Schlagwort-Archive: Familiengeschichte

Vati von Monika Helfer (Hörbuch)

„Wir sagten Vati. Er wollte es so. Er meinte, es klinge modern. Er wollte vor uns und durch uns einen Mann erfinden, der in die neue Zeit hineinpasste. An dem eine andere Vergangenheit abzulesen wäre.“ (CD 1, Track 2)

In Vati erzählt Monika Helfer von ihrem Vater, von ihrer Kindheit und Jugend, vom Leben im Kriegsopfer-Erholungsheim, von der Bibliothek des Vaters, vom Tod ihrer Mutter und dem Leben bei ihrer Tante sowie vom Rest der Familie – der „Bagage“, der sie im gleichnamigen Roman ein Denkmal gesetzt hat.

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Diamanten im Staub. Die Geschichte einer starken Frau, die im Outback ein Diamanten-Imperium aufbaut von Frauke Bolten-Boshammer mit Sue Smethurst

„Australien war so weit weg von unserem Zuhause und unserer Familie, von allem, was wir uns aufgebaut hatten, und ich wollte nicht dorthin ziehen.“ (Seite 51)

Gemeinsam mit ihrem Ehemann und den drei Kindern zieht Frauke 1981 nach Kununurra, einer australischen Kleinstadt in the middle of nowhere.

Perth ist 3200 Kilometer entfernt, das Haus auf dem Grundstück ist fast nicht bewohnbar, die zugehörige Farm verödet, im Fluss lauern Krokodile.

Geplant ist, nach zwei Jahren nach Deutschland zurückzukehren, doch dann lässt sich die Familie fest in Australien nieder.

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Die erstaunliche Familie Appenzell von Sébastien Perez und Benjamin Lacombe

„Die wahren Monster sind die, denen man das nicht ansieht.“ (Klappentext)

Sébastien Perez und Benjamin Lacombe erzählen in ihrem Buch von der Bankiersfamilie Appenzell, wobei sie bis ins 19. Jahrhundert zurückgehen, als die Familie noch wohlhabend war und in einer Villa in der Gemeinde Ballovre lebte.

Über die Jahre und Generationen hinweg kommt es zum finanziellen Abstieg, denn der Urgroßvater Charles hatte nichts vom Geschäftssinn seines Vaters geerbt und anscheinend die falsche Frau geheiratet.

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Die Eifersüchtigen von Sándor Márai

„Wieso musste ich aus den sicheren Kreisen meines Lebens hinaustreten und zurückkehren in das neblige und furchtbare Bekannte, dem ich vor zwanzig Jahren für immer abgeschworen hatte?“

Péter Garren arbeitet seit vielen Jahren für den dubiosen Emmánuel, führt eine Beziehung mit Edit, die er beinahe liebt, und hat eine Geliebte. Sein Leben läuft in recht geregelten Bahnen, obgleich er von Emmánuel in einem unsichtbaren Käfig gehalten wird, der über die Jahre hinweg einen Abgrund zwischen Péter und der Welt angelegt hat.

Doch nun hat Péter einen Brief seiner Schwester erhalten, die ihn bittet, ans Krankenbett des Vaters zu kommen, da dieser im Sterben liegt. Péter lässt Emmánuel, Edit und seine Geliebte La zurück und macht sich auf den Weg in die alte Heimat und damit in eine für ihn längst vergangene Zeit. Dort wartet er zusammen mit seinen Geschwistern und Halbgeschwistern auf den Tod des Vaters. Das Warten wird begleitet vom Wiederaufleben alter Streitigkeiten und Konflikte sowie von der Ungewissheit, wie es nach dem Tod des Vaters mit der Familie weitergehen wird.

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Gezeitenwechsel von Sarah Moss

„Sich Dinge vorzustellen, hindert sie nicht daran einzutreten. Genauso wenig, wie sie sich nicht vorzustellen.“ (Seite 12)

Manchmal geschehen im Leben Dinge, die ganze Lebenswege verändern. Manchmal weiß man es direkt im Augenblick des Geschehens, dass nun nichts mehr so ist, wie es vorher war. Und manchmal kristallisiert sich erst mit der Zeit heraus, dass die Weichen nun anders gestellt sind, als man das ursprünglich geplant hatte.

An einem solchen Scheideweg befindet sich Adam Goldschmidt, der Vater der 15-jährigen Miriam, als er eines Tages einen Anruf der Rektorin von Miriams Schule erhält: Miriam hatte einen Atem- und Herzstillstand, wurde bewusstlos auf dem Sportplatz gefunden, reanimiert und in eine Klinik gebracht.

Miriam bleibt zur Beobachtung auf der Intensivstation, um die Ursache des Atem- und Herzstillstands festzustellen. Doch niemand weiß, warum sie aufgehört hat zu atmen und wann es wieder passieren könnte.

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Am Hügel von Capodimonte von Wanda Marasco

„Der Hügel von Capodimonte ruht auf einer Reihe Höhlen. Unter den Schritten hallt das Echo einer alten Katastrophe.“ (Seite 161)

Vincenzina Umbriello stammt aus Villaricca, einer kampanischen Gemeinde, die in den 1950er Jahren weniger als 7.000 Einwohner und zu Beginn des 21. Jahrhunderts bereits 26.000 Einwohner hatte.

Vincenzinas Familie ist arm, Vincenzina ist Analphabetin, das Leben hält nicht allzu viel für sie bereit. Dann geht sie als Hausmädchen nach Neapel und trifft dort auf Rafele Maiorana, dem Sprössling einer reichen, großbürgerlichen Familie. Die beiden verlieben sich ineinander, doch Rafeles Familie will Vincenzina los werden, bietet ihr Geld, damit sie die Verlobung löst und Rafele verlässt. Doch Vincenzina bleibt bei dem Mann, den sie liebt. Am Hügel von Capodimonte von Wanda Marasco weiterlesen