
„Deshalb ist man doch kein Nazi.“ (Track 105)
Philipp und sein jüngerer Bruder Tobias wachsen in der sächsischen Provinz auf. Nach dem Fall der Mauer sind die hier lebenden Menschen unzufrieden, fühlen sich von der Regierung vergessen und sind überzeugt, dass Versprechen nicht eingelöst wurden.
Lukas Rietzschel erzählt in seinem Debütroman Mit der Faust in die Welt schlagen von einer Kindheit und Jugend in der Nähe von Bautzen, von Arbeitslosigkeit und Umschulung, von Alkoholismus und fehlenden Zukunftsperspektiven, von einer weit verbreiteten Xenophobie und der Angst, noch mehr zu verlieren. Mit der Faust in die Welt schlagen von Lukas Rietzschel (Buch und Hörbuch) weiterlesen
„Und dann hatte sich die Kälte in ihr ausgebreitet, eine unglaubliche Kälte. Diese Kälte, die ihr sagte, dass sie am Ende angelangt war, dass sie zwischen Leben und Sterben wählen musste.“
„Die Luft war kalt, aber sie roch nach einem neuen Leben. Ganz anders als in mir drin. Da roch es nach Verwesung und Tod.“
„und plötzlich hatte sie nichts außer sich selbst, nichts außer ihm, außer dem Schmerz“
„Plötzlich habe ich das Gefühl, dass mein ganzes Leben darauf zugesteuert ist. Auf diese eine Nacht, in der alles eine Bedeutung bekam.“
„Alle haben mitgemacht. Wir waren alle verantwortlich … sind es noch.“