
„Endlinge – die Letzten ihrer Art.“ (Seite 7)
Bernhard Kegel stellt in seinem Buch 50 ausgewählte Tierarten vor, die ausgestorben sind.
Dabei werden Säugetiere (z.B. Riesenwombat, Höhlenbär, Quagga, Beutelwolf, Breitkopfkänguru), Vögel (z.B. Dodo, Riesenalk, Rosenkopfente, Elfenbeinspecht, Huia), Fische (Gravenche, Bodensee-Kilch, Furu), Amphibien und Reptilien (Pinta-Riesenschildkröte, Kapverdischer Riesenskink, Goldkröte und Magenbrüterfrosch) sowie Wirbellose (z.B. Uraniafalter, Baumschnecke) porträtiert, und neben den historischen Illustrationen aus den Beständen der Staatsbibliothek Berlin erhält der Leser Informationen zu Verwandtschaft, Vorkommen, Aussterbezeitpunkt und -ursache sowie Wissenswertes zum Tier selbst.
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„Wir sollten Pilze niemals unterschätzen. Sie richten Milliardenschäden an, weil sie Holz, Leder, Textilien, Papier, Lebensmittel und alle möglichen und unmöglichen Materialien zersetzen; sie gefährden Pflanzen, Tiere und Menschen (und andere Pilze), indem sie Krankheiten und Allergien verursachen; sie produzieren Giftstoffe, werden für bestimmte Arten von Krebs verantwortlich gemacht, haben Millionen Menschen umgebracht, sind Urheber der meisten Pflanzenkrankheiten und haben weltweit im drastischen Ausmaß Ernten vernichtet. Doch neben all dem machen sie unsere schöne Welt und Natur zu dem, was sie sind: zu einem einzigartigen Ökosystem.“
„Ich kaute, schleckte, würgte, schnupperte und tapste mich der Welt des Dachses entgegen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ihr näher zu kommen, nur um dann festzustellen: Die Dünkelhaftigkeit dieses Gefühls implizierte, dass ich ihr ferner war denn je.“
„Denn Ökosysteme verändern sich, wenn Arten verschwinden. Ohne Bestäuber wachsen keine Feldfrüchte. Ohne Beutegreifer zerreißt die Nahrungskette. Ohne Affen, Vögel oder Schildkröten werden im Wald keine Samen mehr verbreitet, und damit sterben auch die Bäume aus, die uns mit sauberer Luft und frischem Wasser versorgen und das Klima im Gleichgewicht halten. Wir müssen begreifen, dass die Wälder und Meere, die Feuchtgebiete und Savannen der Welt nicht nur den Tieren in diesem Buch einen Lebensraum bieten. Sie sind das gemeinsame Zuhause für uns alle.“




