Schlagwort-Archive: England

Belletristik, Sachbücher und Reiseberichte aus dem und über das Vereinigte Königreich

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher und Reiseberichte aus dem Vereinigten Königreich bzw. über England, Wales, Schottland und Nordirland auf.

Meine Liste ist diesmal besonders subjektiv, da sie sonst den Rahmen sprengen würde. Ich würde mich aber sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

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Allein unter Briten. Eine Entdeckungsreise von Tuvia Tenenbom

„Hat denn hier keiner vom Brexit gehört?“ (Seite 23)

Eigentlich reist Tuvia Tenenbom wegen des britischen Theaters ins Vereinigte Königreich und vermutet, dass viele Briten mit ihm über den Brexit sprechen möchten. Doch vor Ort muss er feststellen, dass das nur bedingt der Fall ist, und dass die Briten über ganz andere Themen reden wollen.

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Maschinen wie ich von Ian McEwan (Hörbuch)

„In dem Moment, da wir im Verhalten keinen Unterschied mehr zwischen Mensch und Maschine erkennen können, müssen wir der Maschine Menschlichkeit zuschreiben.“ (CD 3, Track 6)

Charlie ist verliebt in seine Nachbarin Miranda, und obwohl diese Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen, ist ihre Liebesgeschichte von Anfang an kompliziert, denn nach dem Kauf eines der ersten lebensechten Androiden – Adam – führen sie gewissermaßen eine Beziehung zu dritt.

Anhand dieser Beziehung zu Adam erzählt Ian McEwan von künstlicher Intelligenz, aber auch von zutiefst menschlichen Bedürfnissen, Gefühlen und Gedanken, geht so der Frage nach, was einen Menschen und was eine (intelligente) Maschine ausmacht.

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Gebrauchsanweisung für Südengland von Elke Kößling

„Schließlich hat man Ferien und keine Garantie, daß das Wetter mal anders wird.“

Elke Kößling erzählt in ihrer Gebrauchsanweisung für Südengland von Autofähre und Ärmelkanal, Akzent und Klassenzugehörigkeit, National Trust und Countryside and Rights of Way Bill, Gärtnern und Heimwerken, Meer und Angelleidenschaft, Cricket und Picknick, kulinarischen Spezialitäten und Absonderlichkeiten, cider and cream tea, Glockenspiel und Laientheater, Mentalität und Klischees, Comic Relief und Entenrennen, Geisterführern und Stonehenge, Exmoor und Dartmoor, Müllkippen und Trödelläden, rotem Mohn und Weltkriegsgedenken.

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Fettnäpfchenführer Großbritannien von Michael Pohl

„einmal rund um die Insel und einmal mitten durch die Fettnäpfchen einer Nation“ (Seite 9f)

Peter, ein deutscher Gutverdiener, reist zum ersten Mal ins Vereinigte Königreich. An seinem Beispiel erzählt Michael Pohl von Anreise und Unterkunft, Wasserhähnen und Frühstück, Kosenamen und Höflichkeit, Linksverkehr und Taxis, London Underground und Oyster Card, Pub und Pint, Königshaus und Demokratie, Kameraüberwachung und Nordirlandkonflikt, Museen und Mitbringseln, Greenwich und Docklands, Congestion Charge und Bußgeldern, Scones und Tee, Wales und Schottland, Pfund und Euro, EU und Brexit, Körperkontakt und Smalltalk, Picknick und Whisky, Sicherheit und Dresscode, Fußball und Cricket. Fettnäpfchenführer Großbritannien von Michael Pohl weiterlesen

Die Kakerlake von Ian McEwan

„Doch ich habe ein hehres Ziel, deshalb bin ich hier, und ich werde alles erdulden, sagte er sich […]“. (Seite 23f)

Jim Sams erwacht eines Morgens aus unruhigen Träumen und entdeckt, dass er sich von einer Kakerlake in einen Menschen transformiert hat.

Er ist aber kein gewöhnlicher Mensch, sondern der britische Premierminister. Sams hat eine Mission, für die er sich todesmutig über vielbefahrene Straßen und durch die Londoner Gullis bis in die Downing Street Nr. 10 gekämpft hat.

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Monatsthema „Vereinigtes Königreich“ im März 2020

Union Jack, Flagge des Vereinigten Königreichs (Quelle: Wikipedia)

Ein „Vereinigtes Königreich“-Monatsthema wollte ich schon lange machen. Aber wo fängt man da an? Die Idee, die Landesteile England, Schottland, Wales und Nordirland einzeln vorzustellen, habe ich bald verworfen, weil ich zu den meisten Landesteilen kaum Bücher empfehlen kann. Also wage ich einfach ein „Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland“-Monatsthema, fokussiere aber auf England.

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Der Fall der linkshändigen Lady von Nancy Springer

„In diesem gigantischen Gordischen Knoten gab es ein einziges Stück Faden, das ich mit absoluter Überzeugung ergriff“ (Seite 77)

London im Januar 1889: Enola Holmes versteckt sich vor ihren Brüdern Mycroft und Sherlock, nimmt verschiedene Identitäten an und arbeitet u.a. als Sekretärin namens Miss Meshle in Dr. Ragostins Büro für Fundsachen.

Als die 16-jährige Lady Cecily Alistair, die zweitälteste Tochter von Sir Eustaces, spurlos verschwindet, macht sich Enola Holmes auf die Suche nach ihr. Während sie die verschwundene Lady sucht, gerät sie immer wieder in Situationen, in denen sie auf ihren verkleideten Bruder Sherlock trifft, der seinerseits versucht, Enola aufzuspüren.

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Todeskuss mit Zuckerkuss von Alan Bradley

„Jeder Betrug verlangt nach einem Körnchen Wahrheit, wie verdünnt sie auch sein mag.“ (Seite 303)

Beim Anschneiden ihrer Hochzeitstorte findet Flavias Schwester Ophelia („Feely“) mitten im Gebäck einen abgetrennten menschlichen Finger. Feely steht unter Schock, doch Flavia ist ganz in ihrem Element, nimmt den Finger heimlich an sich und untersucht ihn in ihrem Chemielabor.

Es handelt sich um einen ordentlich manikürten Frauenfinger, der nach Formaldehyd riecht. Mit Doggers Hilfe findet Flavia blitzschnell heraus, dass der Finger von einer verheirateten, linkshändigen Gitarrenspielerin stammen muss, und bald kennen die beiden auch einen Namen, denn im August wurde die berühmte Gitarristin Adriana Castelnuovo auf dem nahegelegenen Friedhof von Brookwood beigesetzt.

Der Fall um den gefundenen Finger ist die erste Ermittlung des Detektivbüros „Arthur W. Dogger & Partner“, und so machen sich Flavia und Dogger auf den Weg nach Brookwood. Bald bekommen sie einen weiteren Auftrag, denn eine gewisse Mrs Prill meldet wichtige Briefe als vermisst.

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Berta Isla von Javier Marías

„Auch das würde ich nie erfahren, über nichts würde ich je etwas erfahren, weder wo er gewesen war, noch was er getan hatte, und ich fing an, mich damit abzufinden, dass es immer so sein würde, wenn ich mit ihm zusammenblieb. Aber ich hatte keinen anderen Plan im Leben, als mit ihm zusammenzubleiben […].“ (Seite 274)

Tomás Nevison – halb Spanier, halb Engländer – ist ein Sprachtalent, und so geht er nach der Schulzeit in Madrid zum Studium nach Oxford. Seine Freundin Berta Isla bleibt in Madrid, und nach Tomás‘ Rückkehr nach Madrid heiraten die beiden und bekommen zwei gemeinsame Kinder. Doch seit seiner Oxford-Zeit hat sich Tomás verändert, ist noch undurchschaubarer und geheimnisvoller als zuvor.

Was Berta nicht weiß, ist, dass Tomás in Oxford von seinem Professor Peter Wheeler für eine Geheimdiensttätigkeit angeworben wurde. Zwar hat Tomás anfangs abgelehnt, aber als seine Affäre Janet kurz nach seinem Besuch bei ihr ermordet wurde und Tomás unter Tatverdacht gerät, helfen ihm Wheeler und dessen Bekannte aus der Klemme, und so beginnt Tomás‘ Doppelleben, in dem er immer wieder auf Reisen geht, längere Zeit aus Madrid verschwindet, Berta und seine Kinder in Unwissenheit und Ungewissheit zurücklässt, ein Leben im Geheimen und mit unterschiedlichen Identitäten führt. Berta Isla von Javier Marías weiterlesen