Annapurna. Expeditionen in die Todeszone von Reinhold Messner

„Die Annapurna war für ihn zu einem Schatz geworden, von dem er ein Leben lang zehren konnte.“

Reinhold Messner erzählt die Geschichte des zehnthöchsten Berges der Erde, berichtet ausführlich von der Erstbesteigung durch Maurice Herzog im Jahre 1950 und setzt sich kritisch mit den Ereignissen von 1950 auseinander, schildert die Besteigung der Annapurna-Südwand (1970), die Überschreitung (1984) sowie die Besteigung der Nordwestwand durch ihn selbst und Hans Kammerlander im Jahre 1985.

Egal, ob Messner von seiner eigenen Besteigung der Annapurna oder von Expeditionen von Herzog u.a. erzählt, stets beschreibt er den Berg, den Auf- und Abstieg, das Überleben in der Todeszone so plastisch, dass man das Gefühl bekommt, man wäre selbst dabei gewesen. Hier zeigt sich erneut Messners unglaubliches Erzähltalent sowie seine umfangreiche Kenntnis der Achttausender im Allgemeinen und der Annapurna im Besonderen.

Neben diesen realistischen und lebhaften Schilderungen, bei denen man viel lernen und viel staunen kann, haben mir die reichliche Bebilderung des Buches sowie die Karten der Annapurna sehr gut gefallen, welche das Gelesene noch mehr veranschaulichen.

Maurice Herzog, der Erstbesteiger der Annapurna (und zudem der erste Besteiger eines Achttausenders), ist während meiner Lektüre des Buches im Dezember 2012 im Alter von 93 Jahren gestorben. Annapurna. Expeditionen in die Todeszone war und ist für mich auch eine Respektsbekundung und eine Art Denkmal für diesen Pionier der Pioniere.

Reinhold Messner: Annapurna. Expeditionen in die Todeszone. Malik, 2008, 176 Seiten; 14 Euro.

Dieser Post ist Teil des Berge-Monatsthemas im Januar 2019.

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