Archiv der Kategorie: Meer

Das geheime Leben der Wale. Was wir von den sanften Riesen lernen können von Brian Skerry

Das geheime Leben der Wale ist das Tor zu einer anderen Dimension auf unserem Planeten der Ozeane. Diese Bilder entführen uns ins Meer, wo wir Zeugen werden: der Zärtlichkeit zwischen Walmutter und Walkalb oder des Schauspiels einer Jagd und der Freude am Spielen.“ (Seite 17)

Das Buch behandelt die (sehr persönlichen) Begegnungen Brian Skerrys mit Glattwalen, Weißwalen, Schwertwalen, Pottwalen, Buckelwalen und Delfinen.

Erzählt wird dabei z.B. von ihrem Verhalten, ihrer Kultur, ihrem Sozialleben, ihren Wanderungen, ihrer Kommunikation, ihrem Spielverhalten, der Aufzucht ihrer Jungen sowie ihrer Gefährdung durch den Menschen (durch Zerstörung ihres Lebensraums, durch Lärm und durch Jagd).

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Sonntag von Mario Vargas Llosa

„Er schloss die Augen und sprang.“ (Seite 42)

Miguel gesteht Flora seine Liebe, aber sie bittet um Bedenkzeit. Miguel hat Sorge, dass ihm sein Konkurrent Rubén in der Zwischenzeit das Mädchen ausspannen könnte, und als Rubén Miguel eine gefährliche Wette um Flora vorschlägt, sagt Miguel zu.

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„Heute dreimal ins Polarmeer gefallen“. Tagebuch einer arktischen Reise von Arthur Conan Doyle

„Ich hasse das gewöhnliche Treiben der Menschen und wäre lieber wieder auf einer Eisscholle.“

Im Jahre 1880 unterbricht Arthur Conan Doyle sein Medizinstudium und heuert als Schiffsarzt auf dem Walfänger Hope an. Für 5 1/2 Monate reist er durch die Arktis, lernt den Alltag auf dem Schiff kennen, erlegt Robben und Möwen, ist Zeuge des Walfangs und verfasst ein Logbuch mit den Beschreibungen der alltäglichen Routine auf der Hope und den wichtigsten Vorkommnissen. „Heute dreimal ins Polarmeer gefallen“. Tagebuch einer arktischen Reise von Arthur Conan Doyle weiterlesen

Erebus. Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See von Michael Palin

„Seit jeher faszinieren mich Geschichten über die Seefahrt.“ (Seite 11)

Im Mai 1845 macht sich Sir John Franklin gemeinsam mit 134 Männern auf den Weg in die Arktis. Die beiden Schiffe, die Erebus und die Terror, wurden bereits für Antarktis-Expeditionen benutzt, und nun steuert die Mannschaft das arktische Eis an, um die letzten weißen Flecken der Nordwestpassage zu kartieren.

Zum letzten Mal gesehen wird die Erebus im Juli 1845 in der Baffin Bay, sie überwintert schließlich vor Beechey Island und wird im September 1846 vor King William Island vom Eis eingeschlossen.

Die Besatzung harrt noch bis 1848 auf der Erebus aus. Mehrere Expeditionen werden entsandt, um die Männer zu retten, doch keine hat Erfolg.

Erst knappe 170 Jahre später werden die Wracks der Erebus und der Terror gefunden.

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Nordwasser von Ian McGuire

„Alles in allem dürfte es eine ruhige, vielleicht sogar etwas langweilige Zeit werden, aber weiß Gott, genau das braucht er nach dem Wahnsinn in Indien, der ungesunden Hitze, der Barbarei, dem Gestank. Wie auch immer der Walfang vor Grönland aussehen mag, so ganz bestimmt nicht.“ (Seite 34)

Im Jahre 1859 verlässt das Walfangschiff Volunteer England und macht sich auf den Weg in die arktischen Gewässer der Baffin-Bucht.

An Bord des Schiffes befinden sich lauter Männer, die in der Vergangenheit belastende Dinge erlebt haben oder ein dunkles Geheimnis mit sich herumtragen. Der Leser begegnet z.B. Brownlee, der vor drei Jahren die Perceval bei einer Kollision mit einem Eisberg verloren hat und sich nun als Kapitän der Volunteer beweisen muss. Mit an Bord ist zudem der opiumabhängige Ire Patrick Sumner, der gerade aus dem Punjab zurückgekehrt ist und nun aus eher fadenscheinigen Gründen als Schiffsarzt auf der Volunteer angeheuert hat. Auch der Harpunierer Henry Drax macht sich mit der Volunteer auf den Weg ins Nordpolarmeer, nachdem er am Vorabend des Auslaufen des Schiffes einen Mann umgebracht hat.

Die Fahrt, von der sich alle eine finanziell lohnenswerte Zeit oder zumindest eine Flucht vor der Vergangenheit versprechen, wird für die gesamte Besatzung schließlich zu einem Albtraum. Nordwasser von Ian McGuire weiterlesen

Auf der Suche nach Moby Dick. Graphic Novel nach Herman Melville von Isaac Wens und Sylvain Venayre

„Es gibt zwei Arten, etwas über eine Orange zu erfahren. Man kann ihre Oberfläche untersuchen, minutiös, Millimeter für Millimeter. Danach weiß man etwas über die Orange. Man kann aber auch ein Loch in die Schale bohren und bis ins Innere der Frucht vordringen. Auch so lernt man etwas über die Orange.“ (Seite 23f)

Moby Dick erschien erstmals 1851 in London und New York, und ich kenne den Roman als Hörbuch, das ich vor ein paar Jahren gehört habe. Richtige Freunde sind Herman Melville und ich nicht geworden, ich glaube, ich fand den Roman damals einfach zu weitschweifig, obgleich er auch sehr spannende Passagen hat.

Nun habe ich die Graphic Novel gelesen, und entgegen meiner Erwartung entspricht das Buch nicht ganz der bekannten Geschichte, sondern geht darüber hinaus: In Paris trifft ein junger Journalist einen Experten für Melvilles Werk, und gemeinsam erkunden sie nicht nur die bekannte Geschichte um Kapitän Ahab und seine Jagd auf den Wal, sondern sie lassen den Leser auch an weiterführenden Informationen teilhaben, z.B. an den Hintergründen der Veröffentlichung und an kulturgeschichtlichen Besonderheiten zur Entstehungszeit des Romans.

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Koralle & Co. Überlebensstrategien der Unterwasserwelt von Richard Smith

„Die meisten Menschen kennen Korallenriffe aus Naturdokumentationen, aber sofern man nicht das Glück hat, diese faszinierenden Ökosysteme selbst zu erleben, kann man ihre Komplexität nur schwer einschätzen.“ (Seite 9)

Richard Smith hat für sein Buch Koralle & Co. zusammengetragen, wie ein Korallenriff funktioniert, welche Tiere man hier findet, wie einzelne Teile des Ökosystems zusammenleben, wie es um die Zukunft der Riffe bestellt ist etc.

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Unser Planet von Alastair Fothergill und Keith Scholey

„Die Zukunft allen Lebens auf unserem Planeten hängt davon ab, ob wir bereit sind, jetzt zu handeln.“ (Seite 5, David Attenborough)

Unser Planet beschreibt verschiedene Lebensräume sowie die dort lebenden Pflanzen und Tiere, zeigt, wie sich diese Orte durch den Einfluss des Menschen verändert haben, was das für die Pflanzen und Tiere bedeutet und wohin der Weg noch führt.

Dabei dient das Buch der Bewusstwerdung des Schadens, den der Homo sapiens angerichtet hat, der Ermahnung, was wir jetzt ändern müssen, und der Hoffnung, dass wir noch Handlungsmöglichkeiten haben, das Ruder noch herumreißen können, wenn wir nicht länger warten, sondern genau jetzt agieren. Unser Planet von Alastair Fothergill und Keith Scholey weiterlesen

Octopus & Co. Die faszinierende Welt der Tintenfische, Kraken und Kalmare von Roger Hanlon, Mike Vecchione und Luise Allcock

„Sie sind intelligent, farbenprächtig, schnell, hoch entwickelt und ebenso skurril wie beeindruckend – Kopffüßer (Cephalopoden) leben schon seit 500 Millionen Jahren auf der Erde und faszinieren den Menschen schon seit Jahrtausenden.“ (Seite 6)

Octopus & Co. bietet neben wundervollen Fotografien ausführliche Informationen zu allgemeinen Merkmalen der vier Gruppen von Cephalopoden (Kraken/Octopusse, Kalmare, Sepien/Tintenfische, Perlboote), zu Anatomie, Lebensraum, Evolution und Stammesgeschichte, Fortpflanzung, Entwicklung, Alter und Wachstum, Fortbewegung und Wanderungen, Verhalten, Kognition, Intelligenz, Tarnung sowie zur Beziehung zwischen Cephalopoden und Menschen. Octopus & Co. Die faszinierende Welt der Tintenfische, Kraken und Kalmare von Roger Hanlon, Mike Vecchione und Luise Allcock weiterlesen

Rendezvous mit einem Oktopus von Sy Montgomery

„Wenn der Oktopus schon so schlau ist, welche anderen ähnlich begabten Tiere mag es da draußen wohl sonst noch geben? […] Tiere, die wir nicht für empfindungsfähig halten, denen wir eine eigene Persönlichkeit, ein Gedächtnis und all das eher absprechen.“ (Seite 70)

Sy Montgomery hat eine Verabredung der besonderen Art. In der Auffangstation des New England Aquariums in Boston trifft sie auf einen Pazifischen Riesenkraken, eine Begegnung, die ihre Sicht auf die Welt verändert:

„Doch was ich an diesem Tag wirklich zu entdecken begann, war mein eigener lieblich blauer Planet, eine Welt, so atemberaubend fremdartig, so erstaunlich und wundersam – ein Ort, an dem ich nach einem halben Jahrhundert meines Erdendaseins, und eines Großteils davon als Naturforscherin, nun endlich vollkommen heimisch werden sollte.“ (Seite 11) Rendezvous mit einem Oktopus von Sy Montgomery weiterlesen