Schlagwort-Archive: Baskenland

Langsame Jahre von Fernando Aramburu (Buch und Hörbuch)

„Don Victoriano sagt, Baske ist nur der, der Euskera spricht. Alle anderen sind bloß halbe Basken oder gleich Koreaner.“ (Seite 38)

Ein achtjähriger Junge wird zu Verwandten nach San Sebastían gebracht, da seine alleinerziehende Mutter in Armut lebt, ihn und seine Geschwister nicht mehr versorgen kann. Der Junge teilt sich ein Zimmer mit seinem Cousin Julen, der ihn anfangs piesackt, jedoch bald mit ihm spielt, ihm immer mehr vertraut und ihm schließlich den baskischen Patriotismus nahebringt.

Langsame Jahre wird aus zwei Perspektiven erzählt: Der Junge erzählt einem Autor von seinem Leben, da dieser die Erinnerungen in einem Roman verarbeiten möchte. Der Autor (Fernando Aramburu) macht sich Notizen, die für das Schreiben des Romans essentiell sind, merkt z.B. an, wo er mehr recherchieren muss, wie Orte und Situationen beschrieben werden sollen.

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Die Stille des Todes von Eva García Sáenz

„Jeder Polizist hat sich diese Frage schon gestellt: Wenn der Mensch, den du am meisten liebst, ein Mörder ist, lieferst du ihn dann aus?“ (Seite 82)

Sommer 2016 in Vitoria, der Hauptstadt der spanischen Autonomen Region Baskenland: Inspector Unai López de Ayala, genannt Kraken, genießt gerade seinen freien Tag, als er einen aufgeregten Anruf seiner Kollegin Inspectora Estíbaliz Ruiz de Gauna, genannt Estí, erhält.

Zwei Leichen wurden in der Krypta der alten Kathedrale gefunden: ein junger Mann und eine junge Frau, die beide vollkommen nackt sind und eine Hand an die Wange des anderen gelegt haben.

Die Position und der Zustand der Leichen sowie die Ausschmückung des Tatortes sehen genauso aus wie bei einer Mordserie, die sich 20 Jahre zuvor zugetragen hat und für die der charismatische Tasio Ortiz de Zárate verurteilt wurde, der seitdem inhaftiert ist und der seit 20 Jahren noch nie das Gefängnis verlassen hat. Die Stille des Todes von Eva García Sáenz weiterlesen

Patria von Fernando Aramburu (Hörbuch)

„Bittori, um der Liebe Jesu Willen, warum steckst du deinen Finger in diese Wunde? Da hab ich ihm geantwortet: Um den ganzen Eiter herauszupulen, der da noch drinnen steckt. Sonst schließt sie sich nie.“

Bittori und Miren – einst beste Freundinnen, die zusammen ins Kloster gehen wollten, aber schließlich beide 1963 geheiratet haben – haben sich voneinander entfremdet: Während Bittoris Ehemann Txato vor über 20 Jahren von Terroristen der Euskadi Ta Askatasuna (ETA) erschossen wurde, sitzt Mirens Sohn Joxe Mari wegen seiner ETA-Aktivität im Gefängnis.

Seit seinem gewaltsamen Tod besucht Bittori regelmäßig das Grab Txatos und spricht mit ihm. Nun hat sie eine Entscheidung getroffen, mit der sie ihn konfrontieren möchte: Sie will am selben Abend in ihr altes Haus zurückkehren, das sie nach seiner Ermordung verlassen hat.

Bittoris Wiederauftauchen im Dorf sorgt für Aufregung bei den Bewohnern, vor allem bei Miren, die der alten Freundin nur noch ablehnende und feindliche Gefühle entgegenbringt. Patria von Fernando Aramburu (Hörbuch) weiterlesen