Schlagwort-Archive: Hörbuch

Der Einfluss der Fasane von Antje Rávik Strubel (Hörbuch)

„Es ist mit der Wahrheit wie mit der Sonne: Ihr Wert hängt für uns einzig und allein von der richtigen Distanz ab.“ (Track 1, Zitat von Hjalmar Söderberg)

Kai Hochwerth, Regisseur und Theaterintendant, hat sich in Sydney suizidiert. Hella Karl, Feuilletonchefin einer großen Zeitung, erfährt davon an einem frühen Morgen, und obwohl sie dem Mann oft den Tod gewünscht hat, ist sie schockiert.

Karl hatte vor einigen Wochen einen reißerischen Bericht über Hochwerth veröffentlicht, hatte über seine Frauenfeindlichkeit geschrieben. Nun wird sie für seinen Suizid verantwortlich gemacht.

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Aus dem Haus von Miriam Böttger (Hörbuch)

„Wir mögen uns vielleicht für Retter und Unheilverhinder halten, tatsächlich aber schauen wir den Dingen seelenruhig beim Entgleisen zu.“ (Track 6)

Die Eltern der Ich-Erzählerin verlassen das beschauliche Weinheim und ziehen nach Kassel. Dort bewohnen sie ein großen Haus, fühlen sich aber nie richtig wohl, heimisch, angekommen oder glücklich. Und dann verlassen sie das Haus und ziehen in eine Wohnung.

Miriam Böttger erzählt in ihrem Roman, mit autobiografischem Charakter, von ihrer Familie – vom Vater, der schließlich stirbt, und von der Mutter, die hilflos zurückbleibt. Sie erzählt von ihrer pessimistischen, schwarzmalenden Mutter, die klagsam und unglücklich ist.

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Achtzehnter Stock von Sara Gmuer (Hörbuch)

„Unerfüllte Träume sind auch Träume. Sie sind bloß viel gefährlicher.“

Wanda lebt mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im 18. Stock eines Berliner Plattenbaus. Wanda ist Schauspielerin und bekommt eine Rolle in einem Film – ein Traum wird wahr.

Doch dann wird Karlie schwer krank, und Wandas Prioritäten verschieben sich.

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Russische Spezialitäten von Dmitrij Kapitelman (Hörbuch)

„Ich trage eine Sprache wie ein Verbrechen in mir und liebe sie doch, bei aller Schuld.“ (Track 5)

Dimitrijs Eltern betrieben 30 Jahre lang einen Laden für russische Spezialitäten, ein Magasin. In ihrer neuen Heimat Leipzig verkauften sie Pelmeni, Wodka, Krimsekt und andere Dinge, die an ihr Leben in der Sowjetunion erinnerten.

Nun ist der Vater tot, und die Mutter berentet, den Laden gibt es nicht mehr, doch die Erinnerungen daran sind nach wie vor lebendig.

Dimitrijs Mutter wurde in Sibirien geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Moldawien und zog volljährig nach Kyjiw. In Russland selbst verbrachte sie nur wenig Zeit. Doch im Ukraine-Krieg steht sie vollkommen hinter Putin und Russland, sieht die Ukraine als Feind, die Kriegsberichte als Fake. Mutter und Sohn entzweien sich dadurch immer mehr, und Dimitrij reist schließlich nach Kyjiw, um seiner Mutter von der Realität des Krieges berichten zu können.

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Das Lieben danach von Helene Bracht (Hörbuch)

„Some of them want to use you
Some of them want to get used by you
Some of them want to abuse you
Some of them want to be abused“
(„Sweet Dreams (Are Made of This)“ von Eurythmics)

Helene Bracht erzählt von ihrer eigenen Missbrauchserfahrung, die sie im Alter von fünf bis acht Jahren erlebt hat. Sie berichtet vom sexuellen Missbrauch durch ihren Nachhilfelehrer, von Schmerzen, von Affektlogik, von Scham und von den Auswirkungen des Missbrauchs auf ihr gesamtes Leben.

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Bretonische Versuchungen. Kommissar Dupins vierzehnter Fall von Jean-Luc Bannalec (Hörbuch)

„Ängsten muss man sich stellen. Weicht man auch nur einen Zentimeter vor Ängsten zurück, nehmen sie sich einen Meter, haben sie den, nehmen sie sich zehn…“ (Track 3)

Georges Dupin stellt sich seinen Ängsten und führt eine Exposition auf dem Meer durch. Doch bevor es richtig losgeht, wird er zu einem Fall gerufen: Die Inhaberin einer alteingesessenen Confiserie in Concarneau wurde tot in einem Bottich voller flüssiger Schokolade gefunden.

Der Fall führt Dupin nicht nur in die Welt der Schokolade, sondern auch ins Baskenland, wo er auf jede Menge dunkler Machenschaften der Schokoladenindustrie und speziell der Confiserie „Zerna“ stößt.

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Montmartre. Teil 1. Licht und Schatten von Marie Lacrosse (Hörbuch)

„Montmartre – kein anderer Ort wies um 1900 eine solche Dichte an hochkarätigen Künstlerpersönlichkeiten auf, wie dieses besondere Pariser Viertel.“ (Track 2)

Sommer 1866 in Paris: Zwei Mädchen werden am selben Tag geboren, von der gleichen Hebamme zur Welt gebracht. Ansonsten könnten die beiden Mädchen kaum unterschiedlicher sein: Elise Lambert ist das Kind einer armen Wäscherin auf dem Butte, Valérie Dumas die Tochter eines reichen Kunsthändlers am Boulevard de Clichy.

Der Roman erzählt die Geschichte der beiden Mädchen, deren Wege sich bisweilen kreuzen, deren Leben Parallelen aufweisen, deren Sehnsüchte, Träume und Hindernisse im Leben aber auch ganz verschieden sind.

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Mein Name ist Estela von Alia Trabucco Zerán (Hörbuch)

„Diese Geschichte hat mehrere Anfänge. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass sie nur aus Anfängen besteht. Aber erklären Sie mir doch, was ein Anfang ist. Erklären Sie mir zum Beispiel, ob die Nacht vor oder nach dem Tag kommt. Ob wir nach dem Schlafen erwachen oder ob wir nur schlafen, weil wir wach waren. Oder noch einfacher: Um Sie nicht mit meinen Abschweifungen zu nerven, sagen Sie mir doch, wo ein Baum beginnt. Beim Samen oder bei der Frucht, zu der dieser Samen vorher gehörte. Oder doch bei dem Ast, an dem diese Blüte keimte, ehe sie später zur Frucht wurde. Oder bei der Blüte selbst. Kommen Sie noch mit? Nichts ist so simpel, wie es scheint.“ (Track 1)

Die Hausangestellte Estela García, genannt Lita, erzählt von ihrem Leben bei einer wohlhabenden Familie in Chile. Sie wird herumkommandiert und ausgenutzt. Doch sie hat eine (anscheinend) gute Bindung zur Tochter der Señora. Auch diese ist letztendlich jedoch auch geprägt von Klassenunterschieden und der damit zusammenhängenden Respektlosigkeit gegenüber der Hausangestellten.

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Auf Erden sind wir kurz grandios von Ocean Vuong (Hörbuch)

„Das Angebot von Zärtlichkeit fühlt sich manchmal schon wie der bloße Beweis dafür an, dass man zerstört wurde.“ (Track 75)

Der Ich-Erzähler Little Dog schreibt einen Brief an seine Mutter, die Analphabetin ist und kaum Englisch spricht, den Brief also nie lesen kann.

Little Dog erzählt von seiner Kindheit als Sohn vietnamesischer Einwanderer in den USA, berichtet von seiner Mutter Rose, die in einem Nagelstudio arbeitet, von ihrer schwierigen Vergangenheit in Vietnam und ihrer komplexen Persönlichkeit.

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Von hier aus weiter von Susann Pásztor (Hörbuch)

„Der Moment, in dem Marlene begriff, dass sie die Toilettenkabine nicht auf dem üblichen Weg verlassen konnte, war der erste seit Wochen, in dem Rolfs Tod keine Rolle spielte.“ (Track 1)

Marlenes Ehemann Rolf hat sich suizidiert, und Marlene hält die Tage nur noch mit Alkohol und Benzodiazepinen durch. Nach 30 Jahren Ehe ist Marlene einsam, rat- und perspektivlos, und sie plant ihren eigenen Tod.

Marlenes Umfeld sorgt sich und bietet ihr immer wieder Hilfe an. Doch keiner scheint zu Marlene durchzudringen.

Eines Tages kommt ein Handwerker zu Marlene – es handelt sich um ihren ehemaligen Schüler Jack. Er bleibt über Nacht im Gästezimmer, weil er gerade wohnungslos ist. Und von da an verbringen er und Marlene öfter Zeit miteinander.

Schließlich zieht Jack bei ihr ein, päppelt sie auf und gibt ihr eine gewisse Lebensfreude zurück.

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