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Felix Blom – Mord an der Spree (Felix Blom, Band 3) von Alex Beer (Hörbuch)

„Ein besonders verrufener Ort im alten Berlin war der sogenannte Krögel, ein düsterer, verwinkelter Gebäudekomplex, der den selben Namen trug wie die Gasse, in der er sich befand.“ (Track 113)

Am Ostersonntag des Jahres 1870 machen vier Freundinnen einen Ausflug zur Spandauer Spitze und kehren dort im Biergarten Spandauer Bock ein. Eine der vier, Agnes, verlässt kurz darauf plötzlich den Biergarten und kehrt nie wieder zurück.

Neun Jahre später führt eine der vier Freundinnen, die frühere Prostituierte Mathilde Voss, zusammen mit dem Ex‑Häftling Felix Blom eine Privatdetektei. Die Detektei ist in Geldnöten, doch da kommen zwei Aufträge rein: Ein Hündchen wird vermisst, und die Detektei soll dieses aufspüren, und ein Mann beklagt den Diebstahl von Schmuck, den Mathilde für ihn finden soll.

Doch dann kommt es zu zwei Todesfällen, und Mathilde steht plötzlich im Fokus der Polizei und ist die Hauptverdächtige.

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Die Sache mit der Angst. Und wie ich lernte, damit zu leben von Daan Heerma van Voss

„Es gibt keinen noch so kleinen Organismus, der nicht über eine Angstreaktion verfügt, und kein Wesen ist so groß, dass es der Angst entgeht.“ (Seite 16)

Die Partnerin des Autors schlägt eine räumliche Trennung vor und möchte, dass er sich mit seinen zahlreichen Ängsten intensiv auseinandersetzt. Daraufhin begibt sich der Autor auf eine Art Reise, eine „Reise zu der Antwort auf die Frage, was Angst genau ist, wo dieses Phänomen herkommt, was wir von ihr lernen können und wie wir mit ihr umgehen müssen.“ (Seite 16)

Daan Heerma van Voss erzählt in seinem Buch initial von der Epidemiologie von Angststörungen und von verschiedenen Denkstilen. Er setzt sich schließlich mit der Geschichte seiner Familie auseinander und bettet diese in historische Begebenheiten und in seine eigene Geschichte ein. Van Voss berichtet zudem u.a. von Epigenetik, von Bindungstheorie, von der Geschichte der Lernpsychologie, der Psychotherapie und der Behandlung mit Antidepressiva.

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Der Bücherfreund. Erzählung von Monika Helfer und Kat Menschik

„Wenn er allein wäre, nur mit uns, dann würde es in seinem Leben nur noch einen Trost geben, nämlich die Bücher. Was aber, wenn er beide verlöre, seine Frau und seine Bücher?“ (Seite 43)

Monika Helfers Vater ist ein Bücherfreund: „Er liebte seine Bücher mehr als die Menschen, denn die konnten ihm Böses antun. Die Bücher niemals und nie.“ (Seite 7)

Helfer erzählt in ihrer Geschichte von ihrem Vater, der als 17-Jähriger im Krieg ein Bein verliert, dann seine Ehefrau kennenlernt und heiratet und schließlich ein Kriegsopfererholungsheim in den Bergen leitet. Dort richtet er mit Hilfe eines dankbaren Professors, der seinen kriegsbeschädigten Sohn ins Heim geschickt hat, eine große Bibliothek ein.

Doch eines Tages kommt ein Brief, dass sich das Heim nicht mehr rentiere, geschlossen werden müsse und dass die Bücher abgeholt werden.

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Über Suizidalität sprechen. Erfahrungen aus der Angehörigenberatung von DIE ARCHE – Suizidprävention und Hilfe in Lebenskrisen e.V. (Herausgeber)

„Suizid ist in unserer Gesellschaft noch immer mit einem Stigma belegt.“ (Seite 11)

Das Buch vermittelt viel Wissen darüber, wie wichtig es ist und warum es wichtig ist, über Suizidalität zu sprechen. Es werden Warnsignale erwähnt und Informationen gegeben, wie man in Kontakt mit professionellen Helfern kommen kann. Es wird beschrieben, was man konkret tun kann, wenn Angehörige suizidal sind, wie man mit der eigenen Angst umgeht und was man bezüglich Selbstfürsorge und Grenzsetzung tun sollte. Außerdem wird dargestellt, was die Wissenschaft über Suizidalität weiß und was sie nicht weiß.

Wichtig zu erwähnen finde ich, dass im Buch nur Geschichten von Bewältigungen einer suizidalen Krise erzählt werden.

„Wissen über Suizidalität vermittelt zu bekommen oder sich anzueignen, kann Orientierung geben und den Umgang erleichtern.“ (Seite 44)

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Mafia. 100 Seiten von Petra Reski

„Das ist die Theorie der Zwischenwelt. Oben sind die Lebenden und unten sind die Toten, und wir sind dazwischen. Wir sind dazwischen, weil auch die Personen, die sich in der oberen Welt befinden, ein Interesse daran haben, dass jemand aus der unteren Welt Sachen erledigt, die niemand anderes machen kann. Das ist es: Alles vermischt sich miteinander.“ (Seite 21)

Petra Reski erzählt in ihrem Buch von Familie und Blutrache, von der Entstehung und Entwicklung der italienischen Mafia, von Cosa Nostra, ‚Ndrangheta, Camorra und Sacra Corona Unita, von der Arbeit von und den Attentaten auf Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, vom Einfluss der Mafia auf und in Deutschland, vom Literaturbetrieb und der Filmindustrie. Am Ende räumt Reski mit zehn Mafia-Mythen auf.

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Konfrontieren in der Psychotherapie. 75 Therapiekarten von Ruth Kohlhas und Gitta Jacob

„Konfrontative Strategien bezeichnen ein Vorgehen, mit dem klar, direktiv und deutlich angesprochen wird, wenn eine Patientin bestimmte dysfunktionale Verhaltensweisen oder Muster aufweist. Meist handelt es sich dabei um Verhaltensweisen in der therapeutischen Sitzung, die eine konstruktive Arbeit erschweren, etwa sehr dominantes und destruktives Gesprächsverhalten. […] Es geht hier also nicht um Konfrontation im Sinne einer Expositionsbehandlung, sondern um ein Konfrontieren im Sinne eines ‚Sagen, was auffällt‘.“ (Seite 4)

Diese Therapiekartenbox enthält 75 Karten, die in fünf Module aufgeteilt sind:
Modul 1: Konfrontation – Praktisches Vorgehen.
Modul 2: Typische Situationen und Patient:innen für Konfrontationen
Modul 3: Konfrontation – Formate
Modul 4: Die therapeutische Beziehung
Modul 5: Selbsterfahrung

Dabei betonen die Autorinnen, dass die Karten – im Gegensatz zu den üblichen Therapiekartensets von Beltz – nicht dafür gedacht sind, sie zusammen mit Patient:innen zu besprechen, sondern sich lediglich an Therapeut:innen richten.

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Fettnäpfchenführer Neuseeland von Silke Noll

„[…] tauche ein in eine einzigartige Kultur, die sich aus den ersten englischen Siedlern und den indigenen Māori zu einer der multikulturellsten Gesellschaften weltweit entwickelt hat.“ (Klappentext)

Die 36-jährige Birgit kommt aus Deutschland nach Neuseeland, und im Buch werden bestimmte Situationen beschrieben, in die sich Birgit begibt bzw. die ihr zustoßen.

Im Anschluss wird erklärt, in welches Fettnäpfchen sie dabei getreten ist, und die Autorin gibt Tipps, wie Birgit es hätte besser machen können.

Silke Noll erzählt dabei über Geografie und Importbeschränkungen, Fauna und Flora, Einladungen und Begrüßung, Potluck und Smalltalk, Erdbeben und Vulkane, Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit, Māori und Tattoos.

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Die Rose von Nischapur von Amir Hassan Cheheltan

„Die kurze Rundfahrt, auf Naders Vorschlag hin unternommen und von David begrüßt, hatte ihn nicht ins Herz Teherans, sondern ins Innere des Landes Iran geführt.“ (Seite 17)

David und der Iraner Nader treffen sich bei einer Lesung, freunden sich an. Vierzehn Monate später erfüllt sich David, der fasziniert ist vom persischen Dichter Omar Khayyam, einen großen Traum, reist in den Iran, besucht Nader in seiner Heimat Teheran. Dort lernt David auch die Verlobte von Nader kennen, Nastaran.

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Narzissmus. Grundlagen – Formen – Interventionen von Marc Walter und Oliver Bilke-Hentsch

„Wir haben es mit einem Begriff zu tun, der von einem normalen Narzissmus bis zu einem pathologischen Narzissmus reicht, wo aber ist diese Grenze genau anzusiedeln?“ (Seite 19)

Marc Walter und Oliver Bilke-Hentsch befassen sich in der Einleitung ihres Buches mit Fragen danach, wie sich die psychiatrische Klassifikation narzisstischer Störungen entwickelt hat, wann eine Person narzisstisch ist und wann dies zu einem psychischen Problem wird, wie sich pathologischer Narzissmus in der Gesellschaft zeigt, wie eine narzisstische Störung entsteht und wie häufig sie auftritt, wie man eine narzisstische Störung feststellt und sie diagnostiziert, wie sich die narzisstische Problematik über die Lebensspanne verändert etc.

Danach setzen sich die beiden Autoren ausführlicher mit Konzeptionen des Narzissmus auseinander, beschreiben die gesellschaftliche Relevanz des Narzissmus, gehen näher auf Ätiologie und Epidemiologie ein, stellen klinische Phänomene des Narzissmus dar, befassen sich mit Narzissmus in den Lebensphasen Kindheit, Jugend, junges Erwachsenenalter usw. sowie beschreiben letztendlich die Therapie des Narzissmus.

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Bonjour Bretagne. Echte Herzensorte zwischen Galette und Gezeiten von Christa Pöppelmann

„Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die Bretagne! Nicht an die Bretagne, wie man sie aus Hochglanzbroschüren oder von Instagram kennt, sondern an die Region, wie sie wirklich ist: rau, herzlich, authentisch und voller Geschichten. Geschichten, die vom Alltag erzählen und von den Menschen, die hier leben.“ (Seite 4)

Christa Pöppelmann erzählt in ihrem Buch von verschiedenen Regionen der Bretagne: Ille-et-Vilaine, Côtes-d’Armor, Finistère und Morbihan und setzt sich zudem detaillierter mit bestimmten bretonischen Phänomenen und Besonderheiten auseinander, z.B. Cidre, Jakobsmuscheln, Austern, Bretonnen-Shirt, Hortensien, Kommissar Dupin und Fleur de Sel.

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