Archiv der Kategorie: Berlin

styleguide Berlin von Ellen Teschendorf und Petra Albert

„eine Seite von Berlin zeigen […], die Sie sonst nicht gesehen hätten“

Ellen Teschendorf und Petra Albert zeigen in ihrem styleguide Berlin besondere Geschäfte, Restaurants, Cafés, Bars und Hotels sowie spannende Orte für Kunst und Kultur. Dabei gehen sie nach Ortsteilen vor (Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg, Charlottenburg, Tiergarten) und bieten dem Leser Touren durch diese, so dass vorgeschlagene Locations bequem an einem Tag besucht werden können.

Ich bin Neu-Berlinerin und entdecke gerade die Stadt. Der styleguide Berlin hat mir schöne Einblicke in meine neue Heimat beschert, und viele der erwähnten Locations sind auf meine To-do-Liste gewandert.

Der styleguide Berlin ist sehr shoppinglastig, und Shoppingqueens und -kings werden hier ganz auf ihre Kosten kommen. Ich hatte mich mehr auf Tipps für Restaurants, Cafés etc. gefreut, und davon gibt es auch einige im Buch, aber der Fokus liegt meines Erachtens eher auf Geschäften und Lädchen.

Die Idee, die Aufmachung und das Layout gefallen mir sehr gut. Der styleguide Berlin ist ein ganz besonderer Reiseführer, der dem Leser Orte vorstellt, die man sonst eher durch Tipps von Freunden oder durch Zufall entdeckt. Dieses Konzept ist spannend und bietet für jeden den richtigen Tipp, macht Lust auf die Stadt und zeigt sicher sogar Alt-Berlinern neue Seiten ihrer Heimat.

Ich habe durch das Buch viele schöne Tipps bekommen und werde bald einige der erwähnten Orte aufsuchen und erkunden. Für mich waren vor allem die Restaurant- und Café-Tipps spannend. Shopping-Fanatiker werden beim Lesen aber noch mehr auf ihre Kosten kommen.

Ellen Teschendorf und Petra Albert: styleguide Berlin. National Geographic, 2016, 272 Seiten; 24,99 Euro.

Dieser Post ist Teil des Berlin-Themas im März 2017.

Das Einstein-Mädchen von Philip Sington

In der Nähe von Potsdam wird eine junge Frau gefunden, die blutige Schrammen an den Beinen aufweist und stark unterkühlt ist. In der Nähe des Fundorts entdeckt man ein Flugblatt, das für einen Vortrag über die Quantentheorie wirbt, bei dem Prof. Albert Einstein der Hauptredner ist. Nachdem die junge Frau aus dem Koma erwacht, kann sie sich an nichts erinnern – weder an die Umstände ihrer Verletzung noch an ihr früheres Leben. Dr. Martin Kirsch, ein Psychiater an der Berliner Charité, kümmert sich um sie und versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Das Einstein-Mädchen von Philip Sington weiterlesen

Lunapark von Volker Kutscher (Hörbuch)

Berlin im Jahre 1934: Mehr als ein Jahr nach Hitlers Machtergreifung ist Deutschland fest in der Hand der Nationalsozialisten. Kommunisten werden verfolgt, Juden drangsaliert, auf den Straßen sorgt die SA für Angst und Schrecken.

In diesen schwierigen Zeiten ermittelt Gereon Rath im Fall eines SA-Mannes, dessen Leiche unter einer Eisenbahnbrücke gefunden wurde: übel zugerichtet und unter einer unvollendeten kommunistischen Parole liegend. Schnell wird klar, dass er an einem Glasauge erstickt ist und dass ihm die Verletzungen post mortem zugefügt wurden. Lunapark von Volker Kutscher (Hörbuch) weiterlesen

Berlin – damals und heute von Wieland Giebel

Berlin – damals und heute beinhaltet Fotografien vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, die Bildern aus der Neuzeit gegenübergestellt werden. Zu den Fotografien werden Informationen über das Motiv und seine Entwicklung in sehr kurzen Legenden geboten, welche in sechs Sprachen abgedruckt sind. Berlin – damals und heute von Wieland Giebel weiterlesen

Unterleuten von Juli Zeh

„Mit dem Dorf stimmt was nicht. Ganz massiv.“

Das brandenburgische 200-Seelen-Dorf Unterleuten wirkt auf den ersten Blick wie die perfekte Idylle: Obstbäume, eine Dorfgemeinschaft, die sich schon lange kennt, Natur pur. Doch unter der Oberfläche brodeln Konflikte, die weit zurück in die Vergangenheit der Dorfbewohner führen und die sich dramatisch verstärken, als ein Windpark in unmittelbarer Nähe des Dorfes errichtet werden soll. Bald machen sich die verschiedenen Konfliktparteien gegenseitig das Leben schwer, und das idyllische Unterleuten wird immer mehr zur Hölle. Unterleuten von Juli Zeh weiterlesen

Zurück in Berlin von Verna B. Carleton

„Da war sie, die vielbeschriebene geteilte Stadt, die Spaltung menschlicher Schicksale in zwei Welten“

Auf dem in die Jahre gekommenen Ozeandampfer Caribe trifft die Ich-Erzählerin den Londoner Eric Devon, der sich zwar als Brite ausgibt, aber eigentlich aus Berlin-Schöneberg stammt, Erich Dalburg heißt und Deutschland 1934 verlassen hat. Zurück in Berlin von Verna B. Carleton weiterlesen

Gebrauchsanweisung für Berlin von Jakob Hein

„Ein echter Berliner würde sich doch niemals dazu herablassen, einem anderen etwas über Berlin zu erzählen. Wozu auch?“

Jakob Hein erzählt in seiner Gebrauchsanweisung für Berlin von der Geschichte der Stadt, von der Teilung in Ost- und West-Berlin, von den verschiedenen Bezirken und vom U-Bahn-Netz, von Kunst und Kultur, vom Speckgürtel und vom Wohnungsmarkt, von Speisen und Getränken, von Kleingartenkolonien und von der Sprache. Gebrauchsanweisung für Berlin von Jakob Hein weiterlesen

DuMont direkt Reiseführer Berlin von Wieland Giebel

„Berlin ist eine Mischung aus Adrenalin, Chillout und Grün.“ (Burkhard Kieker)

Wieland Giebel ist wahrhaft ein Berlin-Experte, wie seine verschiedenen Tätigkeiten in Zusammenhang mit Berlin und seiner Geschichte zeigen: Er ist u.a. Gründer des Berlin Story Verlags und konzipierte das Berlin Story Museum. In DuMont direkt Berlin erzählt er über die Stadt und ihre Besonderheiten.

Giebel leitet den Leser dazu an, Berlin über 15 Wege zu erkunden, z.B. über den Boulevard Unter den Linden, über die Oranienburger Straße, durch das Regierungsviertel, über die East Side Gallery und über Stadtteile wie Kreuzberg, Neukölln und den Prenzlauer Berg. DuMont direkt Reiseführer Berlin von Wieland Giebel weiterlesen

Ellbogen von Fatma Aydemir

„Plötzlich habe ich das Gefühl, dass mein ganzes Leben darauf zugesteuert ist. Auf diese eine Nacht, in der alles eine Bedeutung bekam.“

Die 17-jährige Hazal lebt im Berliner Wedding und möchte gerne so sein wie andere Mädchen in ihrem Alter, doch ihre strengen Eltern, die aus der Türkei eingewandert, noch immer nicht in Deutschland angekommen sind und sich fremd in der zweiten Heimat fühlen, ermöglichen ihr keine normale Jugend. Hazal fühlt sich eingeschränkt und in ihrer Freiheit beschnitten, sie hat Sehnsüchte und Wünsche, weiß aber, dass der Lauf ihres Lebens vorbestimmt ist, dass sie keine echte Wahl hat: „Warten auf eine bessere, reichere, eigene Zukunft, die es nicht geben wird, weil ich sie längst verpasst habe.“. Ellbogen von Fatma Aydemir weiterlesen