
„Versuchen Sie, Zuversicht zu gewinnen, sorgen Sie sich nicht um die Behandlung. Sie können die Depression nicht kurieren, das ist nicht Ihre Aufgabe und wird auch der depressive Angehörige in Ihrer Familie nicht von Ihnen erwarten. Sie sind die Ehefrau, der Ehemann, die Schwester, der Bruder, die Mutter des Kranken, nicht sein Arzt, Psychologe oder Sozialarbeiter.“ (Seite 43)
Jeannette Bischkopf erzählt in So nah und doch so fern von Diagnosestellung, Suche nach Informationen über Depression, Entwicklung einer depressiven Episode, Häufigkeit und Verlauf, Symptome, Suizidalität, finanzielle Sorgen, den konkreten Umgang mit Betroffenen (z.B. bezüglich sozialen Rückzugs, Kommunikation, pessimistischer Denkmuster, Sexualität), von Vorurteilen gegenüber der Psychiatrie, Stigmatisierung, Gefühlen wie Wut, Trauer, Schuld und Scham sowie Hilfsangeboten.
So nah und doch so fern. Mit depressiv erkrankten Menschen leben von Jeannette Bischkopf weiterlesen

„Ich hasse das gewöhnliche Treiben der Menschen und wäre lieber wieder auf einer Eisscholle.“
„Seit Ende August 2011 bin ich nicht mehr an den Polen gewesen. Bei meinem letzten Besuch gab es so wenig Eis, dass es mir das Herz brach.“ (Seite 20)
„Kaiserpinguine sind die zähesten Vögel von allen; sie schaffen es, sich in einem Klima warm zu halten, in dem selbst der robuste Vielfraß eingehen würde. Der beste Beweis dafür ist das Küken des Kaiserpinguins – des einzigen Pinguins, eigentlich des einzigen Tieres überhaupt, das es wagt, im tiefsten antarktischen Winter auf die Welt zu kommen.“ (Seite 9)


