Schlagwort-Archiv: Hörbuch

Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy (Hörbuch)

„Und dann wird ihr etwas noch sehr viel Verstörenderes klar: Sie darf nicht mehr sterben. Was sie seit so langer Zeit herbeigewünscht und wovor sie sich gleichzeitig gefürchtet hat, ist jetzt unmöglich geworden.“ (Track 45)

Die 83-jährige Helen Cartwright ist Witwe und kauft nach 60 Jahren in Australien ein Haus in einem kleinen Ort bei Oxford, wo sie geboren wurde.

Sie erwartet nicht mehr viel vom Leben, zieht sich zurück, wartet auf den Tod.

Im Sperrmüll ihres Nachbarn entdeckt sie eines Tages ein Aquarium, das sie in ihr Haus trägt, da es Spielfiguren enthält, die sie an ihren Sohn erinnern.

Kurz darauf bemerkt sie, dass mit den Sachen eine Maus ins Haus gekommen ist, und sie versucht, diese loszuwerden.

Doch dann beginnt sie plötzlich, sich um die Maus zu kümmern. Sie nennt den Kleinen „Merlin“, und Merlin wird schließlich zu einem neuen Sinn ihres Lebens und der Grund dafür, nicht mehr sterben zu wollen.

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Vielleicht im Sommer von Lukas Mi-Sa Nguyễn Egger (Hörbuch)

„Dass er in der Hölle lebt, weiß er schon seit Jahren. Dass sie noch tiefere Abgründe hat, als zunächst angenommen, ist ihm vor einigen Monaten deutlich geworden. Und dieses Heim ändert nichts an der Situation. Es ist, als würde die Hölle ihm folgen, so als wäre sie nicht an einen Ort, sondern an ihre Verfluchten gebunden. Aber wenn die Hölle ihm folgt, ist das erst recht kein Grund zu bleiben, sondern ein Grund mehr zu gehen.“ (Track 6)

Sommer 2007: Der 15-jährige Kian lebt bei seinem kleinkriminellen Vater in Bielefeld und kommt eines Tages in ein Heim. Die Gründe hierfür erfahren wir erst viel später im Buch.

Kian versteht im Heim sofort, dass er es hier nicht aushalten wird. Er lernt Marco kennen, und die beiden fliehen gemeinsam.

Die beiden machen sich auf den Weg an die Nordsee, denn Marco hat erfahren, dass er dort eine Halbschwester hat, die er nun aufsuchen möchte.

In Vielleicht im Sommer wird die Geschichte ihrer Reise erzählt. Es geht zudem um Erwachsenwerden, um Sehnsüchte und Wünsche, um Verletzungen und Krisen, um Freundschaft und Liebe.

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Das große Buch vom Schlaf. Die enorme Bedeutung des Schlafs von Matthew Walker (Hörbuch)

„Wer dauerhaft weniger als sechs oder sieben Stunden pro Nacht schläft, zerstört sein Immunsystem, sodass sich das Krebsrisiko mehr als verdoppelt. Die Schlafdauer hat maßgeblichen Einfluss darauf, ob ein Mensch an Alzheimer erkrankt oder nicht. Unzureichender Schlaf – selbst ein geringfügiger Mangel, der nur eine Woche andauert – beeinträchtigt den Blutzuckerspiegel so stark, dass sich eine Vorstufe eines Diabetes feststellen lässt. Verkürzter Schlaf erhöht die Wahrscheinlichkeit für verstopfte und spröde Arterien, was langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und kongestiver Herzinsuffizienz führen kann.“ (Track 2)

Matthew Walker befasst sich im ersten Abschnitt seines Buches mit der Beeinflussung des Schlafrhythmus und mit der Veränderung des Schlafverhaltens im Laufe des Lebens.

Danach setzt er sich mit den Auswirkungen von Schlafmangel auf das Gehirn und auf den Körper auseinander.

Im dritten Abschnitt geht es um Träumen im REM-Schlaf sowie um Kreativität im Traum und Traumsteuerung.

Im vierten und letzten Kapitel beschreibt Walker Schlafstörungen und den Tod durch Schlafmangel, verschiedene Einflussfaktoren, die den Schlaf behindern, medikamentöse und therapeutische Behandlung sowie die Interaktion zwischen Schlaf und Gesellschaft.

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Die Familie sehen und sterben. Mörderisches Lugano, Band 1 von Toni Rivera (Hörbuch)

„Viele wollen ihre Familie schützen. Doch nur wenige vor sich selbst.“ (Track 1)

Capitano Enzo Rossi erhält eine SMS von seiner Assistentin Ispettrice Gemma Crivelli, die den Polizeicode für „Mord“ enthält. Enzo glaubt an ein Versehen, doch anscheinend soll es sogar zwei Morde an einem Tag gegeben haben, was unmöglich zu sein scheint im Tessiner Süden.

Doch dann beginnt Enzo zu ermitteln, und bald gibt es eine erste Spur, und die führt direkt zu seiner eigenen Familie.

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Stunden wie Tage von Shelly Kupferberg (Buch und Hörbuch)

„Jeder Mensch ist anders komisch.“ (Seite 16)

Martha E. ist eine alte Dame, die schäbig gekleidet ist und einen verwirrten Eindruck macht, anscheinend aber gar nicht so arm ist, wie sie mit ihrer Erscheinung wirkt.

Im Berliner Viertel, in dem sie lebt, wird gemunkelt, sie sei gar eine Millionärin, besitze ein ganzes Wohnhaus, das ihr von ihrer Affäre, einem Nazi, geschenkt worden sei, damit sie Stillschweigen über ihre Liebelei bewahre.

Shelly Kupferberg erzählt die Geschichte von Martha, die sich 1925 nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Konturistin auf eine Stelle als Hausbesorgerin in einem Schöneberger Mietshaus bewirbt. Es handelt sich um das Haus der Brüder Henry und Ber Berkowitz, die eine zuverlässige Person suchen, die sich um Mieteinnahmen und Ordnung im Haus kümmert.

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Frankie – Unter Menschen. Die Frankie-Reihe, Band 2 von Jochen Gutsch (Hörbuch)

„Vielleicht habt ihr mal diesen Satz gehört: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Aber wer immer sich das ausgedacht hat, weise war er sicher nicht. Denn Reden ist logisch Gold und Schweigen für Tote. Wenn ich niemanden mehr zum Reden hätte, würde ich lieber mit mir selbst reden, oder mit einem alten Stock, als schweigend durch die Welt zu latschen und zu glauben, dass Schweigen Gold ist. Wer das glaubt, war nie einsam gewesen.“ (Track 17)

Frankie ist – eigentlich – ein glücklicher Kater. Er lebt in einem großen Haus, hat Freunde und viel Futter. Doch er vermisst sein Herrchen – Gold -, der wegen Depressionen in der Psychiatrie ist.

Eines Tages gerät Frankie in die Biomülltonne und wird mit all den Essensresten in ein Auto der Müllabfuhr geleert. Zwar wird er später entdeckt und befreit, doch er befindet sich an einem unbekannten Ort, hat keine Ahnung, wie er nach Hause kommen soll und fühlt sich einsam.

Da trifft er auf ein 14-jähriges Mädchen, und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Gold und nach Frankies Zuhause.

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Mathilde und Marie von Torsten Woywod (Hörbuch)

„Bücher verändern uns. Bücher retten uns. Ich weiß das, weil ich es selbst erlebt habe.“ (Zitat von Elif Shafak, Track 5)

Die 26-jährige Studentin Marie Ledoux muss raus aus Paris, will räumlich und gedanklich Abstand schaffen zu bestimmten Geschehnissen. Sie fährt kurzerhand mit dem TGV nach Brüssel und dann in die belgische Provinz.

Im Zug trifft sie auf die Isländerin Jónína, eine 77‑jährige Buchhändlerin, die in Redu lebt und Marie spontan mit in ihr Dorf nimmt.

Redu ist ein kleiner Ort in den belgischen Ardennen, hat 390 Einwohner, 13 Buchhandlungen, einen Fernseher, einen Internetanschluss und ringsherum wunderschöne Natur. Und dort trifft Marie auch auf die mürrische Mathilde.

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Die Riesinnen von Hannah Häffner (Hörbuch)

„Die Menschen beklagen die Toten, die Lücken, die sie lassen, und ziehen nicht in Betracht, dass vielleicht gerade diese eine Lücke so gedacht und gewollt war, dass die Welt erst mit dieser Lücke wieder ganz ist.“ (Track 25)

Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald. Hier leben drei große, dünne Frauen, die nicht recht in die Dorfgemeinschaft passen.

Da ist zum einen Liese, die nach dem Tod ihres Mannes die Metzgerei im Ort führt. Da ist zum anderen Lieses Tochter Cora, die von der Mutter geliebt und vom Vater geschlagen wird, früh selbst ein Kind bekommt. Und da ist Eva, Coras Tochter, die den Wald liebt.

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Oroppa von Safae el Khannoussi (Hörbuch)

„In einer Sprache, die leuchtet, kratzt und singt, gleitet dieses schillernde Debüt durch Erinnerung und Identität und schenkt dem Entwurzelten eine poetische Heimat.“ (Klappentext, Zitat von Samira el Ouassil)

Salomé Abergel, eine jüdisch-marokkanische Künstlerin, lebt in Amsterdam.

Doch die Geschichte in Oroppa beginnt damit, dass Salomé nur noch um die 40 Kilogramm wiegt, an einer Lungenentzündung erkrankt ist und im Sterben liegt.

Gegen alle Prognosen erholt sich Salomé wieder, und der Roman erzählt schließlich von Salomé, von ihrem sozialen Umfeld und vom Leben in Städten wie Paris, Tunis und Casablanca.

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Erzählen, was ist von Katrin Eigendorf (Hörbuch)

„Ich wollte, dass du siehst, was echter Mut ist, anstatt die Vorstellung zu bekommen, dass Mut ein Mann mit einer Waffe in der Hand ist. Es ist, wenn du weißt, dass du schon verloren hast, bevor du anfängst, aber trotzdem anfängst und es durchziehst, egal was passiert.“ (Track 3, Harper Lee, Wer die Nachtigall stört)

In Erzählen, was ist berichtet die Autorin davon, wie ihre eigene Lebensgeschichte die Art und Weise, wie sie die Welt sieht, geprägt hat. Sie berichtet von ihrer Familie und deren Einstellungen zur Politik.

Im Verlauf geht Katrin Eigendorf näher ein auf Kriegsverbrechen und Massengräber, Autokratie und Demokratie, Taliban und Frauenrechte, Russland und das Ende des Kalten Krieges, Partnerschaft und die Geburt ihres Sohnes, Ägypten und den arabischen Frühling, Israel und Palästina.

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