bei schwer kommunikationsgestörten Klienten vorgehen sollte. Zudem erwähnt er Schritte zur Problemlösung, Ziele und Prioritäten der Krisenintervention sowie Phasen einer Intervention und bietet Tipps für die Kommunikation.

Psychiatrische Krisenintervention von Manuel Rupp weiterlesen

Heiter bis wolkig von Myrthe van der Meer

„Viele Dinge in der Psychiatrie sind erniedrigend. Eingewiesen zu werden ist eins davon. Einen Psychiater zu haben bringt auch nicht gerade viele Punkte ein. Mit deinem Lebensgefährten zu deinem Psychiater zu gehen, um eingewiesen zu werden, ist wahrscheinlich der Inbegriff der Erniedrigung.“ (Seite 20)

Myrthe van der Meer ist eigentlich auf dem Weg zum Abschlussgespräch mit ihrer Psychiaterin, wird von einem Vertretungsarzt jedoch kurzerhand auf Station eingewiesen, da sie Medikamente gebunkert und auf ganz rationale Art ihren Suizid geplant hat. Sie war in den letzten zwei Jahren fünf Monate in der Psychiatrie und mehrere Monate in der Tagesklinik, hat verstanden, dass ihre Depression immer wieder kommen wird, und möchte so nicht weiterleben. Heiter bis wolkig von Myrthe van der Meer weiterlesen