Archiv der Kategorie: Psychische Störungen

„Dann ist das wohl psychosomatisch!“ von Alexander Kugelstadt

„Dieses Buch ist für Sie geeignet, wenn Sie sich für die Beziehung zwischen Körper und Seele interessieren, wenn Sie manchmal unerklärliche Beschwerden haben oder jemanden kennen, der jemanden kennt, der darunter leidet; oder wenn Sie es erstrebenswert finden, sich selbst, also Ihre Psyche und Ihre Körperreaktionen, besser zu verstehen.“ (Seite 20)

Alexander Kugelstadt erzählt in seinem Buch zunächst, wie Körper und Seele zusammenarbeiten, wieso unsere Gefühle so kompliziert sind, wie wir den Umgang damit verbessern können, was Stress auslöst und was Stress mit uns macht.

Im zweiten Teil des Buches setzt er sich mit verschiedenen psychischen Störungen und Problembereichen auseinander, zum Beispiel Trichotillomanie, Grübeln und Zwangshandlungen, Hypochondrie, Depressionen, Traumafolgestörungen und somatoforme Störungen.

Im dritten Teil geht Kugelstadt näher darauf ein, wie man seine psychosomatische Gesundheit fördern kann. Und im vierten Teil des Buches beschreibt er u.a. die Wirksamkeit von Psychotherapie und den Ablauf einer psychosomatischen Behandlung.

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Mentalisieren in der Psychotherapie. Strategien für die therapeutische Praxis von Carla Sharp und Dickon Bevington

„Und das ist meine Hoffnung für diesen hervorragenden Band. Es ist zweifelsohne die am klarsten geschriebene und am leichtesten zugängliche Darstellung der MBT, die bisher verfügbar ist.“ (Seite 11, Geleitwort)

Carla Sharp und Dickon Bevington gehen in ihrem Buch initial auf Rahmenbedingungen für Mentalisierung ein. Sie erklären danach, was Mentalisieren überhaupt ist, wie sich Mentalisieren entwickelt, welche Schwierigkeiten beim Mentalisieren und beim Lernen auftreten können.

Sie gehen im Anschluss auf die Struktur der MBT, der mentalisierungsbasierten Therapie, ein, beschreiben die mentalisierende Haltung und listen mentalisierende Interventionen auf.

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The Missing Manual. Das Handbuch der besonderen, aber weniger bekannten psychotherapeutischen Interventionen von Dieter Adler

„Dieses Buch ist kein ‚Lehrbuch‘ oder Handbuch im eigentlichen Sinn. Kein Buch, das auf wissenschaftlichen Untersuchungen fußt. Auch keins, das verschiedene Möglichkeiten aufzeigt und diskutiert. Dieses Buch fußt auf über 30 Jahren Berufserfahrungen als Psychotherapeut.“ (Seite 7)

Dieter Adler befasst sich in seinem Buch mit ausgewählten psychotherapeutischen Interventionen, geht initial auf Begriffsdefinitionen ein, setzt sich mit den Ursachen psychischer Erkrankungen auseinander, beschreibt psychotherapeutische Wirkfaktoren, thematisiert die Auswahl des Verfahrens, zum Beispiel Einzel‑ oder Gruppentherapie sowie verschiedene Therapieschulen.

Im Anschluss geht er näher auf die Therapieplanung ein, erwähnt therapeutische Herausforderungen, therapeutische Kniffe und verschiedene therapeutische Techniken, benennt ungewöhnliche Interventionen und setzt sich schließlich mit schwierigen Situationen in der Therapie auseinander.

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The Glass Girl von Kathleen Glasgow (Hörbuch)

„Jeden Morgen, wenn ich aufwache, glaube ich nicht, dass ich es schaffen werde. Oder vielleicht glaube ich, dass ich es nicht schaffen will. Das, was ich am Abend vorher getan habe, lastet schwer auf mir, alles, was ich mit mir rumtrage, lastet schwer auf mir und manchmal ist es einfach zu verdammt viel.“ (Track 1)

Die 15‑jährige Bella erlebt gerade mehrere Krisen: Ihre Großmutter ist gestorben, die Eltern haben sich getrennt, und ihre große Liebe Dylan beendet die Beziehung. Bella hat bereits zuvor angefangen, den Schmerz mit Alkohol zu lindern, und gleitet immer mehr in eine Alkoholabhängigkeit ab.

In The Glass Girl erzählt Kathleen Glasgow von Filmriss, vom Weg in Sucht, von Verharmlosung, Rechtfertigungen, heimlichem Trinken, von Abstinenzversuchen und Rückfällen, Schuld und Scham, Unterstützungsangeboten, Entzug und Entgiftung, erlaubnisgebenden Gedanken und vom eisernen Willen, abstinent zu leben.

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Albträume und Trauma. Wechselwirkungen zwischen Traum und Traumata von Reinhard Pietrowsky

„Selbstverständlich besteht ein Zusammenhang zwischen Traum und Trauma, dieser Zusammenhang ist jedoch nicht so eng, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte. So gibt es natürlich Albträume infolge erlebter Traumata, aber es gibt auch traumabezogene Träume, die keine Albträume sind. Und längst nicht alle Albträume sind auf Traumatisierungen zurückzuführen und viele erlebte Traumatisierungen führen auch nicht zu Albträumen oder einer Traumafolgestörung.“ (Seite 7)

Reinhard Pietrowsky fasst in seinem Buch die wichtigsten Inhalte zum Thema Träume und Albträume sowie Albträume im Rahmen von Traumafolgestörungen zusammen. Er geht im Folgenden auf die Funktionalität von Albträumen für die Traumafolgen ein, setzt sich mit Sonderformen posttraumatischer Albträume auseinander (Oneiroid, luzide Albträume, hypnagoge und hypnopompe Zustände, Schlafparalyse und REM‑Schlaf-Verhaltensstörung).

Im ausführlichsten Teil seines Buches geht er auf die Behandlung von posttraumatischen Albträumen ein.

Am Ende bietet der Autor einen kurzen Abriss der Effektivität der Albtraumbehandlung.

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Menschen im Maßregelvollzug begleiten von Andrea Trost, Stefan Rogge und Susanne Schoppmann

„Das Maß des Freiheitsentzugs richtet sich nach der prognostizierten Gefahr, die von der untergebrachten Person ausgeht. Es muss fortlaufend geprüft werden, ob das Maß des Freiheitsentzugs weiterhin gerechtfertigt ist.“ (Seite 20)

Das Buch bietet Informationen zu juristischen Grundlagen der Unterbringung und Behandlung im Maßregelvollzug, geht im Folgenden auf das Setting im Maßregelvollzug und das therapeutische Milieu ein, beschreibt im Detail die Haltung und Beziehungsgestaltung, thematisiert Sexualität sowie den Umgang mit Gewalt, Aggression und deren Prävention, zeigt den multiprofessionellen Behandlungsprozess auf, setzt sich mit Gruppenarbeit und der Einbeziehung von Angehörigen auseinander.

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Gefährliches Ego. Wenn Narzissmus tödlich endet von Maximilian Pollux

„Dieses Buch wird eine Reise in mein Innerstes, und mit jeder Seite wird mir bewusster, wie wichtig es ist, diesen Weg zu gehen.“ (Seite 24)

Maximilian Pollux erzählt aus der Sicht eines ehemaligen Täters. Er hat Gefängniserfahrung, war im kriminellen Milieu unterwegs, wechselt für seine Frau jedoch die Seite und gründet den gemeinnützigen Verein SichtWaisen, um mit gefährdeten und bereits kriminellen Jugendlichen zu arbeiten.

In seinem Buch Gefährliches Ego möchte er über Täter mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung schreiben. Seine Frau schlägt ihm kurzerhand vor, auch eine Geschichte über sich selbst ins Buch aufzunehmen, denn er sei ja ganz eindeutig ein Narzisst.

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Die Sache mit der Angst. Und wie ich lernte, damit zu leben von Daan Heerma van Voss

„Es gibt keinen noch so kleinen Organismus, der nicht über eine Angstreaktion verfügt, und kein Wesen ist so groß, dass es der Angst entgeht.“ (Seite 16)

Die Partnerin des Autors schlägt eine räumliche Trennung vor und möchte, dass er sich mit seinen zahlreichen Ängsten intensiv auseinandersetzt. Daraufhin begibt sich der Autor auf eine Art Reise, eine „Reise zu der Antwort auf die Frage, was Angst genau ist, wo dieses Phänomen herkommt, was wir von ihr lernen können und wie wir mit ihr umgehen müssen.“ (Seite 16)

Daan Heerma van Voss erzählt in seinem Buch initial von der Epidemiologie von Angststörungen und von verschiedenen Denkstilen. Er setzt sich schließlich mit der Geschichte seiner Familie auseinander und bettet diese in historische Begebenheiten und in seine eigene Geschichte ein. Van Voss berichtet zudem u.a. von Epigenetik, von Bindungstheorie, von der Geschichte der Lernpsychologie, der Psychotherapie und der Behandlung mit Antidepressiva.

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Über Suizidalität sprechen. Erfahrungen aus der Angehörigenberatung von DIE ARCHE – Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V. (Herausgeber)

„Suizid ist in unserer Gesellschaft noch immer mit einem Stigma belegt.“ (Seite 11)

Das Buch vermittelt viel Wissen darüber, wie wichtig es ist und warum es wichtig ist, über Suizidalität zu sprechen. Es werden Warnsignale erwähnt und Informationen gegeben, wie man in Kontakt mit professionellen Helfern kommen kann. Es wird beschrieben, was man konkret tun kann, wenn Angehörige suizidal sind, wie man mit der eigenen Angst umgeht und was man bezüglich Selbstfürsorge und Grenzsetzung tun sollte. Außerdem wird dargestellt, was die Wissenschaft über Suizidalität weiß und was sie nicht weiß.

Wichtig zu erwähnen finde ich, dass im Buch nur Geschichten von Bewältigungen einer suizidalen Krise erzählt werden.

„Wissen über Suizidalität vermittelt zu bekommen oder sich anzueignen, kann Orientierung geben und den Umgang erleichtern.“ (Seite 44)

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Konfrontieren in der Psychotherapie. 75 Therapiekarten von Ruth Kohlhas und Gitta Jacob

„Konfrontative Strategien bezeichnen ein Vorgehen, mit dem klar, direktiv und deutlich angesprochen wird, wenn eine Patientin bestimmte dysfunktionale Verhaltensweisen oder Muster aufweist. Meist handelt es sich dabei um Verhaltensweisen in der therapeutischen Sitzung, die eine konstruktive Arbeit erschweren, etwa sehr dominantes und destruktives Gesprächsverhalten. […] Es geht hier also nicht um Konfrontation im Sinne einer Expositionsbehandlung, sondern um ein Konfrontieren im Sinne eines ‚Sagen, was auffällt‘.“ (Seite 4)

Diese Therapiekartenbox enthält 75 Karten, die in fünf Module aufgeteilt sind:
Modul 1: Konfrontation – Praktisches Vorgehen.
Modul 2: Typische Situationen und Patient:innen für Konfrontationen
Modul 3: Konfrontation – Formate
Modul 4: Die therapeutische Beziehung
Modul 5: Selbsterfahrung

Dabei betonen die Autorinnen, dass die Karten – im Gegensatz zu den üblichen Therapiekartensets von Beltz – nicht dafür gedacht sind, sie zusammen mit Patient:innen zu besprechen, sondern sich lediglich an Therapeut:innen richten.

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