40 Tage Georgien von Constanze John

„Aber um ein Gefühl für unser Land zu bekommen, setzen Sie sich doch bitte auch einmal zu einem Georgier mit an den Tisch. Unterhalten Sie sich mit ihm! Natürlich können Sie in der selben Zeit auch viele Bücher lesen, Reiseführer beispielsweise, und Landkarten studieren. Sie können sich alle möglichen Apps herunterladen, und damit in ganz kurzer Zeit ganz viel sehen und besichtigen. Aber so werden Sie nie erfassen können, was uns Georgier ausmacht, wie unser Leben hier geht.“ (Seite 210)

Constanze John ist durch Georgien gereist und erzählt in 40 Tage Georgien von Singen und Rosenfest, Tbilissi und Schwefelbad, Geschichte und Legenden, Zoroastrismus und Christentum, Sunniten und Schiiten, Judentum und Toleranz, Chinkali und Chatschapuri, Filmemachern und Musikern, Sprache und Nachnamen, Verkehrschaos und Metrolinie, UdSSR und Unabhängigkeit, Bürgerkrieg und Militätputsch, Stalin und Stalinkult, Höhlenstädten und Kühen, Supra und Alkohol, Südossetien und Abchasien, Prometheus und Rustaweli, Taxi und Marschrutka, Frauenraub und Wehrtürmen, Nussfabrik und Weinanbau. 40 Tage Georgien von Constanze John weiterlesen

Killerpflanzen von Elizabeth A. Dauncey und Sonny Larsson

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“ (Seite 196, Zitat von Paracelsus)

Die Botanikerin Elizabeth A. Dauncey und der Pharmazeut und Phytochemiker Sonny Larsson erzählen in ihrem gemeinsamen Buch Killerpflanzen von Parasiten, Halbparasiten, Klassifikation von Pflanzen, Evolution, Aufbau von Blüten, Früchten und Samen, Photosynthese und der Wirkung von Giften im Körper, bevor sie Pflanzen vorstellen, die den Herzrhythmus verändern, das Zentrale Nervensystem angreifen, die Muskelfunktionen modifizieren, Hautirritationen hervorrufen, Magen-Darm-Beschwerden verursachen, zu Leber- und Nierenfunktionsstörungen führen, das Krebsrisiko erhöhen bzw. den Fötus schädigen. Das letzte Kapitel beschäftigt sich schließlich mit der Nutzung von Giftpflanzen in der Medizin. Killerpflanzen von Elizabeth A. Dauncey und Sonny Larsson weiterlesen

Die Katze und der General von Nino Haratischwili (Hörbuch)

„Und dann, in solchen selbstvergessenen Augenblicken in mit schwarzem Molton abgehängten Probenräumen oder verrauchten Eckkneipen, gelang ihr etwas, das sich wie Glück anfühlte.“ (Track 37)

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch, der von allen „der General“ genannt wird und im Ersten Tschetschenien-Krieg gekämpft hat, hat sich ein neues Leben in Berlin aufgebaut, doch die Erinnerungen an den Krieg lassen ihn nicht los.

Nach dem Krieg wurde der General mit drei anderen Männern angeklagt, ein tschetschenisches Mädchen entführt, vergewaltigt und getötet zu haben. Nun ist für ihn die Zeit der Abrechnung gekommen, und dafür braucht er die Hilfe einer Schauspielerin, die sich „Katze“ nennt, die dem tschetschenischen Mädchen (Nura) verblüffend ähnlich sieht und der er viel Geld bietet, damit sie in einem Video das getötete Mädchen spielt. Die Katze und der General von Nino Haratischwili (Hörbuch) weiterlesen

Wildlife Fotografien des Jahres – Portfolio 28

„Kunstfertigkeit und neue Sichtweisen auf die Natur“ (Seite 8)

Aus mehr als 45.000 Fotografien aus 95 Ländern wurden 100 Bilder von einer Jury ausgewählt, um den Naturfotografen des Jahres zu wählen. Im Buch finden sich die Gewinner der insgesamt 16 Kategorien, zudem erfährt der Leser mehr über die Hintergründe des Wettbewerbs, die Jury und die Auswahlkriterien. Wildlife Fotografien des Jahres – Portfolio 28 weiterlesen

Die schönsten georgischen Märchen von Heinz Fähnrich (Hrsg.)

„Vor einigen hundert Jahren lebte ein König, der war sehr hartherzig und stolz. Niemandem schenkte er Gnade, sein ganzes Volk lebte in Not und Pein, nur jene nicht, die Tag und Nacht sein Lob sangen.“ (Seite 151f)

Heinz Fähnrich hat die schönsten georgischen Märchen übersetzt und im vorliegenden Band veröffentlicht. Erzählt wird von Herrschern, ihren Söhnen und Töchtern, von bösen Stiefmüttern, von Drachen und Riesen, von Wesiren, von wundersamen Pflanzen, verzauberten Tieren und verhexten Menschen.

Die Märchen drehen sich um die Themen Liebe, Gastfreundschaft, Sehnsucht, Mut, Rache, Hilfsbereitschaft – so man das aus der russischen, orientalischen und europäischen Märchentradition kennt. Und tatsächlich verbinden die georgischen Märchen alles, was man aus diesen oben genannten Märchenschätzen kennt, woran man gut die geschichtlichen Hintergründe Georgiens und die geografische Nähe dieser Regionen erkennen kann. Die schönsten georgischen Märchen von Heinz Fähnrich (Hrsg.) weiterlesen

Out of the Woods. A Journey Through Depression and Anxiety von Brent Williams

„In the middle of the journey of my life…
I found myself in a dark wood…
where the way was lost.“
(The Divine Comedy, Dante Alighieri 1265-1321)

Brent Williams erzählt in Out of the woods von den Symptomen seiner drei depressiven Episoden, die im Buch zeitlich gerafft wurden, und bietet so zum einen Einblicke in die Psychopathologie depressiver Störungen, zum anderen in seine persönliche Erlebens-, Gefühls- und Gedankenwelt. Out of the Woods. A Journey Through Depression and Anxiety von Brent Williams weiterlesen

Der Strand bei Nacht von Elena Ferrante

„Es wird dunkel. Nicht ein Stern ist zu sehen und auch der Mond nicht. Das Rauschen des Meeres ist lauter geworden.“ (Seite 13)

Die 5-jährige Mati hat eine kleine Katze geschenkt bekommen, und vor lauter Begeisterung lässt sie ihre Puppe links liegen, als Mati mit ihrer Familie einen Tag am Strand verbringt. Die Puppe, die normalerweise Matis Ein und Alles ist, ist darüber sehr betrübt, und als Matis Bruder sie im Sand verbuddelt, setzt sich niemand für sie ein.

Zu allem Überfluss wird die Puppe schließlich am Strand vergessen, als die Familie am Abend den Heimweg antritt. Die Puppe bleibt ganz allein zurück, und als die Nacht hereinbricht, kommt die Angst. Der Strand bei Nacht von Elena Ferrante weiterlesen

Kriegslicht von Michael Ondaatje (Hörbuch)

„Keiner weiß wirklich Bescheid über das Leben oder auch den Tod eines anderen Menschen.“ (Track 66)

Im Jahre 1945 geben die Eltern des 14-jährigen Ich-Erzählers Nathaniel und seiner fast 16-jährigen Schwester Rachel ihre beiden Kinder in die Obhut eines „Kollegen“, den die beiden Jugendlichen „den Falter“ nennen, und begeben sich – angeblich – für ein Jahr nach Singapur. Doch dann findet Nathaniel den Koffer der Mutter im Keller und ahnt, dass sie nicht dort ist, wo sie zu sein vorgibt.

Jahre später macht sich Nathaniel auf die Suche nach der tatsächlichen Geschichte seiner Mutter, spürt ihre geheime Vergangenheit auf, versucht zu verstehen, wer seine Mutter wirklich war, und trägt die Puzzleteile ihres und seines Lebens Stück für Stück zusammen. Kriegslicht von Michael Ondaatje (Hörbuch) weiterlesen

Einsame Schwestern von Ekaterine Togonidze

„Ich kann ohne Diana nicht leben und sie nicht ohne mich. Diese Worte sind wahr, sie entsprechen den Tatsachen, sind kein romantisches Gefasel.“ (Seite 31)

Diana und Lina sind siamesische Zwillinge: „zwei Nervensysteme, zwei Speiseröhren, 4 Lungenflügel, zwei Herzen, […] eine Leber, zwei Gallenblasen, zwei Mägen, […] drei Nieren, ein Mastdarm, ein Urogenitaltrakt, ein reproduktives Organ, weiblich“ (Seite 121).

Die beiden Schwestern sind grundverschieden, fühlen sich von der permanenten Nähe zu einem anderen Menschen gestört und sind gleichzeitig einsam. Nichts gehört nur der einen Schwester, alles wird zwangsläufig geteilt – bis Diana das Tagebuch-Schreiben für sich entdeckt, wodurch sie endlich etwas gefunden hat, was nur ihr gehört. Auch Lina schreibt bald ihre Gedanken und Gefühle nieder, entdeckt, wie befreiend es ist, offen über ihre Eindrücke schreiben zu können und sie nicht mit Diana teilen zu müssen.

Die Mutter der beiden Schwestern ist bei der Geburt gestorben, ihr Vater von der Bildfläche verschwunden, als seine Freundin ihm von ihrer Schwangerschaft erzählte. Aufgewachsen sind die beiden Mädchen bei ihrer Großmutter, doch als diese stirbt, sehen die beiden Schwestern einer ungewissen und beängstigenden Zukunft entgegen. Einsame Schwestern von Ekaterine Togonidze weiterlesen

Die Farbe von Milch von Nell Leyshon

„Ich erzähle dir das alles nicht gern.“

Im Jahre 1831 schreibt die 15-jährige Mary ihre Geschichte nieder. Sie erzählt vom Leben auf dem Hof ihrer Eltern, das von harter Arbeit und vielen Entbehrungen geprägt ist, berichtet von der Liebe zu ihrem Großvater und von der emotionalen Kälte ihrer Eltern und ihrer drei Schwestern.

Im Sommer 1830 wird Mary in ein benachbartes Pfarrhaus geschickt, um dort Mr Graham und seiner kranken Frau im Haushalt, bei Alltagsverrichtungen und bei der Pflege von Mrs Graham zu helfen. Dort erfährt sie zum ersten Mal Zuneigung und emotionale Wärme, doch nach dem Tod der Frau bleibt Mary allein mit Mr Graham im Pfarrhaus zurück und ihr Leben verändert sich nachhaltig. Die Farbe von Milch von Nell Leyshon weiterlesen