Schlagwort-Archive: psychische Störungen

Soziale Angststörung (Fortschritte der Psychotherapie) von Ulrich Stangier, David M. Clark, Denise M. Ginzburg und Anke Ehlers

„Soziale Ängste sind ein verbreitetes menschliches Phänomen. Wenn sie jedoch mit so intensiver Angst vor Peinlichkeit und Blamage verbunden sind, dass starker Leidensdruck und massive Beeinträchtigungen im Beruf und in sozialen Beziehungen entstehen, kann eine Soziale Angststörung vorliegen.“ (Klappentext)

Die Autoren beschreiben initial die Störung, erwähnen dabei Differenzialdiagnosen, Epidemiologie, Risikofaktoren, Verlauf und Prognose, Komorbidität und diagnostische Verfahren.

Danach gehen sie näher auf Störungstheorien und Erklärungsmodelle ein (z.B. Theorie von Beck, Modell von Clark und Wells), thematisieren kurz Diagnostik und Indikation, bevor sie detailliert die Behandlung vorstellen.

Soziale Angststörung (Fortschritte der Psychotherapie) von Ulrich Stangier, David M. Clark, Denise M. Ginzburg und Anke Ehlers weiterlesen

Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S. Warum sie so besonders sind und was sie stark macht von Christine Carl, Ismene Ditrich, Christa Koentges und Swantje Matthies

„Die zu späte oder fehlende Diagnose kann für Frauen und Mädchen mit AD(H)S schwerwiegende Folgen haben: Sie leiden unter Selbstvorwürfen und negativen Selbstbildern, die sich im Lauf ihres Lebens ausbilden, weil auftretende Schwierigkeiten dem eigenen Unvermögen und Versagen – statt ihrer AD(H)S – zugerechnet werden.“ (Seite 13)

Die Autorinnen des Buches, die Teil der Freiburger Arbeitsgruppe AD(H)S sind, erzählen in Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S von Normalverteilung und Krankheit, Symptomen von AD(H)S und Besonderheiten bei Frauen und Mädchen, Aufmerksamkeitsspanne und Hyperfokussierung, Emotionsregulation und Fantasie, Anpassen und Selbstwertstabilisierung, Impulsivität und Überforderungserleben, Schwangerschaft und Mutterschaft, Menopause und Altern, Innenperspektive und Umgang mit Symptomen, Selbstkonzept und Selbstabwertung, Begleiterkrankungen und Folgeprobleme, Ressourcen und prominente Betroffene.

Die Welt der Frauen und Mädchen mit AD(H)S. Warum sie so besonders sind und was sie stark macht von Christine Carl, Ismene Ditrich, Christa Koentges und Swantje Matthies weiterlesen

Einsamkeit verstehen. In guter Verbindung mit mir und anderen von Nathalie Schnoor

„Was ist Einsamkeit, was ist sie nicht? Was sind ihre Folgen? Wer fühlt sich einsam? Was führt zu Einsamkeit? Wer oder was kann helfen? Was suchen wir, wenn wir eine „Lösung“ für unsere Einsamkeit suchen? Wenn Einsamkeit bedeutet, dass etwas fehlt, was ist das dann? Ist es immer die Gegenwart anderer Menschen? Gibt es etwas anderes, das die Sehnsucht, die in der Einsamkeit steckt, stillen kann?“ (Seite 8)

Nathalie Schnoor fasst in ihrem Buch die wichtigsten Aspekte von Einsamkeit zusammen. Sie schreibt, was Einsamkeit ist und was das Gegenteil von Einsamkeit ist. Sie legt dar, wie Einsamkeit von Isolation und von Alleinsein abgegrenzt wird, thematisiert das Stigma, das mit Einsamkeit verbunden ist.

Danach geht Schnoor genauer auf psychische und physische Gesundheit ein, erwähnt Ursachen für Einsamkeit und Schutzfaktoren.

Am Ende des Buches stellt die Autorin sowohl Fragebögen und Protokolle zum Thema vor als auch konkrete Hilfestellungen wie Übungen, Selbsthilfegruppen und Ansprechpartner in Krisen.

Einsamkeit verstehen. In guter Verbindung mit mir und anderen von Nathalie Schnoor weiterlesen

Impacttechniken. Kompetenz!Box Therapie und Beratung von Frauke Niehues

„Die große Kunst bei dieser Kompetenz!Box war, oft ungewöhnliche und komplexe Ideen und Vorgehensweisen auf wenig Raum gut verständlich und prägnant zu vermitteln.“ (Seite 10)

Die Box enthält stabile und schöne Karten mit 105 Impacttechniken, die folgendermaßen gegliedert sind:
– Prozessgestaltung (z.B. Karte der Möglichkeiten, Beziehungsband, Chinesische Fingerfalle)
– Themenübergreifende Methoden (z.B. Stuhlaufstellung, Brücke der Veränderung, Buch des Lebens)
– Emotion und Kognition (z.B. Karte der Gefühle, Körper-Gedanken-Pendel, Wutblatt)
– Selbstfürsorge (z.B. Das rohe Ei, Die paradoxe Sanduhr)
– Selbstmanagement (z.B. Konzentrationstrichter, Die schwere Flasche)
– Kommunikation und Interaktion (z.B. Becher der Geduld, Geschenk im Taschentuch)
– Konflikte (z.B. Beziehungswippe, Feuerlauf)
– Selbstwert (z.B. Selbstwertblatt, Menschen nach ihrem Wert sortieren, Die starke Tanne)
– Erziehung (z.B. Sicherheitslinie, Zu süßer Kaffee).

Im Booklet gibt es zudem viele Informationen zur Historie und Definition der Impacttechniken, zur Wirkung und zum therapeutischen Nutzen, zu Metaphern sowie zu Indikationen und Kontraindikationen.

Impacttechniken. Kompetenz!Box Therapie und Beratung von Frauke Niehues weiterlesen

Suizidale Krisen. Das Manual für Einzel- und Gruppensettings von Björn Vüst und Eva Meisenzahl

„Es ist wichtig, den Patienten und seinen Wunsch, sterben zu wollen, ernst zu nehmen und respektvoll mit ihm umzugehen. Dabei kann es hilfreich sein, sich in seine Lage hineinzuversetzen und den Lösungsversuch (Suizid) nachzuvollziehen. So werden Autonomie und Kontrolle als wesentliche Grundbedürfnisse in der Psychotherapie berücksichtigt […]. Die Behandelnden sollten dazu in der Lage sein, den Patienten in seiner Situation zu verstehen und zu validieren. Dabei ist nicht vorgesehen, dass sie den Lösungsversuch des Patienten gutheißen.“ (Seite 19)

Björn Vüst und Eva Meisenzahl stellen in ihrem Buch ein Manual für Einzel- und Gruppentherapie vor, das sich sehr intensiv dem Thema Suizidalität widmet.

Vor dem Präsentieren des eigentlichen Behandlungsplans mit einer detaillierten Beschreibung der Inhalte der einzelnen Sitzungen bieten die beiden Autoren Informationen zu Behandlungsleitlinien, rechtlichen Aspekten und Anforderungen an den Behandelnden sowie theoretische Grundlagen (z.B. Transtheoretisches Modell der Verhaltensänderung und Modell der Interpersonalen Theorie suizidalen Verhaltens) und Informationen zur Diagnostik von Suizidalität.

Suizidale Krisen. Das Manual für Einzel- und Gruppensettings von Björn Vüst und Eva Meisenzahl weiterlesen

Was wir glauben, wer wir sind. Vom Mut, sich neu zu denken. Geschichten aus der Psychotherapie von Nesibe Özdemir

„Denn Glaubenssätze sind nichts Pathologisches. Sie sind vollkommen normal. Weil sie uns alle betreffen und wir damit die Norm sind.
Auch deine Glaubenssätze können hinderliche Annahmen über dich selbst beinhalten und im Zusammenspiel mit vielen weiteren bio-psychosozialen Faktoren zu einer behandlungsbedürftigen Erkrankung führen. Dennoch haben sie ihre Daseinsberechtigung, denn es gab mal eine Zeit in unserem Leben, in der sie die beste Erklärung für die Informationen waren, die wir von der Welt erhalten haben. Sie haben uns das Leben, die Menschen und die Welt erklärt. Sie wurden zu unserem inneren Kompass. Aber wir wachsen und reifen und das Leben um uns herum verändert sich mit uns. Daher ist es Zeit, den alten Kompass auf seine Richtigkeit zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten.“
(Seite 11f)

Nesibe Özdemir ist Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis und erzählt in ihrem Buch von Glaubenssätzen und Glaubenssystemen. Hierfür stellt sie Fallgeschichten vor, berichtet von den Glaubenssätzen verschiedener Personen, deren Leben und von den Konsequenzen der Glaubenssätze.

Was wir glauben, wer wir sind. Vom Mut, sich neu zu denken. Geschichten aus der Psychotherapie von Nesibe Özdemir weiterlesen

Abhängigkeitserkrankungen. Beltz Video-Learning von Hans-Jochen Müller (2 DVDs)

„hilft dabei, mehr Sicherheit und Kompetenz in der Behandlung von suchtkranken Personen zu erlangen“ (Klappentext)

Die DVD Abhängigkeitserkrankungen zeigt wichtige Facetten im Zusammenhang mit der psychotherapeutischen Behandlung von Abhängigkeit, z.B. Exploration von Trinkmenge, von Motivation für Therapie, von Gründen für Konsum und für Abstinenz und Suchtmittelanamnese, Kriterien für Abhängigkeit, schematherapeutisches Modusmodell, Vier-Felder-Schema, Fördern von Veränderungsmotivation, Psychoedukation, Interventionen zur Behandlung wie Notfallplan, Exposition und Stuhldialog sowie Rückfallprävention wie Ablehnungstraining, Wellenreiten und Abschiedsbrief an das Suchtmittel.

Abhängigkeitserkrankungen. Beltz Video-Learning von Hans-Jochen Müller (2 DVDs) weiterlesen

Praxis der Emotionsfokussierten Therapie. Ein transdiagnostischer Leitfaden von Marielle Sutter und Leslie Greenberg

„What is split off, not felt, remains the same. When it is felt, it changes.“ (Seite 9)

Marielle Sutter und Leslie Greenberg fassen in ihrem Buch die wichtigsten Aspekte der Emotionsfokussierten Therapie (EFT) zusammen, berichten von adaptiven und maladaptiven primären Emotionen, sekundären und instrumentellen Emotionen, emotionaler Produktivität, emotionalen Schemata, Affektdysregulation, den drei Prinzipien der emotionalen Verarbeitung und Veränderung, dem MENSIT-Modell, Indikationen und Kontraindikationen der EFT, Stuhlarbeit, Umgang mit schwierigen Situationen sowie der therapeutischen Haltung.

Praxis der Emotionsfokussierten Therapie. Ein transdiagnostischer Leitfaden von Marielle Sutter und Leslie Greenberg weiterlesen

Ich bin nicht da von Lize Spit

„Mir fiel niemand ein, den ich jetzt um Rat hätte bitten können, niemand, den ich bitten könnte, Simon genau zu beobachten, ob er etwas Merkwürdiges sehe, denn es gab keinen Menschen, der Simon kannte, wie ich ihn inzwischen kannte, der so ein vollständiges Bild von ihm hatte, dass ich seinem Urteil glauben würde.“ (Seite 50)

Simon kommt eines Nachts nach Hause und wirkt auf Leo, mit der er schon zehn Jahre liiert ist, sonderbar verändert: beschleunigt, reizbar.

Er hat sich spontan ein Tattoo stechen lassen, kündigt seinen Job, setzt auf einen völlig neuen beruflichen Pfad, sprudelt über vor Ideen, überlegt nicht lange, lässt sich treiben und mitreißen.

Im Verlauf wird Simon immer argwöhnischer, sieht Dinge in Beziehung zu sich stehen, findet Zusammenhänge, wo kein anderer Zusammenhänge sieht, entfremdet sich mehr und mehr von Leo.

Ich bin nicht da von Lize Spit weiterlesen

Therapie-Tools Transdiagnostische Psychoedukation von Christian Schanz, Hannah Mattheus, Monika Equit und Sarah Schäfer

„Die Vermittlung von Informationen zur Funktion und Regulation von Emotionen, zur gesunden Gestaltung des Schlaf-Wach-Rhythmus, zur funktionalen Ausrichtung der Aufmerksamkeit, zur Reduktion von Stress und zur Stärkung von Resilienzfaktoren sowie zu Kognitionen und kognitiven Verzerrungen kann diagnoseübergreifend zur Reduktion psychischen Leidens beitragen.“ (Seite 11)

Die Therapie-Tools Transdiagnostische Psychoedukation bieten Informationen zu Emotionen und Emotionsregulation, Schlaf und Schlafproblemen (z.B. Funktionen von Schlaf, Zwei-Prozess-Theorie der Schlafregulation), Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeitsverzerrungen, Stress und Resilienz (z.B. Salutogenese und Pathogenese), Kognitionen und kognitiven Verzerrungen.

Therapie-Tools Transdiagnostische Psychoedukation von Christian Schanz, Hannah Mattheus, Monika Equit und Sarah Schäfer weiterlesen