Erebus. Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See von Michael Palin

„Seit jeher faszinieren mich Geschichten über die Seefahrt.“ (Seite 11)

Im Mai 1845 macht sich Sir John Franklin gemeinsam mit 134 Männern auf den Weg in die Arktis. Die beiden Schiffe, die Erebus und die Terror, wurden bereits für Antarktis-Expeditionen benutzt, und nun steuert die Mannschaft das arktische Eis an, um die letzten weißen Flecken der Nordwestpassage zu kartieren.

Zum letzten Mal gesehen wird die Erebus im Juli 1845 in der Baffin Bay, sie überwintert schließlich vor Beechey Island und wird im September 1846 vor King William Island vom Eis eingeschlossen.

Die Besatzung harrt noch bis 1848 auf der Erebus aus. Mehrere Expeditionen werden entsandt, um die Männer zu retten, doch keine hat Erfolg.

Erst knappe 170 Jahre später werden die Wracks der Erebus und der Terror gefunden.

Ich war sehr gespannt auf Erebus, zumal ich mich für die Arktis, die Antarktis und Seefahrt interessiere. Trotzdem empfand ich Michael Palins Buch oft als zu langatmig – vielleicht war es auch einfach die falsche Zeit für die Lektüre, und ich probiere irgendwann noch einmal mein Glück.

Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen, aber ich empfand die Schilderungen der früheren Expeditionen der Erebus als zu ausführlich, hätte mir einen stärkeren Fokus auf die letzte Fahrt des Schiffes in arktische Gefilde gewünscht.

Durch die vielen Berichte früherer Reisen war es so, dass ich am Ende kaum noch Interesse am Erebus-Unglück hatte. Nichtsdestotrotz bekommt man hier einige spannende Informationen zur Seefahrt im Allgemeinen und zu Reisen in die Arktis und in die Antarktis.

Michael Palin: Erebus. Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See. Aus dem Englischen von Rudolf Mast. mare verlag, 2019, 400 Seiten; 28 Euro.

Dieser Post ist Teil meines Monatsthemas „Arktis und Antarktis“ im Januar 2021.

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