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Belletristik und Sachbücher über Rabenvögel

In diesem Post liste ich Belletristik, Sachbücher und Erinnerungen über Rabenvögel auf.

Meine Liste ist selbstverständlich nicht vollständig. Ich würde mich sehr über Ergänzungen und Empfehlungen in den Kommentaren freuen.

In Klammern habe ich diejenigen Bücher gesetzt, die mir nicht so gut gefallen haben, die ich persönlich also nicht empfehlen kann. Mit einem Sternchen versehen habe ich Bücher, die ich selbst noch nicht gelesen, zu denen ich mir somit noch keine eigene Meinung gebildet habe.

BELLETRISTIK
*The Crow. Ultimate Edition von James O’Barr
*Kaltenburg von Marcel Beyer
Märchen von Raben von Christel und Thomas Bücksteeg
Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman
*In der Wüste – Am Fluss von Barry Lopez
Krabat von Otfried Preußler
*Alles über Frau Dohle von Oliver Susami
*Herr Krähe muss zu seiner Frau von Rachel van Kooij
*Die unheimliche Krähe am See von Martina Wildner

SACHBÜCHER UND ERINNERUNGEN
Die Genies der Lüfte von Jennifer Ackerman
Bird Brain von Nathan Emery
Penguin Bloom. Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete von Cameron Bloom und Bradley Trevor Greive
*Kolkrabe & Co. Verhalten und Strategien intelligenter Lebenskünstler von Dieter Glandt
Die Weisheit der Raben von Bernd Heinrich
Rabenschwarze Intelligenz. Was wir von Krähen lernen können von Josef H. Reichholf
Krähen. Ein Portrait von Cord Riechelmann
Der Herr der Raben. Mein Leben als Ravenmaster im Tower von London von Christopher Skaife
Leg dich nicht mit Krähen an! von Jörg Zittlau

Dieser Post ist Teil meines Rabenvögel-Monatsthemas im September 2020.

Die Weisheit der Raben von Bernd Heinrich

„Rabenjunge großzuziehen hat mir immer Freude bereitet, aber ich will die Schwierigkeiten nicht verschweigen, die eine solche Elternschaft mit sich bringt.“ (Seite 24)

Bernd Heinrich liebt Raben. Er beobachtet sie, er liest über sie, er tauscht sich mit anderen Experten aus, er führt Feldstudien durch.

In Die Weisheit der Raben erzählt er im Detail vom Leben der Raben, von Nahrung und Jagd, Verhalten von Jungvögeln und Eltern, Dominanzhierarchie und Revierverhalten, Kommunikation und Wiedererkennen, Nestbau und Nachwuchs, Prägung und Erziehung, Partnerschaften und Sozialleben, Verstecken und Täuschen, Spielen und Intelligenz, Bewusstsein und Emotionen.

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Bird Brain von Nathan Emery

„insofern sollte der Begriff „Spatzenhirn“ nicht mehr als Schimpfwort, sondern als Kompliment gelten!“

Nathan Emery erzählt in seinem Buch Bird Brain von der Wandlung unseres Verständnisses von Vogelintelligenz, von Navigationsleistungen von Vögeln, von der Kommunikation, vom Sozialverband, vom Werkzeuggebrauch sowie vom Selbstverständnis und der Vorstellungskraft bei Vögeln. Dabei sind seine Ausführungen wissenschaftlich fundiert, aber meiner Meinung nach auch für Laien verständlich und nachvollziehbar. Neben Erkenntnissen aus der Hirnforschung spricht Emery auch Aspekte der (Verhaltens-) Psychologie, Neuroanatomie, Mythologie und Religion sowie aus Film und Kunst an. Bird Brain von Nathan Emery weiterlesen

Die Genies der Lüfte von Jennifer Ackerman

„Die Behauptung, Menschen seien erfolgreicher oder höher entwickelt, hängt entschieden davon ab, wie man diese Begriffe definiert.“ (Seite 19)

„[…] die angeblich zentralen Unterscheidungsmerkmale zwischen Vögeln und unseren nächsten Primatenverwandten – Werkzeugbau, Kultur, die Fähigkeit, zu schlussfolgern, sich an die Vergangenheit zu erinnern und an die Zukunft zu denken, die Fähigkeit, den Blickwinkel eines anderen einzunehmen sowie voneinander zu lernen – scheinen sich, eines nach dem anderen, in Luft aufzulösen. Viele unserer hochgeschätzten Formen von Intelligenz scheinen sich – entweder teilweise oder im Ganzen – bei den Vögeln ziemlich unabhängig und sehr raffiniert direkt neben den unsrigen entwickelt zu haben.“ (Seite 22)

Jennifer Ackerman geht in Die Genies der Lüfte näher auf diese Fähigkeiten ein und erzählt von Geradschnabelkrähen und Metawerkzeuggebrauch, Schwarzkopfmeisen und Gehirngröße, Inseln und Evolution, Keas und Spielen, Kohlmeisen und Sozialleben, Krähen und Geschenken, Spottdrosseln und Imitation, Laubenvögeln und Ästhetik, Weißscheitelammern und Orientierung, Spatzen und Anpassungsvermögen. Die Genies der Lüfte von Jennifer Ackerman weiterlesen

Krabat von Otfried Preußler (Hörbuch)

„[…] dort geschah es, dass Krabat zum ersten Mal jenen seltsamen Traum hatte.
Elf Raben saßen auf einer Stange und blickten ihn an. Er sah, dass ein Platz auf der Stange frei war, am linken Ende. Dann hörte er eine Stimme. Die Stimme klang heiser, sie schien aus den Lüften zu kommen, von fern her, und rief ihn bei seinem Namen.“
(CD 1, Track 1)

Der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat träumt von einer Stimme, die ihm befiehlt, nach Schwarzkollm in die Mühle zu kommen. Der Traum wiederholt sich, und nach dem dritten Mal beschließt Krabat, der Stimme zu gehorchen und sich auf den Weg zu machen.

In der Mühle beginnt er als Lehrjunge, mit ihm leben und arbeiten dort elf weitere Mühlknappen, doch der Meister lehrt sie nicht nur das Müllerhandwerk, sondern unterrichtet sie auch in der schwarzen Kunst.

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Der Herr der Raben. Mein Leben als Ravenmaster im Tower von London von Christopher Skaife

„Nur wenn wir Tieren mit Respekt begegnen, können wir hoffen, dass sie uns ebenfalls respektieren.“ (Seite 67)

Laut einer Legende aus dem 17. Jahrhundert wird der Tower zu Staub zerfallen und großes Unglück über das Königreich hereinbrechen, sobald die Kolkraben, die im Tower leben, diesen verlassen. Damit den Raben nichts geschieht, gibt es einen Ravenmaster, der von den Yeoman Warders, auch bekannt als Beefeaters, gestellt wird.

Zum Zeitpunkt des Schreiben des Buches ist Christopher Skaife der Ravenmaster am Londoner Tower. Dort ist er für die Sicherheit, die Pflege und das Wohlbefinden von sieben Kolkraben zuständig. In seinem Buch stellt Skaife die sieben Raben vor, erzählt von seinem und ihrem Leben im Tower, von seinem und ihrem Tagesablauf, von der Gefahr durch Füchse, von der Nahrung der Raben, von ihrer Kommunikation und ihrer Intelligenz.

Der Herr der Raben. Mein Leben als Ravenmaster im Tower von London von Christopher Skaife weiterlesen

Nordische Mythen und Sagen von Neil Gaiman (Hörbuch)

„Er hat zwei Raben, die er Hugin und Munin nennt, was Gedanke und Erinnerung bedeutet. Diese Vögel fliegen hin und her durch die Welt, halten Ausschau nach Neuigkeiten und tragen Odin das Wissen über alle Dinge zu. Sie lassen sich auf seine Schultern nieder und flüstern ihm ins Ohr.“ (CD 1, Track 1)

Neil Gaiman erzählt in Nordische Mythen und Sagen die Geschichten um Odin und seine Raben Hugin und Munin, Thor und seinen Hammer Mjöllnir, Loki und seine Kinder, die er mit der Riesin Angrboda gezeugt hatte: die Midgardschlange, den Fenriswolf und die Totengöttin Hel.

Gaiman nimmt uns mit nach Midgard, die Welt der Menschen, Asgard, die Welt der Götter, und nach Hel, ins Reich der Toten, erzählt von Yggdrasil, der Weltenesche, und berichtet von Ragnarök, dem Untergang der Götter.

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Krähen. Ein Portrait von Cord Riechelmann

„Die Kulturgeschichte der Menschen vollzieht sich unter der Beobachtung der Krähen.“ (Seite 8)

Cord Riechelmann hat in seinem Portrait eine Menge Wissen über Krähen/Rabenvögel zusammengetragen, erzählt von ihrem Verhältnis zu Sterbenden und dem Tod, über ihre Rolle in der Mythologie, von Brütern und Nicht-Brütern, Nebelkrähen in Kreuzberg, Kolkraben am Nordkap, Saatkrähen in Sankt Petersburg, Dschungelkrähen in Tokio, die ihre Nester mit zusammengeklauten Drahtkleiderbügeln verstärken, glücksbringenden Elsternpaaren in der Mongolei, Raben im Tower of London, Konrad Lorenz, Alfred Hitchcock und Äsop.

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Leg dich nicht mit Krähen an! von Jörg Zittlau

„So sind in Großstädten wie Berlin, Dresden, Bremen und Koblenz bereits ganze Stadtteile unter der Kontrolle von zivilisationstauglichen Raben und Krähen. Sie zwacken den Hunden in die Schwänze, greifen sich die Bretzel aus der Babyhand, reißen gelbe Säcke auf und picken für den Nestbau Dichtungen aus den Fenstern.“

Anders als Tiere und Pflanzen, die sich an sich verändernde Umweltbedingungen anpassen müssen und nur dann überleben, wenn sie dies erfolgreich bewältigen, modifiziert der Mensch seine Umwelt so, dass sie für ihn und seine Bedürfnisse passt.

„Mittlerweile haben die Anpassungsleistungen des Menschen jedoch Dimensionen erreicht, die deutliche Spuren in der Umwelt hinterlassen und dadurch den Anpassungsdruck auf deren Bewohner extrem erhöhen. […] Der Mensch verändert die Umwelt in einem Eiltempo, das normalerweise in der Evolution nicht vorkommt; es sei denn, dass ein Meteor einschlägt oder gleich mehrere Vulkane ausbrechen.“ Leg dich nicht mit Krähen an! von Jörg Zittlau weiterlesen

Penguin Bloom. Der kleine Vogel, der unsere Familie rettete von Cameron Bloom und Bradley Trevor Greive

„Und dann kam Penguin zu uns.“ (Seite 26)

Cameron Bloom und Bradley Trevor Greive erzählen in Penguin Bloom, wie sich Cameron und seine Frau Sam kennengelernt haben, von ihrer Ehe, vom Reisen, von ihren Kindern und schließlich von einem Unfall in Thailand, bei dem Sam schwer verunglückte, zwischen Leben und Tod schwebte und von dem sie irreversible Schäden zurückbehalten hat.

Sam verzweifelt an der großen Wendung ihres Lebens, an ihrer Querschnittslähmung und dem Verlust ihres Geschmacks- und Geruchssinns, findet ihr Leben nicht mehr lebenswert, möchte sterben.

Doch dann tritt Penguin in das Leben der Familie.

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