Archiv der Kategorie: Psychische Störungen

Psychopharmaka reduzieren und absetzen. Praxiskonzepte für Fachkräfte, Betroffene, Angehörige von Peter Lehmann und Craig Newnes (Hg.)

„Klar ist, für die Behandelnden sollte gelten: Wer ansetzt, muss auch absetzen können.“ (Seite 13)

Dieses Buch enthält Texte verschiedener Autoren, die sich zum Beispiel mit Gründen für das Absetzen oder die Reduktion von Psychopharmaka auseinandersetzen, die zweifelhafte prophylaktische Wirkung von Neuroleptika und Antidepressiva behandeln, die Prädiktoren für erfolgreiches Absetzen von Psychopharmaka vorstellen.

Zudem setzen sich die Autor:innen im Buch mit einer möglichen Abhängigkeit von Antidepressiva und Neuroleptika auseinander, stellen professionelle Strategien und Konzepte vor, gehen näher auf hyperbolisches Ausschleichen von Antidepressiva, Ausschleichstreifen zum hyperbolischen Absetzen von Psychopharmaka, den Umgang mit Rebound-Effekten beim Absetzen von Psychopharmaka und das Absetzen beziehungsweise Reduzieren von Psychopharmaka-Kombinationen ein.

Am Ende des Buches liefern die Autor:innen zudem Strategien und Konzepte der Selbsthilfe und der unterstützten Selbsthilfe, zum Beispiel Angehörigenunterstützung, Peer-Unterstützung und Online-Plattformen.

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Wie Psychopathen denken von Christopher Berry-Dee

„Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ (Zitat von Friedrich Nietzsche. Seite 9)

Christopher Berry-Dee erzählt in seinem Buch von Psychopathie und aggressivem Narzissmus, berichtet zum Beispiel über Harold Shipman, Oscar Pistorius, Kenneth Allen MacDuff und Kenneth Alessio Bianchi.

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Übertragung und Gegenübertragung in der psychiatrischen Arbeit von Timo Storck

„Erkennt man Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse, lässt sich sehr hilfreich auch in nicht-psychotherapeutischen Kontexten mit ihnen arbeiten. Knapp formuliert lässt sich sagen: Übertragung ist die Aktualisierung verinnerlichter Muster des Beziehungserlebens in einer gegenwärtigen Beziehung und Begegnung. Eine Gegenübertragung ist wiederum eine Reaktion auf das sich aktualisierende Geschehen im therapeutischen Setting.“ (Seite 16)

Timo Storck fasst in seinem Buch zunächst die drei Ebenen einer professionellen Beziehung zusammen, geht dann näher auf Übertragung und Gegenübertragung ein, zum Beispiel Übertragung als ein Mittel des Bewusstwerdens.

Im Anschluss setzt er sich mit Übertragung und Gegenübertragung bei einzelnen Störungsgruppen auseinander, wie Persönlichkeitsstörungen, psychotischen Störungen und psychosomatischen Störungen.

In den folgenden Kapiteln stellt er behandlungstechnische Aspekte in der Psychotherapie vor und beschreibt im Detail das Drei-Ebenen-Modell des Umgangs mit Übertragung und Gegenübertragung. Außerdem setzt er sich mit dem Arbeiten in multiprofessionellen Teams auseinander, berichtet von Beziehungsarbeit in den Handlungsfeldern der psychosozialen Versorgung, geht aufs praktische Arbeiten mit dem Drei-Ebenen-Modell ein und arbeitet Herausforderungen bei unterschiedlichen Personengruppen heraus.

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DBT-Skills to go! 64 Übungskarten für jeden Tag. Erweitert um WISE MIND von Eva Knöpfler und Renate Alf

„Skills wirken kurzfristig und langfristig. Mit ihrer Hilfe können aktuelles Erleben und Verhalten etwas besser gesteuert werden. Sie können emotionale Verwundbarkeit reduzieren und die Sichtweise auf sich selbst und die Welt verbessern.“ (Seite 5)

Dieses Kartenset befasst sich mit den einzelnen Modulen des Skillstrainings: Einführung in das Skillstraining, Achtsamkeit, Stresstoleranz und Dissoziation, Umgang mit Gefühlen, zwischenmenschliche Fertigkeiten sowie mit allgemeinen Materialien (Werte, Verhaltensanalyse und Perspektivwechsel).

Das Booklet bietet kurz gefasste Informationen zur dialektisch-behavioralen Therapie, stellt die einzelnen Module etwas genauer vor und enthält zudem Informationen, wo man Rat und Hilfe bekommen kann.

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Schizophrenie. Entstehung, Erscheinungsformen und die bedürfnisangepasste Behandlung von Yrjö O. Alanen

„Diese Therapien waren insofern supportiv, als ich beabsichtigte, die Patienten bei der Lösung ihrer aktuellen Probleme zu unterstützen; aber ich machte auch Gebrauch vom psychoanalytischen Ansatz, um ihnen zu einem besseren Verständnis ihrer Schwierigkeiten und dazu zu verhelfen, sich als Persönlichkeiten zu entwickeln. Diese Kombination von Ansätzen ist geläufig in der Psychotherapie psychotischer Störungen.“ (Seite 24)

Yrjö O. Alanen erzählt in seinem Buch zunächst drei Fallgeschichten und geht danach auf allgemeine Bemerkungen zur Schizophrenie ein, z.B. Symptome, Untergruppen, Prognose und Krankheitsmodelle.

Danach berichtet er über die Entstehung der Schizophrenie, inklusive biologischer Faktoren, präpsychotischer Persönlichkeitsentwicklung, Faktoren, die den Ausbruch einer Psychose bedingen, und den Ausbruch einer Psychose an sich.

Im vierten Kapitel geht Alanen auf die gegenwärtige Behandlung der Schizophrenie und auf Psychotherapieforschung ein. Im fünften Kapitel setzt er sich schließlich mit der bedürfnisangepassten Behandlung schizophrener Psychosen auseinander und berichtet schließlich von therapeutischen Erfahrungen sowie von gesellschaftlichen Aspekten der Behandlung der Schizophrenie.

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Der Patient, der mit der Stille sprach von Pablo Hagemeyer (Hörbuch)

„Neue Erfahrungen wirken tiefer als rationale Einsicht.“ (Track 16)

Der Psychiater Pablo Hagemeyer erzählt in seinem Buch unter anderem von einem Mann mit saisonaler Depression, von einem Paar mit Krankheitsängsten (die Frau) und mit Corona-Verleugnung (der Mann).

Als Leser bzw. Hörer kann man hier einiges über Depressionen, Suizidalität, Psychopharmaka, Wahn, Psychedelika und (immer wieder) über C. G. Jung lernen.

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Psychose von Joachim Küchenhoff

„Der erste Schritt führt von der Form psychotischer Produktion zum Inhalt und verbindet beide Aspekte. Nach dem Sinn in der Psychose zu fragen bedeutet, nicht nur eine Diagnose aus der ver-rückten Form des Erlebens zu extrahieren, sondern das, was der psychotisch kranke Mensch zu sagen hat, ernst zu nehmen, es an sich herankommen und sich davon berühren zu lassen.“ (Seite 10)

Joachim Küchenhoff befasst sich in seinem Buch zunächst mit der psychiatrischen Klassifikation und ihren Grenzen, mit psychotischen Störungen in der ICD-10 und mit dem Verstehen der Psychopathologie.

Danach geht er auf psychoanalytische Psychosetheorien ein, stellt ein psychodynamisches Faktorenmodell vor und beschreibt die psychotherapeutische Arbeit mit psychiatrischen Patienten.

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Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung von Michael Krämer und Katrin Grümer

„Das vorliegende Buch soll Betroffene und Fachkräfte dabei unterstützen, Pornografiekonsum differenziert zu betrachten und in einen reflektierten Dialog einzutreten. Es ist ein Angebot, hinter das konsumierte Material zu blicken, Scham abzubauen und gesunde Wege zu finden, mit der eigenen Sexualität umzugehen. Es ist kein moralischer oder strafender Zeigefinger und verurteilt nicht die Betrachtung von Pornografie.“ (Seite 22)

Die Therapie-Tools Pornografienutzungsstörung fokussieren initial auf Anamnese und Exploration, gehen dann auf Motivation, Ziele und Rückfallprophylaxe ein. Im Anschluss bieten Michael Krämer und Katrin Grümer Informationen zu Verhaltensänderungen und zu Paar- und Angehörigenarbeit sowie ermöglichen am Ende eine Selbstreflexion.

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Umgang mit Psychopharmaka. Wirkungen, Nebenwirkungen und Alternativen von Nils Greve, Jan Dreher und Kerstin Riemenschneider

„Es gibt sehr unterschiedliche Behandlungsmethoden in der Psychiatrie, von denen die Behandlung mit Medikamenten nur eine Möglichkeit ist. In den letzten Jahren wurde die Bedeutung von ganzheitlichen Behandlungsplänen erkannt und immer häufiger umgesetzt. Ein wichtiger Baustein ist die Psychotherapie, ein weiterer der Einbezug der Familie und des persönlichen Umfeldes. Auch Sport, Ernährung und natürlich die Klärung von aktuellen Problemen wie Belastungen am Arbeitsplatz oder Beziehungsproblemen gehören zur Behandlung.“ (Seite 15)

In Umgang mit Psychopharmaka stellen die Autor:innen initial vor, wie man einen selbstbewussten Umgang mit Ärzten und Medikamenten erreichen kann. Hier wird auf den Arzt-Patient-Kontakt eingegangen, es werden praktische Tipps zur Handhabung von Medikamenten gegeben und nicht-medikamentöse Hilfen aufgelistet.

Danach setzen sich die Autor:innen mit unterschiedlichen Psychopharmaka-Gruppen auseinander: Antidepressiva, Phasenprophylaktika, Tranquilizer und Hypnotika, Antipsychotika, Medikamente zur Entgiftung und Abstinenzerhaltung, Medikamente gegen Aufmerksamkeitsstörungen.

Schließlich geben die Autor:innen Informationen für schwangere und stillende Mütter, für Psychopharmaka im Alter und zu Arzneimittelstudien und zur Schwierigkeit, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Ganz am Ende finden sich ein Glossar sowie nützliche Adressen und Literatur.

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Schematherapie. 75 Therapiekarten von Gitta Jacob und Andrea Hauer

„Die Schematherapie als wichtige aktuelle Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) richtet sich vor allem an Patienten mit Persönlichkeitsstörungen und anderen chronischen psychischen Problemen. Insbesondere die Arbeit mit dem Schemamodus-Ansatz hat sich in Studien als hoch wirksam erwiesen und kann als ‚Kern‘ der schematherapeutischen Arbeit gesehen werden.“ (Seite 5)

Das Kartenset ist gegliedert in verschiedene Bereiche, die der Übersichtlichkeit halber zudem farbkodiert sind. Hier finden sich Informationen zu Schemamodi, zum Beispiel ungesunde Kindmodi, ungesunde Elternmodi, ungesunde Bewältigungsmodi sowie gesunde Modi, und es gibt Karten zum Thema Psychoedukation.

Die Karten zu störungsspezifischen Modusmodelle stellen zum Beispiel typische Modi der Borderline-Persönlichkeitsstörung, der narzisstischen Persönlichkeitsstörung und der paranoiden Persönlichkeitsstörung vor.

Weitere Karten befassen sich mit dem Umgang mit dysfunktionalen Modi, und schließlich enthält das Set auch Aktivitätskarten, die es ermöglichen, sich ganz konkret mit Ärger, Bedürfnissen und der Stärkung oder Schwächung ausgewählter Modi etc. auseinanderzusetzen.

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