Schlagwort-Archive: Psychologie

Anleitung zum Unglücklichsein. 55 herrlich ironische Anregungen für alle, die immer in der falschen Schlange stehen von Paul Watzlawick (Kartenset)

„Fragen Sie sich auch manchmal, was Sie tun können um Ihr Leben noch trübsinniger und deprimierender zu gestalten?“ (Klappentext)

Ich habe Paul Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein vor mehr als 20 Jahren gelesen, kurz bevor ich mein Psychologie-Studium aufgenommen habe. Ich empfand das Buch damals als sehr amüsant, konfrontativ und anregend, und noch heute beginne ich meine Gruppentherapien zum Thema kognitive Umstrukturierung gerne mit „Die Geschichte mit dem Hammer“ von Watzlawick.

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Das Genie von Klaus Cäsar Zehrer

„[…] er wusste, dass die Dummen dieser Welt ein unerschütterliches Überlegenheitsgefühl aus der schieren Tatsache bezogen, dass sie immer und überall in der Überzahl waren.“ (Seite 30)

Boris Sidis hat die Ukraine verlassen, um sich ein neues Leben in den USA aufzubauen. Als er 1886 in New York eintrifft, hat er nichts dabei außer der Kleidung am Körper und Erinnerungen an die Heimat.

Sidis sucht sich einen Job, gibt (als großes Sprachgenie) Sprachkurse und lernt Sarah kennen, die er heiratet und deren Bildung er fördert. Er selbst studiert Psychologie in Harvard und forscht am Subwaking Self, brilliert als Wissenschaftler, während Sarah Medizin studiert.

Als ihr Sohn William James geboren wird, widmet sich sein Vater dessen Erziehung und Förderung – in der Hoffnung und im Bestreben, das Beste aus dem Jungen herauszuholen.

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Optische Täuschungen. 50 Karten von Timo Schumacher

„Optische Täuschungen beruhen auf irrtümlichen Annahmen und visuellen Eindrücken unserer Wahrnehmung. Wir sehen also Effekte, die es gar nicht gibt […].“ (Karte „Was sind optische Täuschungen?“)

Die Box enthält eine Vielzahl mir bekannter Täuschungen (z.B. Hermann-Gitter, Ebbinghaus-Täuschung, Fraser-Spirale, Müller-Lyer-Täuschung und Zöllner-Täuschung) wie auch eher unbekannte optische Täuschungen.

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Therapie-Tools Positive Psychologie. Achtsamkeit, Glück, Mut von Bea Engelmann

„Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ (Seite 187, Zitat von Max Frisch)

Bea Engelmann befasst sich in ihren Therapie-Tools Positive Psychologie mit dem Dreiklang aus Achtsamkeit, Glück und Mut. Sie thematisiert z.B. Schulung der Wahrnehmung über die fünf Sinne und Gedankenreisen, Gefühle und Glücksstrategien sowie das 7-Zonen-Mut-Modell.

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Scham und Schuld. Behandlungsmodule für den Therapiealltag von Maren Lammers

„Unabhängig von einzelnen Störungen spielen auch Scham und Schuld eine bedeutsame Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen. Gerade Scham- und Schulderleben stellen einen wichtigen Teil des Leidensdrucks dar, es nicht alleine zu schaffen oder geschafft zu haben. Weiterhin kann der Umstand, eine Erkrankung oder lebenslange Folgen einer Erkrankung zu spüren, mit sekundärem Scham- oder Schulderleben einhergehen.“ (Seite 10)

Maren Lammers bietet in ihrem Buch initial einen gelungenen Einblick in die Grundlagen in Sachen Scham und Schuld, z.B. Funktionen von Emotionen, Emotionsnetzwerk, Grundbedürfnisse, Scham und Schuld bei psychischen Erkrankungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Scham und Schuld, entwicklungspsychologische Aspekte, Zusammenhang mit Selbstwert usw.

Danach geht Lammers näher auf Resilienz, auf Therapie und Behandlungssetting sowie die therapeutische Haltung, bevor sie sich der Psychoedukation für Patienten widmet, Störungsmodell, Emotionsregulationsstrategien und Selbstwertarbeit thematisiert.

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Das Licht von T. C. Boyle (Buch und Hörbuch)

„Die Vorstellung, das Ganze irgendwie steuern zu können, kam ihm vor wie ein Witz, das Konzept der Persönlichkeit wie ein Schwindel, Schizophrenie wie die einzige realistische Prognose, denn diese Drogen hießen ja nicht umsonst „Psychotomimetika“. Natürlich… natürlich… er war dabei, den Verstand zu verlieren – was sonst hatte er erwartet?

Er hatte Angst, nichts als schreckliche Angst.“ (Seite 86)

Im Dezember 1996 habe ich Albert Hofmanns LSD – mein Sorgenkind gelesen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, weil ich das Buch damals zeitgleich einem Freund geschenkt habe, den ich immer mit dem Buch und dem Thema assoziieren werde. Mein Einstieg in T.C. Boyles 17. Roman war somit ein sehr emotionaler, der viele Erinnerungen wachgerufen und der mich deshalb sofort in seinen Bann geschlagen hat.

Boyle startet Das Licht mit einer sehr eindrücklichen Szene, in der der Chemiker Hofmann, der 1938 verschiedene Amid-Derivate der Lysergsäure, darunter das Diethylamid LSD-25, synthetisierte, 1943 zum ersten Mal und unabsichtlich die Substanz zu sich nahm. Boyle schildert dabei Hofmanns Erfahrungen mit LSD und berichtet von weiteren Versuchsreihen, um mehr über die Substanz, ihre Auswirkungen und die Dosierung zu erfahren.

Nach diesem Vorspiel im Basel des Jahres 1943 steigt Boyle mit seiner eigentlichen Geschichte ein und nimmt den Leser mit nach Cambridge, wo Timothy Leary seinen Lehrstuhl für Psychologie an der Harvard University dafür nutzt, um mit psychedelischen Drogen wie Psilocybin und LSD zu experimentieren. Mit der Unterstützung des Arzneimittelherstellers Sandoz und seiner Doktoranden möchte er herausfinden, ob diese psychoaktiven Substanzen die Psychotherapie revolutionieren können, indem sie „den Kontrollturm des Gehirns außer Gefecht […] setzen“ (Seite 46). Das Licht von T. C. Boyle (Buch und Hörbuch) weiterlesen

Sadisten. Tödliche Liebe – Geschichten aus dem wahren Leben von Lydia Benecke

„Das Leben ist unendlich viel seltsamer als irgend etwas, das der menschliche Geist erfinden könnte.“ (Seite 2, Zitat von Arthur Conan Doyle)

Lydia Benecke erzählt in ihrem Buch vom Vampir von Krakau, von emotional-instabiler und antisozialer Persönlichkeitsstörung, von ICD-10 und DSM-5, von histrionischer und narzisstischer Persönlichkeitsstörung, von Gaslighting und Manipulation, von BDSM und 50 Shades of Grey, von der Geschichte und der Wandlung von BDSM, von periculärem und inklinierendem Sadismus, von David Parker Ray und Cameron Hooker sowie von Gewaltpornografie.

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Grundlagen der Motivierenden Gesprächsführung. Für Beratung, Therapie und Coaching von Andreas Jähne und Cornelia Schulz

„Menschen wehren sich nicht gegen Veränderung, sondern dagegen, verändert zu werden.“ (Seite 11, Zitat von Richard Beckhard)

Andreas Jähne und Cornelia Schulz berichten in ihrem Buch von den Ursprüngen der Motivierenden Gesprächsführung (z.B. Attributionstheorien, Kognitive Dissonanztheorie, Transtheoretisches Modell der Veränderung, Rubikon-Modell), von den Grundlagen der Gesprächsführung (z.B. Akzeptanz, Mitgefühl, Förderung von Selbstwirksamkeit), bevor sie auf Basistechniken (z.B. offene versus geschlossene Fragen, reflektierendes Zuhören, Würdigen und Zusammenfassen) und weiterführende Techniken (z.B. 4-Felder-Tafel, Sustain Talk, Change Talk) eingehen.

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Bird Brain von Nathan Emery

„insofern sollte der Begriff „Spatzenhirn“ nicht mehr als Schimpfwort, sondern als Kompliment gelten!“

Nathan Emery erzählt in seinem Buch Bird Brain von der Wandlung unseres Verständnisses von Vogelintelligenz, von Navigationsleistungen von Vögeln, von der Kommunikation, vom Sozialverband, vom Werkzeuggebrauch sowie vom Selbstverständnis und der Vorstellungskraft bei Vögeln. Dabei sind seine Ausführungen wissenschaftlich fundiert, aber meiner Meinung nach auch für Laien verständlich und nachvollziehbar. Neben Erkenntnissen aus der Hirnforschung spricht Emery auch Aspekte der (Verhaltens-) Psychologie, Neuroanatomie, Mythologie und Religion sowie aus Film und Kunst an. Bird Brain von Nathan Emery weiterlesen

Perfektionismus. Mit hohen Ansprüchen selbstbestimmt leben von Christine Altstötter-Gleich und Fay Geisler

„Chancen und Risiken perfektionistischer Tendenzen“ (Klappentext)

Christine Altstötter-Gleich und Fay C.M. Geisler fassen in ihrem Buch die wichtigsten Aspekte zum Thema Perfektionismus zusammen. Sie stellen dabei normalen und neurotischen Perfektionismus, positiven und negativen Perfektionismus, pflichtbewusstes Leistungsstreben und klinisch relevanten Perfektionismus gegenüber, erzählen von Zweifel und Selbstwirksamkeitserwartung, Selbstwertkontingenz und Vulnerabilität, Entstehung und Aufrechterhaltung von Perfektionismus, Therapie und Selbsthilfe.

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